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Foren - Tauchgebiete - Was haltet ihr von Tauchgebuehren?




  

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Was haltet ihr von Tauchgebuehren?
Abgesandt von Phil35 am 28.09.2006 - 02:16:

Ich war gestern auf einem Meeting wo es um die Einfuehrung von Tauchgebuehren auf den Philippinen ging. In einigen Gebieten gibt es diese Gebuehren ja schon und ich habe nicht zuviele positive Komentare darueber gelesen.

Was haltet ihr davon und wieviel waehrd ihr bereit zu bezahlen?

Der jetztige Vorschlag sieht 2,5 Euro/TG + 7,5 Euro fuer Video oder Fotoausruestung vor.

Schoene Gruesse Phil



Antwort von Ungebührlich am 28.09.2006 - 04:38
Na, wenn das die Thais spitz kriegen, das auch ne Camera Gebühren zahlen kann, dann erhöhen die doch gleich nochmal ihre Einnahmen!

Und, was, ausser Kassen füllen, soll Sinn dieser "Gebühr" sein?
Meine Meinung:
Schade, wieder eine Tauchdestination weniger!
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 28.09.2006 - 07:47
Die spinnen ja wohl! Mal ganz sachlich:
Welchem Verwendungszweck sollen diese Wasserbenutzungsgebühren zufließen?
Warum soll die Mitnahme einer Kamera nochmals den dreifachen Betrag kosten?

Klare Ansage: Leichter kann man Tauchtouristen nicht vergraulen als mit derart sinnloser und obskurer Abzocke! Und gerade die Fotografen, die ja auch öfters mal ihre Fotos herumzeigen oder online stellen, sind die besten Werbeträger.
Antwort von swisstraveller Registriertes Mitglied am 28.09.2006 - 08:57
gar nichts - habe mich unendlich über dieses vorgehen geärgert. wieso soll ich für eine kamera bezahlen? sowas kann nur in einem philippinischen hirn entstanden sein.

bezahlen für ein geschütztes riff? und dann musst du um 18uhr aus dem wasser sein. sprich, keine nacht-tg. irgendwie ist das ganze eine fragwürdige angelegenheit.

ich hab den eindruck, die philippinen erwachen langsam. die lokalen fluglienien akzeptieren kein zusätzliches tauchgepäck mehr, die schnellfähre cebu-tagbilaran-dumaguete gibt dir gerade mal 15kg und wenn ich mir die hotelpreise anschaue, dann muss ich für die kommende saison so ca. 20% mehr einrechnen.

selbst die deutschen anbierer schlafen nicht. ich hab den eindruck, dass die pauschal-angebote für puerto galera auch im bereich von mehr als 10% gestiegen sind

Antwort von neptun2006 Registriertes Mitglied am 28.09.2006 - 10:38
Grundsätzlich wäre ein gewisser Beitrag zur Erhaltung der Riffe, Massnahmen, wie Schildkrötaufzuchten, Laichgebiete, Regenaritionsgebiete, sehr zu begrüßen.
Leider haben die Abkassierer in den Ländern,( z.B. Ägypten , etc. ) die bereits diese sog,. Schutzgebühren verlangen gezeigt, dass diese Gelder einzig und alleine zur persönlichen Bereicherung der jeweiligen Erfinder dieser Abzocke dienen. Da bleibt nur eines , weg bleiben, auch wenns weh tut !
Antwort von Martina B. am 28.09.2006 - 11:26
an sich finde ich es nicht schlecht national park gebühren zu zahlen, doch nur wenn es auch ein passendes service gibt und die preise nicht zu überzogen sind. 2,5 pro tag ist ok, nicht jedoch pro tauchgang, denn wenn ich 4 mal tauchen gehe komme ich auf 10 euro und das ist (vor allen in ländern, wo das durchschnittseinkommen stark unter unserem liegt) reine schikane und abzocke.

völlig dagegen bin ich gegen zusätzliche gebühren bei kameras/videos, das ist eine reine abzocke. wo besteht der unterschied, wenn ich mit oder ohne kamera tauchen gehen????

viel besser wäre es endlich mal auf die taucher zu achten und tatsächlich einzuschreiten, wenn auf riffen "herumgetrampelt" wird, sich fotografen am riff "festkrallen", etc. obwohl ich mehrmals schon unterschreiben musste, die riffe und tiere zu schützen und nichts anzugreifen, ist niemals etwas passiert (z.B. einschreiten der guides), wenn sich taucher rücksichtslos verhalten haben.

liebe grüße,
Martina
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 28.09.2006 - 11:38
@ Martina

Erfahrungen z. B. aus Ägypten zeigen, dass die "Riffschutzsteuer" definitiv nicht im Riffschutz ankommt.
Die dortige HEPCA hat "Ranger" angestellt, die du nahezu nie auf unter unter Wasser siehst, die aber stolz in teuren Geländewagen durch die Orte fahren und Tee trinken.

Die Guides schreiten in aller Regel nicht ein, weil sich dann der gemaßregelte Tauchgast bei der Basisleitung wegen "Meckerei" beschwert und droht, die Basis zu verlassen, was Umsatzverlust bedeutet.
Antwort von nigthdiver Registriertes Mitglied am 28.09.2006 - 12:14
es würde mich schon mal interessieren, wer solch einen schwachsinn überhaupt in betracht zieht? die momentanen tauchgangsbebühren sind sowieso schon am oberen level, gemessen an den dortigen lebenshaltungskosten. aber villeicht will man in zukunft ja nur noch koreaner und japaner als kunden haben.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 28.09.2006 - 13:04
Es gibt offensichtlich eine globale Absprache, nach der total ungeachtet der regionalen Kosten für Mieten, Löhne, Boote, Benzin pro TG ab 20 Euro zu verlangen sind.
Wenn dann pro Taucher/TG mit Kamera 10 Euro obendrauf kommen, ist die Tauchtouristenbaisse vorprogrammiert.

Und gerade auch auf den Phillis ist zu vermuten, dass das Geld nicht in den Riffschutz zurückfließt oder die Dynamitfischerei endlich beendet wird.
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 28.09.2006 - 15:45
Was regt ihr euch auf? Wenn sie solche Gebühren einführen würde ich einfach nicht hinfahren. Wenn das genug Leute machen, wird das auf alle Fälle ein wirtschaftlicher Flop. Dann gibt es bald eine Konferenz, wo sie ausrechnen, wieviel sie die Preise für das Tauchen anheben müssen, um die Verluste auszugleichen. Dann kommen wieder weniger Taucher...

Warum photographieren extra kostet ist doch klar: sic wollen quasi eine Strafsteuer einführen, um die Photographen und Filmer der Basen zu pushen.
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 29.09.2006 - 10:02
Also nach meiner erfahrung auf den Phillis können die Gebühren nicht hoch genug sein, fließen doch ca. 80% in private Taschen
Aber so ist das halt, auch Ägypten hat ja die MarineParkGebühren eingeführt, pauschal wohlgemerkt.
Sowas gibt es bis jetzt eben auch auf den Phillis nur in ausgewiesenen Parks, bzw. vor Pamilacan wegen Verdienstausfallskompensation (früher Walfänger-Walhaie, Mantas etc.)
Deutlich ist die Abzockemasche zu erkennen, was sich zum einen aber hoffentlich auf schlechter werdende Geschäfte mit sinkenden Gebühren auswirken wird. Schade halt nur für die Diveshops und Resorts, an denen nicht wenige Arbeitsplätze hängen.
@Phil: Woher hast Du diese Info, welche Location ist da betroffen? Oder soll das landeseinheitlich eingeführt werden?
Antwort von Phil35 am 29.09.2006 - 11:34
Hi Bikefresh

Ich bin vor ort und wir bekaempfen diesen neuen Plan der Regierung mit allen Mitteln. Die betroffene Region ist Alona, Pamilacan und Baclayon. Deshalb habe ich ja diese Diskusion angekurbelt um EURE Meinung auszudrucken und der Regierung zu uebergeben. Vielleicht hilft das ja.

Es ist ja auch noch nix fix aber sie wollen es demnaechst einfuehren. Alle TB vor Ort sind nat. dagegen und wir tun was wir koennen um das abzuwenden.

Ich halte euch auf dem laufenden und danke fuer eure zahlreichen Meinungen

LG Phil
Antwort von armins diveteam Registriertes Mitglied am 29.09.2006 - 15:58
dann mal gleich noch ein "nachschuss" für thailand ......
die nationalpark gebühren werden auf 10 € pro tag angehoben + 10 € "tauchgebühr" , nach entschiedenen protesten aber erst ab november 2007.
und in phuket wird aus "umweltschutz"- gründen ab 1.10. eine "tauch-lizenz" eingeführt diese beihnaltet das aölle tauchbasen, sämtliche daten ihrer gäste und "staff" TÄGLICH !!! bei dem marine deparment anmelden sollen .... inklusive passkopien, kreditkarten info´s .... lagepläne wo ihre angestellten wohnen !!! usw.
dagegen wurde vor dem bezirksgericht phuket einspruch von 66 tauchbasen eingelegt, mal sehen was bei raus kommt ! auch wenn das keine direkten gebühren für die gäste bedeutet, wird "jemand" für die "zusatzkosten" aufkommen müssen

gruss armin
PS. grundsätzlich zum thema:
"schutzgebühren" waren noch nie und nirgends eine lösung um riffe zu erhalten. ebensowenig wie verbote die nicht (bzw. korrupt) kontrolliert werden. sicher kann man über gebühren (sprich preise) regulieren, aber ob der "reiche" japaner deshalb weniger korallen zerstört ....
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 29.09.2006 - 20:50
@Armins Diveteam:

Du hast völlig Recht, Gebühren bringen keine Besserung, was man ja gut in Ägypten sieht. Sinn macht theoretisch nur eine zeitweise Sperrung von Divespots zur Regeneration. Nur werden dadurch zur gleichen Zeit andere Spots mehr betaucht, sprich geschädigt. Und gerade in Alona, wo Phil ja wohl tätig ist, haben in den letzten Jahren die Zahlen der Taucher ständig zugenommen. Nur schaffen es selbst dort wenige Tauchbasen selbst die Initiative zum Umweltschutz und Schutz der Unterwasserwelt zu betreiben. Das beginnende Problem von Dornenkronen (Poison Starfish) kann man durch einsammeln und vernichten bekämpfen, nur macht das meines Wisses dort nur eine Tauchbasis. Okay, man kann sowas auch als Eingriff in den natürlichen Kreislauf werten, aber ich halte die Eindämmung für sinnvoll, wie auch wissenschaftliche Studien beweisen. Geschrien wird meistens erst, wenn es wirklich an den Geldbeutel geht.

Der Meinung, solche Tauchziele zu meiden, wo abgezockt wird, kann ich mich nicht anschliessen. Wo soll man als Ottonormaltaucher dann in ein paar Jahren noch "exotisch" tauchen. Die Phillis sind nunmal ein top-Tipp für preisbewußte Taucher, nur leider nehmen auch hier die Besucherzahlen ständig zu. Von wirklich paradiesischen Zuständen, wie ich sie 1998 erleben durfte, sind die 7107 Paradise Islands schon ein ganzes Stück entfernt.

Und Thailand ist ein Musterbeispiel für Korruption und Futterneid. Jahrelang lief ohne die Langnasen in der Tauchbranche nix, jetzt haben sie langsam durch die Langnasen das Knowledge und schon wollen sie alles selber machen. Die Restriktionen für Ausländer werden immer schlimmer, darauf hab ich echt keinem Bock.

Wie ich die Sache einschätze, werden wir im Fall der Region Alona nicht um eine Gebühr rumkommen, meine Erfahrungen seit ´98 haben mich das gelehrt.
So werde ich wohl statt einmal im Jahr nur noch alle zwei Jahre in meine zweite Heimat fliegen (und so zumindest zum Teil der Boykottaufforderung Folge leisten). Es hätte aber auch was Gutes, Zustände wie auf Boracay und in Sabang erreichen den Beach dann hoffentlich nie.
Ich grüße hiermit alle meine philippinischen, deutschen und japanischen Freunde am Beach.

@Phil35: Schreib mir mal ´ne Mail wo ich Dich finde, dann trinken wir bei meinem nächsten Stop ein schönes SanMig zusammen- Alona rules !!!

Antwort von Bounty Registriertes Mitglied am 30.09.2006 - 09:27
@Phil35
Ich war erst im letzten Jahr einige Wochen auf den Phillies, u.a. auch am Alona Beach. Das mit den zusätzlichen Gebühren macht mich in zweierlei Hinsicht verärgert. Zum einen ist sehr klar, dass diese Gelder in wenigstens 3 (Hosen-)Taschen verschwinden werden. Dort werden sie nichts bewirken, außer das persönliche Wohlbefinden zu steigern. Ferner hat sich wenig in Bezug auf Walhai fischen geändert, obwohl viele Organisationen den Philippienern Ausgleichzahlungen zahlen, damit sie es lassen. Auch hier hat der Philippiener festgestellt, dass die Hose zwei Taschen hat. Es hat also wenig genützt, außer dass der Revenue gesteigert wurde.
Aus meiner Sicht ist die zusätzliche Gebühr "Perlen vor die Säue werfen" !
Allerdings wäre es nachweisbar - und zu belegen - dass diese Gelder wirklich zum Schutz und der Erhaltung der Riffe nebst Lebewesen eingesetzt würde, so würde ich es mit freude bezahlen....

So viel hier von mir dazu

As allways
Your Bounty
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 30.09.2006 - 16:33
@ armins diveteam

Lese ich da richtig: Die Behörden wollen Info über meine Kreditkartendaten, also Nummer und Ablaufdatum, wenn ich da Gast bin???

Die spinnen doch wohl total!
Antwort von Kontrolada am 30.09.2006 - 17:34
@D-32
Soweit ich weiss, wollen sie "nur" wissen, wer was und wieviel mit Kreditkarte gezahlt hat.
Interessant ist, das ALLE, also auch Bucher, ihre Kunden melden sollen, auf welches Boot, ect. pp.
Somit würde entweder (gewünschter Effekt?) die Korruption zunehmen müssen (Mehrfachmeldungen könnten abgeglichen werden, Bucher hat xx gebucht, BootXY hat xx Gäste, yy Staff an Bord, somit Kontrolle möglich. Aber: melden bis 18:00, bis Mitternacht wird teilweise eingebucht!), bzw. durch diesen (so gut wie nicht kontrollierbaren) Papierkram würden vermutlich 100% Thaico`s weniger Checkrisiko haben (definitiv gewünschter Effekt), als Farang-Co`s.
Allerdings "meckern auch Thai Co`s, was die Vermutung unterstreicht, das deren Schwarzeinnahmen noch über denen der eh schon öffentlicher arbeiten müssenden Faranf Co`s liegen.
Tja, und relevante Websites müssen genannt werden, also auch Buchungsbutons im t.net, vermutlich, sowie (trifft überwiegend nicht thai-Co`s) Bucher im Ausland und ALLE relevanten Konten! Das könnte z.B. grosse "nicht vor Ort Gäste Einsammler" alà Sea Bees gut um "Steuervermeidungsmöglichkeiten" bringen.
Ausserdem sind es nach derzeitigen Umrechnungskurs "nur" 8,5 Euro, halt 400 Baht, Marineparkgebühr, sowie (mein Kenntnisstand) weiterhin 200 Baht Taucherlaubnis/Tag. Und das "Ungleichverhältnis" sinkt auf 1:5, Thais sollen dann immerhin 80 Baht Eintritt zahlen, statt bisher 20!
Und warten wir erstmal ab, der Gouverneur geht nöchsten Monat in Rente, neue Besen, äh, werden sich beliebt machen wollen, das erhöht die Einnahmen!
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 30.09.2006 - 18:11
Klartext:
Ein Land, in dem sich Behörden für meine Einkäufe per Kreditkarte interessiert, wird garantiert auch frei Haus zu Händen der Staatsbeamten meine Kartendaten erhalten.
Und so ein Land wird mich niemals einreisen sehen! Das ist ja noch schlimmer als seinerzeit im Ostblock.

Und Länder, die ihrer Fischereiflotte weder Quoten auferlegen noch üble Methoden wie Dynamit- und Cyanidfischerei stoppen, aber von den Tauchtouristen für immer leerer werdende Riffe unverschämte Gebühren abzocken, werden auch auf mich und viele andere Taucher verzichten müssen.
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 01.10.2006 - 22:31
@ All: Hallo Leute, liebe Tauchergemeinde !

Ich habe noch eine Bitte bezüglich der Gebühren für die Region Bohol, Alona Beach etc.

Die Kollegen (einige Deutsche, Österreicher, Schweizer, Holländer etc.), die Tauchbasen am Alona Beach haben, möchten eine möglichst konkrete Aussage und Meinung haben, um die Fakten den lokalen Behörden vorlegen zu können.

Durch die ab Januar steigende Mehrwertsteuer in Deutschland werden viele auch hier den Gürtel enger schnallen müssen. Durch steigende Ölpreise steigen auch die Kosten für Flüge, aber auch die Kosten vor Ort für Tauchen und Übernachtung. Wenn jetzt noch Gebühren anfallen, wird dies für viele Taucher das Zünglein an der Waage sein nicht mehr, oder nicht mehr so oft auf die Philippinen zu fliegen. Schreibt bitte Fakten, so Ihr welche habt, hier rein- die werden weitergeleitet.

Ich für meinen Teil wollte ursprünglich nächstes Jahr a) Wracktauchen in der Straße von Coron und b) eine Kombi Alona Beach mit Cabilao/Malapasqua oder Negros). Sollten Gebühren erhoben werden, wird definitiv eine dieser Reisen gestrichen !

Ich habe 1998 einige Zeit auf den Visayas und Mindanao gearbeitet, die Philippinen sind sowas wie eine zweite Heimat für mich, weshalb ich da fast jährlich einen Urlaub verbringe. Aber wenn das mit der Abzocke so eskaliert, werde ich dies wohl in Zukunft sein lassen. Es gibt schließlich auch noch andere schöne Tauchgebiete auf der Welt.

Und nun drück ich Phil und den Kollegen am Beach die Daumen!

Immer Gut Luft

Frank
Antwort von kub0815 Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 11:02
>Wenn jetzt noch Gebühren anfallen, wird dies für >viele Taucher das Zünglein an der Waage sein nicht >mehr,

Das ist genau der Grund um so ein Gebiet zu Meiden. Meist kommen dann noch mehr dieser Steuern/Gebühren zum vorschein die mir die Sache vermiesen.

z.B. werden ich garantiert nicht mehr so schnell nach Kroatien gehen. Da haben wir in einem Segelbot nur weil wir in einem Unterwassernationalpark geankert haben pro nase 12 Euro abdrücken muessen. Eine Ankerboje habe ich aber weit und breit nicht gesehen. Tauchen darf man da ja sowieso nur mit aufpassern
Antwort von nigthdiver Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 12:13
na wenn das so ist, das den basen diese gebühr nicht gefällt, dann brauchen sie ja nur die tauchgangspreise nach unten anzupassen, und schon ist das alte preisgefüge wiederhergestellt. aber ich denke mal, das dies keiner machen wird.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 14:10
Kroatien ist ein gutes Beispiel, was passiert, wenn der Staat zu raffig wird.

Kub, seid froh, dass ihr euren Anker wieder hochbekommen habt, denn tauchend Anker klarieren ohne diese teure Jahres-Tauchlizenz kostet irgendwas bei 1000 Euro.

Preis nach unten anpassen: Das werden die Basen garantiert nicht machen. Also Daumen drücken, dass die Jungs da drüben den Bürokraten was verklickern können!
Antwort von nigthdiver Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 15:12
@d32
Preis nach unten anpassen: Das werden die Basen garantiert nicht machen. Also Daumen drücken, dass die Jungs da drüben den Bürokraten was verklickern können!


sagte ich doch. aber ich glaube kaum, das die bürokraten auf die hören werden. es sei den, sie helfen nach mit ein paar kleinen "geschenken".
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 15:43
Hoffen wir auf Einsicht! Ansonsten wird ja vermutlich dieses Land wieder einen Gemeinschaftsstand auf der BOOT haben incl. Landesvertretern: Gute Plattform für Meckerei und kritische Fragen seitens der Tauchmedien und Besucher. Wenn das entsprechend thematisiert und öffentlich gemacht wird, wird es für die Standcrew ungemütlich. Und UNTERWASSER und TAUCHEN lesen hier definitiv heimlich mit, denn das erspart denen ganz viel Redaktionsarbeit, die zumindest in Hamburg in ständige Wechsel des Redaktionschefs investiert wird (Stimmt`s, liebe Redakteure und Redakteusen???).
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 17:36
Aufruf an Alle:
Sollte von Euch jemand eine Reise nach Bohol/Alona über einschlägige Veranstalter oder Agenturen planen, kontaktiert bitte diese Veranstalter mit der Bitte um Unterstützung. Achtung, der Termin des nächsten Meetings in Alona ist der 11. Oktober, bis dahin sollten die Proteste eingegangen sein. Diese könnt Ihr auch per Mail an Phil35 schreiben, er leitet sie dann weiter.
Der Druck von vielen Seiten mit konkreten Fakten ist wohl von unserer Seite die einzige Möglichkeit die Intressen der Taucher durchzusetzen.

@nightdiver: Wenn Du eine Tauchbasis mit den entsprechenden Kosten hättest, würdest Du auch so einen Quark schreiben? Allein durch die steigenden Spritpreise sind die Kosten auch auf den Phillis gestiegen, die Eigentümer und Vermieter der Basen (häufig Philippinos) wollen auch immer mehr Kohle, und auch die Gehälter des Personals müssen bezahlt werden. Wenn Du schonmal am Beach warst, wirst Du die Dienstleistungsqualität gegenüber anderen Tauchdestinationen zu schätzen wissen. Und sowas geht nunmal nur mit Personaleinsatz.
Oder verzichtest Du ab Januar freiwillig auf Lohn, nur weil in Deutschland die Mehrwertsteuer steigt, nur das für andere die Kosten nicht steigen?
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 18:02
@ bikefresh

Ganz am Schluss bringst du ein schlechtes Argument:
Erfahrene selbständige Taucher brauchen kein Rudel von Basispersonal. Mir reicht bei einer Basis mit Speedboot-Trips: Einer an Land, der die Flaschen füllt. Einer an Bord, der fährt. Notfalls noch einer, der bei kabbeliger See die Leiter ausbringt. Wenn mir einer den Tank abnehmen will oder mein Gerödel spülen will, ist das keine Dienstleistung, sondern er kriegt was auf die Finger.

Was ich z. B. nicht brauche, sind 4 von mir mitbezahlte Gärtner, die drei stunden lang einen Rasen per Heckenschere kürzen anstatt dass einer für 30 Minuten einen Rasenmäher rüberschiebt.

Was ich damit sagen will: Viele Basen haben einfach zu viel Personal. Das kostet zwar nicht viel bei euch, ist aber zu xx % Überflüssig und unerwünscht.
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 18:32
@D-32: Nun geh mal nicht von Dir großem kräftigen Kerl aus. Es gibt auch Tauchgazellen, ältere Taucher, Handicap-Taucher und komfortbewußte Mitbürgerinnen und Mitbürger. Die empfinden es als angenehm, wenn das Equipment zusammengebaut, auf das Boot und vom Boot geschleppt wird. Und durch den Buddycheck sollte die korrekte Funtion überprüft werden. Und nicht alle Tauchdestinationen sind so easy wie die Cocktaildivers, wo man ca. 50m von der Basis zum Boot läuft. Da muss man schonmal zwischen kleinen Korallenblöckchen im Flachwasser ein paar Meter bis zum Boot waten muß (bei Ebbe), inkl. Stolpergefahr, Seeigeln etc. Noch ein paar Wellen dazu, schwupp-die-wupp kann es zu einen Pre-Post-Tauchunfall kommen
Aber ich schraub mein Equipment auch selbst zusammen und trage es selbst, es heißt ja auch Tauchsport, da sollte der sportliche Anteil nicht fehlen.
Und komm mal in die Karibik, wo die Amis Urlaub machen. Die sind so dienstleistungsgeil, die wollen vom Staff noch vom Boot geschuppt werden, und das ist kein Witz. Asterix würde sagen: Die spinnen die Amerikaner!
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 18:53
OK,

wie Amis tauchen weiß ich

Idee wäre doch aber:
Erfahrene sportliche Taucher zahlen XX Euro für den TG.

Wer mehr Service braucht oder will, zahlt obendrauf eine Servicepauschale.

Wie beim TV-Handel, das kennt jeder und versteht jeder:
TV kostet erstmal Abholpreis, also selbst Schleppen und selbst die Kanäle installieren.
Wenn Omi Müller das nicht kann, kommt der nette Mitarbeiter, trägt ihr TV in die Wohnung, packt es aus, stellt die Kanäle ein - und Omi Müller zahlt dankend dafür 50 Euro, denn sonst wäre sie fernsehlos.

Könnte man nennen:
Basic Diving Package
VIP Diving Package (klingt gut und bauchpinselt auch die Faulpelze)

Und je nach Zahl der Basics und VIPs holt sich die Basis eben ein paar Fidschis mehr ran, wenn Nachfrage ist. Die gibts doch zuhauf als Tagelöhner.
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 19:42
@D-32: Und vergiss dann den Kontroll-Mitarbeiter nicht, der bei jedem TG überwacht und Strichliste führt wer welchen Service bekommen hat. Und damit der durch ein Bakschisch nicht geschmiert wird gibt es dafür dann noch den Supervisor, der dem Kontroletti über die Schulter schaut
Deine Idee ist ja gut, nur läßt sich sowas nicht umsetzen. Auch der Ansatz, allen Tauchern das Basispaket zu bieten und bei Nachfrage das VIP-Paket setzt eine gewisse Anzahl (teil-) geschulte Leute voraus, die trotzdem vorgehalten werden müssen, auch wenn die Nachfrage mal nicht so ist.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 20:35
OK, Logistikproblem. Abhilfe:
VIP-Gäste bekommen wie im AI-Hotel ein farbiges Bändsel an den Faltenschlauch.

Vor einigen Tagen guckte sich eine Freundin meine Sabang-Fotos an. Auf einem ein Filipino in Shorts/T-Shirt mit Gerät auf dem Rücken und Bleigurt in der Hand. "So tauchen die da?" "Nein, das ist der Basiskuli der Koreanerbasis, die sind zu klein und zu schlapp, die Ausrüstung 50 m zu tragen bis zum Boot." "Aha!"

Dann gehe ich eben gern weiterhin zu Basen, wo diese VIP-Ordonnanzen gar nicht erst auf dem Lohnzettel sind.

Wäre aber sinnvoll, wenn VIP-Basen das kenntlich machen würden, und andere Basen dafür etwas preiswerter wären, weil sie eben auch preiswerter arbeiten.

Jo
Antwort von nigthdiver Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 21:45
@bikefresh
wenn ich eine basis betreiben würde, bräuchte ich nicht zu schreiben, weil ich moderate preise hätte. die jammerei über steigende spritpreise ist ja schon fast so gut wie bei unseren mineralölkonzernen. bloß hat das schon angefangen, als der spritpreis noch weitaus geringer war. außerdem glaube ich nicht, das die preise wieder fallen werden wenn der rohölpreis fällt. die basen sind auch meistens auf längere sicht gemietet, oder ihr habt beim vertragsabschluß was falsch gemacht. also erklär mir bitte nicht, das dies die faktoren für TG preise von 25-30 $ sind. ich bin jedes jahr zw. 2-3 monate auf den phills, und das schon seit fast 30 jahren. also denke ich schon, das ich die lebenshaltungskosten beurteilen kann.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.10.2006 - 22:47
Meine ziemlich alte Frage geht in gleiche Richtung:
Warum kostet ein Bootstauchgang in einem absoluten Hochlohnland wie Norwegen genauso viel oder eher weniger wie in einem Land, wo jeder Arbeitnehmer über 100 Euro/Monat froh ist?

Andersrum: Eine wirklich gute spanische Basis mit Top Tauchgebiet wirbt mit non limit 120 Euro/Woche und jeder Bootstauchgang kostet nur 99 Cent oben drauf. Und die Basis floriert!

Ich denke, es sollten so einige Basen langsam auf den Teppich der Realität kommen. Spritkosten sind weder ein Argument, wenn ich 2 x 20 Minuten einen 40 PS Außenborder einsetze, noch ein Argument, wenn in Ägypten der Liter Diesel 8 Eurocent kostet.

Und ein Rudel Basisfuzzis braucht der erfahrene Taucher auch nicht, notfalls kann ich den Kompressor auch selbst bedienen und habe wirklich 200 bar und nicht nur 180 bar im Tank.
Antwort von nigthdiver Registriertes Mitglied am 03.10.2006 - 13:50
@D32
Danke

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