Zustand nach tiefer Bein-u.Beckenvenenthrombose Abgesandt von Gerlinde Ociepka am 22.02.2004 - 22:06:
Hallo, ich möchte tauchen beginnen. Hatte 1993 eine tiefe Bein- u.Beckenvenenthrombose mit Lungenembolie. Kein Dok will sich festlegen, ob ich darf oder nicht.
Danke für die Info Gerlinde
Antwort von Jessica am 23.02.2004 - 03:09 Das wird Dir hier auch niemand beantworten koennen. Such Dir einen Tauchmediziner. Hier klicken
Was ich Dir jetzt schon sagen kann: Wenn diese Thrombose "von allein" auftauchte, also ohne operativen Hintergrund o.ae., dann ist die Chance nicht sehr gut, zumal Du unter Antikoagulationstherapie (Marcumar etc.) sein duerftest. Im Endeffekt haengt das von Deinem speziellen therapeutischen Quick ab. Aber man darf nicht vergessen, dass Tauchen ein Sport ist, in dem Barotraumen, also Druckschaeden, recht schnell auftreten koennen. Am ehesten in den Nasennebenhoehlen und im Ohr. Sekundaer folgt dann die Lunge. Bedenke, was passiert, wenn Du einen Lungenriss erleidest. Du wuerdest schlicht verbluten! Ein Barotrauma der NNH oder des Trommelfells sind vielleicht primaer nicht ganz so dramatisch, aber mit einem stark reduzierten Quick dennoch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Dort ist der direkte Blutverlust nicht so massiv, aber dennoch wird es nicht aufhoeren zu bluten. Mit all den daraus entstehenden Konsequenzen.
Mein Rat also: Such Dir einen ausgebildeten Tauchmediziner und lass Dich ausgiebig beraten.
Ich drueck Dir die Daumen.
Antwort von EASY am 23.02.2004 - 14:05 .. wie so viele andere Fragen auch nicht, ja ja.
Antwort von Jessica am 23.02.2004 - 15:02 easy, wolltest Du mir/uns irgendetwas (sinnvolles) mitteilen?
du wirst vermutlich keinen Mediziner finden, der dich tauchtauglich schreibt.
Trotzdem wirst du formal einen (Anfänger)Tauchkurs machen können.
Also bleibt dir nur, das gesundheitliche Risiko alleine zu tragen. Sowohl während der Ausbildung als auch später.
Bedenke aber auch, dass du beim Tauchen nicht nur für dich alleine verantwortlich bist, sondern, dass sich deine Tauchpartner darauf verlassen wollen, dass du gesund und fit bist (und bleibst).
Also bliebe dir nur das Verschweigen deiner Vorerkrankung, mit dem latenten Risiko eines Tauchunfalls.
An Tauchplätzen, die beim einchecken eine Tauchtauglichkeitsbescheinigung vorschreiben, wirst du allerdings nicht tauchen dürfen.
Allerdings, und das würde ich mit einem Tauchmediziner besprechen, würde ich immer auch die physische/physiologische Gesamtkonstitution mit in Betracht ziehen. Das kann dann ein ganz anderes Bild ergeben.
da ich erst vor eineinhalb Jahren eine tiefe Bein- und Beckenvenenthrombose hatte habe ich mir die gleiche Frage gestellt und darüber in anderen Beiträgen dieses Forums auch schon einiges an Wissen/Meinungen zusammengetragen. Gib mal in die Suchmaschine Marcumar ein, und du wirst fündig. Als gute Adresse sei hier auch noch einmal die GTÜM (Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin) genannt. Bedenke, dass nur eine wirklich gründliche Untersuchung bei mindestens einem Tauchmediziner dir die "Gewissheit" - ein Restrisiko wird bleiben, wie immer im Tauchsport, auch bei völlig gesunden Menschen - geben kann, ob du tauchen darfst oder nicht. Die Embolie spricht aber eher dagegen. Es sei denn du hast heute wieder eine sehr gute Fitness. Eine Marcumarisierung ist aus medizinischer Sicht keine eindeutige Kontraindikation. Übrigens @Jessica: Ein marcumarisierter Mensch ist kein Bluter. Meine Wunden hören auch auf zu bluten, ob du es glaubst oder nicht. Allerdings benötigen sie dafür etwa 2,5- 3,5 mal so lange, weil mein INR in genau diesem Bereich liegen muß.
Alles gute Gerlinde. Laß dich nicht unterkriegen, aber versuche auch nicht das Unmögliche.
Gruß,
Frank
Antwort von Jessica am 25.02.2004 - 22:15 das weiss ich Frank - ich bin naemlich aus der Medizin. Aber vergiss nicht.. bei so grossen Verletzungen wie einem Lungenriss bist Du tot, ehe das mal aufhoert zu bluten...
Antwort von Jessica am 26.02.2004 - 08:54 das heisst, dass ich aus der Medizin bin
Antwort von Cuthalion am 26.02.2004 - 10:11 Hi Gerlinde,
war das ein einmaliges Ereignis mit einem Auslöser wie Op o.ä?
Davon hängt es ab, ob du weiterhin eine "Blutverdünnung" nehmen solltest oder nicht. Dann trifft Jessicas erste Anmerkung zu.
Hast du noch Folgen von der Lungenembolie wie Atemnot, eingeschränkte Lungenfunktion oder sonst etwas?
davon hängt meines Erachtens die aktuelle Einschätzung der Tauchtauchlichkeit ab
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