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"Crocodile Hunter" von Stachelrochen getötet
Abgesandt von Weltenbummler Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 09:48:

Der 44 jährige Steve Irwin, weltweit bekannt als "Crocodile Hunter" ist beim Unterwasserfilmen in der Nähe von Cairns von einem Stachelrochen getötet worden. Der Stachel traf die linke Brust, ob er direkt das Herz traf oder einen Herzstillstand auslöste wird noch untersucht.
Eine der Quellen:
Hier klicken



Antwort von majovo Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 10:11
Ja und?
Kriegsberichterstatter sterben auch im Durchschnitt etwas früher als andere.
Ich habe mal kurz gesehen, was der für einen Müll vor der Kamera mit dem Viechzeug gemacht hat. Selbst schuld.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 11:14
Ob "Selbst schuld" können wir hier nicht beurteilen. Klasse Beitrag

Gruß SH
(der die Serie auch nicht mag aber sich davon nicht zu einem Urteil hinreißen lässt, dessen Beurteilung aufgrund einer kurznews nicht möglich ist)
Antwort von niemand bestimmtes am 04.09.2006 - 11:16
Ich glaube, der wollte unbedingt mal von einem Tier erlegt werden. Wer wie er jedes giftige oder sonstwie gefährliche Tier vor der Kamera knuddelt, dem Zuschauer immer wieder zurufend, wie gefährlich das ist, und dass man das auf keinen Fall nachmachen soll... er hat`s drauf angelegt.

Ich will gar nicht wissen, wie arg er den Rochen bedrängt hat, damit der ihn sticht - immerhin begegnen viele tausende Urlauber diesen Tieren täglich unter Wasser, und von so einem Unfall habe ich noch nie gehört...
Antwort von Massi Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 11:47
tja dat nennt man dann wohl berufsrisiko,
traurig aber wahr ...
wobei wie er mit den tieren rumgehüpft is, war wirklich nich das gelbe vom ei
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 11:47
So sind sie, die Menschen.

Da fällt mir der asiatische Krokoheini ein.
Sehr clever!
Wilde Tiere sind eben wilde Tiere und lassen sich nicht beliebig dressieren.

Wer das noch nicht kennt:
Hier klicken
Antwort von tauchender Kakadu Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 12:14
Also mein Mitleid hält sich da in Grenzen, wer freilebende Tiere in ihrem Lebensraum beträngt und sämtliche Verhaltensregeln ausser acht lässt, soll sich nicht wundern wenn so was passiert. Wir lernen ja auch unter Wasser nichts anzufassen und mit gebührendem Respekt und Abstand die Unterwasserwelt zu beobachten, wenn man sich dran hält gehts auch gut, aber wenn man den Helden markieren will, geht das auch mal schief. Übringens ist hier auch ein gutes Beispiel warum man Stachelrochen und anderes giftiges Getier nicht reizen soll, sonder nur ihre Eleganz bewundern.
Antwort von ThomasKuehn Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 12:16
Super Kommentare, klasse, was manche hier völlig uninformiert vom Stapel lassen.
Mein Tip: Bemüht Guggel oder sonstige Suchfunktionen, lest nach wie es passiert ist und gebt dann vielleicht nochmal Kommentare ab.

Ich erspare mir hier jeden weiteren Kommentar, denn ein großer Tierschützer ist durch einen Unfall ums Leben gekommen. Und das ist sicher nicht spaßiges oder etwas, wo man Schadenfreude zeigen muß.
Antwort von kwm Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 12:18
Für seine Angehörigen tut es mir leid.
Aber die Tiere werden froh sein.
Antwort von Karl-Heinz am 04.09.2006 - 12:54
@Thomas:

Was genau passiert ist steht noch nirgends. Nur dass ihn der Stachel des Rochens an der Brust verletzt hat. Und wer schonmal "Crocodile Hunter" gesehen hat, weiss wie gerne der gute Steve alles mögliche Viehzeug anfasste. Somit ist die Schlussfolgerung, dass er den Rochen gereizt hat nicht völlig aus der Luft gegriffen. Tatsache ist aber, dass man Steve auch nicht voreilig "verurteilen" sollte.
Antwort von buchinio am 04.09.2006 - 13:03
...also ich hab mir auch schon ein paar mal gedacht, dass der Typ bestimmt nicht eines natürlichen Todes sterben wird. Das mit dem "Berufsrisiko" sehe ich also ähnlich. Trotzdem fand ich ihn irgendwie witzig wenn auch total durchgeknallt und der Tod eines Menschen ist egal unter welchen Umständen (selbst schuld oder nicht) immer tragisch und ganz bestimmt nicht lustig.
Aber ich denke er war sich seines Risikos bestimmt immer bewusst, und seine Frau auch...
Antwort von kwm Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 13:47
...Rochen sind sehr friedliche Fische, die setzen ihre Waffen nur zur Abwehr/Verteidigung ein. Vor Jahren hab ich mal einen solchen Unfall auf den Malediven erlebt. Ein Taucher war der Meinung, einen Rochen festhalten zu müssen. Der Rochen hat den Taucher auch mit einem Stisch in die Brust getötet.
Wird schon in der OWD-Ausbildung gelehrt, das man unter Wasser nichts anfassen soll. Zum eignen und zum Schutz der Unterwasserlebewesen...
Antwort von ThomasKuehn Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 13:59
@Karl-Heinz:
Hier ist der Bericht des Kameramannes, der bei dem Unfall dabei war:
Hier klicken
Ich kannte den Unfallbericht schon zum Zeitpunkt meines letztes Beitrages. Es ist nicht gerade schön, wilde Spekulationen hier reinzusetzen, wenn man nicht informiert ist.
Antwort von Kurt n.E. am 04.09.2006 - 14:20
Dieser "Bericht" ist doch auch wieder nur eine Erzählung einer Person, die den Unfallhergang von einer andern erzählt bekam.

Wer das System der "Stillen Post" kennt, kann sich vorstellen, wie viele Fehlerquellen vorhanden sein können, von der eigenen Interpretation des Augenzeugen bis hin zur Vermengung von (vermeintlichen) Tatsachen mit eigenen Erfahrungen aus füherer Zeit des "Berichterstatters".

Wenn seit Jahren im Herbst die Blätter vom Baum fallen, werde ich auch stutzig, wenn mir plötzlich einer erzählt, es sei diesen Herbst anderrum.

Meine Kids haben die Serie verschlungen und auch den Süpielfilm haben sie (ich) gesehen. Und auch ich kann mir nicht gerade vorstellen, daß er ganz brav neben dem Rochen hergeschwommen ist.

Aber was ich mir vorstellen kann oder nicht ist sowieso egal, es ist passiert, er war erwachsen und wußte was er tat und kannte auch das Risiko.

Antwort von Karl-Heinz am 04.09.2006 - 14:50
@Thomas:

"a big black ray" und "a little too close" sagt doch eigentlich alles, oder?

Und wie Kurt schon sagte, ist das NICHT der Bericht des Kameramannes. Und "I trust this person has told me the full info" lässt auch einige Rückschlüsse zu. Im Moment weiss also nur der Kameramann genaueres, und der hat wohl noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben.

Also heisst es weiter abwarten und auf die offizielle Ursache warten
Antwort von Karl-Heinz am 04.09.2006 - 15:05
@Thomas:

Noch ein Nachtrag: Ich habe einige Folgen von "Crocodile Hunter" gesehen. Und wie Kurt sagte, ist es eher unwahrscheinlich dass Steve einfach nur friedlich hinter dem Rochen hergeschwommen ist. Die Annahme, dass Steve den Rochen "in die Enge drängte" ist also auf jeden Fall keine "wilde Spekulation" sondern eher eine sehr gut mögliche Annahme. Steve riskierte bei seinen Stunts mit den Krokodilen immer sehr viel. Es ist nicht anzunehmen dass er bei den vermeintlich ungefährlicheren Rochen vorsichtiger zu Werke gegangen ist.
Wenn mir sowas passiert wäre, wäre die Annahme, dass ich den Rochen gereizt hätte tatsächlich eine "wilde Spekulation". Weil meinen Tauchpartnern bekannt ist dass ich nie Unterwasser irgendwelche Tiere berühre oder mich potentiell gefährlichen Tieren (zu denen auch der Rochen zählt) zu sehr annähere.
Aber jetzt genug der Spekulation, ob wild oder nicht. Warten wir einfach auf den offiziellen Bericht. Vielleicht lief die Kamera zu diesem Zeitpunkt ja auch, dann wissen wir es dann ganz genau.
Antwort von tauchender Kakadu Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 19:32
@Thomas,
ich wünsche natürlich niemanden den Tod, vielleicht war meine Einleitung etwas unglücklich. Aber Fakt ist das er mit Tieren vor der Kamera gerade nicht zimperlich umging. Selbst wenn er diesmal den Rochen nicht reizte (was eher unwahrscheinlich ist) setzte er sich permanenter, unnötiger Gefahr aus und es war irgendwie schon abzusehen.
Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 20:13
Ich habe einmal einen halben Bericht von dem gesehen. Und dann abgeschaltet, ich fand das unmöglich, was der vor der Kamera abgezogen hat.
Insofern wundert es mich nicht, auch wenn es bedauerlich ist, durch einen Unfall zu sterben.
Antwort von berlinman Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 21:03
Zur Erhellung:

"Irwin was being filmed by a cameraman in 2m of water at Batt Reef, about 32 nautical miles offshore from Port Douglas, as he swam over the top of a large bull ray.

Suddenly, and for no apparent reason, the 2.5m stingray turned on Irwin and struck him with its tail, releasing a poisonous and jagged barb that pierced his heart.

Graphic footage of the incident, which police have seized, shows the animal turning and striking Irwin, who immediately collapses in the water.

Quelle: Hier klicken


Antwort von berlinman Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 21:04
@steffi: Mir gings da genauso - ich verschlinge eigentlich fast alle Tier- und Naturdokumentationen - aber Irwins Filme mochte ich nicht.
Antwort von Nowotaucher Redaktionsmitglied am 04.09.2006 - 21:22
Und, wer von Euch war dabei? Ich finde das echt Klasse, wie sich hier doch einige wieder so voller Schadenfreude bestätigt fühlen "Ich wusste ja schnon immer, dass er sich damit mal umbringt".

Zum Thema friedliche Stachelrochen möchte ich nur sagen, dass man uns beim Tauchen in Yucatan in dem einen Tauchgebiet geraten hat, gehörigen Abstand von den Rochen zu nehmen, da sie sich anscheinend öfters bedroht gefühlt hatten und schon einige Taucher verletzt wurden.

Man kann zu Irwin stehen wie man will, aber er hat in Australien extrem viel für den Naturschutz gemacht, indem er den meisten Australiern diese Tiere erst einmal näher gebracht hatte und ihr Interesse an ihnen weckte. Die Einstellung sonst ist nämlich im Allgemeinen nicht besonders tierfreundlich der einheimischen Natur gegenüber.

Tsts,

Andreas
Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 04.09.2006 - 23:31
Nowotaucher, ich kann zwar verstehen, dass du nicht begeistert über seinen Tod bist (wer ist das schon) aber mal ganz ehrlich, seine Art, die Tiere vorzuführen war absolut grenzwertig. Und nicht sachlich. Ich muss ein Tier nicht stören oder anfassen und in Bedrängnis bringen, um es Menschen nahe zu bringen. Wenn das notwendig ist, die Menschen dafür zu interessieren, dann ist es wohl die selbe Klientel, die diese unsäglichen Talkshows guckt. Und den Freaks traue ich zu, dass sie es nachmachen, im Grunde hat das JackAss-Niveau. Ich selber habe nicht mal eine Sendung von dem überstanden und fand es wirklich niveaulos. Dass es um Naturschutz ging, war irgendwie für mich nicht erkennbar.

Ich glaube nicht, dass hier jemand schadenfroh ist, oder sich "bestätigt" fühlt, aber wer immer mit Vollgas um die Ecke fährt, darf sich nicht wundern, wenn er mal irgendwann aus der Kurve fliegt. Wenn es jetzt nicht der Stachelrochen gewesen wäre, dann vielleicht irgendwann mal ein Krokodil oder eine Schlange.
Über diesen Mann wurde schon zu seinen Lebzeiten kontrovers diskutiert und ich stelle ihn aufgrund seiner Art mit den Tieren umzugehen, eher in die Ecke "Selbstdarstellung" als "Information".


Antwort von ThomasKuehn Registriertes Mitglied am 05.09.2006 - 14:06
Um Spekulationen mal auszuräumen:
Auf SpiegelOnline ist zu lesen:
Nach dem Tod des als "Crocodile Hunter" bekannten Steve Irwin haben Polizei und Kollegen die Aufnahmen des Rochenangriffs ausgewertet.
[...]
Auch die Polizei von Queensland hat sich die Videoaufnahmen angeschaut. Demnach habe es keine Anzeichen gegeben, dass Irwin den Rochen bedroht oder eingeschüchtert habe.
Antwort von kwm Registriertes Mitglied am 05.09.2006 - 14:10
Das man Menschen für Natur und Naturschutz auch anders begeistern kann zeigen folgende Beispiele.

1. Nomaden der Lüfte
2. Reise der Pinguine
3. Deep Blue

Ich möchte an dieser Stelle auch mal an die Unterwasserfilme von Jacques Cousteau erinnern.

Man muß Tiere weder belästigen noch bedrängen um sie den Menschen nahe zu bringen. Wenn jemand mit Menschen so umgegangen wäre, wie er oft Tiere behandelt hat, dann hätten sich damit wahrscheinlich Gerichte befaßt.
Antwort von cherry5141 Registriertes Mitglied am 05.09.2006 - 16:13
Klasse Kommentare! Schadenfreude pur - fast nichts sachlich Formuliertes! Genauso kontrovers wie über Steve Irvin berichtet wurde, macht ihr über einen Verstorbenen her! Ich denke, daß sich der Mann der Gefahren sehr wohl bewußt war, in die er sich begab! Mann kann über seine Filme geteilter Meinung sein, aber wir in Deutschland wissen nicht was genau vorgefallen ist und wie es zu diesem Unfall kam! Also gebt endlich Ruhe mit dieser dummen Schadenfreude! Der Mann ist tot, hinterläßt 2 kleine Kinder und ein junge Frau (kommt mir jetzt bloß nicht damit, daß er das hätte vorher wissen müssen....), wie wärs mal mit ein wenig Mitgefühl!!!
...oder würdet ihr so kommentieren wenn euer Buddy so zu Tode käme????
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 05.09.2006 - 17:27
@kwm
1005ige Zustimmung zu dem was du ausdrücken möchtest.

nur hierbei:
>Ich möchte an dieser Stelle auch mal an die Unterwasserfilme von Jacques Cousteau erinnern. <

erinnere ich an Cousteaus Hai-Angfangszeiten ....
>Man muß Tiere weder belästigen noch bedrängen <
Genau, Herr Cousteau. Aber verziehen, er hat trotzdem Großartiges geleistet und Sohn & Enkel als aktive Haischützer machens wieder gut

Aber schaut mal: Auch Irvin hat viel für den Tierschutz getan und dafür, dass den Menschen die Natur nähergebracht wird. Auchn ich mochte die Art nicht, wie es letztlich auch vermarktet wurde. Trotzdem, er hat denke ich mehr getan als wir. Ich finde wir sollten mit dieser Diskussion aufhören. Ich denke, es ist alles gesagt.

An dieser Stelle wurde der Thread von einem Taucher.Net Moderator geschlossen. Es sind keine weiteren Kommentare mehr möglich (und wahrscheinlich auch nicht nötig)!

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