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Wie viele Umdrehungen für das Öffnen des Flaschenventils sind nötig
Abgesandt von Roland am 12.09.2003 - 15:10:

Hallo Tauchgemeide!

Ja, ich weiß ich weiß *grins* ich habs auch gelernt..... immer ganz auf und dann eine halbe Umdrehung wieder zu!
Aber jetzt mal Ehrlich macht es wirklich einen Sinn das Ventil so weit aufzudrehn???

Hintergrund der Frage ist der:
Bei einem vereiser (1. Stufe) muß der Buddy das Ventil ja so schnell wie möglich zudrehn.
Wir (ich und Buddy) haben das das öffteren geübt und festgestellt das man dazu bei dunkelheit (nur mit Lampe)und dicken Trockenhandschuhen ca. 15sec. dauert.
Wenn das Ventli jetzt "nur" 3 Umdrehungen auf währe, gings natürlich viel schneller.

Vielen Dank schon mal für die Antworten.

Gruß, Roland.



Antwort von Weltverbandsvorsitzender am 12.09.2003 - 15:16
bei einer 1/4 Umdrehung auf, wirds bei 18 Metern sehr eng.
Antwort von Jörg am 12.09.2003 - 15:43
Ohne Worte!!!!
Zu solchen Frage fälltmir nichts mehr ein!
Antwort von Roland am 12.09.2003 - 15:55
@Jörg,

genau wegen solcher Typen wie du, traut sich kein Anfänger mehr eine Frage zu stellen.

Wenn dir schon nichts mehr einfällt, dann schreib es doch erst gar nicht!
Antwort von philipp am 12.09.2003 - 16:05
Hi Roland,

hab auch schon mal die Meinung gehört, man solle die Flasche gleich ganz aufdrehen, damit auch ein unerfahrener Buddy unter Streß sofort merkt, dass es nur noch in eine Richtung zu drehen geht - und es damit nicht zu Verwechslungen kommen kann.
Antwort von Weltverbandsvorsitzender am 12.09.2003 - 16:10
Alle ausser Jörg.

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Antwort von Neptun am 12.09.2003 - 17:31
Aha. Ich habe den Bericht vom Weltverbandsvorsitzenden gelesen. Was heißt das nun? Das 1/8 zu wenig auf ist? Ok.

Aber wie weit auf ist genug? Die Frage von Roland war doch, ob es genügt, das Ventil zwei oder drei volle Umdrehunen aufzudrehen, und nicht etwa ganz auf, um es im Fall der Fälle schneller wieder zu zu haben. Und? Was meint ihr zu "2 oder 3 Umdrehungen auf"? Das würde nicht nur Roland interessieren, sondern auch mich.
Antwort von Weltverbandsvorsitzender am 12.09.2003 - 17:38
bis ca. 1/8 wissen wir es jetzt.

Die Nächsten sind mit Ausprobieren dran.
Aber es ist genauso klar geworden, dass der Luftstopp bei einer bestimmten Tiefe und einer dosierten Luftlieferleistung sofort und gnadenlos eintritt.
Nur der Aladin merkte vorher was.

Antwort von ioannis am 12.09.2003 - 18:31
ich habe das erlebt bei einer TG in Griechenland
bei eine mit Taucherin bei 2,5 Umdrehungen ist ihr bei 22 Meter die luft aus geblieben die folge war Panik und eine Nothaustieg(das ist die Kurz Fassung)
Gott sei dank ist niemand zu schade gekommen

Dazu kommt das bei einer verkleinerten Öffnung
(in der fall nicht ganz geöffnete Ventil) die Luft Strömung ist großer und natürlich die Abkühlung vom luft was eventuell eine Vereisung zu folge hätte
Sagt mindestes die Theorie

ioannis
Antwort von Joerg Dorr am 12.09.2003 - 18:53
Hi,
während eines Höhlentauchkurses in Mexiko wurde uns nahegelegt die Ventile immer komplett aufzudrehen (keine halbe Umdrehung zurück), damit es beim buddy check keine Verwechslung gibt und dir dein Partner die Flaschen evtl. ganz zu dreht und dann nur eine halbe Umdrehung öffnet. Dann kannst Du auch sicher sein das die Durchflußmenge stimmt.
Gruß
Jörg
Antwort von Stephan Navert, Physiker am 13.09.2003 - 06:15
Um die Diskussion über Hahnen auf / zu etc. auf eine sachliche Basis zu bringen:

- Bei den Druckbehälter-Hahnen handelt es sich technisch um Absperrarmaturen, dh. die sind funktionell ganz offen oder ganz zu. Es sind keine Regelventile, die den Durchfluss regeln sollen. Aufgrund dieser Auslegung sollten die Armaturen prinzipiell stets voll offen sein.

- Bei einem abblasenden Automaten kühlen sich aufgrund des Joule-Thompson-Effekts die Materialen in der Absperrarmatur erheblich ab und unterliegen demzufolge einer Schrumpfung! In einer solchen Situation kann es passieren, dass eine Absperrarmatur, die im Anschlag offen ist, nicht mehr bewegt werden kann (die durch den Anschlag eingeleitete Friktion zwischen Schieber und Führung wird durch die Materialschrumpfung verstärkt)! Daher die Regel "1/4 Drehung zurück" - wodurch der Schieber wieder aus der Friktion herausbewegt wird.
Antwort von Blub am 13.09.2003 - 07:25
Nimm Heliumgemische und du kannst das Ventil aufdrehen, da sich Helium bekanntlich erwärmt. Die Inversionstemperatur von Helium liegt bei -238°C und somit
erwärmt sie sich beim Verlassen der Flasche (Joule-Thomson-Effekt)

Grüässli Blub
Antwort von Roland am 13.09.2003 - 19:25
Hallo,

vielen Dank für die Antworten!
Ich werde also auch weiterhin bei meiner "normalen" Pressluftflasche das Ventil ganz auf und wieder halbe Umdrehung zu machen.

Gruß, Roland.
Antwort von wrack-uli am 14.09.2003 - 10:48
Oder nimm das Kugelventil von Scubapro, da gibt es nur auf oder zu und das ganz schnell
Antwort von oligluck am 15.09.2003 - 15:23
Hallo Roland,
dass du also ganz öffnen sollst, ist nun hinreichend geklärt. Die halbe Umdrehung zurück ist dafür da, der inneren Ventilspindel eine Chance bei Temperaturänderung zu geben.
Beim Buddycheck merke ich das schon, dass da nach `ner halben Umdrehung Schluss ist (drehe also auf und wieder 1/2 zurück).
Dass das Zudrehen 15 Sek. dauert, wundert mich allerdings. Werde das mal ausprobieren und dabei die Zeit messen. Bislang dauerte es (gefühlt) eher unter 5 Sekunden. Aber natürlich zuzüglich der Zeit, bis der Buddy überhaupt mitbekommt, was er tun soll

Nur: diese Dauer lässt sich natürlich nicht durch die Öffnung des Ventils verkürzen. Eher durch Aufmerksamkeit und Übung.
Finde euren Ansatz, das zu üben, also klasse

Gruß,
oligluck
(ein UW-Empiriker, der gern Notsituationen simuliert)

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