Wieviel müssen die Vereine im Schwimmbad bezahlen? Abgesandt von easydiver_michael am 13.06.2007 - 09:03:
Hallo,
ich lese immer wieder, dass Vereine regelmässig im Schwimmbad trainieren. Und in dem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, was ein Verein so monatlich an Schwimmbadkosten hat. Und wie kommt man/frau an Schwimmbadzeiten? Bekommen die nur Vereine oder auch "Privatpersonen"?
Kann mir da jemand weiter helfen?
Gut Luft
Michael
Antwort von klimi77 am 13.06.2007 - 09:16 Hallo Michael!
Also bei uns ist das so geregelt:
Der Salzburger Tauchsportverband bekommt als Dachverband im Landessportzentrum Trainingszeiten. Diese Trainingszeiten müssen dann unter den Mitgliedsvereinen im Tauchsportverband aufgeteilt werden.
Nachdem das Landessportzentrum Unterstützungen von LAnd, Stadt, etc. erhält, ist es für die Vereine frei. Sie müssen allerdings einen Lehrwart oder Trainer als "Aufsicht" stellen.
Trainiert darf werden, allerdings nicht ausgebildet. Das heisst, sofern Kurse gemacht werden wollen, steht das Schwimmbad nicht zur Verfügung bzw. nur entgeldlich.
Da wir nicht ausbilden kann ich dir aber den Preis nicht genau sagen. In den Freibädern ist es hier ab 18.00Uhr meist möglich, zum normalen Eintrittspreis.
GlG,
klimi77
Antwort von Euregiotaucher am 13.06.2007 - 09:40 Gibt da wohl verschiedene Preise.
Vereine bezahlen weniger als gewerbliche Kunden ...
Schwimmbadzeiten - denke mal wenn du zahlst kriegst du auchals Privatmann Schwimmbadzeit ...
Das Problem was es seinerzeit hier gab war überhaupt ein Schwimmbad zu finden in dem man tauchen durfte - und das dazu noch Kapazität hatte ...
Hier in der Gegend stellen sich die Städte da gerne quer und sind - sagen wir mal - nicht sehr kooperativ ...
Antwort von Tümpi am 13.06.2007 - 10:13 Hier läuft das über den Stadtsportbund... Normalerweise sind die Bäder ausgebucht, für Vereine sind bestimmte Tage oder auch nur Stunden vorgesehen. Privat oder als kommerzieller Club hast du kaum eine Chance, mal eine Stunde zu bekommen. Und du musst mit höheren dreistelligen Beträgen rechnen.
Am besten beim Betreiber des Schwimmbades anfragen...
Antwort von bikefresh am 13.06.2007 - 10:17 Es gibt sogar Städte, die Vereinen kostenlose Zeiten zugestehen, zumindest war das mal so.
Und während der normalen Öffnungszeiten eine Bahn zu mieten ist meist möglich, aber richtig teuer. Dazu wird die Bahn dann von normalen Badegästen häufig trotzdem mitbenutzt, was zu Ärger führen kann (bei Kollisionen etc.)
Antwort von Vercingétorix am 13.06.2007 - 10:41 Wie kommt man rein?
Man macht Bitte, Bitte beim zuständigen Amt, wenn sich das Bad in kommunaler Trägerschaft befindet. Seilschaften sind da extrem hilfreich.
Was zahlt man?
Je nach Gebührenordnung der Gemeinde. Wir zahlen für ein halbes Bad weniger als die gewerbliche Tauchschule für die andere Hälfte. Abgerechnet wird nach Nutzungsstunden = Schulstunde = 45/60. Kosten, da schweigt des Sängers Höflichkeit, wir haben Stillschweigen vereinbart. Es ist auf jedenfall deutlich weniger als wir zusammen an Eintritt in den Automaten werfen müßten. Ist ja schließlich ein e.V..
Vorraussetzung
Mindestens ein DLRG Rettungsschwimmer in Silber wärend der Nutzung, sonst gibt es Ärger mit dem GUV.
Problem
Je nach Lage des Bades sind die guten Zeiten umkämpft. Man muß schon den Fuß in der Tür behalten sonst ist man RAUS. Wer will schon Sonntags um 15:00 Uhr rein.
Antwort von Tauchteufel am 13.06.2007 - 10:42 Moin,
hier konkrete Zahlen aus unserem Verein:
Hallenbad pro Bahn pro Stunde 1,80 €.
Freibad bislang noch kostenlos.
Schwimmbadzeiten werden gemeinsam mit dem Schwimmkreis, in dem die Schwimmvereine sind, dem SSB, der Stadt etc... "ausgekungelt". Als Privatmann gibt es keinerlei Chance, da schon für die Vereine kaum genügend Zeiten verfügbar sind und sich alle streiten.
Viele Grüße
Peter
Antwort von henri am 13.06.2007 - 11:15 Wir zahlen nichts.
Die Stadt sieht da dann doch noch den gemeinnützigen Auftrag der Vereine und fördert das.
Im Gespräch war das aber schon mal. Am Ende waren sich aber alle einig, daß der Schuß nach hinten losgehen würde.
Antwort von Telemar-king am 13.06.2007 - 11:15 Unser Verein zahlt in seiner "Heimatstadt" für die Nutzung des Schwimmbades nichts. In unserer "Partnerstadt" zahlen wir eine Pauschale pro Jahr, weil wir in diesem Schwimmbad halt ein Fremdverein sind.
Antwort von OWSI TL am 13.06.2007 - 13:01 Hallo Michael
Schreibe einfach mal die Bäder in deiner Umgebung an. Per Mail erkläre was du vor hast und was du bist z.b. Tauchlehrer von xyz.
Wenn du glück hast bekommst du Frei Zeiten.
Biete ihnen einfach das sie im gegenzug Reklame machen dürfen für Schnuppertauchen oder so.
Gegebenfalls biete an das du ihre Schwimmmeister den Grundtauchschein machen lässt Kostenlos.
Du mußt den Bädern einen Anreiz geben.
Dann klappt das auch so habe ich es gemacht und habe nun ein Freibad was ich regelmäßig nutze für 2 Stunden und Zahle nur den Eintritt dafür.
Viel Glück ich hatte auch viele Absagen, kämpfe weiter und du wirst glück haben und wenn du eben 1 mal die woche 30 KM fahren musst, dafür.
Antwort von OWSI TL am 13.06.2007 - 13:03 Michael
Was ich vergessen habe es gibt auch Viele Berufsschulen oder Unis die eigene Bäder haben.
Die kannst du auch anschreiben.
Antwort von Praetonius am 13.06.2007 - 13:04 Bei uns ist das ganz praktisch. Der Hauptverein betreibt das Hallen- (25m Bahn und bis zu knapp 5 Metern tief) und Freibad (50m Bahn und ca. 3m tief) selber. Die Abteilungen bekommen dann entsprechend Zeit. Ob die Abteilung dafür was zahlen muss, weiß ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass das gleich mit den Mitgliedsbeiträgen irgendwie verrechnet wird.
Bademeister/Rettungsschwimmer ist sowie immer anwesend, wir müssen nur einen entsprechenden Übungsleiter bzw. Tauchlehrer zur Verfügung stellen.
Daneben gibt es noch Masterschwimmzeiten, bei die Bahnen quasi frei genutzt werden können.
Antwort von Staff am 13.06.2007 - 13:27 Bei uns in Essen nehmen sie 93,25€/Stunde zzgl. MwSt!!!!
letztes JAhr wahren es noch glatt 50€ incl. MwST
Daß Gewerbetreibende dafür bezahlen müssen, finde ich nicht ungewöhnlich. Alles andere wären ja wohl auch Subventionen. Warum sollte die Stadt einen Gewerbetreibenden mit einer Tauchschule subventionieren? Andere Gewerbeteibende werden ja auch nicht subventioniert.
Antwort von Vercingétorix am 13.06.2007 - 14:55 @staff
Pro Stunde, pro Bahn oder pauschal.Eigenbetrieb?
Antwort von DerVereinsgründer am 13.06.2007 - 15:10 "Warum sollte die Stadt einen Gewerbetreibenden mit einer Tauchschule subventionieren?"
Der Gewerbetreibende gründet einen Verein und übernimmt für diesen die Tauchausbildung. Schon kostet ihn das Schwimmbad nix mehr.
Antwort von Staff am 13.06.2007 - 15:19 ...als Gewerbetreibender für 2 abgetrennte Bahnen.
Vorsicht bei Gründung eines Vereines. "e.V "!!!!!!!!
Falls herauskommt das Du mit Ausbildung Geld verdienst, kann es Dir passieren das die Stadt nicht nur den Bädervertrag mit Dir kündigt, sondern sie Dir auch den gesamten Zeitraum an Wasserkosten nachberechan. Da sollte einer für 4 Jahre rückwirkend nachzahlen. Lass Dich daher bitte voher gut von einem Anwalt bezüglich e.V. Gründung beraten. Gruss Holger
Antwort von Vercingétorix am 13.06.2007 - 15:28 @staff
Stolzer Kurs, trägt die Bademeisterin wenigsten einen roten Badeanzug wie Pam dereinst, oder hat er Haare an den Beinen
Antwort von henri am 13.06.2007 - 15:40 Ja Vereinsgründer. Nur das diese Konstellation aufgrund von Nutzungsverträgen ersten meist verboten ist und damit an Betrug grenzt und zweitens das Vereinssteuerrecht das auch so nicht zuläßt. Da kann es Dir ganz schnell an den Kragen gehen, nicht nur mit Schadenersatz, wie von Staff beschrieben sondern auch strafrechtlich vom Finanzamt aus.
Haften tut der Vereinsvorstand im übrigen im Zweifel mit seinem Privatvermögen. So blöd kann dann wohl kein Vorstand wirklich sein.
Bei uns im Bad sind denn auch gleich 2 "Vereine" bzw. Tauchschulen auf die Schnauze gefallen.
Das "Geschäftsmodell" ist bei den meisten Nutzungsbedingungen illegal.
Antwort von Staff am 13.06.2007 - 15:44 @ Veringetorix Beides trifft zu *grinz* Spass beiseite.....
Hier im Ruhrgebiet ziehen Dich die Städte ab wo Du daneben stehst. Wir gehen deshalb schon hin und "unterverpachten" unsere Wasserzeiten. Die Städte argumentieren :" lt Bädernutzngsordnung...bla bla bla..... In der Vergangenheit hatten sie die Bäder "privatisiert", heisst, Wasserzeiten waren noch erschwinglich. Jetzt haben sie die ehem. privatisierten Bäder zurückgenommen und machen richtig Kohle mit den Wasserstunden. Eigentlich ein Unding. Aber wenns einem nicht passt, der kann ja 100 Km fahren oder aber die Ausbildung im See im begrenzten Freiwasser durchführen. Also beisst man in den sauren Apfel und macht es notgedrungen mit. Natürlich OHNE die eigenen Kurspreise anpassen zu können, da unsere Geiz ist geil Gesellschaft es nicht zahlen will.
Was mich aber an der Sache besonders wurmt, PADI, SSI und wie sie alle heissen nehmen sich als "Verband" der Sache nicht an. Gerade die kommerziellen Verbände sollten den Städttauchsport entsprechend fördern, mit den Räten der Städte sprechen und für die Schulen einen "leistbaren" Preis auszuhandeln. Dort mal unterstützend mit einzugreifen, das wäre was . Sie buchen nur 1x pro Jahr von der Kreditkarte ab
Antwort von Vercingétorix am 13.06.2007 - 15:49 @staff
Ich sitze nicht weit vom Ruhrgebiet. Bis Essen sind es 37 km und von daher kenne ich die Sche...
Nennt sich freie Marktwirtschaft.........
Antwort von Staff am 13.06.2007 - 15:54 @veringetorix: Danke fürs Mitgefühl
Antwort von henri am 13.06.2007 - 16:20 Bei uns in DO fragen die privatiserten Bäder teilweise schon bei den Tauchschulen an, ob sie nicht was machen wollen im Bad.
In manchen Städten ist es aber auch anders. Prinzipiell würde ich mich aber als Gewerbetreibender nicht unbedingt an die städtischen Bäder wenden sondern an die privaten.
Antwort von Staff am 13.06.2007 - 16:26 Tja Henri. Und da ist das Problem. Die Bäder die sich als "private" gerechnet haben, sind wieder in städischer Hand. Die städtischen wiederum die sich nicht gerechnet haben, sind unter dem Vorwand "Masterplan" geschlossen worden .
Antwort von henri am 13.06.2007 - 16:40 Staff, es gibt eine ganze Reihe von Freizeitbädern, die nie städtischer Hand waren und auch nicht sind.
Die haben ein Interesse ein abwechslungsreiches Angebot zu offerieren.
Frag doch mal da an.
Antwort von Staff am 13.06.2007 - 16:44 Stimmt Henri. Bei uns gibt es die OASE ( Teilprivatisiert )
Dann gibt es in Bochum die Meditherme ( ca 30 km Entfernung )
Wie gesagt, die Alternativen sind da. Nur für uns zu weit entfernt.
Antwort von staff-diver am 13.06.2007 - 18:49 Da habt Ihr`s aber recht gut.
Wir sind ein eingetragener und gemeinnütziger Verein, haben jedoch zu unserem städtischen Freibad keinen Zutritt, denn hier hat eine ortsansässige Tauchschule als "Gewerbetreibender" seine Hand drauf. Auf der Internetseite unserer Stadtverwaltung kann man zwar nachlesen, dass allen ortsansässigen Vereinen die städtischen Einrichtungen "kostenlos" zur Verfügung stehen, tja - uns aber nicht.
Der "Gewerbetreibende" zahlt schließlich an die Stadt Gewerbesteuer und sponsert die Dauerkarten für die Schwimmbadsaison. Und somit können wir machen was wir wollen - Hunde und wir müssen leider draußen bleiben Wir hatten schon Gespräche mit dem Magsistrat und dem Bürgermeister, haben ihm sogar Erpresslichkeit vorgeworfen, aber davon mag man auf der Stadtverwaltung natürlich nichts hören. Die BADEMEISTER wären angeblich ausgelastet Da lachen die Hühner
Antwort von DerVereinsgründer am 13.06.2007 - 18:55 Staff, henri, schön das Ihr Euch Sorgen um die korrekte Gründung von Vereinen macht.
Jedoch mal den Fall konstruiert (nur mal so als Fall, nicht als Tatsache halt ), dass eine Tauchschule (TS) keinen kostenlosen Zugang zum Schwimmbad hat, ortsansässige Vereine jedoch voll in den Genuss der städtischen Subventionen kommen. Nun nimmt die TS einen guten Freund, der einen Tauchverein (TV) gründet und für diesen von der Stadt Hallennutzungszeiten bekommt. Der Sinn des TV ist die Ausübung des Tauchsports, Geselligkeit und der ganze andere Schmarrn. Zwei oder drei der bei der TS angestellten angehenden Ausbilder sind ganz zufällig auch Mitglieder des TV und bilden dort die Vereinsmitglieder für einen einmaligen Obulus (nennen wir es mal: Jahresbeitrag inkl. Tauchversicherung) in Theorie und Praxis aus. Da der TV kein eigenes Material für Ausbildung hat, "empfiehlt" er ganz zufällig die uns schon bekannte TS, damit die Schüler sich dort das Ausbildungsmaterial leihen und das Lehrmaterial kaufen. Sind die Schüler im TV soweit ausgebildet, dass die Prüfung nebst Brevetierung ansteht, dann kann der TV das jedoch nicht durchführen (weil die "Ausbilder" als Übungsleiter noch keine Abnahmeberechtung haben), sondern beauftragt damit, na wen wohl? Richtig, die "befreundete" TS. Summara, summarum sind die Tauchschüler (oder auch Vereinsmitglieder genannt) kostenmäßig dann dort, wo sie bei einer gewerblichen Ausbildung auch wären, haben jedoch zusätzlich über die "Ein-Jahres-Mitgliedschaft" eine Tauchsportversicherung während der Ausbildung und können natürlich die Mitgleidschaft immer jährlich verlängern.
Das ist moralisch in Euren Augen vielleicht verwerflich, juristisch scheint es jedoch nicht anfechtbar zu sein, da alle anderen Schwimm-, DLRG- und Tauchvereine in der Stadt sich über diese Vernetzung schon beschwert haben, der Tauchschulenpseudoverein jedoch immer noch kostenlos im Schwimmbad ist.
Antwort von henri am 13.06.2007 - 23:22 HAllo Vereinsgründer,
das von Dir beschriebene Modell ist mit dem Vereinssteuerrecht absolut unkompatibel. Bei uns hat es vor JAhren schon mal ein Verfahren gegeben, in dem ein Gericht festgestellt hat, daß es sich um Betrug handelt.
Den Schwimm-, DLRG- und Tauchvereinen kann ich nur sagen, nicht zur Stadtverwaltung oder zum Bademeister. Einfach mal einen Tip an die Steuerfahndung... Der Tauchverein dürfte dann ziemlich schnell in ziemlich großen Schwulitäten sein.
Das geht dann so: Verein zum Schein gegründet, um die Stadt über den Leisten zu ziehen. Einseitige Begünstigung eines bestimmten Gewerbetreibenden...
Am Ende, wenn der Verein für die Kosten des Bades nachträglich nicht aufkommen kann, haftet der <Vorstand (Kumpel des TS-Besitzers) mit seinem Privatvermögen.
Und jetzt erklär mir mal warum er mit seinem Privatvermögen dafür haften soll, daß sein Kumpel offensichtlich nicht genug Kohle hat, eine Tauchschule samt regulärer Badnutzung zu betreiben. So bescheuert kann man wirklich nicht sein.
@ Satffdiver
Welche Stadt ist das denn? Habt ihr schon mal statt Jammern und drohen bei der Stadt den Gang zum Verwaltungsgericht in Erwägung gezogen?
Bei uns ist es zum Glück umgekehrt: Die Vereine kommen ins Bad, Gewerbetreibende bleiben draußen.
Dabei handelt es sich übrigens nicht um Subventionen, da Vereine keine Gewerbebetriebe sind. Wer die Zuteilung von öffentlichen Sportstätten an gemeinnützige Vereine mit Subventionen für Gewerbetreibende vergleicht, hat das Prinzip gemeinnütziger Vereine und deren Auftrag im Sinne des Vereinsrechts nicht verstanden. Nicht umsonst werden Vereine im Steuerrecht gegenüber Gewerbebetrieben anders behandelt.
Antwort von Vercingétorix am 14.06.2007 - 08:18 @henri
Das Recht ist für die Hellen, was soll daran gegen das Steuerrecht (Vereinssteuerrecht gibt es nicht) verstoßen. Wer wird um was betrogen, welche Steuern werden hinterzogen?
Die Barakudaclubs laufen seit Jahrzehnten nach dem Muster. Erklär das doch mal bitte genau!
Antwort von henri am 14.06.2007 - 12:17 @ Verc....
Wenn Du einen Verein gründest, um als Gewerbebetrieb kostenlos an Leistungen heranzukommen, dann ist das eine scheinbar gemeinnützige Angelegenheit. Die verstößt ziemlich eindeutig gegen die in der AO und im ESTG festgelegten Bedingungen für Gemeinnützigkeit. Das Ganze läuft dann unter Erschleichen von Leistungen.
Barakuda-Clubs (die, die ich kenne) sind keine eingetragenen Vereine und sind auch nicht gemeinnützig, kommen dem zur Folge auch nicht in den Genuß der Umsatzsteuerbefreiung. Es mag aber auch andere geben. Wie auch immer die Gründung eines gemeinnützigen vereines zur verfolgung gewerblicher Ziele ist mit dem Vereinssteuerrecht nicht vereinbar.
Das Vereinssteuerecht ist im BGB, in der AO und im ESTG geregelt. Insofern hast Du Recht, daß es kein Vereinssteuergesetz gibt. Das ist aber auch egal, weil es in den genannten Gesetzen geregelt ist. Insofern hast Du dann wieder Unrecht.
Du mußt dass auch gar nicht glauben. Ich weiß, daß eine Tauchschule bei uns schon vor Gericht die Sache verloren hat und kurz darauf dann auch insolvent war. Die Stadt konnte dann die erschlichenen Beträge nicht mehr eintreiben.
Grüße,
henri
Antwort von Telemar-king am 15.06.2007 - 09:29 henri, wieso schon wieder die "Steuer-Frage"? Auch wen ein Verein nicht gemeinnützig ist, kommt er in unserer Stadt in den Genuss der Subventionierung in Form kostenloser Sportstättenbenutzung. Die Verquickung von Verein und in Freundschaft verbundenem Tauchshop findest Du doch überall? Oder etwa bei Deinem Tauchverein nicht?
Gewerbetreibender zum Vereinschef "Wenn Deine Mitglieder bei mir Material kaufen, bekommen sie auf alle Preise 10% Rabatt." Das ist doch normal, nicht nur im Tauch- sondern auch im Laufsport, im Fußball, Eishockey, Schulsportgemeinschaft etc.
Was hat das mit dem Vereins- und/oder Steuerrecht zu tun?
Antwort von Massi am 15.06.2007 - 11:02 @Staff
"... Dann gibt es in Bochum die Meditherme ( ca 30 km Entfernung )... "
Du weisst dass die Meditherme ein FKK Bad ist?!
Aber Ausbildung dort stell ich mir dann schon interessant vor
oder täusch ich mich da mit der Meditherme?
Antwort von henri am 15.06.2007 - 11:19 Nee, bei uns findest Du diese "Verquickung" nicht.
Nach den Erfahrungen mit der "Verquickung" in dem vorherigen Verein, war das bei der Vereinsgründung auch ganz explicit ausgeschlossen worden.
Die Rabattvereinbarung zwischen Tauchladen und Vereinschef halte ich auch nicht für notwendig. Die Tauchshop-Besitzer in unserer Region wissen auch ohne Vereinbarung, daß sich guter Service, gute Beratung, faire Preise und Freundlichkeit in unserem Verein (ca. 100 Mitglieder) rumsprechen. Dafür braucht man keine Rabattvereinbarung. Noch haarsträubender finde ich das aber im Verhältnis Vereins-"Chef" Mitgleider. Da kommt schnell der Verdacht auf, daß der Vereinschef noch mahr Rabatte kriegt, wenn er die Leute in den Laden schickt. Gleiches gilt für Tauchbasen im Ausland. Mir ist es nicht nur einmal passiert, daß man dort als Vereins-"Chef", -Ausbilder und Gruppenbegleiter "Spezialtarife" angeboten bekommt. Da gibt es aber nur drei Alternativen:
1. Ablehnen
2. In die Vereinkasse stecken
3. Auf alle umlegen
Grüße,
henri
Wenn ein nicht gemeinnütziger verein oder Club mit offenen Karten spielt und von der Stadt ins Bad gelassen wird, ist dagegen nichts einzuwenden. Das ist Sache des Trägers des Bades und des Vereines.
Wenn aber eine Tauchschule einen verein gründet, um dort seine Geschäfte abzuwickeln und kostenlos an das Bad heranzukommen, dann ist das nicht okay, wenn zum beispiel der Stadt gegenüber behauptet wird, es handele sich um Vereinsausbildung.
Gemeinnützige Vereine widerum dürfen nur sehr eingeschränkt Gewinne machen, was die Sache in Kombination mit einem Geschäft, wenn es legal betrieben wird, unrentabel macht. ich mag diese Konstellation deshalb nicht, weil diese "Vereine" die richtigen Vereine immer wieder in Schwierigkeiten bringen, weil Bäder gesperrt, Zeiten beschränkt und Hürden aufgebaut werden. Die Träger der Bäder haben doch auch nicht wirklich Bedarf sich immer wieder mit der gleichen Masche von den selben Leuten bescheißen zu lassen.
Antwort von Staff am 15.06.2007 - 15:23 @MAssi.....nein, wusste ich nicht. Aber ich gebe Dir Recht das die Ausbildung wirklich Interessant werden könnte Schnorchel ausblasen ????????? Hilfe !
Antwort von Vercingétorix am 15.06.2007 - 16:50 @henri
Ich vermute mal du hast absolut kein fundiertes Hintergrundwissen zum Thema Vereine, Umsatzsteuer, Einkommensteur Körperschaftsteuer etc. pp. Das ist gestandenes Halbwissen.
Ich gründe einen e.V. Sport, Geselligkeit oder Förderung von Jugendlichen durch tauchen. Ich bekomme die Gemeinnützigkeit. Und weil ich zufällig der TL (CMAS, sonst gibt es Ärger mit dem VDST) bin, sage ich dem Vorstand Leute, ich bilde für euch aus. Übungsleiterpauschale für das Training, der Rest kommt von euren Mitgliedern, ihr bekommt Rabatt. Im Rahmen des Trainings darf ich als Übungsleiter (nichtgewerblich) den Kachelschein abnehmen. Den Rest mache ich im Freiwasser (gewerblich). Was ist daran bitte eine steuerschädliche Umgehung und gefährdet die Gemeinnützigkeit. Das Model darfst du ruhig auf fast jeden Verein gleich welcher Zweck in der Republik übertragen. Schon mal mit dem Kassiere eines Kreisligisten geredet. Was die machen ist meisten illegal.
Der örtliche Brakudaclub ist übrigens ein e.V. und mein Verein arbeitet sehr wohl mit einem Schrauber und einem Shop zusammen. Eine Hand ölt die andere. Ich empfehle dich, du gibst uns und unseren Mitglieder Rabatt und wenn es nur 10% sind.
Antwort von henri am 16.06.2007 - 23:47 @ Vercidingsbums
Kann man inzwischen nicht sagen, das es sich um Halbwissen handelt.
Es kommt ein bischen auf die Konstellation an, ob es gemeinnützig ist oder nicht. Das Modell daß Du beschreibst wird zwar häufig praktiziert, ist deshalb aber noch lange nicht legal. Wie gesagt, bei uns ist schon eine Tauchschule mit dem Modell vor Gericht gescheitert.
Absprachen mit Läden kann man natürlich machen. Ein guter Laden hat das aber nicht nötig. Unsere Läden hier wissen auch ohne feste Absprachen, daß die Mitglieder bei guter Behandlung die beste Mundpropaganda machen. So ist ohne fragwürdige Absprachen allen geholfen. Besonders interesssant finde ich Konstellationen wo dann der TL persönlich noch höhere Rabatte kriegt, wenn er Mitglieder zum einem bestimmten Laden schickt.
Für mich ist aber an dieser Stelle alles gesagt. Ich weiß, daß es solche "Geschäftsmodelle" gibt.
Ich weiß aber auch, daß es immer eine Gradwanderung für den Vorstand ist. Wenn Du es ein bischen genauer wissen willst diskutier das doch mal mit dem freundlichen Mitarbeiter der Vereinssteuerstelle bei eurem Finanzamt. Ich habe das schon seit Jahren hinter mir. Deshalb weiß ich auch wie eng die Grenzen sind in denen sich Vereine bewegen können und wie schnell eine Gemeinnützigkeit durch derartige "Geschäftsmodelle" gefährdet wird.
Man kann übrigens den Ärger mit dem VDST leicht umgehen. Es ist kein Verein in Deutschland verpflichtet dem VDST anzugehören. Man muß nur einem Verband angehören, der Mitglied im DOSB ist.
Ist man nicht im VDST reduzieren sich die Beiträge drastisch und man kann den Mitgliedern ein Versicherungskonzept anbieten, daß niedrigere Prämien, bessere Leistungen und Freiwilligkeit hat.
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