@Dunkelhut:
Pauschaliere ist immer schlecht. (War das jetzt auch eine Pauschalaussage?

)
Wie immer kommt es auf den einzelnen Tauchlehrer an, nicht auf die Organisation, der er angehöhrt.
Allerings ist fest zu stellen, dass in den amerikanisch Geprägten Unternehmen SSI und PADI die amerikanische Denke durchkommt: Es wird so gelehrt, wie bei McDonalds der Kaffee ausgeschenkt wird: Vorsicht - heißer Inhalt. Das denken wird einem "abgenommen" bzw. man wird nicht dazu animiert Dinge zu hinterfragen.
Dinge, die lange Jahre beim Tauchen einfach selbsverständlich waren, werden unter dem Deckmantel der Gefährlichkeit ausgeklammert. (Beispiel Dekotauchen)
Dinge werden einfach unreflektiert als "Wahrheit" übernommen. (z.B. Aufsteigsgeschwindigkeit 18m/min - das kommt schlicht von der Leistungsfähigkeit einer Seilwinde aus der Zeit des Helmtauchens und nicht durch medizinisch fundierte Untersuchungen).
Menschen, die dann nur "the american way of diving" kennengelernt haben, stehen dann mit Unverständniss denen gegenüber, die schon etwas länger tauchen und diesen Sport etwas reflektierter Betreiben als auf dem etwas oberflächlichen Niveau des "Recreational Diving".
Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden, keine Frage. Allerdings stösst vielen halt sauer auf, dass durch diese "Verflachung" des Wissens Regeln auch für all diejenigen entstehen, die es besser wissen und auch können.
Dann kommt es auch zu so obskuren Situationen, dass ein "Divemaster" mit vielleicht 200-300TG einem Taucher, der seit Jahren taucht (>1000TG) erzählen will, warum er sich denn an die Nullzeit halten soll und warum Dekotauchen gefährlich sei.
Ich selbst kann das als leidenschaftlicher Bodenseetaucher schon hier immer wieder beobachten, das Dinge unreflektiert übernommen werden und dann in Ihrer Losgelöstheit aus dem Kontext einfach nur falsch sind.
Die zunehmende Kommerzielisierung des Tauchsportes (die nicht nur durch PADI und SSI vorangetrieben wird, der VDST und CMAS sind da mittlerweile auch ganz vorne mit dabei) unterstützt eben diese Trends. Leider.
Es ist prinzipiell nichts dagegen ein zu wenden, dass Leute gutes Geld mit der Tauchausbildung verdienen. Aber dann sollte auch eine gute Ausbildung dabei herauskommen - und keine "Tauchausbildung light", die gerademal verhindert, dass die Leute nicht ersaufen.
Um jetzt die Kurve wieder zu kriegen: Bei vielen Vorteilen, die PADI sicherlich hat ist die Art und Weise, wie zum Teil (nicht generell) ausgebildet wird für mich nicht in Ordnung.
Nochmals in aller Deutlichkeit: Es kommt auf den Ausbilder an, wie die Qualität der Ausbildung ist und ich will sicherlich keinem eine Vorschrift daraus drehen, wo und wie er sich taucherisch (aus) zu bilden hat.
Ich bekomem aber dann einen Groll, wenn nachweislich unreflektiertes Wissen dazu führt anderen, umfassender ausgebildeten und erfahrenen Tauchern, Vorschriften zu machen, die aus unreflektiertem Wissen entstehen.
Deswegen mein Schluss: Ja, das IM ist in einigen Dingen durchaus einer Überarbeitung wert.
So, jetzt entfernt es sich aber deutlich von der Anfrage es OP.
Just My 2 Cents.
Martin.