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Wie kann es sein das Taucher vergessen werden???
Abgesandt von Puck Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 12:39:

Hallo wie kann es sein das Taucher wie im Film Open Water vergessen werden?????



Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 12:58
Auf Tagesbooten mit täglich wechselnden Gästen wenn man keine Liste führt oder sonstige Kontrolle ausübt und ein Pärchen einmalig dabei ist, das keiner kennt etc. pp. .... tja ....
Antwort von Plattfisch Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 12:59
Durch Fehler, Missverständnisse, Absicht, Dummheit, Versehen, Fahrlässigkeit, Leichtfertigkeit, Oberflächlichkeit, Flatterhaftigkeit, Unachtsamkeit, Gedankenlosigkeit, Geistlosigkeit, Denkfaulheit, Gleichgültigkeit, Irrtümer, Fehlschlüsse, Verwechslungen, Irrigkeit,.....
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 12:59
Durch Schlamperei.

Je mehr taucher an Bord sind, desto wichtiger ist eine Liste, auf der man sich ein- und wieder austrägt, wenn man tauchen geht.
Ich behaupte, dass ein verantwortungsvoller Anbieter hier peinlich hinterher ist.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 13:19
Doris: ... letztes Jahr hab ich mal ne neue Variante kennengelernt: da bekam jeder Gast einen Karabiner mit Nummer ans Jacket und es wurde jeweils diese Nummer und die Einstiegszeit, bei Rückkehr wiederum Zeit, Restdruck und getauchte Tiefe festgehalten. Eine richtig gründliche Buchhaltung, aber echt nicht schlecht.
Antwort von Mich vergisst man nicht! am 04.06.2008 - 13:23
Desinteresse und "Feierabend, wenn im Hafen"!
Antwort von x344 Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 13:30
Hi!
Ein Tipp: Direkt nach dem man an Bord ist, mit der Crew "gutstellen". Soll heißen ein wenig mit denen schwätzen usw. Dann prägt sich das Gesicht des geneigten Tauchers ein und die Chance vergessen zu werden ist deutlich kleiner.
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 13:51
x344, darauf würde ich mich nicht verlassen
Antwort von x344 Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 14:22
Hi Doris!

Ist richtig, verlassen würde ich mich darauf auch nicht, die Chance ist aber allemal besser (nicht vergessen zu werden meine ich)

Alex
Antwort von Tobleronebrevetverteilerin Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 15:17
Alex
das funktioniert solange es nicht alle tun. Sonst ist ja wieder jeder der "geneigte" Taucher

Vielleicht kann man das Risiko mindern indem man sich halt Basen aussucht, welche die Boote nicht überfüllen. Meistens ist auf diesen Booten dann die Stimmung eh besser und die Guides und Crew sind auch weniger überlastet und haben mehr Zeit für die Gäste
Antwort von johansi Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 15:32
Meine Frau und ich wurden `mal am Riff zurück gelassen, weil der Guide nur von unten auf das Sonnendeck die Namen der Gäste gerufen hat und eine Taucherin mit großer Klappe einfach gleich bei mehreren Namen "Hier" gerufen hat. Und der Guide nur auf Hör- aber keinen Sichtkontakt beim Abhaken der Liste ging.
Antwort von jhds Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 15:33
Hi Puck

Die sicherste Variante um nicht vergessen zu werden sind kurze Tauchgänge 20-30 Minuten wer länger taucht ist selber schuld und mit mindestens 50 bar auftauchen.

Aber mal im Ernst wir hatten das Problem auch schon mal in Sharm el Sheik . Beim Auftauchen sahen wir das Schiff wegfahren mulmiges Gefühl glücklicher Weise haben unsere Kids nach kurzer Zeit die Guides darauf aufmerksam gemacht, dass wir noch im Wasser waren und das Boot drehte um, um uns an Bord zu nehmen. Beim nachfolgenden Gespräch wurde uns der Vorwurf gemacht wie man denn einen 75 Minütigen TG machen könne. Meine Antwort war: In dem man nicht soviel Luft verbraucht. Wir meldeten den Vorfall und beschwerten uns darüber in der Basis. Am nächsten Tag waren neue Guides auf dem Boot und man sagte uns man hätte sich von den verantwortlichen des Vortages getrennt.

Hoffe das niemand in so eine Situation kommt

Jens
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 15:36
@johansi,

ich kenne es so, dass sich die Taucher selber Eintragen, wenn sie einen TG beginnen und wenn sie aus dem Wasser komen streichen sie sich selber wieder aus.
Die Reife der Mittaucher vorausgesetzt heißt das, dass das Boot erst dann fährt, wenn alle Taucher ausgestrichen sind.
Und wer es vergisst ist eine Runde Getränk für alle schuldig.
Antwort von gunther Moderator am 04.06.2008 - 15:57
@Doris
das ist die einzig wahre Lösung.
Mich hat ein Guide schon mal aus der Liste Gestrichen weil er mich einfach verwechselt hat mit einem Gast der gar nicht Tauchen war, sondern aus der Dusche gekommen ist....
Es ist nur aufgefallen weil mein Buddy fehlte....

Einzig sicher Lösung, mit der hübschesten Frau Tauchen, da erinnern sich speziell in Ägypten die ganze Crew dran, ohne sie fahren die nie mal los
Antwort von Stefan M. Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 16:00
@ Doris

das habe ich auch schon so erlebt, war eine nette Sauferei am Abend, unter 4 Runden ging das nie aus und das auf nüchternen Magen vor dem Abendessen

Stefan
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 16:00
x344: "gutstellen/ schwätzen..." -> na denn besser vom Guide 100USD punpen oder seine Lampe mitnehmen ... DER vergisst dich nicht/ lässt dich nicht zurück
Antwort von Frank Z. Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 17:23
Das Kontrollsystem, welches ich mal auf den Malediven kennenlernte, mit Namenliste der Taucher und nach dem Tauchgang Flaschenrestdruck eintragen (was Blödsinn ist) und persönlich unterschreiben, erschien mir eine sichere Lösung gegen das Vergessen.
Antwort von johansi Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 18:07
@Doris

Habe ich so leider noch nie erlebt. Und wir waren in den letzten vier Jahren sieben Mal am Roten Meer auf Booten tauchen. Auf den Malediven wurde auch nur vom Guide abgehakt.

Aber eine gute Lösung!
Antwort von deeperdiver am 04.06.2008 - 18:21
@Doris:
"Die Reife der Mittaucher vorausgesetzt"
So ganz perfekt also auch nicht.

@shuttle:
"Karabiner mit Nummer ans Jacket"
Perfekt.

Oder RFID.
Hier klicken
Antwort von Outdoor Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 18:25
Ich glaube jedes System hat so seine Lücken bzw. steigt und fällt mit den Personen die es ausführen.

Noch ein paar nicht so ernstgemeinte Tipps dazu:

- Zünd- und Reserveschlüssel klauen
- Bootsschraube abmontieren
- Ruder blockieren (Kreisverkehr)

Gruss Norbert
Antwort von mikigrobi Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 21:37
Hey Puck schau mal im Forum Tauchunfälle, da findest Du bestimmt einige Berichte über solche vergessenen Taucher!

LG M.
Antwort von Puck Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 23:47
Aber sowas dürfte doch eigentlich nicht passieren
sowas muß doch auffallen wenn personen fehlen oder ned?
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 07:28
"Aber sowas dürfte doch eigentlich nicht passieren" -> ja klar, dürfte nicht, passiert aber immer wieder

"sowas muß doch auffallen wenn Personen fehlen oder ned?" -> wenn sich die Leute nicht kennen (überfüllte Tagesboote mit wechselnden Gästen), wem soll was auffallen? Aus diesem Grunde gibt es die dive-Roasters, Listen, Karabiner etc. pp. (siehe oben). Man ist gut beraten, beim Briefíng auf solchen Booten vor dem Tauchgang das Verfahren kurz anzusprechen.
Antwort von Outdoor Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 07:34
Das mit dem Karabiner finde ich eine sehr gute Idee. Aber was ist, wenn nachträglich 2 Taucher noch nach einer vom Schiff gefallenem Gegenstand suchen gehen. Wenn sich 20 Taucher und mehr auf dem Tauchschiff befinden, kann sowas schon noch übersehen werden. Klar liegt es an Ihnen sich beim Tauchleiter über Ihr Vorhaben zu Informieren aber........

Die letzte Sicherheit ist für mich das Durchzählen unabhängig von 2 Personen.

Gruss Norbert
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 07:48
"Die letzte Sicherheit ist für mich ..." ... nicht auf überfüllte Boote und zu Leuten, zu denen man keinen Bezug hat, zu gehen
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 08:41
@deeperdiver

mit "Die Reife der Mittaucher vorausgesetzt" habe ich gemeint, dass manche Menschen vermeintlich lustiges machen, ohne die Folgen zu überschauen, z.B. aus "Spaß" ein Buddyteam auszustreichen, dass noch nicht an Bord ist.
Antwort von Tobleronebrevetverteilerin Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 08:55
Shuttle
genau meine Meinung

Ein Mix der Lösungen von Doris und Schuttle könnte solchen "Spassvögeln" das Handwerk legen.

Tafel mit Nägel an die Wand. Jedes Buddy-Team erhält den Karabiner mit Nummer und muss nach dem TG, diesen wieder an die Tafel hängen. Solange ein Nagel leer ist, fährt das Boot nicht weg

Das einzige Risiko ist, dass man eben zu lange wartet. Sollte ein Buddyteam den Karabiner nicht aufhängen, kann man ja las Strafe die Dekobierrunde einsetzen
Antwort von workaholic Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 10:30
Tag Leute!

Hab den Film auch gesehn, und hab mich folgendes gefragt:
Wie fühlen sich die beiden, nach 10 min, 1 Std, 5 Std, usw.?
Wie würde ich mich fühlen, was würde ich machen, vor allem da ich den Film gesehen habe?
Muss eine gehörige psych. Belastung sein, oder?
Was will man da noch machen, ausser versuchen, ruhig zu bleiben und Kraft zu sparen?

Neugierige und schockierte Grüsse
Christian
Antwort von jackhead Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 10:55
Dass es immer wieder passiert scheint ja unstrittig.

Ich denke auch, dass das mit dem Karabiner/Nummer die wohl beste Lösung ist. Alles andere kann von "Witzbolden" mehr oder weniger leicht torpediert werden.

Mich würde mal mehr interessieren, wie häufig das passiert. Gibt es dazu Zahlen?
Antwort von Lukeleia Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 11:07
Aber es gibt noch andere Möglichkeiten der Selbstsicherung:

1. Jemanden beauftragen der am Anleger wartet. Kann dann sofort Alarm schlagen.

2. Nicht zu weit von der "Hauptgruppe" entfernen und wenn möglich Sichtkontakt aufrecht erhalten.

3. Wenn möglich in einer etwas größeren Gruppe tauchen. Das 4 oder gar 6 Personen vergessen werden ist eher unwahrscheinlich.

4. Mit einem Guide tauchen. Der kann einem dann ein paar Highlights zeigen. Ist für viele zwar "Uncool" aber sicher.
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 11:57
"Aber es gibt noch andere Möglichkeiten der Selbstsicherung:

1. Jemanden beauftragen der am Anleger wartet. Kann dann sofort Alarm schlagen."

Ja und dann? Man treibt da so lustig auf dem Meer rum, hat nix trinkbares dabei und hofft darauf, dass ein Hubschrauber einen findet.
Die Suche beginnt zwar früher, als hätte man niemandem was gesagt, aber ob man rechtzeitig gefunden wird ist nicht sicher.

"2. Nicht zu weit von der "Hauptgruppe" entfernen und wenn möglich Sichtkontakt aufrecht erhalten."

Selbst wenn man als Zweierteam direkt an der letzten Flosse der "Hauptgruppe" hängt wird kaum einer merken, wenn man weg ist. Für mich käme das aber eh nicht in Frage, da ich gerne fotografiere oder einfach nur schaue. Hauptgruppen haben aber i.d.R. eine viel zu hohe Tauchgeschwindigkeit und einen großen Luftverbrauch.

"3. Wenn möglich in einer etwas größeren Gruppe tauchen. Das 4 oder gar 6 Personen vergessen werden ist eher unwahrscheinlich."

Ebenfalls zu schnelle und zu kurze Tauchgänge.

"4. Mit einem Guide tauchen. Der kann einem dann ein paar Highlights zeigen. Ist für viele zwar "Uncool" aber sicher."

Mit oder ohne einen Guide zu tauchen hat nichts mit Coolness zu tun, genausowenig macht es einen Tauchgang sicherer/unsicherer und man sieht nehr/weniger.
Antwort von jackhead Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 12:42
Ist die Darstellung der Haiangriffe im Film eigentlich realistisch?

Was sind die echten Gefahren in der Situation und was sollte man dann beachten?
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 13:10
Ist die Darstellung der Haiangriffe im Film eigentlich realistisch?
Mir ist es zu reißerisch dargestellt, aber egal. Schau dir mal dieses Foto an:
"Hier klicken"
Als wir hier vom Boot abgetaucht sind, waren viele Haie da und sie kamen neugierig näher, teilweise bis an die Flossen, solange jemand an der Wasseroberfläche trieb. Tauchst du ab, und bist mitten unter/ zwischen ihnen, ist es eigentlich kein Problem, wie man hier sieht "Hier klicken" . Wir haben oft beobachtet, wie z.B. Schwarzspitzenhaie aus Neugierde in alles kurz reinbissen, was an der Wasseroberfläche schwamm.
Die Haie werden insbesondere angelockt, wenn man z.B. durch Schlagen auf das Wasser und "Zappeln" mit den Flossen Schallwellen verursacht. Das lockt sie an.

"Was sind die echten Gefahren in der Situation": Die Gefahren aus der o.g. Situation sind evtl. "Probebisse", die i.d.R. jedoch in die Flossen gehen.

"und was sollte man dann beachten? " -> ruhig bleiben (vor allem die Füße ruhig halten), zusammenbleiben (eine größere Masse bilden), die die Haie beobachten (Maske auflassen und nach unten schauen. Direkte Angriffe sind eigentlich weniger zu befürchten. Man kann einen Hai anschwimmen und er wird ausweichen (Beute haut ab, schwimmt nicht auf einen zu), man kann ihn vorsichtig und ruhig, sollte es zu eng werden, wegschieben. Haie sind keine Bestien sondern ganz normale (Wild-) Tiere, mit denen man sich (vorsichtig) auseinandersetzen kann und deren Reaktion durchaus kalkulierbar ist. So wie die eines Hundes, da gilt das gleiche: wegrennen bringt nichts und verschärft die (Re-) Aktion des Tieres, sich ruhig verhalten und sich Respekt "verschaffen" deeskaliert die Situation.
Antwort von RichiH Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 15:56
Namensschilder mit Klettband zum Ab-/Anmelden sind gut.
Karabiner mit Nummer am Jacket & Buchfuehrung durch Crew hatte ich noch nie, das ist aber ne feine Sache.

Was aber auch super hilft ist eine feste Flaschenanzahl. Fehlt ne Flasche fehlt ein Taucher.

Dass man bei Apnoe/Schnorcheln/Schwimmen oder `ich hol mir meine Lampe zurueck` extra aufpassen muss ist klar. Je nachdem wie oft das auf einem Boot vorkommt muessen die sich halt daran anpassen.
Antwort von phuket Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 16:47
Also wir machens im Teamwork also sozusagen doppelter Boden.
Generell verantwortlich ist der Tourleader. Wen der nicht zum Captain geht (und zwar nur der) und sagt es sind alle da dann wird auch nicht weggefahren.
Kein Guide oder Bootsboy oder Gast macht irgend eine Veränderung oder Haken auf der Anwesenheitsliste (Whiteboard) sondern nur der Tourleader. Die Guides melden ob ihre Gruppen komplett sind beim Tourleader. Wenn z.b. ein Buddyteam länger bleibt und der Guide mit dem 1. Budyteam nach oben ging dann bleibt der Guide so lange auf dem Tauchdeck bis auch der Rest seiner Gruppe auf dem Boot ist (was er dann wiederum dem Tourleader mitteilt). Nichtgeguidete Gruppen melden sich ebenfalls beim Tourleader (und nur bei dem) zurück und das Selbe gilt wenn Schnorchler unterwegs sind, auf die allerdings die Bootsboys und der Captain immer zusätzlich ein Auge haben.
Gruppen nicht größer als 4+1 und die Gruppen sitzen zusammen und bauen nicht Kreuz und Quer auf dem Tauchdeck auf. Somit wirds übersichtlicher und wenn dann die Guides auch noch mehrere Tage mit ihren Gästen tauchen dann ist auch noch mehr Bezug da.

Trotzdem darf man nicht schludern und wenns einmal so und einmal so gemacht wird dann passieren halt Fehler. Lustig ist wenn jemand aufs Boot will (ohne Notfall) obwohl er von einem ganz anderem Boot kommt oder wenn wir Driftdives machen und Fremde wollen aufgegriffen werden und wenn man sie dann fragt mit welchen Boot / Companie sie rausgefahren sind dann wissen sie es nicht

Wir kennen halt unsere Gäste und zählen nicht nur ob alle Flaschen an Bord sind.

Grüße aus Phuket

Stephan
Antwort von Schaffel Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 17:03
Ein Guide, der seinen Job ernst nimmt, wird niemals ohne alle Taucher das Signal zum abfahren geben. Insofern sind so gut wie alle solche Vorfälle entweder durch Schlamperei des Guides oder extremer Unvorsichtigkeit der Taucher (z.B. "nochmal schnell ins Wasser") verursacht.

Eine schöne Lösung ist das Enos-System, das in Ägypten meines Wissens nach nur auf der Seven Seas eingesetzt wird. Mit Hilfe dieses System, einem Sender der beim Tauchgang mitgeführt wird, kann die Crew jeden Taucher an der Wasseroberfläche orten. Ein Zurücklassen oder Verlieren des Tauchers ist so nicht möglich.
Dieses System ist zwar nicht billig, aber es macht sicherheitstechnisch einen enormen Unterschied aus. Und ob sich so ein System durchsetzt, hängt von Angebot und Nachfrage ab......
Leider sind viele Taucher bereit, bei der Sicherheit zu sparen!
LG Schaffel
Antwort von RichiH Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 18:51
phuket: Dein System setzt viele Guides vorraus, ist aber auch gut

Schaffel: Enos funktioniert (nur?) unter Wasser. Sonst stimmts. Es gibt auch irgend nen neuen Computer, der mit seinen Bruedern und dem Bootssender reden kann. Hoffen wir mal, dass sich da ein Standard durchsetzt und nicht alle Hersteller was Eigenes fahren um noch mehr Geld aus den Kunden zu lutschen..
Antwort von phuket Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 19:20
RichiH
sag ich doch, max.4+1 und die Guides kennen Ihre Gäste auch spätestens nach dem 1. Tauchtag. Da wird halt nicht gespart auf Kosten der Sicherheit.

Hab gehört daß in Ägypten die Guideanzahl pro Boot limitiert wurde???
Weniger Guides heißt mehr Platz für Gaste an Bord.
Unser Slogan heißt: "mit Sicherheit mehr Spass" und nicht Mit Sicherheit mehr Taucher.

Billig ist Billig und Preiswert ist Preiswert.

Grüße aus Phuket

Stephan
(der bei den gelben arbeitet) für Insider
Antwort von Lukeleia Registriertes Mitglied am 05.06.2008 - 23:44
Sag mal Doris, schreibst Du nur einfach oder liest Du dir deine Antworten auch mal durch?

Ich habe aufgezählt was man zur Eigensicherung machen kann. Als egoistischer Taucher kommt davon natürlich nichts in Frage.

Wie man allerdings verloren gehen kann wenn man die ganze Zeit hinter der Hauptgruppe hertaucht ist mir schleierhaft. Aber sicher kannst Du mir das erklären.

Und es ist auch ne Frechheit, wie einige Taucher mit nem hohen Luftverbrauch es wagen können ausgerechnet mit dir auf einem Boot zu sein.

Und die Guides kennen natürlich nicht die Tauchplätze und können einem somit auch nichts Interessantes zeigen. Und jedes Jahr gehen viele Guides auf Tagestouren verloren.
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.06.2008 - 12:56
@lukeleia
i.d.R. lese ich, bevor ich antworte

Hinterhertauchen heißt für mich nicht, dass die Voraustauchenden der nachfolgenden undbedingt bewußt sind.

Der Luftverbrauch des Einzelnen ist mit egal, nur, wenn ich viel Geld für einen Tauchurlaub hinblättere frage ich VORHER nach Tauchzeitbeschränkungen. Sind die unter einer Stunde buche ich woanders. Wenn ich nach einer Stunde hochkomme möchte ich dafür aber gerne das boot noch dort liegen haben, wo es ausgemacht war.
Verstehst Du das?

Und zu den Guides: mag sein, dass die Zeug sehen, das kann man aber auch selber finden. Und wenn man daran seinen Spaß hat muss man sich doch nicht alles vorkauen lassen, oder?

Ich frage solche Sachen im Vorfeld eines Urlaubes an, findest Du es verkehrt, dass ich dann darauf bestehe, wenn nicht andere Widrigkeiten eine Umplanung notwendig machen?
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 11.06.2008 - 09:25
Ich habe gerade etwas im internationalen Unfallforum gelesen, dass zur Frage passt, wie man verloren gehen kann, wenn man der Hauptgruppe hinterhertaucht.
Egal ob es sein kann oder nicht, es passiert halt immer wieder
"
Ein 49-jähriger Mann aus St. Florian bei Linz ist bei einem Tauchgang in Ägypten verschwunden. Das Unglück ereignete sich bereits zu Pfingsten - aber bis heute gibt es keine Spur von dem Oberösterreicher.

Es geschah bei einem Tauchgang bei Sharm el-Sheikh bei einem geführten Tauchgang. Dabei bildete der Mann das Schlusslicht. Als sich die Gruppe nach ihm umsah, war er aber plötzlich verschwunden.

Die Gruppe befand sich in nur 30 Metern Tiefe, die Strömung war minimal. Für den erfahrenen Taucher hätte dies also kein Problem darstellen dürfen.

Quelle: ORF OÖ"
Antwort von Lukeleia Registriertes Mitglied am 11.06.2008 - 10:27
Das gehört dann aber eher zur Gruppe "Unfall" als zum "Verlorengehen", denn ich geh mal davon aus, dass die Gruppe den Taucher gesucht hat und nicht einfach den Tauchplatz verlassen hat.

Wenn man Angst hat am Tauchplatz vergessen zu werden, ist es trotzdem am Sichersten bei der Hauptgruppe zu bleiben. Denn dann hat man es selbst in der Hand.

Dass dabei trotzdem ein Unfall passieren kann, liegt wohl auf der Hand. Sei es durch Krankheit, fehlende Tarierungskontrolle, Stickstoffnarkose, usw.

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