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Warum sind Tekkie besser?
Abgesandt von taucherflo Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 19:57:

Hallo!

Gleich einmal im voraus: Ich möchte keinen mit dieser Frage beleidigen oder provozieren, obwohl die Frage provokant ist, ich weis!

Aber warum sind "Tekkies" soviel cooler und besser als "Sporties"? Warum werden Sporties immer als Idioten dargestellt und Tekkies machen immer alles richtig?

würde gerne mal eure Meinung hören!

lg.




Antwort von kuki_taucher Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 20:01
Frage:
Wer oder was ist ein Tekki??

Ansonsten eher Schwachsinn oder die Sicht von Personen / Tauchern, welcher der Weitblick fehlt und provozieren wollen.

Wir alle sind gleich, wir alle haben EIN Hobby, welches wir teilen, die einen mehr die anderen weniger, mit mehr oder weniger Ausrüstung, flacher oder tiefer....

Grüße
Antwort von taucherflo Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 20:12
Nachdem du bei IANTD bist denke ich du weist schon was ein "Tekkie" ist.

Ich finde es toll dass du so eine Einstellung hast, bin ganz deiner Meinung!
Antwort von constantin_w Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 20:18
Der Grund für diese etwas verschwommene Aussage ist häufig, daß viele Taucher in einer Schnellbleiche zum "Sporti" ausgebildet werden. Und der Weg zum "Tekki" führt über den Sporti. Da aller Anfang schwer ist und viele Grundausbildung etwas mangelhaft finden sich also wesentlich mehr mies ausgebildete Sporties als Tekkies im Wasser auf die man vorzüglich schimpfen kann.

Allerdings ist das, wie kuki schon sagt, eine müßige Geschichte. Ich kenne auch technisch ausgebildete Taucher die wie ein Seepferdchen durch den Matsch mulchen und viele top Sportis, die es super drauf haben.
Antwort von Uwe-Re Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 22:12
wenn man den Unfallforen glaubt verunglücken Tekkies häufiger tödlich weil sie cool sind bzw. nie Fehler machen.

Glückauf
Antwort von °°steffi°° Registriertes Mitglied am 15.12.2011 - 22:36
Teckies sind NICHT besser als Sporties. Zumindest nicht grundsätzlich.
Es gibt genau so schlechte Sporties wie schlechte Teckies auch. Und es gibt vor allem auch viele Teckies, die weiss Gott was von sich halten weil sie im Verband XY einen Kurs gemacht haben und deshalb auch immer auf den Sporties rumhacken.
Im Tecktauchen gibt es aber auch Ansätze, die jedem Sportie gut tun würden.
Antwort von GIK Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 00:52
Salüü,

durch das (meist) intensivere interesse für die theorie und praxis eines tec-divers kann man davon ausgehen dass dieser mehr über das hobby weis und mehr praxis hat. dies kann aber auch ein sporti in seinem bereich erlangen. ob es dann einmal hilft oder dieser besser und sicherer tauchen kann ist die frage.

unbestritten ist, dass viel übung und praxis mit einem guten hintergrundwissen (sind sowieso nur waage vermutungen) mehr sicherheit gibt als ein einmaliger pooldurchlauf in hurgada und einem PA..-Kärtli.

wichtig finde ich dass man sicherheit und spass dabei hat ob als tec oder sport taucher und nicht jedem der etwas anders denkt oder weniger aufwand betreibt sein denken, verband oder gewohnheiten aufzwingen will.

ok, gut luft oder mix

gruss von den Philippinen GIK

Antwort von Uwe-Re Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 07:03
@GIK



leider nimmt damit auch die Selbstüberschätzung zu.

Glückauf
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 07:28
@taucherfloh:
"Tekkies .. soviel cooler und besser .. immer als Idioten ... immer alles richtig" -> Wie kommst du zu den Aussagen? Im realen Leben ist mir das so noch nicht begegnet. ... nun denn:
1)Wer sich als "cool" bezeichnet, führt sich selbst ad absurdum,
2)wer sich dadurch aufwerten möchte, indem er andere herabsetzt, ist eine arme Sau (hat wohl nichts anderes) und
3) wer der Meinung ist "immer alles richtig zu machen" siehe ->1)


@kuki:

bis auf: ".. wir alle haben EIN Hobby, welches wir teilen.. " -> ich hab drei und das schönste teil ich ganz gewiß nicht
Antwort von tauchtechtnix Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 09:08
Also mir ist ein Sporttaucher, der seine Grenzen kennt, sich gewissenhaft vorbereitet und im Ramen seiner Ausbildung und Möglichkeiten taucht allemal lieber als ein Tekki der sich für unsterblich hält und ständig auf der Suche ist nach der nächsten Herausforderung. Die meisten Unfälle passieren ja nicht weil irgendwelches Material versagt sondern weil der Faktor Mensch in´s Spiel kommt. (Falsche Ausrüstung, falsch konfiguriert, keine Absprachen oder nicht an Absprachen halten, sich selbst falsch einschätzen u.s.w.) Jeder Tekki (bin auch einer) hat mal als Sporty angefangen. Man sollte nicht jedem, der mal etwas mulmt gleich runtermachen. Lieber das Gespräch suchen und ihm sagen, was er falsch macht. Vielleicht merkt er es ja noch nicht einmal. Durch dieses "Gottgleiche" Gehabe von manchen Tekkis wird die Kluft zwischen den Ausbildungsstufen auch nicht kleiner.

Möge die Luft / Nitrox / Trimix / O2 (was auch immer) mit euch sein.....

Bernd
Antwort von onlinebiker Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 09:16
In Summe geht es doch nur darum, wie viel theoretisches Hintergrundwissen und wie viel praktische Erfahrung angesammelt werden und wie beides in der Praxis umgesetzt wird. Zum technischen Tauchen muß man sich mit vielen Themen auseinandersetzen. Gerade im Bezug auf Tauchmedizin und Gase.
Aber damit soll nicht behauptet werden, dass jeder technische Taucher mehr Wissen oder können hat, als manch Sporttaucher. Ideoten gibt es überall. Schaut Euch nur die Religionskriege um die DIR Norm an, Da wird auch (obwohl der Ansatz sehr gut ist) von beschimpft und gelästert...
Ach ja, dass prozentual meht technische Taucher Unfälle haben als Sporttaucher bezweifle ich.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 09:31
Ich kann es mir nicht verkneifen, nehmt dies
Hier klicken
PS
Liebe Mod´s diese Unterforums, kommt mal zum lachen aus dem Keller, oder übt ihr gerade Deko
Antwort von taucherflo Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 09:37
@ Vercingetorix: gute seite, danke!
Antwort von ramklov Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 09:42
@ Vercingétorix,

Peter Rachow hat noch eine Seite "Psychotec", die ich dieser Diskussion nicht vorenthalten möchte: Hier klicken

gruß ramklov
Antwort von Solosigi Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 09:53
@taucherfloh

wenn es schon nicht so einfach ist zu definieren: was ist ein "Tecki" und was ist ein "Sporti" ist es wohl noch schwieriger zu sagen wer "besser" ist...

Wichtig ist wohl nur, egal ob Tecki oder Sporti, dass jeder seinen Tauchgang richtig plant und seine Ausrüstung (inklusive Gase etc.) so sicher beherrscht, dass dieser Plan auch zu 100% eingehalten wird. Dazu zählen natürlich auch alle eventuellen Notfallpläne...

Gruss
Solosigi
Antwort von joemurr Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 09:57
@taucherflo
Sieh’s mal ein wenig abstrakter:
Warum halten sich so Manche als die besseren Taucher?
Ein Grund ist, dass sie sich in dem entsprechenden Metier halt besser auskennen – oder auszukennen glauben . Weil sie sich mit der Materie intensiver befassen. Weil sie am Ball bleiben und permanent dazulernen, nicht nur durch erlebte Erfahrung, sondern auch proaktiv durch Weiterbildung.

Dass Tekkies, zumindest die meisten davon (meine Vermutung), diesen genannten Anspruch in größeren Maße betreiben als Sporties, liegt einfach darin begründet, dass deren Tauchgänge oftmals anspruchsvoller und schwieriger sind (oder richtiger formuliert: sein können). Demzufolge gestehe ich diesen (wohlbemerkt: nicht allen) dieses „besser“ gerne zu.

Da ich Dein Alter nicht kenne, lass Dir gesagt sein, dass es erstens vollkommen unerheblich ist, wenn jemand besser ist, denn es gibt immer einen, der besser ist. Und das ist auch gut so, denn von dem kann man lernen. Wenn alle gleich (gut oder schlecht) wären, wäre Stillstand angesagt.

Was aber wirklich zum Tragen kommt ist – und das ist der entscheidende Punkt, dass es Mensch gibt, die dieses „besser“ raushängen lassen. Das sind zwar die besseren Taucher (oder Tekkies), aber ob es auch die besseren Menschen sind? Hmm, ich habe da so meine Zweifel.

Aber die Diskussion ist fast müßig, weil nicht zielführend. Das ganze kannst Du auf die „Autofahrerei“ übertragen. Auch hier lassen sich die Profis oftmals das „besser“ raushängen, obgleich sie weit davon entfernt sind.

Fast alle Bereich des Lebens sind doch hier betroffen. Es sind halt alles „nur“ Menschen. Manche ähm bessere, manche weniger.

Gruß
Joe
Antwort von taucherflo Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 10:14
@ joemurr: du hast sicher recht mit deiner Antwort, wie die meisten anderen auch hier!
Und ich bezweifle ja gar nicht dass die meisten Tekkies "besser" sind. Sie haben, meisten zumindest, sicher eine bessere Ausbildung und ein breit gefächerteres Wissen!

Nur ich meine, was du ja auch scho angesprochen hast, warum sie deswegen alle Anderen schlecht machen müssen und glauben sie sind die Besten! Man muss ja nicht unbedingt studiert haben oder Atomphysiker sein um Techtaucher werden zu können! Ich glaube jeder der ein minimum an Intelligenz besitzt kann Techtaucher werden, also so besonderes ist es auch nicht!
Es geht mir eher darum warum sie das Ganze so raushängen lassen und andere, meistens Sportis, einfach nur unfreundlich anschnauzen und als minderwertig behandeln!

lg. Flo
Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 10:29
@Vercingétorix:

Tekkie heisst nicht gleich DIR-Taucher...
Viele Sachen von Rachlov sind aber auch an den Haaren herbeigezogen um einen auf lustig zu machen.

Zum Topic:
Meiner Meinung nach sollte man die zwei Bereiche nicht unbedingt direkt miteinander vergleichen, ist wie mit den Äpfeln und Birnen. Es ist doch noch ein Grosser Unterschied dazwischen und stellt nunmal (zweifelsfrei) ganz andere Anforderungen an die Ausrüstung, Ausbildung und ans Training.
Bei einer (guten) technischen Ausbildung (nicht Brevet gegen Geld) kommt auch jeder Sporttaucher mit 1000 Tauchgängen mal an seine Grenzen und das ist auch gut so...

Persönliche Meinung: Wer anspruchsvolle Tauchgänge macht, mit Mischgas, Dekogasen sowie ausserhalb der Nullzeitgrenzen, der kann HOFFENTLICH besser tauchen als die Mehrheit der Sporttaucher... ansonsten hätte er in diesem Bereich schlichtweg nichts verloren.
Das es natürlich vorkommt bestreite ich keinesfalls. Hat aber auch bisschen was mit Selbsteinschätzung zu tun und da harpert es bei vielen. (Egal ob Tekkie oder Sportie)

(War bei mir übrigens nicht anders...)
Antwort von joemurr Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 10:38
@taucherflo
>...Es geht mir eher darum warum sie das Ganze so raushängen lassen
Frage einen Menschen, warum er denn (in einem bestimmten Bereich) arrogant und überheblich ist? Auf die Antwort wäre ich gespannt.

Ist doch weit verbreitet, diese "Eigenschaft". Selbstverständlich auch unter uns Tauchern und - jetzt kommt`s - auch hier im TNet, oder? In so manchem Beitrag hier liest man (zwischen den Zeilen) genau dieses Verhalten. Und die Leute selbst merken es bisweilen gar nicht.

Aber das ist so wie bei den Alkoholikern; die erkennen ihre Krankheit auch nicht, "haben selbst kein Problem mit dem Alk"

Ergo, meine Freund, tauch einfach, lerne von Leuten, die`s gut mit Dir meinen und Dir ihre Ansichten nicht indoktrinieren wollen und lass die - mal ganz wirtshausmässig - sozial inkompetenten A...rmleuchter ihr Ding machen.

Gruß
Joe
Antwort von Kolbenkalle Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 12:00
Mal was von einem Sportie:

Ich bin nämlich einer und kann es überhaupt nicht leiden, wenn Tauchergruppen aufeinander rumhacken. Deswegen kann ich mit der Homepage von Peter Rachow auch so rein gar nix anfangen. Ehrlich gesagt ist mir dieser Mensch nach den Inhalten seiner Seite zu urteilen, ziemlich unsympathisch, da er es verteufelt anders (als er) zu sein.

Ich mag es über den eigenen Horizont zu schauen, unterhalte mich am Tauchplatz sehr sehr gerne mit anderen Tauchern und muss sagen, dass mir persönlich die am liebsten sind, die sich Gedanken (über ihre Ausrüstung, über ihren sport, usw.) gemacht haben, ob das nun Tekkies oder Sporties sind ist erstmal wurscht.

Mit den Tauchern, die sich für die Taucherei nur so weit interessieren, dass sie mal eben ein mal im Jahr im Urlaub zum Planschen mit DTG ins Wasser hüpfen können, werde ich nicht so recht warm. Das sind auch meist diejenigen, die ihren Tauchstil nicht verbessern wollen und Riffe durch Unbeholfenheit zerstören.

Für mich ist der Taucher der bessere, der sich für sein Hobby interessiert und sich damit auseinandersetzt. Und das kann und sollte auch ein Sportie.

Außerdem bin ich in freier Wildbahn noch nie einem Arroganten und Unfreundlichen Tekkie begegnet.

Weiterhin gut Atemgas
Antwort von Glenlivet Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 12:08
@taucherflo:

So, wie Du das formuliert hast, ist es eine typische dummdreiste Trollfrage. Es hätte sicher auch eine andere, weniger provokative Formulierung für den gleichen Inhalt gegeben. Es ist Dein Glück, dass hier viele Mitleser Dich trotzdem ernst nehmen und Dir antworten.
Antwort von Glenlivet Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 12:10
@Kolbenkralle:
Antwort von joemurr Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 12:22
@Kolbenkalle

Mit Deinen ersten beiden Absätzen gehe ich vollkommen d’accord, nicht aber mit

>nur so weit interessieren, dass sie mal eben
>die ihren Tauchstil nicht verbessern wollen
>und Riffe durch Unbeholfenheit zerstören.

Siehst, genau das sind die Sprüche von Leuten, die auf dem hohen Ross sitzen und mit pauschalen Phrasen um sich werfen.

Was spricht gegen den Taucher, ich sage bewusst nicht „Sportie“, der einmal im Jahr im Urlaub eine Handvoll Tauchgänge macht. Für den reicht sein Owd/*, er lässt sich mitunter seine Ausrüstung zusammen- und wieder auseinanderbauen und vielleicht auch vom Guide durch die Fischwelt führen. Was ist daran schlecht? Er taucht nach seinen Anforderungen und dafür reicht sein „Können“ – den Rest erledigt der Guide, dafür bekommt er auch die Knete.

Und dass immer nur diese Kategorie Taucher die Riffe zerstören ist ein Irrglaube. Es mag durchaus zutreffen, dass durch mangelndes Tarierkönnen erhebliche Schäden entstehen, absolut richtig, aber dieses immer nur der „wenig-im-Urlaub-tauchen“-Fraktion anzulasten halte ich – mit Verlaub – für arrogant und überheblich.

Es ist sicherlich nicht repräsentativ, aber ich habe genug „erfahrene“ Taucher gesehen, dabei auch „Höherbrevetierte“, die diesbezüglich bisweilen arg gestrauchelt sind.

Schließlich meine Frage: wann hast Du den Führerschein gemacht, a)? Was tust Du b) um körperlich fit zu bleiben – geistig sowieso und c) wie steht es um Deine fahrerische (technisch und physikalische) Fortbildung?

Natürlich nur unter der Prämisse, dass Du öfters mit dem Pkw unterwegs bist. Oder hast Du damit nichts am Hut, benutzt Busse und Bahnen und fährst sonntags mit Mutti nur mal kurz raus, picknicken?

Gruß
Joe
Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 12:59
Es wird hier immer wieder behauptet, dass Tec Taucher über Sporttaucher herziehen würden. Ich kenne einige und kann dies nicht bestätigen und im Übrigen sollte es auch auffallen, dass wir hier im Tec Forum schreiben und noch keiner sich über Sporttaucher kritisch geäussert hat, andersrum aber sehr wohl. Ich denke dies rührt oft davon her, dass der eine oder andere Sporttaucher gerne mal so tauchen würde wie es eben nur das Tectauchen erlaubt. Leider sind diese Leute dann oft zu faul die aufwendige Ausbildung, das teure Equipment und Tauchgangsplanung auf sich zu nehmen und dann wird eben gelästert.
Es gibt bestimmt in beiden Lagern bessere und schlechtere Taucher, aber um in den Tecbereich zu kommen ist auf jeden Fall eine bessere Ausbildung nötig. Die oben angesprochene Unfallstatistik kommt da her dass es eben in der Regel eher Tote gibt, wenn bei extemen Tauchgängen wirklich mal was schief geht.
Allerdings ist ein Tauchgang auf 100 Meter mit dem richtigen Atemgas, Ausbildung und dem richtigen Equipment bestimmt sicherer als wenn irgend welche Hobbytaucher einfach mal auf 50 Meter mit Luft und ohne wirkliche Tauchgangsplanung gehen.

Ein Tec Taucher ist für mich einfach nur ein Taucher der sich auf schwierige Tauchgänge gut vorbereitet,das heisst das richtige Gas,die richtige Ausbildung,das hochwertigste Equipment und eine sehr gute Tauchgangsplanung. Was soll daran falsch sein?
Der beste Taucher ist der Taucher der innerhalb seiner Grenzen und den Grenzen seiner Ausrüstung taucht, egal ob bei 20 Meter oder 100 Meter.

Grüsse aus Dahab
Antwort von Kolbenkalle Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 13:38
@ag2908:

@joemurr: Ich bin der Meinung, dass wirklich jeder seinen Tauchstil gehörig verbessern kann und auch sollte, wenn er nur genug übt. Da muss ich auch keine Unsummen in weitere Specialties wie saubere Tarierung u.ä. oder bessere Ausrüstung stecken.
Tauchen lernt man in keinem Tauchkurs (gut, die Grundzüge vielleicht) genausowenig, wie man fahren in der Fahrschule lernt. Wer nicht am Ball bleibt verlernt es und damit Punkt.

Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, da ich vier Jahre mit dem Tauchen ausgesetzt habe und danach erstmal wieder total am Anfang war. Das war ein ziemliches geeiere mich so im Wasser zu halten, dass ich keine Sedimentfahne hinter mir herziehe.

Übrigens das ganze ist Verbands unabhängig. Mein damaliger CMAS Tauchlehrer hat seinen Schülern (tut er immer noch) nur Murks übers Tarieren beigebracht.
Ein PADI Instructor hat mir in einem Urlaub (da war ich 14) erstmal das Tarieren richtig gezeigt.

Übung macht den Meister. Nicht sabbeln, lieber tauchen!

Gruß,
Alex
Antwort von joemurr Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 13:54
@Kolbenkalle
>...jeder seinen Tauchstil gehörig verbessern kann...

Stimmt, geb Dir da vollkommen recht.

Ist aber nicht das Thema hier. Thema ist der "bessere" Tekkie im Speziellen oder der "bessere" Taucher im Allgemeinen; auf einem abstrakterem Level betrachtet. Und wie die beiden miteinander umgehen.

Und da ist es schlicht und ergreifend kontraproduktiv, wenn der "Tekkie" auf den "Sportie" herabguckt oder der "Sportie" auf den "Funnie" - mal sehr salopp formuliert.

Und herablassende Sprüche, egal auf und von welcher Seite und unabhängig des Wissens- und Erfahrungsstands, sind ganz einfach fehl am Platz. Zumindest innerhalb der vom TO angeschnittenen Thematik.

Und von Verbänden war jetzt auch noch nicht die Rede! Warum auch!

Gruß
Joe
Antwort von speedy2607 Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 14:09
Sorry, das muss jetzt einfach sein

"Tekkies sind besser, weil sie ihr Doppelgerät auf 80+ ablegen können und das absolut notwendig ist!"

Nur ein kleiner Scherz, da ich letztens dermassen "belehrt" worden bin
@die dabei waren: habe am Bodensee keinen mit Doppelpack und Bleigurt gesehen, aber halte weiter Ausschau
Antwort von prhhf Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 14:28
Da bin ich ja froh das ich nur D8,5 hab und mir die 40m völlig reichen.

Die Technik und Ausrüstung macht keinen zu einem Gott
Der "Tek-Taucher" stirbt genauso Unterwasser wie ein Sporttaucher.
Auch auf der Toilette macht er nichts anderes als Du auch, wenn er den mal muss.
Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 15:01
@prhhf
"Die Technik und Ausrüstung macht keinen zu einem Gott "
Das simmt sicherlich und keiner hat das behauptet.
Aber in Kombination mit guter Ausbildung zu einem guten Taucher

Grüsse aus Dahab
Antwort von Kolbenkalle Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 15:07
Trotzdem erlaube ich mir als Sportie auf Leute herabzusehen, die nicht richtig tarieren können und es auch nicht lernen wollen. Da hängt unsere Umwelt dran...
Antwort von prhhf Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 16:18
@ag2908

Nicht nur die Ausbildung auch das Üben mit dem Equipment bringt den Einklang mit Körper und Wasser
auch ich schließe mich da nicht aus.

Gruß aus dem kalten Deutschland

@ Kalle

statt herunter zu schauen nimmst Du dir mal ein Herz und Zeit und zeigst demjenigen mal wie es funktioniert.
Denn sonst wird er immer in seinem Loch herum tümpeln und denke das ist schon ok.

Letzt endlich kann man da nur mit gutem Beispiel voran gehen und wenn einer Schwierigkeiten hat es richtig zeigen.

Wobei Richtig oder Falsch relativ ist.
Falsch ist zu sagen, so ist es richtig.
Das muss nicht bei jedem funktionieren, aber es öffnet die Sichtweise wie es besser gehen kann.
Antwort von Tariernix Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 16:24
"Warum sind Tekkie besser?"

Das ist keine Frage, sondern eine Behauptung. Und eine provokative dazu, denn sie impliziert, dass alle Nicht-Tekkies schlechter sind.

Weder das eine, noch das andere trifft zu, weder sprachlich noch inhaltlich.

Ich kann Euch alle nur mit Kopfschütteln bedenken, die ihr auf so einen Stuß auch noch versucht, Euer Gehirnschmalz in Antworten zu investieren.

Geht Tauchen - und wenn dieser Floh in Eurer Nähe tauchen sollte, könnt ihr ihm ja mal das Ummontieren einer zweiten Stufe in 40 m demonstrieren - ohne Maske natürlich.
Antwort von Kolbenkalle Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 16:26
Jemandem, der nicht mal hier tauchen geht, kann ich auch nix zeigen. Nur leider gibts davon in unserem Verein genug. Sogar der Tauchlehrer kann nicht richtig tarieren, weil er eigentlich schon lange keinen Bock mehr auf Ausbildung hat. Sowas ist traurig.
Antwort von Hammerhai 07 Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 21:42
also ich bin Taucher nicht mehr und nicht weniger.
Meine Ausrüstung passe ich an die Anforderungen des Tauchganges an. Ich tauche in meinen Grenzen sowie meines Partners, die Ausbildung spielt hier eine untergeordnete Rolle. Erfahrung ist halt durch nicht zu ersetzen außer mehr Erfahrung. Höre auf deinen Körper, vor und wären des Tauchganges. Übungen sind gut und geben einem weitere Erfahrungen.
Von Dienstgraden durch Ausbildung, Schulungen oder Verbände halte ich nichts. Und ob ich ein guter Taucher bin? Das habe ich nicht zu beurteilen, dieses beurteilen die mit mir tauchen. Also wie gesagt ich bin Taucher aus Leidenschaft und nicht Sporti oder Tekkie, einfach Taucher!! Mit welchen mittel jeder seine Tauchgänge absolviert überlasse ich jedem Taucher selber. Genauso wie viel er in seine Ausbildung Investiert hat oder nicht. Nicht jedem ist gegeben selber zu lernen (Studieren) und dann noch die Transferleistung zu verbringen dieses in die Tat um zusetzen.
Somit kann ich dir leider nicht weiter helfen.
Antwort von klarwassertaucher Registriertes Mitglied am 17.12.2011 - 11:54
Hai!,@ Hammerhai07:

...und weil es so schön passt und die Zeit dafür inzwischen schon wieder `ran ist, das obligate Weihnachtsgedicht:

Tekki- Weihnacht

Es war zur stillen Weihnachtszeit
der See war nicht mehr allzu weit
Sankt Niklas saß im Schlitten drin
und wollte zu den Fischen hin

„Die armen Fische, glatt und kahl –
bekommen heut ihr Weihnachtsmahl!“
So dachte sich der fromme Mann
Und trieb das Rentier schneller an.

Das Ufer war schon bald in Sicht
der Mondschein gab ein feines Licht
und Niklas freut sich wie ein Kind
dass er bald in das Wasser springt.

Am See hält dann der brave Mann
freudig seinen Schlitten an.
Der Mond glänzt wie ein silbern Ball
und tiefer Frieden überall.

Die Flaschen raus, die Regler dran
Und schon zwängt sich der fromme Mann
in seinen roten Viking rein
farblich richtig, so soll’s sein!

Doch als er seine Gaben toppt
ein Ruf von hinten ihn dann stoppt:
„Du guter Gottesmann – Halt ein!
Du bist bald tot, gehst Du so rein!“

Zwei Taucher stehen hinter ihm:
Als eingespieltes Tekkie-Team
hatten auch sie für diese Nacht
einen Nightdive angedacht.

„Dein Reglerschlauch ist viel zu kurz!
Und eigentlich wäre uns das schnurz –
find’st Du im See die letzte Ruh’
doch DIR hilft Dir, drum hör mal zu:

Die Flasche da ist viel zu klein.
Ein Doppel 12er muss schon sein!
Den Anzug schmeiß mal auch gleich weg
Nur DUI erfüllt den richt’gen Zweck!

Und wenn Du schon mal dabei bist –
Dein Jacket ist der letzte Mist!
Nur Backplate, Wing von Halcyon
Alles and’re ist ein Hohn!

Die Regler solln von Apeks sein
Zwei Meter zehn, die Schläuchelein
Der Akkutank gehört rechts ran
An’ Regler muss ein Neckband dran!

Nur so ins Wasser sich begeben
Dann wirst Du es auch überleben!“
Da wurd’ Sankt Niklas bang ums Herz,
er spürte einen tiefen Schmerz:

„Ich wollte doch nur Tauchen gehen,
um bei den Fischen nachzuseh’n
Ein Weihnachtsmahl wollte ich bringen
mit vielen guten, leckren Dingen!

So pack’ ich doch mal lieber ein
Und lass das Schenken heute sein!“
Betrübt steckt er den Sack zurück
Und trauert um’s verlor`ne Glück

Die Tekkies geben endlich Ruh’
und tuscheln sich ganz leise zu:
„Den Schlammaufwühler sind wir los -
Was denkt der sich, wer ist er bloß?“

Und während sie ins Wasser gehn
-man kann sie noch ’ne Weile sehn-
Schaut Niklas ihnen hinterher
dann sind sie weg, der See ist leer.

Doch kurz danach, es platscht und spritzt –
Ein Fischkopf aus dem Wasser blitzt:
„Hab Dank für das was Du gebracht
das wird ein Schlemmen heute Nacht!

Zwei dicke Brocken, wunderbar -
Die reichen uns bis nächstes Jahr!
Gehab Dich wohl, Du guter Mann
Und denk` beizeiten immer dran:

Ein guter Taucher ist nicht der,
der technisch taucht in See und Meer -
Sondern nur der, der nie vergisst
Wann das Ventil zu öffnen ist!“

Sankt Niklas fährt zurück zum Pol
Und brummt dabei: "So sei es wohl,
Ein jeder kriegt hier was er will!“
Der Mond scheint hell, der See liegt still...

(Netzfundstück- Verfasser (mir) unbekannt...)

Fröhliche Hainachten, wie immer ihr auch taucht!

Hartmut
Antwort von prhhf Registriertes Mitglied am 17.12.2011 - 12:59
Wie Geil ist das denn
Ich vor das gedicht ist Super
Antwort von BubbleDirk Registriertes Mitglied am 17.12.2011 - 21:20
Das Gedicht von Klarwasser ist klasse und stellt - wenn auch makaber - schön da, wie vielses mit dem Teckisein so abläuft.
Sicher haben TecTaucher (mehr oder weniger) gelernt, mit einer gewissen Disziplin zu tauchen, sonst würden Sie nicht mehr unter uns sein. Das wiederum bedingt gewisse taucherische Fertigkeiten, die man erlernen muss. Hinzu kommt eine entsprechende mentale Stabilität, die bei techn. TG unabdingbar und nicht durch Theorie erlernbar ist. Aber es gibt viele Sporties, die dies genauso könnten und das ist mitnichten brevetabhängig.
Teckies tendieren oft dazu sich für "besser" zu halten, und Sporties tendieren dazu, das zu glauben. Fest steht aber, dass man als Tecki zumindest nicht zu einem besseren Menschen wird.

P.S. Interssant wird die Eingangsfrage übrigens, wenn Teckis auf Sporti-TL treffen - denn dann kommen ja Profis mit ins Spiel...

Allen Teckis und Sportis einen schönen 4. Advent
Dirk
Antwort von armin61 Registriertes Mitglied am 17.12.2011 - 23:43
Tectaucher sind natürlich nicht besser als Sporttaucher,solange sie wissen wo ihre Grenzen sind
Für einen Sporttaucher sollte ein Dekotauchgang nicht in betracht kommen weil er erstens nicht dafür ausgebildetund zweitens nicht richtig ausgerüstet ist .Auch sollten die im Sporttauchbereich Tiefenlimits beachtet werden.Tectaucher haben diese Ausrüstung und in aller Regel auch die Ausbidung die ziemlich reichhaltig ist.Sind deshalb aber nicht die besseren Taucher ,sondern haben ihren Horizont erweitert und das Tauchen ernsthaft zu ihrem Hobby gemacht.Durch die Ausbildung sind Tectaucher auch sensibel was die Planung ihrer Tauchgänge betrifft.Ein Beispiel : Ich möchte in
Hemmoor einmal ganz bis unten und eines Tages wird das auch gemacht als Sporttaucher halt eben
mit einer pressluftgefüllten Mono 12 machbar aber eben nur wenn alles Gut geht ein kleiner Zwischenfall auf Tiefe und mindestens einer aus dem Buddyteam verunfallt und die wahrscheinlichkeit ist relativ groß das das der letzte Unfall war .
Als Tectaucher ist so ein Tauchgang lang nicht so gefährlich weil er optimierte Gase in mehr als ausreichender Menge bei sich hat,zur Not könnte er seinen Tauchpartner auch noch mit Gasen(wenn dieser totalverlust seiner Gase erleidet) versorgen und sicher mit ihm Auftauchen.
Aber trotzdem ist der Tectaucher nicht der bessere Taucher nur sein Aktionsspielraum ist eben größer
Antwort von armin61 Registriertes Mitglied am 17.12.2011 - 23:56
Dirk auch dir einen schönen 4.Advent

Armin
Antwort von klarwassertaucher Registriertes Mitglied am 18.12.2011 - 12:14
Moin,@Armin61 (am 17.12.2011 - 23:43):
Nur der sachlichen Korrektheit halber:
1. Sporttauchen "a la PADI" ist nur eine Untermenge des Sporttauchens an sich. Jeder "CMAS-sozialisierte" Sporttaucher ist für die Planung und Durchführung von Dekotauchgängen ausgebildet und führt sie auch ganz selbstverständlich durch.
Deko- Tauchgänge mit Sporttauchausrüstung, Luft und z.T. stundenlangen Dekozeiten wurden schon durchgeführt, als es noch nicht mal die "Klobrillen" als Auftriebs- Hilfsmittel gab. (hier empfehle ich die alten Costeau- Filme, da ist das z.T. schön dokumentiert). Rebreather (aka "Sauerstoff-Kreislaufgeräte") gibt es im Sporttauchbereich übrigens auch schon seit anno Hans Hass.

2. "Sporttaucher" sein heisst nicht unbedingt schlechter ausgebildet und schlechter informiert zu sein als ein "Tekki". Gerade altgediente VDST-ler haben oft taucherische Fähigkeiten, die jeden "Tekki" blass dastehen lassen. (Nicht ganz ohne Grund hat die Kampftaucherausbildung mehr Ähnlichkeiten mit der Sport- als mit der Techausbildung.)- Dass "Sporties" generell hinsichtlich Tauchtheorie weniger Ahnung als "Tekkis" haben, hoffe ich übrigens mit meinen gelegentlichen Sachbeiträgen hier im TN hinreichend wiederlegt zu haben....

3. Es ist richtig, dass der Tekki Sicherheit dadurch herstellt, dass er mit einem hypertrophierten Vorrat an Gasen und nach weitgehend standardisierten ("gedrillten") Verfahren taucht. Das kann man so machen. Der nächste Schritt zur Erhöhung der Tauchsicherheit wäre dann der U-Boot-Taucher...(Spässele . Der Sporttaucher versucht sein Tauchziel mit minimalen technischen Mitteln zu erreichen und stellt Sicherheit durch seine individuellen Fähigkeiten her. Das sind zwei unterschiedliche Philosophien die aber, richtig angewandt, in etwa zum gleichen Ergebniss führen. Der Tekki muss dafür mehr zahlen, der Sporti dafür mehr können. (Bitte nicht sofort aufscheien, sondern diesen Satz nochmal und im Kontext lesen!)

4.Ab einer bestimmten TG- Tiefe und -Länge kommt der Sporti natürlich an seine Grenzen, die liegen auch für tiefenerfahrene Leute meist so bei 60,70m (obwohl es durchaus Ausnahmeathleten gibt, die habituell dreistellig mit Luft tauchen) und bei Tauchzeiten um 5-6h (was halt so mit D20 noch geht). Das ist dann definitiv die Grenze, wo das Sporttauchen in das technische Tauchen übergehen MUSS. Bis dahin aber- zwei Wege, ein Ziel. Wer dabei welchen Weg gehen will, ist eigentlich Nebensache....

Hartmut

MOD: Nachfolgend 2 Beiträge gelöscht, wir wollen sachlich und beim Thema bleiben.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 08:10
@armin61 ".. Für einen Sporttaucher sollte ein Dekotauchgang nicht in betracht kommen weil er erstens nicht dafür ausgebildetund zweitens nicht richtig ausgerüstet ist " -> ich betrachte mich als Sporttaucher und für mich kommen Dekotauchgänge in Betracht, weil ich erstens dafür ausgebildet bin und zweitens bei jedem Tauchgang so ausgerüstet bin, wie der jeweilige Tauchgang es erfordert
"Auch sollten im Sporttauchbereich Tiefenlimits beachtet werden" -> diese definieren sich über ppO2, ppN2 etc. pp. und werden von eigenverantwortlichen Sporttauchern im Rahmen ihrer individuellen Belastbarkeitsgrenzen beachtet, keine Angst
" ... sondern haben ihren Horizont erweitert und das Tauchen ernsthaft zu ihrem Hobby gemacht... " -> den Horizont erweitere ich als Sporttaucher ständig. Und das Tauchen "ernsthaft" zum Hobby gemacht. Wieso sprichst du das "Sporttauchern" ab ?


@klarwassertaucher " Sporttauchen "a la PADI" ist nur eine Untermenge des Sporttauchens an sich. Jeder "CMAS-sozialisierte" Sporttaucher ist für die Planung und Durchführung von Dekotauchgängen ausgebildet und führt sie auch ganz selbstverständlich durch." -> Widerspruch: wirklich ausgebildet für Dekotauchgänge sind m.E. nur die höheren Brevetstufen. Die 10 minütige Einweisung in das Ablesen einer Deco2000 hat m.E. nichts mit einer fundierten Ausbildung für Dekotauchgänge zu tun.


"Gerade altgediente VDST-ler haben oft taucherische Fähigkeiten, die jeden "Tekki" blass dastehen lassen. " -> das nehme ich auch für altgediente XYZler in Anspruch

"Sporties" generell hinsichtlich Tauchtheorie weniger Ahnung als "Tekkis" haben, hoffe ich übrigens mit meinen gelegentlichen Sachbeiträgen hier im TN hinreichend wiederlegt zu haben...." -> das nehme ich auch für mich (als "Sporttaucher à la Padi") in Anspruch

Zum Rest: absolut d`accord

Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 08:57
@Klarwassertaucher: Wer bei deinem Beitrag zwischen den Zeilen liest, merkt wie wenig du von "Tekkis" hälst. Finde deinen Beitrag eine Frechheit, du bezeichnest die Leute welche diese Art des Tauchens praktizieren als unfähig und dumm.

Schau doch mal ins Forum für Tauchunfälle. Viele davon entstehen durch mangelhafte Gasplanung und schlechte Ausrüstung bzw. fehlende Redundanz. Und du behauptest hier tatsächlich, das man darauf verzichten kann und dies auch mit "können" zu kompensieren ist?

Ich hab auch schon Tauchgänge mit Pressluft im Bereich von 60-70m gemacht, im Kaltwasser bei 4°C. Es ist einfach nur saudumm... wer im ernst das Gefühl hat, man hat noch alles unter Kontrolle bei diesem pN2 der belügt sich nur selber. Solange alles gut läuft ist ein solcher Tauchgang sicher kein Problem. Aber sobald irgend etwas unerwartetes passiert und die Atemfrequenz steigt, haut dich der Stickstoff auf 60-70m sowas von weg. Man kann maximal noch auf sich selber achten, einem Buddy "richtig" zu helfen halte ich für unmöglich.

Tauch mal mit Trimix auf 65m und nimm deinen Buddy mit, welcher Pressluft in der Flasche hat. Jetzt starte eine Kommunikation per Handzeichen. Danach schreib eine Frage auf die Wetnotes, welche er beantworten soll.
Mal sehen ob du danach immer noch das Gefühl hast, das dir dein Buddy bei einem Notfall in irgend einer Weise helfen könnte...

Wer lange Dekotauchgänge macht (30min und mehr Luftdeko) und dabei mit Pressluft dekomprimiert, ist meiner Meinung nach einfach nur saudumm und handelt grob fahrlässig.
Denn Tauchgänge mit Pressluft + EAN zum dekomprimieren bezeichnet man (bzw. ich) als technisches Tauchen.

Der Begriff Sporttauchen ist sicher etwas dehnbar... aber grundsätzlich bezeichnet man damit das Tauchen bis 40m und innerhalb der Nullzeit bzw. mit wenig Deko.

Jetzt kommst du hier mit D20 Geräten, 60-70m Tauchgängen (bzw den hochgelobten "Ausnahmeatlehten" die damit dreistellig tauchen) mehreren Stunden Luftdeko und 5-6h Tauchgängen.
Sorry aber merkst du nicht selber das du total am Thema / Ziel vorbeischiesst?

(Und wie zum Geier willst du mit einem D20 Gerät 5-6h Tauchen??? Auf 3m Tiefe??)

Allgemein zu dir und deinen Beiträgen:
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 09:27
Leider ist es aber Mode, magelnde Erfahrung und Können durch einen erhöhten technischen Aufwand/ein mehr an Ausrüstung/ sog. technisches Tauchen zu kompensieren.
Das sieht man an den Diskussionen die hier geführt werden all zu oft. Z.B. der Aufwand der mittlerweile für 40 Meter + Tauchgänge im Mittelmeer betrieben oder als Stand der Technik ausgeschrieben wird. Hier hilft offenbar der Glaube an die Macht der Marke und der Technik, anstelle des Einsatzes von Brain 1.0 und Erfahrung.
Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 09:49
Was sagt die Tiefe schon über einen Tauchgang aus? 40m können durchaus mit hohem technischen Aufwand verbunden sein bei der entsprechenden Grundzeit.

Wer Dekotauchgänge durchführt (ich rede hier nicht von 10min Luftdeko...), egal ob im Sporttauchbereich oder im technischen Bereich sollte sich nunmal an gewisse Vorgaben halten. Alles andere ist grob fahrlässig.
Ich rede hier nicht von Ausrüstungs- und Drillvorgaben ala GUE (DIR), sondern von einer Redundanz der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände sowie einer einfachen Tauchgangs-, Gas-, sowie Notfallplanung.
Wenn du das bestreitest, fehlt es wohl dir an Brain 1.0 ....
Erfahrung und Können bringt dir nur was, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 10:06
Nix gefrühstückt oder warum so agressiv?


Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 10:11
Ich kann in meinem Beitrag keine aggressivität erkennen. Hab ja extra geschrieben: "Wenn du das BESTREITEST..." Aber da du mir ja sicher zustimmst sehe ich da kein Problem ;)
Antwort von Patrick B Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 10:20

Hi @ all,

die Fragestellung und auch die Auseinadersetzung der Eingangsfrage halte ich für zu binär. Daraus resultiert per se Streit, den es eigentlich nicht geben müsste.

Natürlich sind die Grenzen des Tektauchens nicht ganz einfach zu definieren. Dem Wesen nach, kennt sie aber jeder. Also nicht der Versuch einen 100sten Definition.

Die Frage die möglicherweise sehr viel interessanter ist: "was hat sich mit der Einführung des Tektauchens getan und welche Verbesserungen hat es mit sich gebracht?". Im Gegenzug kann man natürlich auch die Stilblüten mit aufzeigen.

Meine ganz persönliche Meinung hierzu:
Während früher extreme TG´s (Tief-TG, Höhlen- und Wrackpenetration, Solo-TG´s, usw.) mit erheblichen Risiken durchgeführt wurden, hat das Tektauchen Mittel und Verfahrensweisen aufgezeigt, auch solche TG´s sicher durchzuführen.
Nur darum geht es und um nichts anderes.

Es wird eine andere Ausrüstung, angepaßte Gase und auch TG-Planung gelehrt und trainiert. Wenn diese konsequent angewendet wird, ist das im Vergleich zur "alten" hemdsärmligen Durchführung natürlich sicherer und somit auch besser.

Aber:
Wenn sich daran nicht gehalten wird - wenig Training besteht, wichtige Komponenten der Ausrüstung (z.B. Bailout etc.) weggelassen werden, ist es weder sicherer noch besser.

Natürlich grenzt der Aufwand an eine Materialschlacht. Der eine findet das "Todesgeil" während ein anderer nur den Kopf über so viel Tand schütteln kann. Hier gilt es einfach Toleranz walten zu lassen. Natürlich braucht man keine D-12 mit 3 Stages um einen 10m Baggersee zu "exploren", aber wo sollte man mit dem ganzen Kram üben? Doch nicht unter Realbindingungen auf 100m.

Wie im rchtigen Leben gilt:
Jemand mit Doppelflasche und Stage macht noch keinen Tauchermeister. Und jemand mit einer 15 Liter Pressluftflasache macht auf 60m keinen sicheren und zuverlässigen Buddy.
Alles geht, aber halt nicht immer.

Mittlerweile sollten auch die Taucher emanzipiert genug sein, um selbst einzuschätzen wo und unter welchen Bedingungen er / sie tauchen will. Und nicht jeder will dabei ständig ungefragt missioniert werden.

Gruß Patrick
Antwort von ramklov Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 10:36
@ Tetley88,

"Der Begriff Sporttauchen ist sicher etwas dehnbar... aber grundsätzlich bezeichnet man damit das Tauchen bis 40m und innerhalb der Nullzeit bzw. mit wenig Deko." ->

Kannst Du Dir vorstellen, dass manche nicht ständig ungebeten mit Begriffsverwirrungen missioniert werden möchten.

gruß ramklov
Antwort von joemurr Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 10:57
Verzeiht, aber das alles driftet vollkommen ab.

Die Frage ist nicht was besser oder schlechter ist, oder wie was definiert wird, sondern schlicht und ergreifend „warum Tekkies so viel cooler und besser sind als Sporties“. Es gab viele Kommentare, die anschaulich belegten, dass es im Grunde nach ein Schmarrn ist. Wie auch, alles andere wäre ja auch eine höchst arrogante Sichtweise.

Ich selbst habe in meiner jungen Tauchkarriere noch keine solchen Tekkies, auch keine solchen Sporties, getroffen. Mit dem einem konnte ich mehr, mit dem anderen weniger, das liegt halt an der „Chemie“, aber keiner davon war „cooler“ oder „besser“, zumindest empfand ich das nicht so. Ganz im Gegenteil, diese Tekkies, von denen einer einer diesbezüglich bekannten Organisation vorsteht, empfand ich als sehr angenehme Zeitgenossen und äußerst hilfsbereit – nicht Tekkies, sondern (auch) Menschen, will sagen: Kameraden!

Wie aber so mancher Beitrag (auch aktuell in anderen Threads) hier im TNet belegt, gibt es scheinbar in der Anonymität wohl doch solche Zeitgenossen. Vielleicht sind sie es nicht im realen Leben, aber in einem Forum meint dieser doch, dass er die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und er insgeheim den Indoktrinator spielen müsse.

Ergo, Respekt vor seinem Können, die soziale Kompetenz ist jedoch missbilligend.

Gruß
Joe
Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 11:28
@ramklov: Was hat das mit Missionieren zu tun? Wie soll man denn sonst über ein Thema mit dem Titel: "Warum sind Tekkie besser?" diskutieren?
Irgendwo muss man doch mal definieren wer damit überhaupt gemeint ist!
Wenn hier ein User namens Klarwassertaucher ankommt und von 5-6h Tauchgängen, D20 Geräten und Tauchgängen im 60-70m Bereich spricht und meint das ganze habe noch irgendetwas mit dem herkömmlichen Sporttauchen zu tun dann darf man wohl nochmal über die Definition diskutieren?
Antwort von klarwassertaucher Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 12:27
@ Tetley88 (am 19.12.2011 - 08:57)

Liebe(r) Tetley88,

es freut mich festzustellen, dass unsere Wertschätzung offensichtlich gegenseitig ist. Wir können uns, denke ich, deshalb den weiteren Austausch von „Freundlichkeiten“ schenken.

Um es klar zu stellen: Ich schätze jeden Taucher, der entsprechend seiner Fähigkeiten und Ausrüstung eine gute Tauchgangspraxis pflegt, egal ob er als „Tekki“ oder „Sporti“ unterwegs ist. Das schließt ausdrücklich „echte“ Tekkis die regelmäßig Tauchgänge, die jenseits der Sporttauchgrenzen liegen, unternehmen wollen, ein. (Mit denen kommt man übrigens in der Regel gut aus, man kann von ihnen meist etwas lernen und sie verschmähen auch den Rat eines „Sporties“ nicht.) Allerdings erlaube ich mir, Möchtegern- Tekkis, die mit ihrer DIR-gestylten Ausrüstung incl. Stage und Trimix in der D12 in einen nur 30m tiefen Tümpel hüpfen um dann nach 40 Minuten wieder am Ausstieg zu erscheinen und mich, der ich den gleichen TG solo mit „Sportie“- Ausrüstung gemacht habe, dumm anmachen, sowohl lächerlich als auch lästig zu finden. Besonders wenn ich dann UW feststellen musste, dass es bei Ihnen weder mit ihrer Tarierung noch ihrer Orientierung besonders weit her war und sie „überwasser“ zwar brav ihren GUE- Lehrstoff hersagen können, aber nicht wissen warum ein „balanced rigg“ so berechnet wird wie es berechnet wird und sie die Fick’schen Gesetze für eine Art Schweinerei halten….

Zum Thema „Tauchunfälle“. Mal ganz abgesehen, dass im Unfallforum die „Tekkis“ auch ganz gut vertreten sind (wenn man davon ausgeht, dass mindestens 80% aller Tauchgänge „nicht-technisch“ durchgeführt werden, sogar eher überproportional), sind die allermeisten Sporttauchunfälle auf unangemessne Reaktionen in Problemsituationen bzw. massive Gesundheitsprobleme zurückzuführen. Es ist eben auch im Sporttauchbereich NICHT „state of the art“, bei einem abblasenden Regler oder einem nicht schließendem Ventil an Jacket oder Trocki zu „schießen“, sondern man schließt dann eben das abblasende Ventil oder zieht den entsprechenden Inflatorschlauch ab. Und es ist auch im Sporttauchbereich nicht zwingen, bei Ausfall eines Tariermittels abzusacken- man tariert mit dem Mund weiter oder aktiviert sein alternatives Auftriebsmittel (die „Alditüte“ ist von Sporttauchern entwickelt worden und funktioniert nicht schlechter als die Halkyon-Boje) oder wirft im äußersten Falle Blei ab…. Selbstrettung durch Gasverlust stoppen und Auftrieb herstellen ist für den GEÜBTEN Sporttaucher nicht schwerer als für den Tekki. Die Sporttauchausrüstung bietet dafür genügend Möglichkeiten und Redundanzen- man muss sie nur kennen und nutzen KÖNNEN. Das ist eben das von mir dickbesagte „Können“ des Sporttauchers. Es ist auch für den Sporttaucher keine gute Tauchgangspraxis, bei dekopflichtigen Tauchgängen oder bei Tauchgängen, bei denen man die Oberfläche nicht im „schwimmenden Notaufstieg“ erreichen kann, keine Luftverbrauchsrechnung (aka „Gasplanung“) durchzuführen. Und wer jenseits dieser Tiefe nicht in der Lage ist, einen Tauchplan einzuhalten, Auftrieb (wie auch immer) herzustellen und einen Luftverlust zu stoppen, gehört auch im Sporttauchbereich nicht dort hin. (Ich muss, nebenbei, als Sporttaucher unter Stickstoffnarkose keine Rechenaufgaben lösen oder mittels Wetnotes kommunizieren können- ich muss lediglich in der Lage sein, bei einem Tauchzwischenfall unter minimalem Luftverlust eine narkosefreie Tiefe zu erreichen. Die dazu erforderlichen Handgriffe müssen allerdings auch bei Narkose klappen…. Und man muss sich klar sein, dass man in Narkosetiefe praktisch solo taucht. Aber ich kenne keinen „Sporti“, der ernsthaft in dieser Tiefe unterwegs ist und sich dessen nicht bewusst ist.)

Zum Thema „Sporttauchtiefe“ empfehle ich darüber hinaus die Lektüre der Französischen „Arrete“ für Sporttaucher: « La plongée subaquatique autonome à l`air est limitée à 60 mètres. Un dépassement accidentel de cette profondeur de 60 mètres est autorisé dans la limite de 5 mètres. »
PADI ist eben im Sporttauchbereich auch nicht alles.

Zu “Jetzt kommst du hier mit D20 Geräten, 60-70m Tauchgängen (bzw den hochgelobten "Ausnahmeatlehten" die damit dreistellig tauchen) mehreren Stunden Luftdeko und 5-6h Tauchgängen. Sorry aber merkst du nicht selber das du total am Thema / Ziel vorbeischiesst? „

Nö, wieso. Das ist in anderen Weltteilen durchaus Sporttauchpraxis. Frag’ z.B. Diverhannes.

„(Und wie zum Geier willst du mit einem D20 Gerät 5-6h Tauchen??? Auf 3m Tiefe??)“

Nicht nur. Wracktauchgänge mit D20, Luft, 60m und über 2 Std. Deko sind schon die Regel (s oben). UW- Kameramänner tauchen auch schon mal mit dieser Ausrüstung. Ich hatte das Vergnügen, bei so einem Unternehmen Sicherungstaucher zu sein- wir haben uns jede Stunde abgewechselt, der niederländische Kameramann blieb die ganze Nacht am Riff, geschlagene 6 Std. Und ich würde das nicht als „Technisches Tauchen“ einordnen wollen.

Hartmut

BTW: Während meiner Gleitschirmkarriere kam mir einmal ein sehr eifriger Flugschüler unter, der den ansonsten unerschütterlichen (ursteirischen) Fluglehrer ständig mit Fragen nach dem Verhalten in Notfällen nervte. Bei einer besonders blöden Frage riss selbst ihm die Geduld: „Woas do moachst? Nix koannst do machn! Stirbst holt wie a Mann…“ Und nach einer kurzen Bedenkpause: „Oda kaufst dir a Boeing.“ Tja….

EOT.
Antwort von ramklov Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 12:36
OT:
@ Tetley88,

nee, das verstehe ich unter missionieren, wie verschiedene andere Aussagen von 19.12.2011 - 08:57, wie z.B. auch:
"Es ist einfach nur saudumm..."
"wer im ernst das Gefühl hat...der belügt sich nur selber."
"...ist meiner Meinung nach einfach nur saudumm und handelt grob fahrlässig."

gruß ramklov
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 13:18
Ich bestreite im Übrigen gewohnheitmässig pauschalen Allgemeinplätze mein lieber Tetley88.
Ich glaube nicht an Begrifflichkeiten die zunächst dem Verkauf dienen. Es gibt Taucher die tauchen weil Sie damit ihr Geld verdienen und es gibt Taucher die Tauchen aus Spaß. Letzter habe eine überausgroße Bandbreite, vom großmäuligen Anfänger bis zum zeternden alten Sack. Besonders schön sind die pseudowissenschaftlichen denglischen Wortschwallhülsen die leider mittlerweile überhand nehmen. Ich für meinen Teil wäre froh, wenn man mit Unterscheidungs- und Abgrenzungunfug aufhören würde. Jeder so wie er mag, mit der passenden Ausrüstung und unter Einschaltung von brain 1.0 für den jeweiligen Tauchgang.
Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 13:23
@Klarwassertaucher:

Sorry, wollte dich nie persönlich beleidigen und hab wohl etwas emotional reagiert! Aber dein Beitrag war für mich schon recht grenzwertig.

Was ist schlecht daran, wenn man den Umgang mit der Ausrüstung richtig lernt? Dies macht man nunmal schlecht beim 80m Trimixtauchgang, sondern ingrendwo in einem flachen Tümpel.
Da kanns schonmal vorkommen, das einer mit 5 Stages und D18 ins Wasser hüpft und nach 1h wieder draussen ist.
Einerseits forderst du Respekt und Toleranz, aber andererseits belächelst du im nächsten Satz die "Möchtegern-Tekkies" mit ihren "DIR-Gestylten" Ausrüstungen....

Man mag von GUE Tauchern halten was man will, aber wenn die eines wirklich können (mind. Fundamentals erfolgreich abgeschlossen) dann ist dies Tarrieren...
Bin selber kein GUE Taucher und teile die Philosophie auch nicht in allen Bereichen.)
Aber an diesem Beispiel sieht man wieder ganz genau, das du dir das ganze einfach aus den Fingern saugst weil du generell eine Abneigung gegen "Möchtegern-Tekkies" hast.

Du kannst dir die Definition vom Sporttauchen schon immer so hinbiegen, das es dir passt. Tatsache ist aber, das 99.9% der Taucher Sporttauchen anders definieren als du. Jetzt kannst du dich gerne mal fragen wer hier auf dem Holzweg ist.

Du merkst glaub nicht auf was ich hinauswill bei deinem D20 Gerät. Mit deinen 40l hast du bei 200bar 8000barl. Diese reichen auf einer durchschnittlichen Tiefe von 10m (2 bar) gerade mal 4.5h bei einem AMV von 15l / min.
Da du das Gerät ja nicht leeratmen willst und sicherlich eine Reserve einplanst, sind wir nochmal ein ganzes Stück drunter.

Daher intressiert es mich, wie du 5-6h Tauchgänge damit machst und wie diese aussehen.
Ach warscheinlich hast du noch deinen PSCR dazwischen, welcher dir die Luft noch streckt... dann kommt es hin! Gehört ja schliesslich auch zum Sporttauchen...!


@ramklov: Schön aus dem Kontext gezogen. Wer meinen Beitrag liest, merkt das ich das "saudumm" auf mich selber bezogen habe.

Ich sehe hier im Forum immer wieder überzeugte Lufttieftaucher, die noch nie mit Trimix auf dieser Tiefe waren.
Ich war auch mal Fan von Tieftauchen mit Pressluft und hab alles andere belächelt. Bin wöchentlich auf 50-60m getaucht und "darf" sogar offiziell bis 55m Tauchen. (Extended Range) Bis ich mal vergleichbare Tauchgänge mit Trimix gemacht habe...

Und 60m sind auch nicht gleich 60m... ein kurzer Bouncedive ist nunmal etwas ganz anderes als ordentlich grundzeit auf der Tiefe. 20-30min auf 60m mit Pressluft ist einfach eine Qual und nicht mehr schön (zumindest für mich). Im Freiwasser sicher noch machbar mit überschaubarem Risiko, sobald man aber in Höhlen taucht absolutes Tabu... wer da ab 30m noch mit Luft / EAN taucht hat wirklich nicht mehr alle Fische im Teich.



Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 13:38
@Vercingétorix: Was diskutieren wir denn hier überhaupt, wenn man ja nicht mal sagen kann was jetzt Sporttaucher und was Tekkies sind?
Statt dich mit jedem Post über die Veralgemeinerungen zu beklagen, könntest ja du mal erzählen wie du technisches Tauchen definierst. Ich bin gespannt...
Mal sehen ob dann deine oben geschriebenen Sätze nicht auch auf deinen Beitrag zutreffen
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 14:42
Ich treffe keine Unterscheidung. Wozu auch?
Wir können uns allenfalls darüber unterhalten, was man für welchen Tauchgang braucht
Alles andere ist verlorene Zeit.......
Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 14:48
Ehm, weil es bei diesem Thema um genau diese Frage geht ;)?

Wenn du ja eh nichts beizutragen hast, wieso machst du es denn überhaupt?
Eine Frage wird gestellt um darüber zu diskutieren bzw. um Meinungen auszutaschen.
Antwort von klarwassertaucher Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 14:50
Ave, Arvernerhäuptling, wohl gesprochen.

Hartmut
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 16:02
Gut dann zum mitschreiben Teley88,
soweit jemand tatsächlich zwischen Tekkie und Sportie unterscheidet, ist er der Verkaufsstrategie der Ausbildungsverkäufer und Materialhersteller erlegen, hat aber den Knall nicht gehört, bzw. Brain 1.0 an der Kasse abgegeben. Die Frage ist unsinnig und von daher habe ich St. Rachow verlinkt. Man kann von ihm halten was man will, aber er bringt es in den beiden Links schön auf den Punkt.
Frohes Fest
Antwort von Patrick B Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 17:04

Hi Vercingetorix

"Ich treffe keine Unterscheidung. Wozu auch?"

Man kann einen und den gleichen TG durchaus auf unterschiedliche Weise tun. Wenn man z.B. einen TG mit einem neuen Tauchpartner mit dem man noch nie im Wasser war plant, sollte man wissen wie er das zu tun gedenkt. In einem ist er nämlich ein Tauchpartner im anderen Fall kann er eine Belastung darstellen. Das kann übrigens in beide Richtungen gehen. Also nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders.

Persönlich treffe ich auch keine Unterscheidung wenn sie keinen Sinn macht. Hier sprechen wir aber doch über etwas mehr als ein Maketing-Gag.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 19:12
Neh tun wir nicht. Es geht nur um eine Abgrenzung zum Zwecke der Verkaufsförderung.
Wenn es ein neuer Tauchpartner ist, ist es eine Änderung der bekannten Rahmenbedingungen, die es zu berücksichtigen gilt. Was ist jetzt daran besonders oder speziel? Oder bin ich zu lange im Geschäft als das ich Verhaltensweise als normal erachte die es nicht sind? Oder ist die Ausbildung so schlicht, als das man mit solchen Nichtigkeiten Geld verdienen kann?
Antwort von Glenlivet Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 19:13
@Patrick B:

Was hat das jetzt mit "Tekkie" vs. "Sporti" zu tun?
Antwort von Patrick B Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 08:33

@ Glenlivet,

"Was hat das jetzt mit "Tekkie" vs. "Sporti" zu tun?"

Das musst Du Vercingetorix fragen. Er sieht keinen Unterschied. Seiner Ansicht nach sind alles Taucher. Meine Oma hätte sicher die selbe Haltung hierzu.

Wenn es denn keinen Unterschied gäbe, ist die Diskussion ohnehin hinfällig. Ebenso würde ich mit meiner Oma nicht über technisches Tauchen austauschen. Also wurde alles hierzu gesagt.
Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 08:36
@Vercingétorix:

Achsoo.. du behauptest allso im Ernst, das sich die "typisch technischen" Organisationen bzw. deren Ausbildungen in keiner Weise von den Sporttauchorganisationen unterscheiden und alles Marketing ist? (Weil Tec Tauchen ja sooo cool ist?)

Sorry aber dich kann man nun wirklich nicht mehr ernst nehmen
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 08:54
Lesen und Inhalte erfassen scheint jedenfalls nicht zu euren Stärken zu gehören. Viel Vergnügen in eurer kleinen Welt.
Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 09:16
Ich denke wir haben die Inhalte genau richtig gelesen und erfasst...

Du behauptest ja mehrmals, das diese Abgrenzung nur zum Zwecke der Verkaufsförderung bestehen und wir diesen Marketingstrategen erliegen sind.

"Wenn es ein neuer Tauchpartner ist, ist es eine Änderung der bekannten Rahmenbedingungen, die es zu berücksichtigen gilt. Was ist jetzt daran besonders oder speziel?"

Also für mich macht es schon einen Unterschied, ob ich einen 40m Tauchgang mit 30min Grundzeit (Nichts verrücktes, Adv. Nitrox Bereich) mit einem PADI DM mache oder mit einem der bei einer Technischen Organisation mal eine Grundausbildung gemacht hat. Natürlich kann ein DM einen solchen TG auch machen, wenn man ihm eine D12 auf den Rücken schnallt (an sein Seaquest Jacket? Oder muss er erst den Herstellern erliegen und ein Wing kaufen??), ABER: Beim Taucher von der technischen Tauchorganisation weiss ich zumindest, das er sich irgendwo mal mit der Materie befasst hat jenseits der Nullzeitgrenzen.

Es hat schon seinen Grund, das dazwischen unterschieden wird. Es bestehen ja auch verschiedene Bedürfnisse, die somit auch abgedeckt werden. Nicht jeder will tief tauchen oder jenseits der Nullzeit...

Ansonsten könnten wir ja auch nach dem OWD aufhören... ändert sich ja eh nix bei Zukünftigen Tauchgängen, nur die Rahmenbedingungen sind "etwas verschieden";)

Da hat wohl einer immer noch nicht gemerkt das wir hier im Forum "TEK-Diving" sind

Antwort von Ursus Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 09:45
Fakt: oberflächlich gesehen: beide tauchen, ob Sport oder Tekki. Da ist die Ansichtsweise unserer Oma´s nicht flasch.
Den eigentlichen Unterschied sehe ich eher in der Ausrüstung und deren sicheren Umgang.
ein Beispiel:
alle fahren Auto, es gibt gute und schlechte, jeder bummelt mal ( man kann jede Butterblume einzelnd zählen ) und jeder ist mal flotter unterwegs ( man sieht nur noch einen gelben Streifen und evtl. rote Blitze...).
Nun bekommt einer dieser Alltags-Sonntags-Fahrer, zu Weihnachten einen Jochen-Schweizer-Gutschein geschenkt, und darf in einem Formel1 Wagen sitzen---auch mal fahren.

Linguistisch gesehen, war unser Sonntagsfahrer für diese "Zeit" ein Formel1-Fahrer....denn schließlich fuhr er ja den Wagen...auch wenn nur 500m geradeaus....
Aus Sicht der "Formel1-Szene" war ER jedoch nie und nimmer ein Formel1-Fahrer. Weil er nicht "wirklich" den Wagen fahren kann!!
Also, ich finde es liegt wirklich an dem Betrachtungswinkel aus der Sache an sich.
Meine Frau hat mit Tauchen nix im geringsten am Hut, sie wundert sich über Flaschen,( hat alles mit erlebt von der fetten 12ér bis Doppel und Stage´s) und was man damit so macht, sie selber denkt: eines Tages übernachte ich im Wasser......
(soviel zum Betrachtungswinkel...)
Ich habe aufgehört "ES" wirklich zu erklären

LG Ursus
Antwort von Glenlivet Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 10:43
@Patrick B:

Da hast Du mich grad ein wenig missverstanden.

Das, was Du schilderst bzgl. neuem Tauchpartner, ist in meinenm Augen unabhängig von der Ausrichtung dieses Tauchpartners nötig. Sprich: egal, ob technisch oder "sportlich" orientiert.

Antwort von Patrick B Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 11:27
Hallo Glenlivet,

Es geht um eine grobe Einordnung mehr nicht, dabei ist der Tauchplan noch nicht gemacht.
Wenn man z.B. mal eine Charter eines Schiffes zusammenstellt ist wichtig zu wissen, wie die Leute Tauchen. Technisch OC ist auf jedenfalls mit Doppelpaketen und mit ein oder mehreren Stages. Wenn ein Veranstalter "technisch" ausschreibt, kann man genau davon ausgehen. Wenn das nicht definiert wird, ist halt auch nicht klar was gemacht wird.

Wohlbemerkt sie klärt nicht besser oder schlechter. Diese Antwort ist global nicht zu treffen, deshalb ist die Fragestellung des TO auch etwas unglücklich formuliert.
Antwort von armin61 Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 12:16
@ klarwassertaucher 18.12.2011 - 12:14

Ich wünsche dir alles Liebe auf deinem Weg zum guten
und perfekten Taucher.
Hier noch ein Zitat von meinem Tec-Ausbilder der übrings bei der CMAS/Baracuda tätig ist

Gute Taucher sind alle Tod,die schlechten Leben alle
noch

Denk mal drüber nach
Antwort von Neptun Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 14:10
Ich nehme Vercingétorix nicht nur ernst, sondern teile seine Auffassung. Ferner scheint mir sein Hinweis auf "Lesen" und "Inhalte erfassen" durchaus relevant zu sein.

Zuletzt bestätigt Tetley88 das von Vercingétorix Gesagte ungewollt eben doch. Nur bringt es Vercingétorix auf einen Punkt: "Wenn es ein neuer Tauchpartner ist, ist es eine Änderung der bekannten Rahmenbedingungen, die es zu berücksichtigen gilt. Was ist jetzt daran besonders oder speziel?" Wofür Tetley einen ganzen Absatz benötigt...

Ergo sind alle der gleichen Meinung, man könnte die Diskussion beenden und wieder das wirklich Wichtige tun: Gemeinsam tauchen gehen.

Ich weiß schon: das klappt eh nicht

Grüßle vom Neptun
Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 14:36
Wieso soll das nicht klappen mit dem gemeinsamen Tauchen?

Ich tauche bewusst ab und zu wieder mit komplett anderen Tauchern bzw. sogar mit totalen Anfängern (OWD Stufe mit wenigen Tauchgängen). Nirgends lernt man mehr, als wenn eben nicht alles immer so planmässig verläuft...

Viele sind sich dafür leider "zu schade" bzw halten sich für etwas besseres. (und bedenken dabei nicht, das sie auch mal angefangen haben)

Hat aber mit dem Thema ansich nichts zu tun, daher nochmal zurück: Les dir oben nochmal durch, was hier teils Leute für Tauchgänge durchführen wollen ohne die passende Ausrüstung / Ausbildung. Und da ist bei mir der Punkt wo ich passe... Ich mach nunmal aus Prinzip keine Dekotauchgänge (mehr als 20min TTS) ohne entsprechende Dekogase. Macht für mich einfach keinen Sinn und bietet viel Potential für Fehler bzw. zusätzliche Gefahren. (Unterkühlung, Dehydrierung usw.)
Wenn ich hier lese: 5-6h Tauchgänge mit Pressluft und 2h+ Luftdeko, dann muss ich mir wirklich an den Kopf langen...

Ich denke für fast alle Taucher fängt das technische Tauchen ungefähr hier an...

-Doppelgeräte mit Wing / Backplate
-Stages
-(Mischgas)

(Bei den Ausbildungen wird ja eh schon klar zwischen Sporttauchen und Technischem Tauchen unterschieden, braucht also nicht nochmal diskutiert werden)

Also können sich hier einige wenige noch so lange dagegen wehren... Tatsache ist, das es eine Grenze gibt. (welche sicherlich fliessend ist, aber nunmal besteht)

Wer nun (wie so ein Held oben geschrieben hat) mit D20 ins Wasser hüpft und 5-6h Tauchgänge macht auf über 60m (muss jedesmal wieder lachen wenn ich das schreibe) wird nunmal als "tech-Taucher" angesehen auch wenn er PADI ewige Treue geschworen hat.




Antwort von klarwassertaucher Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 16:19
Zu Tetley88 vom 20.12.2011 - 14:36:

Nochmals: Liebe(r) Tetley88,

Du musst mich nicht lieben, aber ich bitte Dich, die gegen meine Person gerichteten Unverschämtheiten ("wie so ein Held oben geschrieben hat") hier zu unterlassen. Auch möchte ich Dich bitten, nicht sinnverzerrend zu zitieren: Ich habe nicht geschrieben, dass man "...mit D20 ins Wasser hüpft und 5-6h Tauchgänge macht auf über 60m..."

sondern

1. "...Wracktauchgänge mit D20, Luft, 60m und über 2 Std. Deko." Das war vor wenigen Jahren noch die Regel im Wracktauchen und es gibt durchaus namhafte Forumsteilnehmer, wie z.B. Diverhans, die so tauch(t)en. (Ich habe BTW auch nirgends geschrieben das ICH so tauche. Ich `abe zum einen gar keine D20 und kenne zum anderen meine(!) Grenzen genau, derartige Tauchgänge liegen für mich jenseits davon. Das heisst aber nicht, das es nicht genügend Taucher gibt, die solche Tauchgänge mit Luft durchführen können- und es auch tun.)

und

2. "UW- Kameramänner tauchen auch schon mal mit dieser Ausrüstung. Ich hatte das Vergnügen, bei so einem Unternehmen Sicherungstaucher zu sein- wir haben uns jede Stunde abgewechselt, der niederländische Kameramann blieb die ganze Nacht am Riff, geschlagene 6 Std". Auch hier habe ich weder behauptet, dass ich "6 Stunden mit einer D20 in 60m" am Riff war, wie Du zu lesen glaubtest, (das war, wie meinem Originaltext unschwer zu entnehmen war, der Kameramann, der in etwa 3-4 m Tiefe die ganze Nacht über die Korallenblüte (Coral Spawning, also das Ausstoßen der Sperminen der Korallen) gefilmt hatte) sondern, für den des sinnentnehmenden Lesens Kundigen unschwer zu erkennen, ich war einer der Sicherungstaucher (mit Shorty und M12 übrigens), die die Akkus für die Lampen gewechselt und aufgepasst haben, dass noch Blasen konnen

Meine Aussagen bezogen sich auf die Grenzen der Sporttauchgänge, die mit einer D20 einerseits für den tiefengewöhnten Sporttaucher bei tiefen Tauchgänge auf etwa 60-70m, für Ausnahmeathleten auch einmal bei über 100m, (limitierende Grenze: Tiefenrausch und Gasverbrauch auf Grund der Tiefe und der langen Dekozeiten), bei langen Tauchgängen, die dann natürlich nicht tief sein dürfen, bei 5-6h andererseits (auf Grund des physiologischen Grundverbrauches) liegen. Es handelte sich hier also um eine logische OR, nicht um eine AND- Verknüpfung. Ich denke, jeder ausser Dir hat das auch mitbekommen.

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Ich habe den Eindruck, dass Du in diesem Thread etwas planlos um dich schlägst und Dir hier auch nicht viele Freunde damit gemacht hast. Es gibt hier, glaube ich, keinen, der die Sinnhaftigkeit des technischen Tauchens für sehr tiefe und sehr lange Tauchgänge leugnet. Es gibt vermutlich nicht mal jemanden, der die Existenz gewisser Vorteile des technischen Tauchens gegenüber dem klassischen Sporttauchen im Tiefenbereich unterhalb 30m leugnet.
Aber es gibt sehr viele Taucher, die sich das technische Tauchen nicht für Tauchgänge, die von geeignet ausgebildeten und erfahrenen Sporttauchern auch in klassischer Sporttauchmanier absolviert werden können, aufoktroyieren lassen wollen und zu Recht sauer reagieren, wenn ihre Art des Tauchens hier als minderwertig oder lebensgefährlich dargestellt und/oder sie latent als die schlechteren/ dümmeren Taucher hingestellt werden.
War das jetzt verständlich?

Hartmut
Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 20.12.2011 - 16:42
Lieber Klarwassertaucher

Mag sein das es langsam wirklich abdriftet und ich teilweise etwas "emotional" schreibe. Da du mich nicht kennst mag dies falsch rüber kommen... Sorry. Möchte hier eigentlich keinem zu nahe treten!

Jedoch habe ich das Gefühl, das du mir die Worte total im Mund herum drehst und einfach alles so hinbiegst das es gerade wieder auf deine Postings passt.

Ich könnte nun deinen Beitrag sezieren und das ganze wiederlegen mit Passagen, welche du in der Vergangenheit hier in diesem Thread geschrieben hast. Mache ich nun aus Zeigründen nicht... nur hier ein ganz schönes Beispiel:

ZITAT:
Zu “Jetzt kommst du hier mit D20 Geräten, 60-70m Tauchgängen (bzw den hochgelobten "Ausnahmeatlehten" die damit dreistellig tauchen) mehreren Stunden Luftdeko und 5-6h Tauchgängen. Sorry aber merkst du nicht selber das du total am Thema / Ziel vorbeischiesst? „

Nö, wieso. Das ist in anderen Weltteilen durchaus Sporttauchpraxis. Frag’ z.B. Diverhannes.

„(Und wie zum Geier willst du mit einem D20 Gerät 5-6h Tauchen??? Auf 3m Tiefe??)“

Nicht nur. Wracktauchgänge mit D20, Luft, 60m und über 2 Std. Deko sind schon die Regel...

ZITAT ENDE

Ist also ganz klar eine UND Verknüpfung, wenn du das so schreibst. Natürlich beziehen sich die 5-6h nicht auf die Grundzeit, das ist mir schon auch klar...

Das Früher so getaucht wurde ist mir ebenfalls bewusst... 2h+ Luftdeko ist schon lange nicht mehr Zeitgemäss und jeder Taucher mit genügend Vernunft wird dies so auch nicht mehr durchführen. Dies ist nunmal ein Fakt...

Zudem haben solche Tauchgänge sehr wenig mit dem komerziellen Sporttauchen zu tun, ich denke das ist hier auch jedem Bewusst...

Wer oft mit Doppelpacks, Tiefer als 40m, deutlich länger als 1h taucht, wiederspiegelt nunmal nicht den Durchschnittstaucher und ist für die die meisten Taucher sehr sehr extrem. Würde einen solchen Tauchstil doch eher im technischen Bereich ansiedeln, egal ob man jetzt noch Dekostages oder Mischgas dabei hat.

Antwort von crazy_Divers_Germany Registriertes Mitglied am 24.12.2011 - 05:49
15.12.2011 - 19:57 Start
20.12.2011 - 16:42
und noch kein Ende? die meiste Zeit davon könnte man schön unter Wasser verbringen

mal OT mein lieber Klarwassertaucher
Die von dir erwähnte Kampftaucherausbildung gibt es leider nicht.
Und der VDST ist zwar nicht schlecht aber mit Eckernförder Jungs nicht zu vergleichen.


Minentaucher und Kampfschwimmer sind die Waffentaucher der Marine. Im einzelnen handelt sich dabei um die Kampfschwimmerkompanie, die Minentaucherkompanie, zwei Marinekompanien für spezielle Operationen und eine Ausbildungsinspektion sowie spezielle Unterstützungselementeei handelt es sich um die SEK Marine
Nachfragen gerne bei Jens Höner Vertreter SEK
Fiel beim Lesen nur am Rande auf

Wünsche allen gut Luft, egal ob Tri Heli oder Nitrox und ruhige besinnliche Feiertage
Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 24.12.2011 - 15:22
Ich war in den letzten 7 Tagen rund 6h im Wasser, fühle mich nicht angesprochen;)
Allen schöne Weihnachten!
Antwort von Gigges Registriertes Mitglied am 02.01.2012 - 13:29
Moin!

Ich hoff, ich werd nicht gehauen, wenn ich den Thread hier mal wieder ausgrabe, nur hab ich mich nun endlich mal komplett durch alle Beiträge durchgelesen und möchte nun natürlich auch mal meine Meinung einbringen

Grundsätzlich sollte man wohl die Freizeittaucher eher in drei Sparten aufteilen:
-die jüngeren "Sporttaucher"
-die älteren "Sporttaucher"
-die "technischen Taucher"

Ich hab hier mal alles in "" gesetzt, da es im Grund genommen doch immer um Taucher geht, die das Tauchen als Freizeitbeschäftigung durchführen, jedoch über unterschiedlich viel Erfahrung verfügen.
Letztendlich läuft es irgendwie immer auf die Diskussion nach Verbänden und deren Ausbildungsstandarts raus.
Die älteren Taucher bemängeln dabei, dass inzwischen die Tauchausbildung sehr vereinfacht wurde, im Vergleich zu früher. Man erhält entsprechend schnell seinen "Führerschein", der einem "erlaubt" (natürlich ging es auch ganz ohne, mit gewissen Abstrichen) ohne erfahrene Aufsichtsperson ins Wasser zu springen und einen, doch sehr begrenzten (Tiefe, keine "geschlossenen" Räume usw.) Tauchgang durchzuführen. Da ich auch zu dieser jungen Tauchergeneration gehöre, kann ich nicht genau sagen, was man damals noch gelernt habe, entnehme aber den Aussagen einiger hier, dass damals die Grundausbildung weitaus umfangreicher war als heute. Weiter läuft es dann doch darauf raus, dass die Ausbildung heute im Grund genommen nicht schlechter ist, jedoch weitaus teurer. Denn was damals noch im OWD, AOWD usw. inbegriffen war, muss heute als teure Zusatzausbildung in Form unzähliger Brevets dazu erworben werden.
So dann auch die "technische Linie". Was wohl damals noch durchaus standart war wird heute durch Marketingbegriffe wie "Königsklasse" u.ä. für sehr teures Geld verkauft. Entsprechend gibt es natürlich EINIGE WENIGE, die meinen, sie wären aufgrund dieser Marketingversprechen die Elite der Freizeittaucher. Ich schreibe ganz bewusst "einige wenige" groß, da ich bisher noch keinen dieser Art getroffen habe - lediglich hier im Forum, liest man immer wieder mal was von solchen Leuten.

Um nochmal auf die Ausbildungsfrage zu kommen. Wie oben schon erwähnt, gehöre auch ich der jungen Generation der Sporttaucher an und hab entsprechend für meinen AOWD auch brav meine 4 Specialtys gemacht. Ich selbst finde dieses Aufteilen der Ausbildung eigentlich durchaus gut, da ich genug Leute kenne, die sagen sie wollen 1x im Jahr im Urlaub ne Woche tauchen gehn. Dabei recht es ihnen durchaus, wenn sie auf 10-15m hinter nem Guide durch ne strömungsfreie Lagune dümpeln. Wieso sollte so jemand bereits in seiner Grundausbildung lernen, wie man nen Dekotauchgang, Tauchgänge auf 40m o.ä. durchführt? Es mag sogar durchaus sein, dass viele dieser Taucher garkeinen Tauchschein gemacht hätten, wenn die Ausbildung noch immer so umfangreich wie damals wäre - sei es aus Zeit-/Interessenmangel oder vllt. auch eben, weil die Personen gewisse Übungen nicht schaffen würden.
So gesehn, sind die Leute, die diverse technische Specialtys gemacht haben, wohl größtenteils wirklich die besser ausgebildeten Taucher - jedoch nur im Vergleich zum "modernen Sporttaucher". Ein langjähriger Taucher, der das Tauchen noch vor der großen Trendwelle erlernt hat, mag einen solchen "Tekkie" wiederrum durchaus übertreffen. Daher verstehe ich auch, wenn solche Personen verärgert sind, wenn sie mit einem "modernen Sporttaucher" gleichgestellt werden und ihnen evtl. sogar diverse Tauchgänge verboten werden, nur weil sie eben kein Brevet dafür besitzen, das ganze aber sowohl damals in ihrer Ausbildung gelernt und später auch schon vielfach so durchgeführt haben.
Hier sollte man sich vllt. am Führerschein orientieren - da gilt doch auch oftmals die Regel, wurde der Führerschein vor Datum XY gemacht, darf der Besitzer z.B. mit Anhänger fahren, während jemand anderes dafür extra eine Sonderausbildung machen muss. Auch hier könnte man sagen, früher war alles im PKW-Führerschein mit drin, heute muss man für jeden Mist nen extra Kurs machen (Moped, Motorrad, Anhänger, LKW usw.).

Andererseits kann man auch hier wieder argumentieren, wieso sollte ich lernen wie man mit nem Anhänger fährt, wenn ich niemals vorhabe das zu tun? Wenn ich also immer ohne Hänger fahre, ist dann jemand der auch mit Anhänger fahren kann, grundsätzlich der bessere Fahrer? Wohl kaum, solang es um die gleiche Disziplin geht. So kann auch ein moderner OWDler ein guter Taucher sein, wenn er in seinem gewohnten Urlaubsumfeld von 10-15m rumblubbert.

Was mich als "modernen Sporttaucher" stört, ist, wenn Leute meinen, nur weil sie tiefer, länger, kälter und dunkler tauchen als ich, ihre Meinung grundsätzlich die Richtige ist. So fällt halt doch auf, dass, gerade bei Ausrüstungsfragen durch Neulinge, der hier schon mehrfach kritisierte, "Markenfanatismus" regelrecht zelebriert wird. Kommt von nem angehenden OWDler ne Frage nach nem Atemregler, so läuf die Beratung doch letztendlich immer auf die Diskussion raus ob es nun ein Apeks oder ein Mares Abyss werden soll. Weil nur diese Regler auch bei 2°C auf 60m noch tun. Dass die Threadersteller in wohl 99% der Fälle einen solchen Tauchgang nie, oder wenn erst in vielen Jahren, durchführen wird, interessiert keinen. Wird dann doch mal ein anderer Hersteller empfohlen, weil dessen Regler sich z.B. durch ein gutes P/L-Verhältnis, besonderen Komfort o.ä. auszeichnet, so wird dies dann natürlich damit entkräftet, dass die Dinger ja ständig vereisen und jeder Besitzer früher oder später damit tödlich verunglückt. Was zwar vllt. bei nem wirklich extremen Tauchgang auch zutreffen mag, aber eben nicht bei 99% aller Tauchgänge.

Dies ist leider bei fast allen Ausrüstungsfragen zu beobachten - es erscheinen immer wieder die gleichen Leute und raten zu immer wieder den gleichen Marken, da man mit allen anderen früher oder später einen tödlichen Unfall erleiden wird. Und gerade dabei handelt es sich um die hier wenig beliebten, teils äußerst sarkastisch beschriebenen Technischen Taucher - bevorzugt Anhänger von "DIR".
Meiner Meinung nach handelt es sich dabei aber um eine wirkliche Minderheit, die wohl kaum anderes zu tun hat, als in Foren möglichst viele Leute mit ihrem Allwissen zu belehren und dabei garnicht merken, wie sie damit dem Ansehen vieler Anderer schaden.
Wie bereits erwähnt habe ich bisher noch keinen Taucher kennen gelernt, der mir gegenüber so aufgetreten ist. Die Erfahrenen haben fast immer gerne ihr Wissen geteilt und oft hilfreiche Tipps gegeben, ebenso haben die weniger Erfahrenen gerne Tipps von mir angenommen. Und ich finde so sollte es sein - jeder sollte den anderen Respektieren, solange dieser Respekt verdient. Ausnahmen sind für mich eben die wenigen Personen die sich selbst als Allwissend ansehen und meinen über allen anderen zu stehn.

So wünsche ich euch allen ein frohes neues Jahr unn immer ausreichend Atemgas (welcher Art auch immer) in der Flasche.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 02.01.2012 - 15:32
Ich habe da eine recht einfache Sichtweise:

Übergeordnet bezeichne ich mich als Hobbytaucher.

Als dieser führe ich

a) Funtauchgänge
b) Ausbildungstauchgänge
c) technische Tauchgänge durch

Equipment, Gase, Tauchplanung etc. richtet sich nach Art der durchgefhrten Tauchgänge.

Fertig ist die Laube ... und ich bin bei allen Tauchgängen immer derselbe Mensch, bei a) nicht besser als bei b) und bei c) nicht besser als ....
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 09.01.2012 - 19:13
@Gigges
"So gesehn, sind die Leute, die diverse technische Specialtys gemacht haben, wohl größtenteils wirklich die besser ausgebildeten Taucher - jedoch nur im Vergleich zum "modernen Sporttaucher" "

Naja, ich habe noch nicht mal vor 10 Jahren das Tauchen begonnen .
Und ganz unbescheiden: Ich habe technische Taucher gesehen, denen ich mich überlegen fühle - auch wenn sie ihren Trocki mit Argon aufblasen und einen Gaswechsel planen können, was ich nicht kann, weil ich es (noch) nicht brauche.

Ich sehe nur einen prizipiellen Unterschied: Technisches Tauchen ist Mischgastauchen, Sporttauchen ist Luft- (bzw. Standard-Nitrox-) Tauchen. Alles ander folgt erst daraus: Wie man es jeweils nach "state of the art" macht und nicht aus einer anderen Welt. Sporttaucher sind wir alle.

Besser ist nur der, der seine Hausaufaben gemacht hat und einfach das kann, was er tut.
Wie shuttle meint: Es gibt keine Tekkies vs. Sporties. Es gibt nur technische Tauchgänge vs. Lufttauchgänge.

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