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Was ist eigentlich, wenn...
Abgesandt von saschuetz Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 06:41:

... man in 30 m Tiefe plötzlich eine Bleitasche verliert? Ist man dann völlig hilflos dem Auftrieb und vielleicht der Dekokrankheit ausgeliefert. Würde mich mal echt interessieren.



Antwort von Matthias E. am 05.05.2004 - 06:55
Du dürftest doch in nahezu jedem See einen dicken Stein finden, den du dir unter den Arm klemmen, in die Hand nehmen, ... kannst, oder? Ist zwar nicht sehr konfortabel, dürfte aber ein unkontrolliertes Auftauchen wirkungsvoll verhindern.
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 07:27
Matthias, und wenn ich zum Steinsuchen erst weitere 20 m abtauchen müsste?

Nein auf 30 m solltest du keine Probleme bekommen, denn du hast ja Luft im Anzug/Jacket, mit der du das Blei ausgeglichen hast. Vorsichtig auftauchen und ab 10 m wird spannend.

tümpi
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 07:29
@Matthias F.
Das man in nahezu jedem See einen dicken Stein findet, den man sich unter den Arm klemmen kann und der auch noch ausreichend Gewicht hat um den Verlust einer Bleitasche (also vielleicht 3 - 4 kg) findet, entspricht nicht meinen Erfahrungen.
@saschuetz
Du kannst natürlich nach dem von Matthias F. beschriebenen Stein ausschau halten - vielleicht hast Du ja Glück und findest einen oder mehrer Steine, die ausreichen um den Auftriebsverlust auszugleichen. Ansonsten hast Du Luft im Jacket und ggf. im Trocki, die du ablassen solltest und darüber hinaus wird stets empfohlen Arme und Beine in waagerechter Körperlage von sich zu strecken (ähnlich einem Fallschirmspringer), um das Aufsteigen zu verlangsamen. Ob im Fall der Fälle eine `Dekokrankheit` dabei auftritt liegt natürlich auch darin Begründet, vieviel Gas zum Zeitpunkt des Aufstiegs im Gewebe gelöst ist. Vor allem solltest Du bei einem solchen ungewollten und zu schnellen Ausstieg nicht vergessen permanent weiter zu atmen (oder möglichst ausatmen, da die Luft in der Lunge auch zum Auftrieb beiträgt), um nicht eine Überdehnung der Lunge zu provozieren.
Antwort von Camper Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 08:05
Ist jemand vom Verband "ATEC" im Raum???

Wie mir mitgeteilt wurde, wird dort im Rahmen der Ausbildung zum "Self-Rescue-Diver" (Solo-Tauchen!!!) ein Notaufstieg aus 40 m Tiefe durchgeführt.

Ich denke, so jemand könnte eine praktische Antwort zum Thema geben, oder?!
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 08:22
Das lernt man im SelfRescue-Kurs: einfach das Downstream-Ventil öffnen, dann gehts nach unten. Ich selbst packe mein Blei grundsätzlich in die andere Bleitasche. So bin ich immer auf der sicheren Seite!
Antwort von Peter G. Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 08:35
Aus meinem bescheidenen Erfahrungsschatz:

Verlust der Bleitasche meines Buddys auf 30 Meter - kein Problem, einer hält ihn, ich befestige die Bleitasche. Meine vorher schon dagewesene Begeisterung für bleiintegrierte Jackets stieg ins Unermeßliche... (Scherz, aber man sollte sich überlegen, ob das gescheit ist.)

Verlust des Bleigürtels des Guides einer Gruppe in Ägypten auf 10 Meter, praktischerweise im Blue Hole, wo man sich bei 120 (??) Meter Tiefe mit dem Nachtauchen nicht gar so leicht tut: wie Tümpi richtig sagt wurde es lustig, die Gruppe schnappt den Guide und unter Zuhilfenahme einiger Korallen langsamer Aufstieg.

Beide Male halb so wild, aber die Gruppe sollte halbwegs wach sein, in beiden Fällen war Zeit zum Reagieren da.

Auf den Notaufstieg aus 40 Metern bin ich schon sehr gespannt...
Antwort von wrack-uli Redaktionsmitglied am 05.05.2004 - 08:41
Darum habe ich eine Bleitaschensicherung erfunden.

Das war gar nicht lustig. Auf 10 m rutschte mir unbemerkt eine Bleitasche bei einem Nachttauchgang raus. Kein Stein weit und breit, alle Luft aus dem Jacket und ein enormer Auftrieb.
So bin ich nach unten flosslend aufgetaucht.

Ohne Self-Rescue-Kurs erledigt.

@ und 26 Gäste:

Das ist eine spitzen Idee:
alles Blei in die Tasche die man nicht verliert.
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 08:43
...man kann sich auch in geeigneter Tiefe seines Neoprenes entledigen, dann sollte der Aufstieg kein Problem sein.
Ich habe meine andere Bleitasche sicherheitshalber immer am 80m-Reel befestigt.
Manch anderer benutzt zu diesem Behufe auch Redundanzblei...
Antwort von wrack-uli Redaktionsmitglied am 05.05.2004 - 08:49
@ und 26 Gäste:
gut dass wir dich haben.
Antwort von Peter G. Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 10:12
Schrulligerweise wird ja wenig über das Problem des unabsichtlichen Bleiverlustes gelehrt, aber der Abwurf des Bleigürtels geübt. In der Realität schauts halt anders aus, und jeder sollte eine Lösung bereit haben, was er/sie dann tut. Manche entscheiden sich für zusätzliche Sicherungen, manche für Anzug ausziehen.
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 10:35
Nun im Ernst: Sicher wird der Bleiverlust standardmäßig in der Ausbildung nicht behandelt. Anfängerfragen - ernst und voller Besorgnis, wenn die Leute dann das gelernte theoretische Wissen vor ihren ersten autonomen Freiwassertauchgängen mental in die Praxis zu übertragen versuchen - habe ich diesbezüglich mit klammheimlicher Belustigung schon viele angehört. Ich sage denen dann nicht, daß sie halt auf ihr Blei aufpassen sollen, sondern empfehle je nach Ausrüstung eine Drittelung des Bleies auf 2 Taschen und einen Gurt (die tauchen eh oft zu einem Drittel überbleit). Nun ja, es hilft dann wenigsten, die Angst vor einem Bleiverlust zu überwinden.

Zum Thema "Bleigurt verloren": Was ist denn nun aus Divemaster Detlev geworden?
Antwort von Peter G. Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 10:54
Auch mangler geht mir ab. Das waren noch Zeiten.
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 11:16
@ Peter G.
Bei einigen so hier gestellten Fragen könnte man beinahe glauben dass...
Antwort von OhgieWahn Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 11:25
...waere doch zu schoen um war zu sein!?
Antwort von Suesswassertaucher Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 13:35
Hallo Leute!

Diese ganzen Sachen wie "Stein suchen" "an Koralle festhalten", etc funktionieren jedoch leider nicht immer.
Schliesslich kommt es ja auch darauf an, wieviel Blei man verloren hat.

Ich persönlich habe in einem See auf 18 m beim Trockentauchen den Bleigurt verloren. Ich war da zirka einen Meter über dem Boden. Sich den Grut (oder nen Stein oder was auch immer) dann nochmal zu schnappen ging zumindest in meinem Fall nicht mehr.
Natürlich habe ich versucht die Luft aus dem Jacket (das war kein Problem) und aus dem Trocki (das schon mehr) zu lassen. Genützt hat es mir nicht sonderlich viel.
Aufwärts (samt dem per Buddy-Leine angeleinten Tauchpartner, der sich ebenfalls entlüftete) ging es trotzdem.

Alles in allem ist das wirklich keine schöne Sache. Allerdings muß ich sagen, dass ich halt auf einen Schlag den gesamten Bleivorrat von 9 kg beim Trockentauchen in den Sand gesetzt hatte. Bei mehreren Bleitaschen kann das sicher anders aussehen.

Gruß
Jens
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 14:49
@ Peter G
@ und 26 Gäste
ich denke nicht, dass der Mangler seinen letzten Tauchgang gemacht hat. Ich finde auch bei manchen Fragen (kann man die überhaupt so nennen?)ist es wie bei dem Film "Nummer 5 (Mangler) lebt".
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 15:04
man spräche vom spiritus manglonicus?
Antwort von Cuthalion Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 15:30
Bleigurt auf vier Metern verloren... Es ging unaufhaltsam nach oben, dauerte aber erstaunlich lange
Und dann habe ich versucht ihn mit dem leeren Trocki zu suchen. Im Dickicht und Schlamm habe ich ihn nicht gefunden. Aber ich habe dabei gemerkt, daß ich viel weniger Blei brauche als ich glaube.

Antwort von Die Seeteufel Registriertes Mitglied am 05.05.2004 - 21:19
Ein Großteil von uns, hat mal in den 70zigern Bleifrei tauchen auf den Malediven gelernt. Hat auch bei einer ganz dünnen Frostbeule im 7mm geklappt. Ist aber sehr lange her und Eionzelheiten kriege ich nicht mehr zusammen, da ich daran auch nur als Zuschauer beteiligt war.

Das Thema Trocki ist aber ein andres Problem und ich will hier nicht eingehend Stellung dazu nehmen.

Würde aber für Leute mit "Bleiverlierangst" einen Hosenträger-Bleigurt empfehlen. Der rutscht nicht so schnell über die nicht vorhanden Hüften, wie bei meiner etwas "vermanschten Figur" und ist sehr angenehm zu tragen.

Ein alter, mittlerweile etwas "unförmiger" Seeteufel
Antwort von wrack-uli Redaktionsmitglied am 06.05.2004 - 08:18
ein Seeteufel kann nicht unförmig sein!!!!

Er hat sich seiner Umwelt angepasst.
Antwort von @ndreas Registriertes Mitglied am 06.05.2004 - 08:47
@ seeteufel
Ich habe früher auch schon mehrmals aus meinem Hosenträger-Gurt Bleitaschen verloren. Zum Glück nur beim Reinspringen vom Boot oder in geringer Tiefe. Habe inzwischen breitere Klettverschlüsse, die bisher gehalten haben - bin aber immer noch nicht sicher, ob das reicht.

Vor Bleiverlust in Tiefen > 10 m habe ich einen Heidenrespekt. Vor allem dann, wenn es nichts zum Festhalten und weit und breit kein greifbares Gewicht gibt (Stein). Da bleibt, m.E. wirklich nicht viel mehr als Notablass der Luft aus dem BCD, flaring, und/oder mit aller Kraft "nach unten flösseln". Letzteres heißt aber für mich, in einer ohnehin schwierige Situation, hohe körperliche Anstrengung und ein entsprechender Luftverbrauch.

Ich überlege daher folgendes:

Umbau des Hosenträgers?
Eine Kombination aus Hosenträger und konventionellem Bleigurt gibt es nach meiner Kenntnis noch nicht. Das hätte auch den Nachteil, dass man das Blei nicht abwerfen kann. Denkbar wäre aber ein Hosenträger, der an einem normalen Bleigurt nur mit einer leicht lösbaren und trotzdem einigermaßen stabilen Verbindung befestigt ist (breite Klettstreifen?). Dann lässt sich der Bleigurt nach Lösung dieser Verbindung ganz konventionell abwerfen. Auf die Besonderheit des Hosenträgergurtes muss ich meinen Buddy (+ eventuell den Guide) ohnehin vor dem Tauchgang hinweisen. Das gehört zum Buddycheck. Dann macht der zusätzliche Hinweis: " Im Notfall: Erst Hosenträgerklett lösen, dann Bleigurt ganz normal abwerfen" auf keinen großen Unterschied.

Aber: Ich bin nicht gut im Basteln. Ich könnte so ein Ding zeichnen und vielleicht von jemandem einen Prototypen herstellen lassen. Ich kenne da einen Neopren-etc.-Schneider auf Phuket.

Alternative:
Ich sichere die Bleitaschen am Hosenträgergurt zusätzlich zur Klettbefestigung noch durch eine Schnalle mit Schnellöffnung. Problem ist hier aber: Das verstößt eigentlich gegen den Grundsatz, dass das Blei jederzeit schnell abwerfbar sein soll. Die Öffnung einer solchen Schnalle (z.B. mit klammen Fingern und Handschuhen) kann - trotz Schnellöffnungsmachanismus wie beim BCD - immer ein zusätzliches Problem aufwerfen. Ausserdem führt eine derart modifizierte Ausrüstung wahrscheinlich zu Versicherungsproblemen.

Die ideale Lösung habe ich noch nicht gefunden.

Schönen Gruß
Antwort von Tariernix am 06.05.2004 - 16:25
Nette Diskussion hier, miteinander. Wenn ich`s recht besehe, muß die Frage nicht lauten, was mache ich bei Bleiberlust, sondern: wie mache ich Blei unverlierbar?! Da gäb es ja einige Lösungen.

Und daran hängt gleich die nächst Frage: wer hat denn schon mal ernste Probleme gekriegt, weil er sein Blei nicht abwerfen konnte??
Der einzige, der mir da einfällt, ist der etwas ungelenke Stammtischtaucher, der es nicht mehr auf`s Schlauchboot schafft. Oder?
Antwort von @ndreas Registriertes Mitglied am 06.05.2004 - 18:56
@ Tariernix
Stimmt, ich finde die Diskussion auch interessant. Die Frage, ob man das Blei (zumindest einen Teil davon) unverlierbar machen sollte geht m.E. in die richtig Richtung. Ich kann mir - nach meinem bescheidenen Ausbildungsstand - auch nur wenige Situationen vorstellen, die einen Bleiabwurf erforderlich machen. Wer mehr dazu weiß, soll mich bitte korrigieren:

1. Taucher in Panik an der Oberfläche ist nicht zu beruhigen, tritt Wasser statt BCD aufzublasen und droht abzusinken. Dies scheint mir die einzige Situation zu sein, wo Bleiabwurf durch den Retter mit einem Handgriff uneingeschränkt Sinn macht. Wie im Rescue gelernt: Von hinten/unten antauchen und Bleigurt lösen. Die Gefahr des Versinkens ist gebannt. Alternativen, z.B. sein BCD aufzublasen würden mich als Retter mehr gefährden.

2. Unerwartet heftiger Seegang nach dem Auftauchen an der Oberfläche und gleichzeitig weiter Entfernung von Boot oder Strand. Hier sind meist schon einige Fehler vorausgegangen. Wenn man dann auch noch überbleit ist, kann Bleiabwurf das Schwimmen trotz Seegang erleichtern, da man das BCD nicht so stramm aufpumpen muß.

3. Wenn mein Buddy unter Wasser ohnmächtig werden sollte und ich ihn (was ich mir kaum wirklich vorstellen kann) gar nicht mehr anders an die Oberfläche bringen kann (z.B. durch Nutzung des Inflators an meinem BCD, an seinem BCD etc.), dann könnte in ganz seltenen Fällen die letzte Möglichkeit sein, etwas (?!) von seinem Blei abzuwerfen. An der Oberfläche sind dann seine Rettungschance eventuell ein wenig größer (trotz aller Gefahren des unkontrollierten Aufstiegs). Ein realistisches Scenario dürfte das aber kaum sein.

4. Bleianreichen zur Erleichterung des Ausstiegs- Hierzu könnte ich aber auch vorher Sicherungsschnallen oder ähnliches lösen, wenn ich welche hätte.

Die Regel: "Blei muß immer mit einem Handgriff abwerfbar sein." Ist mir daher in dieser Absolutheit allenfalls für Beispiel Nr. 1 verständlich. Ein Gurtsystem, das die Bleitaschen besser sichert und die Rettungsmöglichkeit im Beispiel 1 erhält. Das wäre die Lösung. Hier sind die Tüftler gefragt, die sich damit eventuell ein goldene Nase verdienen könnten. Es sei ihnen dann auch gegönnt

Soweit zum sachlichen Teil Deiner Ausführungen, den ich vollkommen o.K. finde. Aber leider entwertest Du ihn am Schluss etwas durch eine diffamierend-unsachliche Bemerkung. Schaaaade - das wäre nicht nötig gewesen

Als Bioprenträger (fetter Taucher) kann ich Dir die Bemerkung über den "ungelenken Stammtischtaucher" nicht durchgehen lassen. Wenn der nämlich statt einem Dummschwätzer einen Buddy hat, der mit anpackt, schafft er es auch auf`s Schlauchboot. Wenn mehrere mit anpacken - um so besser. Ich spreche aus eigener Erfahrung - weil ich schon gelegentlich wie ein nasser Sack über den Wulst gehieft wurde. Na und - bei anderen Problemen helfe ich halt meinen Buddies. Oder lernt man die gegenseitige Hilfe bei der OWD-Ausbildung heute nicht mehr?

Sorry, das musste offen angesprochen werden. Kein Grund zum "flaming". Stattdessen sollten wir unseren Ärger gemeinsam mit einem schönen Dekobier runterspülen. \~/ Prost !
Antwort von sunshineblub am 06.05.2004 - 19:18
Ich habe einen Hosenträgergurt bei dem nur ein Teil zum abwerfen geht. Der Gurt hat gesamt sechs Taschen und die Abwerftaschen können jeweils mit 2 KG geladen werden, also 4 KG. Der Gurt funktioniert bei mir aber nur mit Trocki, denn für das bisschen Gewicht beim HT ist der zu überdimensioniert.
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 06.05.2004 - 19:22
ähm, @ndreas, wie ist das eigentlich rechtlich zu bewerten:
der fette Taucher T(f) geht in der Voraussicht ins Wasser, sein Buddy B wirds danach schon richten und ihn über die Bootskante wuchten. Dieser hebt sich bei dem Manöver einen Bruch und ist vier Wochen arbeitsunfähig. Die Krankenversicherung K stellt sich an. DAS würde mich schon mal interessieren.
Antwort von @ndreas Registriertes Mitglied am 06.05.2004 - 19:45
@ sunshineblub
Das klingt interessant. Kannst Du mir Fabrikat und Hersteller nennen? Wegen Biopren brauche ich auch im HT etwas mehr Blei.

@ 26 Gäste
Kann das sein, dass Ihr 27 (X + 26 Gäste) Euch gerne gelegentlich mit Scheinproblemen befasst. Seid Ihr armen Magertaucher wirklich so schlecht trainiert? Man packt dann halt zu zweit oder zu dritt mit an. Glaubst Du, dass ich jemanden zum Buddy-Tauchen zwinge? Glaubst Du, dass ich nicht selbst vor Tauchbeginn einzuschätzen versuche, ob und wie ich wieder an Bord komme? Glaubst Du, dass ich mit meinem Buddy nicht vorher darüber rede?

Lösung also:

1. Gefahrgemeinschaft: Der Buddy, der als Macho mich allein aus dem Wasser ziehen will, obwohl andere noch mit anpacken könnten, hat die Gefahr erkennen können und sich daher fahrlässig selbst gefährdet (= Mitverschulden). Hierauf würde ich mich gegen ihn aber nie berufen. Natürlich würde ich ihn nicht hängen lassen. Schade, dass Du Dir das nicht denken kannst. Wegen 2. ff ist dieses Problem aber sowieso höchst unwahrscheinlich.

2. Zumindest nach deutschem Recht ist jeder Retter automatisch unfallversichert. Es greift also neben der Krankenversicherung noch eine zweite Versicherung, die auch bei (einfach) fahrlässiger Selbstgefährdung durch Fehleinschätzung der Situation zahlt.(Das lernt man übrigens in jedem 1. Hilfe-Kurs, ist damit also Voraussetzung für den Rescue)

3. Habe ich eine Privat-Haftpflichtversicherung. Soweit sich als der Buddy durch mein Verschulden verletzt, greift auch diese notfalls noch ein.

4. Ich bin Rechtsanwalt. Weiß also, wie man der Versicherung meines Buddys Beine macht - oder ich kenne jedenfalls jemanden, der das ganz genau weiß.

Na, X+26 Gäste, wie wär`s jetzt mit einem Bier - auch wenn Euch jetzt das Risiko, mit mir zu tauchen, zu hoch erscheint.
\~/ Prost!

@ndreas
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 06.05.2004 - 20:01
@ndreas
das Bier würde ich gerne annehmen, leider trinke ich keines. Warum, kannst du in einem anderen Thread nachlesen. Trotzdem Prost.
Allerdings hast du meine zugegebener Weise einfachst formulierte Fragestellung nicht substaniiert beantwortet.
ad1,2: geht an der Fallstellung vorbei. Thema verfehlt.
ad3: hier möchte ich die Fallstellung gemeinerweise erweitern:
K und Privat-Haftpflichtversicherung H(p) sind identisch

ad4: wird weder K noch H(p) beeindrucken.

Vielleicht fällt dir ja noch was ein...
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 06.05.2004 - 20:08
@und 26 Gäste
Also das könnte eine abgeschwächte "Mangler" Frage sein

Aber ich meine warum sollte dadurch die Versicherung außen vor sein und nicht zahlen bzw. wollen oder müssen? Ich denke der Wohlbeleibte Taucher bringt doch seinen Buddy dadurch in keinsterweise in eine direkte Gefahrensituation weder fahrlässig noch mutwillig. Das ganze ist doch nichts anderes als eine normale Hilfe Leistung um in das Boot zu gelangen. Wäre der Wohlbeleibte verletzt und müsste geborgen werden dann wäre die Verletzung des Helfers erst Recht abgesichert. Der Helfende ist in diesem Falle denke ich so oder so abgesichert. Käme es zu Unklarheiten würde die Versicherung ihre Regressansprüche sowieso nicht an den Helfer stellen,sondern an den Unfallverursacher.

Gruss
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 06.05.2004 - 20:21
und 26 Gäste
wenn K noch H(p) ident. sind macht das doch nichts. Du bekommst von H(p) den Schaden ersetzt wenn nicht nimmst du die Privatrechtschutz (des Anwalts Liebling oder so) in Anspruch und wenn die denn auch zum gleichen Unternehmen wie K und H(p) gehört ist es auch egal. Denn du hast die freie Auswahl was den Anwalt betrifft.
Was meinst du @ndreas

Gruss
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 06.05.2004 - 20:25
@whaleshark
...kann es sein, dass du dich an den mir zustehenden Bieren vergriffen hast??
Antwort von Disziplinierter am 06.05.2004 - 20:29

@ @andreas
Zu 1: kann man so sehen

Zu 2: Wieso ist jemand Retter, wenn er eine vorher absehbare (also im weitesten Sinne geplante) Handlung, hier ins Boot hieven, ausfuehrt/ausfuehren muss?? (gehoert wohl mit zur Tauchgangsplanung, zumindest zu der des Bioprentraegers, oder?)

Zu 3: Da muss aber die Vers.ganz schoen belogen werden, damit es da einen Grund gibt.

Zu 4: Ok, das klaert Punkt 3 , aber nicht, warum Du auf, zugegebenermassen, provokante Aeusserung mit ironischen und sicherlich auch beleidigenden Inhalten SO reagierst.
Im amerikanischen Gerichtsverfahren koennte Dein Mandant nach "gezielten Attacken" des Gegenanwaltes auf Dein Selbstwertgefuehls und seiner Verurteilung Schmerzensgeld von Dir fordern!


Und mehr moechte ich zu diesem etwas vom Originalposting abgedriftetem Thema nicht sagen, auch wenn einem beim Thema "kenne ...Phuket" und Mann, im besonderen Bioprentraeger, noch einiges einfaellt.
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 06.05.2004 - 20:44
@Disziplinierter
was mein Posting betrifft, muss ich eine beleidigende Intention von mir weisen. Bezeichnungen wie z. B. "fetter Taucher" u.a. sind ausnahmslos Zitate (zugegeben: ohne Kennzeichnung) des betroffenen Posters B(@). Nichts läge mir ferner, als kuriose Gesellschaftsgruppen bzw. deren Angehörige zu beleidigen...
Antwort von aufsicht am 06.05.2004 - 22:02
@ saschuetz
.. der ganze thread geht bisher ziemlich an der sache vorbei, lediglich der tipp mit dem stein ist beachtenswert, wenn auch meistens nicht nützlich (kein grund, kein stein) ...
wenn du auf 30 m eine bleitasche verlierst passiert wohl erst mal gar nichts, da der auftrieb des neoprens durch den druck in dieser tiefe egalisiert worden ist ("trockentauchen" ist eine andere geschichte).
den aufstieg machst du dann eben gemeinsam mit deinem buddy im doppelpack, dieser hat sicher noch so viel "reserve-abtrieb", dass es keine probleme geben dürfte.
insgesamt also eine unproblematische angelegenheit

Immer gut Luft !!
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 06.05.2004 - 22:14
Guten Morgen, Aufsicht!

Immer gut Blei!!
Antwort von saschuetz Registriertes Mitglied am 07.05.2004 - 06:29
@ Aufsicht
Antwort von saschuetz Registriertes Mitglied am 07.05.2004 - 06:30
@ Aufsicht
Danke für deinen Tip. Haben mir auch diverse Tauchlehrer so gesagt.
Und danke an alle, die diesen Thread nicht ständig mit irgendeinem Scheiß zu müllen, anstatt zum Thema beizutragen.
Antwort von lakotadiver Registriertes Mitglied am 07.05.2004 - 06:56
@aufsicht, @ und 26 Gäste

bei Halbtrocken hilft auch RV auf und Wasser in den Anzug. Habe das selber schon mal ausprobiert.
Wie das bei Trockener Variante aussieht weiß ich allerdings nicht.
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 07.05.2004 - 07:33
Zum Bleigurt mit einzeln abwerfbaren Bleien. Es gibt einen niederländischen Hersteller, der einen Hosenträgerbleigurt herstellt. Die jeweils erste Bleitasche links und rechts ist mit einem Reißverschluss versehen und fasst jeweils 3 kg Blei. Die anderen sind mit Klett verschlossen. 3 oder 6 kg Blei abwerfen zu können, sollte genügen. Ansonsten sitzt das Ding durch die Träger fest.

Tümpi
leider fällt mir der Name grad nicht ein. Wers genau wissen will, soll mich anmailen, zu Hause liegt das Ding
Antwort von Cuthalion Registriertes Mitglied am 07.05.2004 - 08:16
@andreas: Bioprentaucher werden nicht wie ein nasser Sack an Bord gehieft, nein ihre Eleganz ähnelt mehr dem des Seehundes: Unter Wasser stromlinieförmig über Waser eher niedlich

Grüßle
Antwort von @ndreas Registriertes Mitglied am 07.05.2004 - 09:11
saschuetz hat Recht

wir entfernen uns viel zu weit von seiner Frage. Einen ausführlichen Beitrag habe ich allerdings hierzu geliefert. Auf den möchte ich auch gerne zurückkommen und freue mich auf eine sachliche und etwas ausführlichere Diskussion.

Das Thema "Biopren" sollten wir auf einen anderen Thread vertagen - ebenso die rechtlichen Fragen. Dort kann Whaleshark dann auch den Unterschied zwischen Privathaftpflicht- und Rechtsschutzversicherung erfahren.

Schönen Gruß

@ndreas
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 07.05.2004 - 14:35
Hai,
und 26 Gäste am 06.05.2004 - 20:25

Nein keine Angst habe dein Bier nicht angerührt. Ich stehe nicht sonderlich auf Alkohol. Wäre es allerdings frisch gepresster OSaft dann sehe die Sache anders aus
Die Anspielung mit "Mangler" war übrigens nicht negativ gemeint.

@saschuetz
wo du Recht hast, hast du Recht.

@ndreas
danke für deinen Hinweis.
Ich habe aber Privathaftpflicht- und Rechtsschutzversicherung nicht durcheinander gebracht. Ich denke den Unterschied kenne ich .

Das hier war deine Aussage:
"3. Habe ich eine Privat-Haftpflichtversicherung. Soweit sich als der Buddy durch mein Verschulden verletzt, greift auch diese notfalls noch ein."


Darauf die Antwort von @und 26 Gäste :
ad3: hier möchte ich die Fallstellung gemeinerweise erweitern:
"K und Privat-Haftpflichtversicherung H(p) sind identisch."

Darauf dachte ich mir, dass @und 26 Gäste vermutet es gibt innerhalb der Versicherung Absprachen und eine Ablehnung der Kosten oder ähnliches.


Darauf meine Antwort:
"Du bekommst von H(p) den Schaden ersetzt wenn nicht nimmst du die Privatrechtschutz (des Anwalts Liebling oder so) in Anspruch ....."

(natürlich nur wenn vorhanden)

Wo habe ich jetzt hier die Privathaftpflicht und die Privatrechtschutz durcheinander gebracht??
Bin aber gerne bereit neues zu erlernen.

Was das Biopren betrifft ist mir das bei meinen Buddys genauso egal wie ihr Aussehen solange man sich versteht.

In diesem Sinne \~/ Prost

Gruss

Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 07.05.2004 - 14:50
Ei, der gute @ndreas ist mir eine qualifizierte Antwort bislang schuldig geblieben. Mir drängt sich die Vermutung auf, nicht nur das Biopren ist vollumfänglich das Problem, sondern auch ein gutes Mass an heißer Luft...
Antwort von @ndreas Registriertes Mitglied am 07.05.2004 - 16:14
aber nicht doch, auf qualifiziert Fragen gibt es auch Antworten (ob die nur qualifiziert oder nicht mag jeder selbst entscheiden), jedenfalls wenn ich dafür Zeit habe. Das Urteil darüber, ob eine Frage hinreichend Substanz hat bilde ich mir schon selber, stelle mich aber auch gerne dem Forum.
Antwort von sunshineblub am 07.05.2004 - 17:37
@andreas
der bleigurt ist von seemann. mehr steht da nicht drauf.
grüssle
Antwort von Hardy Registriertes Mitglied am 07.05.2004 - 21:43
@@ndreas
um Deine Liste zu vervollständigen:

<Zitat>
@ndreas am 06.05.2004 - 18:56
Die Frage, ob man das Blei (zumindest einen Teil davon) unverlierbar machen sollte geht m.E. in die richtig Richtung. Ich kann mir - nach meinem bescheidenen Ausbildungsstand - auch nur wenige Situationen vorstellen, die einen Bleiabwurf erforderlich machen. Wer mehr dazu weiß, soll mich bitte korrigieren:
</Zitat>

Das mit dem unverlierbar, da gebe ich Dir vollkommen Recht ...

... aber zum Thema, dass das Blei schnell abgeworfen werden kann:
Stell Dir eine einfache Rettungssituation vor, in der DU nicht mehr aktiv bist und Dich der Retter mehrere Meter (viele, viele) schleppen muss. Wenn es dann passiert, dass Du wie in dem von Dir genannten Punkt 1 wieder absackst, wird der sich freuen ... (und Du, wenn Du es überlebst, auch).

... anders, Du hast es gerade eben noch ganz solo bis zur Oberfläche geschafft, keine Ahnung wo der nächste Platz zum aus dem Wasser kommen ist, dann besser Blei abwerfen, bevor Du das auch noch mitschleppst ...

Natürlich spielt immer das etwas überbleit auch eine Rolle dabei (also Dein Punkt 1), aber der Grund ist meiner Meinung nach nicht unter, sondern über Wasser zu suchen ...

auf, dass niemand auf einen bleiabwurf angewiesen ist,
Hardy
Antwort von @ndreas Registriertes Mitglied am 08.05.2004 - 00:08
@ whaleshark
\~/ Prost, auch jederzeit gerne mit frischgepresstem O-Saft

@ Hardy

Vielen Dank für Deine Beispiele. Es lassen sich sicher auch noch mehr finden. An diese oder ähnliche Situationen habe ich auch gedacht. Deshalb denke ich ja auch über ein Bleisystem nach, dass mehrere Vorteile vereint:

1. guter Sitz und bequeme Trageeigenschaften (wie Hosenträger oder Bleiintegration im Jacket je nach Figur, Größe etc. des Tauchers)

2.größeres Maß an Sicherheit vor versehentlichem Bleiverlust (teilweise erreichbar durch Verteilung des Bleis auf verschiedene "Behälter", da dies das Risiko vermindert, sämtliches Blei auf einmal zu verlieren).

3. jederzeitige einfache Möglichkeit des beabsichtigten Bleiabwurfs (wie beim Bleigurt), durch den Taucher, seinen Buddy oder einen eventuellen Retter.

Hier sind die Bastler gefragt (Ich bin leider keiner)

Ohne eine solche Kombiniation bleibt m.E. auf die Frage von saschuetz nur die folgende (sicher - mit Rücksicht auf die bisherigen Beiträge - etwas generelle) Antwort:

@ saschuetz

Es gibt Situationen in denen ein unbeabsichtigter Bleiverlust tragische Folgen haben kann. Das Risiko steigt generell mit der Tiefe des Tauchgangs und dem Schwierigkeitsgrad der Tauchbedingungen. Es lässt sich durch eine gute Tauchgangplanung einschließlich einer vorsichtigen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten (und der Fähigkeiten des Buddys) sowie durch eine sorgfältige Bemessung der notwendigen Bleimenge (z.B. bei vorherigen Tauchgängen in geringerer Tiefe) deutlich verringern aber nicht völlig ausschließen. Es gibt Notmaßnahmen, die auch noch bei unbeabsichtigtem Verlust einer erheblichen Bleimenge helfen können (Diese wurden bereits beschrieben). Solche Maßnahmen kannst Du allein oder mit Hilfe Deines Buddys ergreifen - am besten ist eine Kombination. Überlegungen zu eventuellen Notmaßnahmen vor Tauchgangsbeginn und gelegentliche Übungen (soweit gefahrlos möglich) helfen Dir, in einer Notsituation richtig zu handeln. Notmaßnahmen sind aber nicht in jeder Situation möglich und werden vielleicht auch nicht ausreichen, um (möglicherweise gravierende) Schäden durch einen zu schnellen Aufstieg sicher zu verhindern. Angst ist kein guter Ratgeber, aber es schadet nicht, wenn Du Dir dieses Restrisikos bewußt bist.

Dank für Deine intessante Frage. Ich denke, dass die Diskussion sinnvoll ist und hoffe, dass sie Dir (trotz einiger Abwege, zu denen auch ich mich habe hinreissen lassen) einige Anregungen geben kann. Mehr sollte man hier auch nicht erwarten.

Schönen Gruß

@ndreas

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