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Wie schliesst man Flaschenventile richtig Abgesandt von Valve1234 am 03.04.2007 - 06:54:
Ich habe eine 12 L Aluflasche mit Sherwood Int Ventil. Vor ca. einem halben Jahr hatte ich die Flasche selber gereinigt und wieder geschlossen. Jetzt ist mir aufgefallen das zwischen dem Ventil und dem Flaschenhals kleine Luftblaeschen aufsteigen. Ich weiss das zwischen 2 unterschiedlichen Metallen im Salzwasser Strom durchlaeuft und es zu Koridierungen kommen kann ABER wie schliesse ich das Ventil richtig damit soetwas nicht mehr so schnell passiert?
Ich bitte um Tips wie man die Gewindegaenge reinigt und wie man die Flasche am besten wieder mit dem Ventil zusammenschraubt.
Danke fuer eure Hilfe.
Antwort von wrack-uli am 03.04.2007 - 08:07 Hast du eine "neue" Dichtungsscheibe dazwischen?
Antwort von scuba62 am 03.04.2007 - 08:07 Hallo valve,
ist es eine Flaschen mit metrischen M25 Gewinde?
Da sind einige Kombinationen (Flasche, Ventil) möglich die nicht ganz so gesund sind.
Grundsätzlich hört es sich nach einem verdreckten/defekten O-Ring an, aber ne unpassente Ventil/Dichtsitz/Gewinde Kombination ist auch möglich.
Gruß
scuba62
Antwort von Tümpi am 03.04.2007 - 10:39 Da die ganze Sache sehr gefährlich werden kann würde ich in ein Fachgeschäft gehen und dort Ventil und Flasche ordentlich montieren lassen. Mit dem richtigen Drehmoment. Und vor allem erst mal überprüfen lassen, ob das Ventil zur Flasche passt.
Antwort von scuba62 am 03.04.2007 - 10:48 Ich schliesse mich mal Tümpi an.
Wenn der Verdacht besteht das hier ne nicht passende Kombination zusammengeschraubt wurde, ein INT-Ventil deutet schon ein wenig auf zöllig hin, als erstes ganz vorsichtig die Luft ablassen...
Gruß
scuba62
Antwort von Hhugo am 03.04.2007 - 11:31 Valve1234, ohne dir zu nahe treten zu wollen: du scheinst keine grosse Ahnung von Ventilen zu haben. In so einem Fall solltest du die Finger davon lassen, es kann tödlich enden. Die Undichtigkeit ist vermutlich bedingt durch den alten, verschlissenen O-Ring. Eine Dichtungsscheibe, wie der Wrack-Uli es schreibt, gibt es an dieser Stelle nicht. Oder das Ventil wurde zu wenig stark angezogen und damit der O-Ring ungenügend gepresst, hier würde es dann bereits lebensgefährlich. Oder du hast einen falschen O-Ring eingeseztz, es gibt verschiedene Normierungen.
Die Gefahr einer Gewinde-Verwechslung besteht latent, hier hat die deutsche Normierungswut mit dem zwanghaften Drang hin zu metrischen Gewinden schon ein paar Leben gekostet. Bei einer Gewindeverwechslung ist allerdings nicht die Undichtigkeit das Problem (meist ist es dicht), sondern die Tatsache, dass das Ventil ca. 200 bar hält. Es kann also jahrelang halten und plötzlich knallen.
Antwort von hket am 03.04.2007 - 12:40 zwischen nicht ganz dicht und lebensgefährlich ist Gott sei Dank ein recht grosser Spielraum.
Bei konischen Gewinden ist das leichter möglich (Dichtband / Drehmoment) als bei metrischen mit O-Ring.
Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man wirklich zum Shop gehen, das dürfte auch billig zu prüfen / beheben sein.
Helmut
Antwort von valve1234 am 03.04.2007 - 13:28 An alle
Das war ein brandneuer Tank also muss die Konfiguration von Haus aus gestimmt haben. Da ist also nix mit konischem Gewinde oder Dichtscheibe. Es kann sein das ich das Ventil wirklich nicht fest genug angezogen habe. Ich habe einfach das Ventil mit neuem O-Ring eingeschraubt und dann 2 mal mit einem Plastikhammer auf den Griff gehauen. Viele Leute sagten das reicht. Ist es wirklich notwendig immer den O-Ring auszutauschen selbst wenn dieser noch wie neu aussieht?
Wenn ich das Ventil zu fest anziehe bekomme ich es spaeter ja gar nicht mehr auf. Sollte ich den Flaschenhals (zwischen Flasche und Gewinde) ein wenig anschleifen um die kalkartigen Rueckstaende zu entfernen?
Danke jedenfalls fuer alle Antworten......
Antwort von Tümpi am 03.04.2007 - 14:46 Wo kommen denn die kalkartigen Rückstände her, wenn das ein brandneuer Tank war? Auch bei neuen Tanks kann ein falsches Ventil eingebaut gewesen sein. Es gibt amerikanische Ventile, die passen rein äußerlich ins Gewinde, bis irgendwann mal das Gewinde rausfliegt. Geh zu einem Fachmann.
Antwort von Hhugo am 03.04.2007 - 15:17 hket: wenn nicht dicht, weil zu wenig angezogen, ist es lebensgefährlich, auch bei zyl. Ventilen. Das Ventil kann sich unter Druck durch einen Schlag drehen, das Gewinde beginnt zu fressen und kann im schlimmsten Fall raus hauen: tödlich.
Valve1234: du berichtest von zahlreichen Fehlern, die du begangen hast: unkontrolliertes Anziehen (kein Drehmomentschlüssel), Schlag auf den Griff (kann dir den Mechanismus zerstören), Hals nicht gereinigt, Herkunft der Rückstände nicht geklärt, vermutlich zu wenig fest angezogen (Angst, es nicht mehr auf zu kriegen). Der O-Ring sieht nach 3 Tagen nicht mehr aus wie neu, er ist stark verformt.
Valve, geh bitte zu einem Profi.
Antwort von Massi am 03.04.2007 - 15:21 Also ich hab mir neue Flaschen gekauft, natuerlich unbefuellt und dann bei meinem Shop umme Ecke wurd eine Erstinbetriebnahme durchgefuehrt, ich bat in dem Rahmen drum doch ma eben das Ventil abzuschrauben damit ich reingucken kann (ob auch wirklich der Mikrofilter drin ist ) und dann sollte das Ventil drauf, auch er macht bei der neuen Flasche nen neuen Oring drauf, valve. Und dann das anziehen natuerlich mit Drehmoment.
Schoenste an der Sache da ich gern bei meinem Haendler umme Ecke einkaufe und denke ich guter Kunde bin, war diese Aktion sogar kostenlos.
Dementsprechend frag doch einfach ma beim Haendler "umme Ecke" an, was sie fuer die erstinbetriebnahme haben wollen, lass dir nen neuen O-Ring verpassen, lass dass Ventil vernueftig anziehen und erfreu dich am tauchen mit deinen eigenen neuen Flaschen Ohne unter Wasser die ganze Zeit den Gedanken im Kopf haben zu müssen " Hab ich vielleicht was falsch gemacht beim schrauben, und fliegt mir vielleicht gleich die Flasche um die Ohren" ... ;)
Nachdem es mir fast die Ausgen raus haut, wie viele da ueber Krassheiten hinweg lesen und irgendwelche Tipps geben, muss ich auch was dazu sagen. Massi scheint einer der kompetentesten hier zu sein.
Zuerst einmal: Nachdem Du offensichtlich keine rechte Ahnung von der Materie hast, lies Dir die Sachen hier durch und mache es mit einem Experten. Ein paar grundlegende Sachen aber erst einmal:
- je nach Flaschenausfuehrung gibt es verschiedene Gewinde und Dichtungskonstruktionen. Die "beste" und meist verwendetste ist jene mit einer Sekung am Flaschenhals. Der O-Ring liegt innen an einer Nut am Ventil an. Diese Konstruktion ist selbstdichtend durch den Druck (wenn der richtige O-Ring-Material,Haerte,Abmessungen, kein Dreck drin und handwarm angezogen). Letzteres heisst nicht, dass das die Norm ist, aber wie auch beim Anschluss der 1. Stufe an das Flaschenventil reicht handwarm. Norm ist aber je nach Gewinde im Bereich 80Nm. Problem: Viele Flaschenventile haben keinen Sechskant/Zweiflach und benoetigen Spezialwerkzeuge. Dazu kommt, dass Du 80Nm nicht einfach gegengehalten bekommst. Kannst ja mal probieren 8kg an einem 1m langen Stab zu halten... no way.
Ganz anderer wichtiger Aspekt ist die Stelle der Undichtigkeit. Tod fuer Flaschen sind in der Regel Gewindefehler. Das kann ggf. auch bei einer neuen Flasche sein, wenn der Hersteller sehr schlampig arbeitet, bzw. das Gewinde wurde beschaedigt/deformiert... das sind ganz feine Haarrisse die Du nicht wirklich erkennen kannst. Es gibt stark kriechende, fluoreszierende Sprays, die man aufspruehen kann, ein paar Stunden einwirken lassen kann, abwischen und dann mit Schwarzlicht drauf. Dann wird der Riss sichtbar. Gerade die Aluflaschen sind EXTREM anfaellig am Gewinde (die ueblichen Aluflaschen Legierungen haben eine geringere Festigkeit als die Stahlkollegen). Bei der Wandstaerke kann man das kompensieren. Ein Gewinde kann man nicht dicker machen... soll ja schliesslich normkonform sein.
Ganz andere Sache: Mit dem Hammer auf das Handrad schlagen ist mit der groesste Wahnsinn. Wenn ich die Vorderachse am Auto zerlege, dann dresche ich auch auf die Bremsscheibe um den Achsschenkel vom Tragelenk zu loesen. Falls Du keine Ahnung davon hast, ein Seitenschlag im Bereich kleiner 0,1mm laesst Deinen Wagen beim Bremsen auf der Autobahn gut schuetteln...
Weil es mir keine Ruhe laesst habe ich mal gegoogelt was es zu Flaschen gibt. Hab ein Aircon (Ventilhersteller) Seminar gefunden. Das sollte Dir etwas Verstaendnis naeher bringen:
Hier klicken
Ich habe mit INT Ventilen nur Anwenderseitig Erfahrung, nicht im Service. Denke diese Ventile muessen einen Zeiflach oder 6-Kant haben, denn die Variente Buegel anschrauben und darueber Drehmoment aufbringen waere aehnlich krank wie ueber das Handrad und die duenne Spindel.
Schnapp Dir also einen Fachmann und mach es zusammen. Ich vermute aber einen Gewindedefekt oder einen falschen/alten/unsaubren O-RIng und entsprechend auch die Dichtflaeche an der Flasche.
Dass es ein Ventil komplett rausschiesst halte ich wiederum, wenn nicht wirklich ein seltsames, halbwegs passendes, aber doch zu kleines Gewinde am Ventil verbaut ist fuer unwahrscheinlich. 3 Gewindegaenge tragen bei normalem ST37 Stahl die max. moegliche Last. Bei Alu braucht es dementsprechend mehr als 3 Gewindegaenge, aufgrund der geringeren spez. Festigkeit. In der Hinsicht sind die Flaschengewinde aber eh ueberdimensioniert.
Also, lass einen Fachmann das beurteilen und lern dabei. Dann weisst Du das naechste mal mehr...
Ciao,
Peter
Antwort von Petrosini am 10.04.2007 - 05:30 Weil ichs gerade bemerkt habe, sorry fuer die Tippfehler und nich Massi sondern hHugo hat die vernuenftigste/kompetenteste Antwort in meinen Aufgen gegeben. Und nochmal (weil es sich ggf. nicht klar ergibt aus meinem Text). Handwarm angezogenes Vetil und 200bar wirken mit dem O-Ring (der sich in die Dichtflaeche drueckt ueber den Flaschendruck) selbstdichten. Auch ist dann die Reibkraft auf dem Wirkradius so gross, dass die Flasche nicht mit Handmitteln aufzubekommen waere. Bei geringem Flaschendruck ist das naterulich anders, wenn auch laenger als gedacht ungefaehrlich, aber ganz klar, das Teil muss normgerecht angezogen sein wenn man extern Kraefte einwirken.
Noch was zu DIN Ventilen: Dort behelfen sich Viele mit M25x1,5 Rundstahl STuecken (ca. 25cm). Also wie das Ende der 1. Stufe auf den Rundstahl gedreht, eingeschraubt bis es buendig anliegt und dann mit einem Kunststoffhammer das Traegheitsmoment der Flasche nutzen um sie zu oeffnen. Das ist der Notbehelf an einem DIN Ventil. Flasche in einer Klemmvorrichtung mit gummierten Schnellen spannen ist die sinnvollere Variante. Viele Shops haben eh gar keinen Drehmomentschluessel, da die guensten 0815 Zoll Vierkant Schluessel nichts bringen. Braucht teure Dremos mit steckbaren Gabelaufsaetzen. Die kosten gut Asche. Wenn Du einen passenden Gabel/Ringschluessel hast, dann nimm eine Federwaage die rund 20kg ab kann und miss den Hebel des Schluessels vom Ringzentrum bis zum Ventilzentrum. Schaetze in dem Format sind es rund 35 cm. Also 80 Nm/0,35m= ca. 225N/9,81 m/s2 = ca. 23 kg.
Haeng das Ende in den Ring ein und zieh so lange bis Du grob Deine 20/23 kg hast. Bei 20kg hast Du rund 70Nm, reicht auch! Aber wieso schreibe ich das. Das sind ja absolute Dschungelmethoden... Aber was soll`s. Besser eine grobe Referenz wenn man moechte, als totaler Pfusch oder stumpf drauf los dreschen.
Aedert nichts an meiner Empfehlung: Ziehe eine Profi mit zu Rat! (und Tat)
cu
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