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Foren - Tauchmedizin - Wie wahrscheinlich ist eine Infektion durch die Gemeinsame Nutzung eines Atemreglers?




  

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Wie wahrscheinlich ist eine Infektion durch die Gemeinsame Nutzung eines Atemreglers?
Abgesandt von Jessica Redaktionsmitglied am 30.10.2004 - 15:44:

In diesem Thread Hier klicken diskutieren wir gerade darueber, wie wahrscheinlich es ist, sich durch die Gemeinsame Nutzung desselben Atemreglers eine Infektion zu holen (z.B. HIV, Mundfaeule, Herpes, Grippe, Plaque und Karies).

Vielleicht kann ein (Zahn)Mediziner mal was zu der Wahrscheinlich sagen. Vielleicht gibt es auch Studien darueber, wo nach der Mehrfachbenutzung ein Abstrich gemacht wurde.
Inwieweit spielt das Chlorwasser eine desinfizierende Rolle?



Antwort von Ottonormaltaucher am 30.10.2004 - 16:13
@Jessica
...dass es da Wahscheinlichkeitsberechnungen gibt wage ich zu bezweifeln, die Wege der Mikroorganismen sind unergründlich und dann gibt es ja auch noch die Pilze im Atemreglern, deren Sporen bei wechselseitiger Nutzung schön in die Lunge pfeifen, aber hier mal was von PADI zu dem Thema Hier klicken
Antwort von Ottonormaltaucher am 30.10.2004 - 17:16
@Jessica
Noch was aus dem Zahnarztforum zum Thema Küssen, Karies, Mundhygiene Hier klicken
wobei davon auszugehen ist dass Erreger die durch Küssen übertragen werden können auch durch Automaten übertragen werden.

Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 30.10.2004 - 19:13
@ONT
ich stell mal folgende These auf:
Wären viel Erreger (egal welcher Art) übertragbar durch Wechselatmung, müßte ich massiv was abbekommen haben, wir üben das min. 2x Monat mit echt vielen Tauchern. Daher bin ich zumindestens optimistisch, dass dieser Übertragungsweg nicht signifikant ist. Allerdings glaube ich gerne dass einige kleine Geister auf deisem Weg den Wirten wechseln.

So nun wird es zur Risiko-Abwägung:

Wie wahrscheinlich ist eine Situation in der meine beiden Automaten platt sind und der Zweitautomat meines Buddys auch nicht mehr mag.
Und wie wahrscheinlich ist es auf der anderen Seite, dass ich mir beim Üben Erreger einfange, und diese dann ihre Wirkung entfalten können.

Gunther
Antwort von Jessica Redaktionsmitglied am 31.10.2004 - 00:36
Hm, das sind interessante Studien, wenn ich auch nicht wirklich denke, dass sie repraesentativ sind. Ich mein, Bakterien findet man heute wirklich *ueberall* - sogar auf Besteck, was aus der Spuelmaschine kommt. Daran sterben wir auch nicht (naja, in der Regel..)
Antwort von Ottonormaltaucher am 31.10.2004 - 01:50
@Gunther
Die Wahrscheinlichkeit ist logischerweise nicht berechenbar, da die Inkubationszeit der Krankheiten zwischen einigen Tagen und mehreren Jahrzehnten variirt. In dreißig Jahren kann bei Dir noch die Krankheit ausbrechen die Du Dir gesten mit Plaqu, Eiter oder Blut am fremden Atemregler gefangen hast, denn bekanntlich gibt es auch unter Tauchern Schweine die sich selten oder nie die Zähne putzen. Manche duschen auch nur jährlich oder wechseln die Unterhose einmal im Monat....tolle Wechselatmungspartner. Warum sollte man gerade mit denen am selben Regler lutschen, obwohl die Wechselatmung anders geübt werden kann?

Wenn Du dieses vermeidbare Risiko eingehen willst, weiter so. Nach Wochen, Monaten oder Jahren ist dann auch nicht mehr feststellbar dass auf Dich am Tag XY ein Erreger durch den Automat XYZ übertragen wurde.....

Jede Mutter lernt dass sie den Schnulli ihres Kindes wegen Karies und anderer Infektionen nicht vorlutschen soll. Warum sollte es da gerade unter Tauchern sinnvoll sein mit unbekannten Mundhygienikern den Schnulli zu teilen? Wenn ihr das jede Woche so macht, prost Mahlzeit bzw. Sauerei. Ich finde es ekelhaft mit anderen, von denen ich nicht weiss welche Eiterherde und Krankheiten sie im Mund haben und was sie vor dem Tauchtraining alles abgelutscht haben, von dem noch Reste zwischen Zähnen oder auf der Zunge hängen, wie Oralsexrückständen aus der Umkleide oder Fäkalsexresten aus dem Gebüsch vor der Schwimmhalle, den Schnulli zu teilen

....aber es gibt ja auch Zeitgenossen die lutschen belastete Tampons aus...na`ja, jeder Jeck ist anders
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 31.10.2004 - 08:06
@ ONT
a. ich kenne die Leute mit denen ich Wechselatmung übe, ich denke die hatten vorher keinen Oralsex und den letzten Satz streichen wir mal.
b. Der Unterschied zwischen nem Säugling und mir sind so 43 Jahre 85 kg und ein gesundes Imunsystem.
Was machst Du wenn einer Absäuft, ekelst Du Dich so sehr, oder kannst Du dann die Wechselatmung akzeptieren? Und wenn ja, ohne Übung wird es im Stress-/Panikfall kritisch, denn in diesen Situationen wirst Du nur das können, was Du geübt hast.
Da haben wir Trockentaucher auch einen Vorteil, mit unserem Ganz-Körper-Kondom sind auch weitere gefährliche Körperkontakte ehrer unwahrscheinlich. Sei mir nicht böse, aber die Bakterien, die Du z.B. in einem Badesee während des Sommers aufnehmen kannst, wenn kurz vor Dir der dicke Karpfen Verdauung hatte.....

Gunther
Antwort von Ottonormaltaucher am 31.10.2004 - 12:48
@Gunther
Ja, wenn Dein Imunsystem so gesund ist dass es alle Erreger abwehrt brauchst Du Dir wirklich keine Sorgen machen, nur dann bis Du das Imunwunder. Der normale Homo Sapiens nimmt Erreger oral auf und infiziert sich so mit den übelsten Krankheiten. Damit die Erregeraufnahme gemindert wird gibt es für nahrungsverarbeitende Industrie, Kränkenhäuser, Gastronomie usw strenge Hygieneauflagen, die regelmäßig durch Gesudheits- und Gewerbeämter kontrolliert werden. Wenn Deine Vermutung vom "gesunden Imunsystem" Maßstab wäre könnte man ja auf alle Hygienevorschriften verzichten....tut man aber nicht, weil in den Betrieben werden Abstriche gemacht und belastete Gegenstände dürfen wegen der Infektionsgefahr keine orale Verwendung finden. Weshalb die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden Bedenken und Hygienevorschriften ausgerechnet für den Tauchsport vernachlässigbar sein sollen verschließt sich meinem Verständnis...

Aber mal abgesehen von Spekulationen bezüglich der Infektionsmöglichkeit...wenn ich weiß wie mangelhaft die Mundhygiene ist, dass viele Gebisse kariöse Trümmerlandschaften sind, dass der Mund ein Kosmos für Erreger aller Art ist, dass viele Taucher eiterige Entzündungen an Zähnen und Zahnfleisch haben, dass infektiöser Plaque der Normalfall ist, dass sich im Mund gelbgrüner Auswurf (auch als Rotze bezeichnet) befindet, dass der Speichel ein Sammelsorium der übelsten Krankheitserreger und Pilze ist, dass oral Lungenkrankheiten wie Tuberkolose übertragen werden, muss ich ja nicht reihenweise einen Automat ablutschen und damit ein unkalkulierbares Gesundheitsrisiko eingehen. Im Restaurant esse ich auch nicht rundum am Tisch mit einem Besteck und ich setze mich auch nicht zu den Bahnhofspennern und trinke mit denen reihum aus einer versabberten Flasche.

Das "Problem" der reihum genutzten Ekelautomaten scheint den Gesudheits- und Gewerbeämtern wohl noch nicht bekannt zu sein, sonst hätten Tauchschulen die solche Praxis betreiben sicher schon lange Auflagen bzw. Gewerbeuntersagungen erhalten. Wenn im Restaurant regelmäßig die ganze Tischrunde reihum mit einem Besteck isst wird es auch geschlossen, selbst dann wenn das belastete Besteck gelegentlich in Chlorwasser gelegt wird.

Die von Dir angesprochene Übung für den Fall dass einer Absäuft lässt sich auch ohne das gemeinschaftliche Ablutschen der Automaten organisieren und der im Notfall angebotene Automat ist wohl anders zu bewerten als die vermeidbare Gemeinschaftsnutzung der Automaten im Schwimmbad.

Ich nehme jedenfalls keine Automaten in den Mund von denen ich weiss dass Eiter, Plaque, Rotze, Bakterien, und Viren dranhängen....nicht an Land und nicht im Schwimmbad und auf die Wirkung des Chlor verlasse ich mich auch nicht- es ist ja bekannt dass Erreger resistent sind und was die Verdauung vom dicken Karpfen angeht.....die nehme ich auch nicht in den Mund... ich atme Luft und keine Exkremente

Wenn euch die Warnungen von Wissenschaft und Medizin nicht interessieren und ihr darauf hofft dass Infektionen und Pilzbefall unmöglich sind...
weiter so
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 31.10.2004 - 15:01
@OttoNT
Du hast sicherlich Recht, es gibt da einiges an Erregern die recht übel wären, und es ist ein zusätzliches Risiko zu den vielen anderen Körperkontakten die man so hat. Ich übe die Wechselatmung nur mit mir bekannten Tauchern. Ich habe die Übung auch schon abgelehnt bei Tauchern die mir nicht sympatisch (oder hygenisch) waren.

@Jessica
Das Argument von ONT ist schon gut.

Dennoch übe ich die Wechselatmung immer wieder, meist, in so weit glücklich, mit meiner Familie,
5 von 7 tauchen... na ja und mit denen hab ich eh nen engen Kontakt

Nun OttoNT wie aber verhältst Du Dich gegenüber Verdauenden Fischen, Diurese Fans im See, und sonstige Nettigkeiten von Vogelvieh etc.??
Ist dort das Risiko nicht größer?

Gruß
Gunther
Antwort von Jessica Redaktionsmitglied am 31.10.2004 - 15:08
Ja, plastisch schildern kann er den Ekel gut
Ich glaub auch gern, dass man nicht gern WA mit jemanden macht, den man eklig findet.

Trotzdem glaube ich immer noch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass man sich wirklich mit etwas infiziert recht gering ist. Einzig Herpes und das Pfeiffer`sche Druesenfieber halte ich fuer eine reale Gefahr (aber beide Erreger traegt ein Grossteil der Menschheit eh schon in sich).

Ich warte immer noch auf Ergebnisse einer breit angelegten Untersuchung
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 31.10.2004 - 17:41
@ Jessica
@ ONT

Etwas erschrocken gebe ich ONT in einem Punkt Recht

HIV und Wechselatmung


Quelle: Tauch-medizin aktuell, Genter Veral, HG H.Weidauer, CH. Klingmann
dort ab Seite 35: HIV und Tauchen von H. Weidauer

auf Seite 41:
"Eine Übertragung durch Speichel ist deshalb sehr unwahrscheinlich"
"Ein Drittel der Taucher hat immer kleine Blutbeimengungen in der Maske" ...dieses Blut kann auch in die Mundhöle gelangen...
"so sollte ein Buddy-Breathing mit gleichem Regulator vermieden werden"
"eine Desinfektion des Regulators dient nicht allein der Vorbeugung gegen AIDS-Infektion, sondern soll auch weitere Keime wie z.B. TBC, Leishmaniasis oder Syphilis."
Der Umkehrschluß heißt, diese Infektionen sind bei WA möglich.

Ich muß gestehen ich bin etwas nachdenklich geworden.....

Jessica kennst Du das Buch? PM kommt

Gunther


Gruß
Gunther
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 31.10.2004 - 18:18
Ich fand dazu im Ehm (Der nehe Ehm - Tauchen noch sicherer) 9. Ausgabe Seite 431 auch etwas.

...

Über den Verdauungstrakt können in verunreinigten Gewässern Cholera, Coli- und Salmonellenkeime eintreten, die als erstest Symptom im Allgemeinen Durchfälle hervorrufen. Auch Typhus und Paratyphus wurden schon durch infiziertes Meerwasser übertragen, ....

Also daraus ist zu schließen, daß die Krankheiten auch so, OHNE Wechselatmung möglich sind.

Ghet dan Ottonormaltaucher auch nicht mehr im Meerwasser baden?
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 31.10.2004 - 18:21
Ähm gunter, kannst Du bitte das von Dir zitierte Buch näher vorstellen?
Würde mich auch sehr interessieren
Gruß
musher
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 31.10.2004 - 20:47
au musher,
jetz muß ich arbeiten....
guck mal hier: Hier klicken

Ich finde viele der Artikel in diesem Buch (es sind von einander unabhängige Beiträge) sehr gut.
Teilweise wird etwas Vorwissen vorausgesetzt, es sind Beiträge zu einem Symposium in Heidelberg.
Wenn Du da die Liste der Erreger im Speichel liest, fängst Du echt an zu denken

Gruß
Gunther
Antwort von Ottonormaltaucher am 31.10.2004 - 21:02
@gunther
" Nun OttoNT wie aber verhältst Du Dich gegenüber Verdauenden Fischen, Diurese Fans im See, und sonstige Nettigkeiten von Vogelvieh etc.??
Ist dort das Risiko nicht größer?"

Dieses Risiko ist ein anderes und stand hier nicht zur Diskussion. Der Unterschied ist dass die Infektion über gemeinschaftlich genutzte Automaten leicht vermeidbar ist, während das allgemeine Infektionsroisiko im Wasser, insbesondere auch im Schwimmbad, nur vermeidbar ist wenn man das Wasser meidet und das wollen wir ja alle nicht.

Was die Belastung der Freigewässer betrifft werden, insbesondere an Seen und Badestränden, durch die zuständigen Behörden regelmäßig Wasserproben entnommen und erforderlichenfalls Badeverbote erlassen. Daran halte ich mich halt und informire mich auch über die Wasserqualität... ich muss ja nicht unbedingt da tauchen wo im Sommer die Sonne für extreme Keimvermehrung gesorgt hat oder da wo neben dem Tauchplatz, wie an manchen Hotelstränden, die Fäkalien eingeleitet werden und auf dem Tauchschiff spüle ich auch meine Automaten nicht zusammen mit den anderen in der Süsswasserbracktonne, die ein Zuchtbecken für Erreger aller Art ist.

Was Exkremente und ekelige Mikroorganismen im Wasser betrifft..im See tauche ich nur mit Trocki und Vollgesichtsmaske, da kommt kaum was an mich ran. Nach dem Tauchgang wird die Ausrüstung mit der Außendusche an meinem Wobi gespült und der Regler, entsprechend der tauchmedizinischen Empfehlungen, auch desinfiziert. Aber wie gesagt, das ist ein anderes Thema

Jedenfalls geht der Profitaucher nur mit Rundumschutz in den Fäkalientank...der wird schon seinen Grund haben
Antwort von Ottonormaltaucher am 31.10.2004 - 23:55
....habe noch einen Artikel aus der Unterwsser von Dr. med. Holger Göbel zur "Brutstätte" Lungenautomat gefunden. Hier klicken
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 01.11.2004 - 08:33
Hi ONT
danke für den Link, aber immer Trocki und Vollgesichtsmaske... nu ja wenn es dann noch Spaß macht...
Klar ist es ein vermeidbares Risiko, aber irgentwo kommt der Punkt no risk no fun, ich werde für mich mal gucken ob ich diesen Punkt verschieben muß.

Auf jeden Fall mal Danke für die vielen Infos und Denkanstöße
Gruß
Gunther
Antwort von scuba_steffi* am 01.11.2004 - 11:05
Also ich mach keine Wechselatmung zur Übung, wir machen das im Verein nur angedeutet, das reicht.
Ich glaube, das Risiko, Wechselatmung zu benötigen, ist geringer als eine Infektion durch die Übung. Zuerst mal verwendet man doch wohl im NOtfall den Oktopus des Buddies, oder nicht? Und wenn man es angedeutet geübt hat, kann man es im Notfall wohl auch echt. Wichtig ist, dass man ab und an mal den Automaten aus dem Mund nimmt und wieder reinsteckt, dafür muss ich ihn nicht jemand anderem in den Hals drücken.
Erst letzte Woche konnte ich den Oktopus meines Buddies bewundern. Das sah aus wie Moos, was da rauswuchs. Igitt und das würde ich im Leben nicht freiwillig in den Mund nehmen. Da muss ich schon kurz vorm Ersticken sein. Und jetzt wenn wieder alles rotzt und schleimt, nee danke, widerlich.
Das ist ein vermeidbares Infektionsrisiko und ich setze mich dem nicht aus, keine Lust auf Herpes und Co :o Dafür sind meine Kenntnisse aus der Mikrobiologie und Hygiene einfach zu groß, als dass ich das freiwillig machen würde. Man muss selbstverständlich nicht hysterisch werden, wenn man an Keime denkt und der Körper hat ein Immunsystem, welches im Regelfall mit vielen Keimen und Erregern fertig wird, aber eben im Regelfall und ab einer gewissen Keimzahl oder wenn das Immunsystem gerade mit was anderem beschäftigt ist, dann kann man sich schnell anstecken. Gerade über Tröpfcheninfektion sind viele hochgradig ansteckende Krankheiten übertragbar. Das braucht man nicht. Hier steht der Nutzen in keinem Verhältnis zum Risiko.
Ich glaube, wenn jeder mal die Erreger aus der Mundhöhle in der Petrischale oder unter dem Mikroskop hätte bewundern dürfen, dann gäbe es diese Übung gar nicht.

Antwort von musher Registriertes Mitglied am 01.11.2004 - 14:07
Steffi,
ich glaube schon, daß es ein Unterschied ist, ob Du die Wechselatmung andeutest oder wirklich durchführst.
Es ist ja nicht nur damit getan, den Automaten mal kurzzeitig aus dem Mund zu nehmen, sondern das Ganze.
Also die Handhabung mit Automaten und Jacket festhalten.
Wie willst Du bei der angedeuteten Wechselatmung den Tauchbuddy am Jacket festhalten, eine hand an seinem Automaten haben und zusätzlich ja den Deinigen auch noch halten?
Und dies in einem Abstand, daß die Schlauchlänge auch reicht?
Und ich habe sehr viele Schüler, die ohne Oktopus tauchen.
Und es ist auch eine Prüfungsaufgabe, die Wechselatmung durchzuführen.
Ja, ob sie nun tatsächlich gemacht wird oder nur angedeutet ist den Schülern überlassen.

Und auch som muß ich sagen, wenn ich bei einem Tauchgang die Luft spenden muß, dann gebe ich meinen Hauptautomaten her und nehme selber nur den oktopus.
Zum Einen sieht dann der Buddy sofort, daß aus dem Automat wirklich Luft kommt und zum Anderen ist mein Oktopus ein AIR2 und somit zu kurz um gefahrlos Luft zu spenden.
Antwort von sscuba_steffi* am 01.11.2004 - 14:47
Hm? da behalte ich nur meinen Automaten in der Hand. Und bei der angedeuteten Wechselatmung nimmt man ja nicht nur den Automaten aus dem Mund, sondern kommuniziert mit dem Buddy und kann auch dabei aufsteigen, je nachdem was man gerade übt. Wieso haben die Schüler nur eine 2. Stufe?
Sehr beruhigend oder redest du vom Schwimmbad?
Ehrlich, ich tauche nur mit Buddys die einen Oktopus haben und glaube wahrlich, dass es sehr selten vorkommt, dass man Wechselatmung notfallmäßig praktiziert. Und wenn- dann klappt es schon, wenn man es braucht und vorher auch nur die angedeutete Atmung ausprobiert hat. Wenn mir bei einem TG die Luft ausgeht und mich an den Oktopus des Buddys hängen müsste, oder meinetwegen auch an seinen Hauptautomaten, sehe ich da auch gar kein Problem. Aber nicht aus Übungszwecken womöglich noch aus einem Tauchschulregler, wo ich nicht weiss, wer da schon alles rumgenuckelt hat und in welchem Zustand sein Innenleben ist. *igitt* da muss ich meinen Buddy schon sehr gerne haben und wissen, dass er der Einzige ist, der das Ding benutzt und auch gut pflegt. Kann man hin und her argumentieren, irgendwie hat Jeder recht aber ich habe mehr Angst vor Viren als vor einen möglichen Unfall bei dem ich dann absaufe, weil ich nur angedeutete Wechselatmung praktizieren kann
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 01.11.2004 - 15:22
Erstens handelt es sich auch NICHT um Leihautomaten sondern um Automaten, welche die Schüler selber mitbringen müssen.
Die Vorschriften auch aussagen, daß die Automaten regelmäßig (mindestens alle 6Monate) oder aber sofort bei Benutzerwechsel zu desinfizieren sind.
Die Vorschrift nur bei Tauchgängen zwischen 20 und 30m sowie bei TGs mit Vollgesichtsmaske zusätzliche Automaten verlangen.

P.S. Hier geht es auch nicht um eine Sportausbildung, sondern um Ausbildung von rettungstauchern nach GUV-R 2101
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 01.11.2004 - 17:45
@ musher
wenn Du den Beitrag in dem Buch von mir gelesen hast, dann Dir zu den Erreger Typen noch was weiteres reinziehst, dann wird Dir vollkommen
anders, mein Wort drauf. Ich werde die Übung Wechselatmung in Zukunft soweit geht auf meine Familie reduzieren.

Gunther
Antwort von Ottonormaltaucher am 01.11.2004 - 18:45
@musher
Wie geht denn das?? Zitar:"Die Vorschriften auch aussagen, daß die Automaten regelmäßig (mindestens alle 6Monate) oder aber sofort bei Benutzerwechsel zu desinfizieren sind"

Nur alle 6 Monate desinfizieren, aber damit zwischendurch Wechselatmung üben? In der Zeit können ja Fleisch- und Fischfaseren aus den Zahnzwischenräumen oder Klumpen von Erbrochenem die in den Winkeln der Automaten hängengeblieben sind schön vor sich hinschimmeln....

Dass gerade Rettungstaucher die Hygiene so nachlässig sehen muss mich wundern. Insbesondere auch vor dem Hintergrund dass die an Land verwendeten medizinischen Atemgeräte nach jeder Benutzung desinfiziert weden müssen.

Und wie macht ihr denn bei Benutzerwechsel unter Wasser schnell die Desinfektion, die Wechselatmungsübungen sind doch ein ständiger Benutzerwechsel?

@Gunther
Wo Du schon in´s Grübeln gekommen bist....die Wechselatmung mit der Familie würde ich auch mal überdenken. Familienangehörige sind auch ständig Wirt von allerlei Erregern. Zuhause trinkt ihr doch auch nicht alle aus einem Glas oder benutzt alle die selbe Zahnbürste und bei Infektionen haltet ihr Abstand....

Meines Erachtens sollte man gerade gegenüber Familienangehörigen, insbesondere auch Kindern, Vorsicht walten lassen. Ich habe auch zwei tauchende Söhne, aber ihre Automaten nimmt sonst keiner in den Mund und ich achte auch darauf dass die clean sind, da ich die Revisionen selber mache bin ich sensibilisiert bezüglich derPilzteppiche.

Ich bin auch davon überzeugt dass, würde die Taucherallgemeinheit mal gelegentlich die zweite Stufe von innen sehen, gäbe es das Problem nicht, weil kein vernünftiger Mensch dem anderen ohne Not solchen Siff in den Mund steckt oder inhalieren will
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 01.11.2004 - 20:41
Ganz vergessen,
ich tauche schon IMMER mit Oktopus, egal ob als Rettungstaucher oder Sporttaucher.
Mindestens ein AIR2 dabei, oft auch noch ein kompletter Automat aus erster und zweiter Stufe
Antwort von aufsicht Registriertes Mitglied am 02.11.2004 - 03:13
hi all,
ich möchte nur bescheiden anmerken, dass ich diese diskussion bereits im februar dieses jahres angeregt habe <ciro>:
Hier klicken
die dort getroffene aussage "höchst unwahrscheinlich" mir inzwischen durch das robert-koch-institut bestätigt.
das gilt für WA unter wasser, wohlgemerkt.

immer gut luft!
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 02.11.2004 - 04:06
Interesannt aufsicht ciro

Dazu merke ich dann an, daß ich auch gegen Herpatitis A und B geimpft bin (Pro Impfung 20€)
Wurde nämlich bei der Tauchtauglichkeit beanstatndet, daß der Impfschutz gegen Herpatitis B fehlt (Wird bei meiner Tauchtauglichkeit mit getestet).
Antwort von Ottonormaltaucher am 02.11.2004 - 11:42
@musher
Bist Du denn auch gegen die Pilzsporen, die Du Du bedingt durch den Schimmelbefall undesinfizierter Fremdautomaten zwangsläufig einatmest, geimpft?

Schimmel bildet sich bekanntlich innerhalb weniger Tage und kann Jahrhunderte überleben. In den Gräbern der Pharaonen wurden noch Pilze entdeckt an denen die Ausgräber dann vermutlich erkrankt und gestorben sind....

Jeder Wohnraum wird ab einem gewissen Befall unbewohnbar... warum sollten die Sporen aus den Automaten weniger gesundheitsschädlich sein? Bekommt man davon nicht, wie vom Wohnraumschimmel:
• Kopfschmerzen
• Allergien, Neurodermitis
• Halsschmerzen, Reizhusten
• Magen- und Darmstörungen
• Allergischer Schnupfen, Nasenbluten
• Atemwegs- und Lungenerkrankungen
• Atemnot bis hin zum allergischen Asthma
• Fiebrigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen
• Starke körperliche und geistige Erschöpfung
• Bindehautentzündungen, Schleimhautschwellungen

..usw.? Wobei dann der Automat nicht als Verursacher entlarft wird. Wer kommt schon auf den Zusammenhang bei Fieber, Hautausschlag Asthma und Muskelschmerzen?
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 02.11.2004 - 17:52
Ottonormaltaucher, am Besten gehe ich gar nicht mehr tauchen und werde dafür von einem Auto überfahren.
Man kann alles noch schlimmer reden, wie es ist.
Von wievielen Krankheitsfällen weißt Du denn, welche dadurch hervorgerufen worden sein können?
Und wieviel Verkehrsunfälle gibt es im vergleichbaren Zeitraum?
Antwort von aufsicht Registriertes Mitglied am 02.11.2004 - 21:13
hi musher,

wo gibt´ die hepatitis-impfung A u. B für je 20 EUR ?!

immer gut luft !
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 02.11.2004 - 21:27
falsch aufsicht, nicht je 20€
Kombiimpfung für 20€ pro Impfung

Also für jede Impfung gegen Herpatitis A und B gemeinsam
Antwort von Ottonormaltaucher am 03.11.2004 - 19:48
@musher
...keine Panik. Wenn Du nicht mehr tauchen gehst, wirst Du dafur nicht vom Auto überfahren
Antwort von aufsicht nicht eingeloggt am 03.11.2004 - 21:25
@ musher
.. und wo ?? .. war doch die frage.

immer gut luft!!
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 04.11.2004 - 16:11
Ui,
Ottonormaltaucher ist sich da ja seiner Aussage sehr sicher.
Da tauche ich abetr lieber und weiß, daß ich knapp unter die Räder komme, wie eben wieder


@ Aufsicht, Beim selben Betriebsmediziner, bei dem ich auch immer meine Tauchtauglichkeit machen lasse nach G31.
Die 20€ sind ja auch nur der Aufschlag für den A Teil der Impfung.
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 06.11.2004 - 18:37
Ich fand noch etwas zu diesem Thema im Notfall- manager Tauchunfall von Hubertus Bartmann und Dr Med Claus-Marten Muth (econ-Verlag erste Ausgabe)
Seite 58
..

Auf die Ansteckungsgefährdung durch Speichel im Tauchbereich ist besonderst einzugehen. Infolge von Wechselatmung mit einem Lungenautomaten, Überlasung von Schnorchel und/oder Maske und Brille - in die vorher nach alter Manier gespuckt wurde, um das Beschlagen zu verhindern -. besteht kein erhötes Risiko. Von Jäger wird dazu angeführt, daß, um dieselbe Ansteckungsgefährdung wie beim Sperma zu erziehlen, mehrere Liter Speichel notwendig wären. Hinzu kommt, daß lgA-Antikörper im Speichel nachweisbar sind und diese Antikörper eine Schutzwirkung haben können.

....
Antwort von Ottonormaltaucher am 07.11.2004 - 10:16
@Musher
Kenne die Passage im Buch zwar nicht, aber Du verwechsels was....

Dass, abgesehen von den anderen Übertragungswegen, für eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion winzige Mengen ausreichen ist doch bekannt, so infizieren sich schließlich millionen mit Grippe oder Tuberkolose. Es geht auch nicht darum die Verhältnismäßigkeit zur Infektion durch Sperma hochzurechnen, der im Tauchbereich "verwendete" Speichel ist ja logischerweise genau so infektiös wie der Speichel außerhalb des Tauchbereiches.
Dass Antikörper eine Schutzwirkung haben KÖNNEN ist auch bekannt , nur sie sind im Kampf oft unterlegen. NUR Darum geht es...
Info Anstekungsgefahr Hier klicken
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 07.11.2004 - 13:22
@ Ottonormaltaucher,

warum wurde denn dann gerade darauf im Buch eingegangen?
Habe extra die komplette Quellenangabe mit angegeben, damit auch Du es nachlesen kannst.
Habe mir diesbezüglich nichts aus den Fingern gesaugt.

Vielleicht willst Du ja auch noch die ISBN Nummer zu diesem Buch? Hier: 3-609-68840-8
Antwort von aufsicht Registriertes Mitglied am 07.11.2004 - 14:12
Bevor hier eine allgemeine Panik ausgelöst wird, möchte ich nochmals auf folgendes hinweisen:

Das Robert-Koch-Institut teilt zu meiner Anfrage bez. dem Ansteckungsrisiko mit HAV, HBV, HCV, HDV, HIV mit, dass eine Infektion von Tauchern durch Atemregler bislang nicht beschrieben worden sind und eine solche bei der Wechselatmung unter Wasser so unwahrscheinlich ist, dass besondere Vorsichtsmaßnahmen nicht nötig sind.
Die Erregerdichte spricht - entgegen der Auffassung von Ottonormaltaucher - durchaus eine entscheidende Rolle, so dass das unter höchst "unglücklichen" Umständen evtl. vorhandene Risiko durch das Umspülen des Reglers mit Wasser weiter verringert wird.

immer gut luft !!
Antwort von Ottonormaltaucher am 08.11.2004 - 16:45
@aufsicht
Dass einer vom Blitz getroffen wird ist auch unwahrscheinlich, trotzdem werden so jährlich 1000 zu Asche. Bei denen weiss man dann wenigstens woran es lag, während bei´m eingeäscherten Taucher nicht fetstellbar ist dass der Lungenautomat ursächlich war.

Wer die simpelsten allgemeingültigen Hygieneempehlungen, die jedes Kindergartenkind schon lernt, missachtet und unbedingt wechselweise an einem infektiösen Gegenstand rumlutschen muss, dem ist e´h nicht mehr zu helfen

Warum sollte aber ein vernünftige Mensch mit Wasser das Risiko nur verringern, wenn es problemlos vermeidbar ist? Was spricht denn für die Gemeischaftsnutzung der verkeimten Automaten, das so wichtig ist dass man dafür das Risiko eingehen muss? Das hat noch keiner der Befürworter schlüssig dargelegt.....

Es geht auch nicht um die Anzahl der notwendigen Erreger bei einzelnen, willkührlich herausgepikten Krankheiten, sondern um die Infektionmöglichkeit allgemein. Wer die nicht sieht und hier die unhygienische Gemeinschaftslutscherei als sinnvolle Übung vorschlägt muss schon sehr naiv sein.....
Antwort von aufsicht Registriertes Mitglied am 09.11.2004 - 04:12
@ Ottonormaltaucher

.. na dann sind die Professoren des Robert-Koch-Institutes wohl allesamt sehr naiv ... ich werd´s ausrichten,- mit einem dankeschön für deine sachlich so fundierte meinung dazu.

immer gut luft!
Antwort von Ottonormaltaucher am 10.11.2004 - 19:46
@aufsicht
....lutschen Professoren Im Robert- Koch Institut etwa abwechselnd befallene Lungenautomaten ab? Sie lecken doch auch nicht die Kulturen aus den Petrischalen, die so ähnlich sind wie die auf den Reglermembranen oder machen Selbstversuche indem sie mit Atemgeräten wissentlich Pilzspoeren einatmen wie bei der Gemeinschaftsnutzung der Lungenautomaten

Schre´b doch ma´l was so wichtig an der Wechselnutzung ist dass man dafür ein Gesundheitsrisiko eingehen muss bevor Du hier Entwarnung gibst.
Antwort von Ottonormaltaucher am 10.11.2004 - 20:35
@aufsicht
Übrigens steht auf der Seite des Robert- Koch Institutes Hier klicken dass die Verbreitung der genannten Krankheiten auch oral durch Tröpchen- oder Schmierinfektion an gemeinsam genutzten Gegenständen erfolgt und die Weltgesundheitsorganisation rät aus diesem Grunde von der Gemeischaftsnutzung ab. Von deiner Entwarnung ist da nirgends die Rede, im Gegenteil....
Antwort von aufsicht Registriertes Mitglied am 11.11.2004 - 15:34
@ Ottonormaltaucher
.. denk an deinen nicht, wir reden von "unter wasser" - soweit zum link.
in diesem zusammenhang darf ich dich auch an die erregerdichte erinnern.
ferner enthält schon deine eigene mundflora so viele bakterien und erreger, dass du folgerichtig das tauchen wegen selbstansteckung (!?) lieber sein lassen solltest.

immer gut luft!
Antwort von Ottonormaltaucher am 12.11.2004 - 12:38
@aufsicht
Im Moment warnt die Weltgesundheitsorganisation wieder in allen Medien wegen der aktuellen Grippewelle. Willst Du den Rotz etwa ohne Not aus den Reglern anderer saugen? Meine Frage was an der Wechsellutscherei so wichtig ist dass man dafür Risiken in Kauf nehmen muss hast Du aber nicht beantwortet....fällt Dir dazu nichts ein?

Bekanntlich sterben alleine an Grippe in Deutschland jählich 16 000 Menschen ohne dass die Quellen und Wege genau bekannt sind. Wie viele sich davon den Erreger am Regler gefangen haben ist auch nicht feststellbar. Da gibst Du Entwarnung auf Basis von Spekulationen über Erregerdichte und Wasserverdünnung, obwohl Gesundheiministerium, Weltgesunheitsorganisation, Ärzte und Tauchorganisationen was ganz anderes verbreiten und ausdrücklich warnen und es einem auch schon der gesunde Menschenverstand sagt dass man nicht gemeinsam mit anderen an einem Gegenstand lutscht

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