bildungsurlaub + tauchen? Abgesandt von biopren am 31.10.2007 - 13:07:
hallo gemeinde,
ich möchte gerne ´08 erstmalig einen bildungsurlaub machen und suche dazu ein entsprechendes event mit tauchen. trotz googlen wurde ich nicht sehr fündig. hat wer schonmal sowas gemacht oder wer kann einfach tipps geben? herzlichen dank und vg, biopren
Antwort von Euregiotaucher am 31.10.2007 - 13:30 Tauchen an der Uni in den Sommerferien ??
Antwort von carmen1 am 31.10.2007 - 13:37 Mache ich jetzt *g*
Erst Nilkreuzfahrt und dann das Rote Meer besuchen.
meine Freundin und ich haben mal einen sechswöchigen Backpackerurlaub in Thailand gemacht. Erst den Norden (Chiang Mai, Goldenes Dreieck) und Nordosten mit seinen Khmer-Tempeln (z.B. Phimai), Ayutthaya, die alte Hauptstadt, vor ca. 200 Jahren zerstört von den Burmesen und dann ging es auf eine Similan-Safari und am Ende zum Abspannen nach Ko Tao. Das kann ich so nur empfehlen - man muss auch nicht mit Meyer`s Weltreisen oder so los, um einen Bildungsurlaub zu machen
Viel Spaß und gute Reise,
Basti
Antwort von Fritte am 31.10.2007 - 14:08 @biopren
Ich kann Dir da nicht viel Hoffnung machen.
Landesarbeitsgericht Hamm (Westfalen) 4. Kammer
Urteil vom 02.12.1993, 4 Sa 1143/93, zu § 7 ArbWeitBiG NW, § 1 Abs 2 ArbWeitBiG NW
Leitsatz
2. "Politische Weiterbildung" im Sinne des § 1 Abs 2 AWbG (juris: ArbWeitBiG NW) dient dem Erwerb und der Erweiterung von Kenntnissen über politische und gesellschaftliche Zusammenhänge sowie der Befähigung zur Teilhabe oder Mitwirkung im gesellschaftlichen und politischen Leben. Auch umweltpolitische Themen können "politische Weiterbildung" im vorgenannten Sinne darstellen. Die bloße Bezugnahme auf Ökologie oder Umweltschutz im Titel der Veranstaltung genügt nicht für die Qualifizierung als Veranstaltung der "politische Weiterbildung".
Diese Entscheidung wurde bestätigt durch das BAG mit Urteil vom 24.10.1995, 9 AZR 433/94,
zu § 1 ArbWeitBiG NW, § 7 ArbWeitBiG NW
"Eine von einem Landessportbund durchgeführte Veranstaltung an der Costa Brava mit dem Thema "Das Meer - Ressource und Abfalleimer" dient nicht der politischen Weiterbildung, wenn überwiegend Tauchgänge vorgenommen und Kenntnisse zur Naturkunde des Meeres vermittelt werden, auch wenn daneben umwelt- und gesellschaftspolitische Probleme bei der Nutzung des Meeres erörtert werden."
Antwort von Schaffel am 31.10.2007 - 14:13 Um welche Art der Bildung geht es Dir denn?
Sightseeing, Sprachkurs, Kochkurs, Studienfächer?
LG Schaffel
Antwort von Vercingétorix am 31.10.2007 - 15:09 Es geht nicht um Bildung, es geht um Spaß auf Kosten des Arbeitgebers.
Antwort von ElFlaco am 31.10.2007 - 15:40 Hallo Biopren,
mir fällt jetzt nur dies ein:
Hier klicken 2007 bieten sie nix an, aber vielleicht 2008 wieder.
Mehr BU:
www.liw.de
Ich habe vor langer Zeit mal einen BU Meeresökologie an der Costa Brava mitgemacht. Das war sehr lehrreich und hat Spass gemacht. Getaucht wurde dabei auch.
Hallo alle anderen,
Bildungsurlaub ist in vielen Bundesländern das Recht eines Arbeitnehmers auf 5 Tage zusätzlichen Urlaub zum Zweck der Bildung.
Es kommt nur darauf an, dass die Bildungsmassnahme in dem jeweiligen Bundesland als Bildungsurlaub anerkannt ist.
Das Thema des BU muss auch nicht in Zusammenhang mit dem Beruf stehen.
Hallo Vercingétorix,
Bildung darf doch ruhig auch Spass machen, oder?
Bist Du neidischer Selbständiger, oder geiziger Arbeitgeber?
Gruß
ElFlaco
Antwort von Long John Silver am 31.10.2007 - 19:06 Er wird beides sein, nehme ich an, wie ich auch. Wenn ihr Würstchen euch auf euren Arsch gesetzt hättet, würdet ihr nicht nach Bildungsurlaub winseln.
Antwort von ElFlaco am 01.11.2007 - 08:57 Hi LJS,
für Leute wie Dich gibts auch prima Bildungsangebote zu Themen wie "Soziale Kompetenz"
Gruß
ElFlaco
Antwort von peterunderwater am 01.11.2007 - 10:17 Hallo Biopren
Es ist ja wieder mal traurig zu sehen was für enifache Programme sich hier herumtummeln. Den Meisten würde es mit Bestimmtheit nicht schaden einmal in ihrem Leben die Schulbank zu drücken.
Hier noch eine ernstgemeinte Möglichkeit. Es ist natürlich immer die Frage worin Du dich weiterbilden möchtest. Aber probier doch mal die folgenden Web-sites:
www.coralcay.org
www.sharkproject.org
Dort kannst Du Tauchen und lernst noch einiges über die Unterwasserwelt.
Viel Spass
peterunderwater
Antwort von Fritte am 01.11.2007 - 10:55 Hallo, Mc Fly, jemand zu Hause?
Hier geht es, so habe ich biopren verstanden, nicht darum, im Urlaub irgendwas kulturelles zu machen, Sondern um Bildungsurlaub im engeren Sinne, also vom Arbeitgeber durch zusätzlichen, bezahlten Urlaub geförderte Weiterbildung in gesellschaftlicher oder politischer Hinsicht.
@ElFlaco
"Ich habe vor langer Zeit mal einen BU Meeresökologie an der Costa Brava..."
Genau das geht heute so nicht mehr. Es dürfte sich um genau das Programm handeln, daß vom BAG als Bildungsurlaub nicht zugelassen wurde. Das geht also heute nicht mehr. Kein Arbeitgeber, der noch alle auf dem Kronleuchter hat, wird soeinen Urlaub heute noch bewilligen.
Antwort von johnporno am 01.11.2007 - 22:29 Bei Hydra auf Elba kannst du dich, was das Wasser angeht, weiterbilden. Einfach mal Elba und Hydra googeln
Antwort von Vercingétorix am 02.11.2007 - 09:12 Nun ja, ich würde es vielleicht nicht so formulieren wie LJS aber im Grunde ist es doch so,
die Idee des zusätzlichen Urlaubs ist getragen vom Gedanken der Sozialromantik. Der AN soll neben seinem Erholungsurlaub die Gelegenheit haben, seinen Horizont zu erweitern und der AG hat dieses zu bezahlen. Das mag bei großen Konzernen noch angehen, bei Mittelständlern ist das ein schlichter Kostenfaktor, der durch den Gesetzgeber bestimmmt wird. Natürlich schöpft der AG den Mehrwert der Arbeit ab, aber er bezahlt ja auch dafür und trägt das unernehmerische Risiko.
Und wenn es sich um solche Larifari-Geschichten handelt, kommt einem schon mal die Galle hoch.
Ich für meinen Teil habe dafür KEIN Verständnis auch wenn ich mich dem gesetzlichen Anspruch beugen muss.
Wenn der AG nicht unter das KSchG fällt, erledigen sich solche Anträge ziemlich schmerzlos von selber
Antwort von shuttle am 02.11.2007 - 09:50 Na ja, Vercingétorix, es gibt durchaus auch im Mittelstand noch für beide Seiten sinnvoll machbare Wege.
Beispiel: in meiner jetztigen wie auch in meiner Firma zuvor ist/war aufgrund internationalem Einsatz Mehrsprachigkeit zwingend notwendig. Wenn wir z.B. in einem Bereich z.B. noch Spanisch fördern wollen / benötigen, ist eine tlw. bezahlter Sprachaufenthalt (mit entprechender Leistungsanforderung / Prüfung nach der Maßnahme) z.B. in Malta denkbar und nicht aus der Welt. Der AN bekommt den halben Urlaub als Bildungsurlaub und den Kurs bezahlt, wenn er in der Zeit noch ein paar Tauchgänge macht, so what. Allerdings muss er sich dies schon erdienen/erdient haben, repektive wird die Leistung auch eingefordert.
Antwort von ElFlaco am 02.11.2007 - 11:34 Hi Vercingétorix,
auch wenn wir jetzt vom eigentlichen Thread etwas abkommen:
Klar stehen wir beide wohl auf unterschiedlichen Seiten. Ich kann mich natürlich auch in die AG versetzen und würde wohl auch mit den Zähnen knirschen.
Aber solange es Bildungsurlaubsgesetze in den einzelnen Bundesländern gibt, steht es jedem zu, seinen Anspruch einzufordern.
Ein AG sollte seine Rechte und Pflichten genauso kennen und wahrnehmen wie auch ein AN. Wenn einer sich nur die Rosinen rauspickt ist das von beiden Seiten doof.
Aber BU ist doch nicht neu und so kommt es doch für den AG nicht überraschend. Wer so blauäugig AG geworden ist, ohne alle Rechten und Pflichten zu kennen und ohne eine ordentliche Kostenkalkulation zu machen ist m.E. selber Schuld.
Und Angstmachen mit Kündigungsdrohung gilt nicht! Gruß
ElFlaco
Antwort von Nexutron am 02.11.2007 - 17:58 @ ElFlaco
Ich hab keine Ahnung wo du arbeitest, aber die meisten AG werden bei der Einforderung des BU mit einer Kündigung drohen.
Und ob die 5 Tage BU den Stress wert sind (auf der Abschussliste zu stehen) ist fraglich.
Logisch wird er nicht wegen den eingeforderten BU die Kündigung aussprechen. Je nach Job kann man es durchaus mal beim AG versuchen (Sprachfortbildung oder ähnliches wären wohl sinnvoll) aber darauf pochen oder etwas anfragen was nix mit dem Job zu tun hat, würde ich mir verkneifen.
Gruß Nex
Antwort von Auf auf zum Kampf! am 02.11.2007 - 22:40 Was für`n Glück, dass wir aus der Diktatur raus in den Rechtsstaat und die Demokratie gelangt sind. Danke, Helmut.
@Vercingetorix:
Na, immerhin, ein gebildeter Ausbeuter... Auch wenn du die böse klingenden Vokabeln etwas meidest klingt doch die Quelle durch. Unternehmerisches Risiko: Stimmt, gibt es (bei fehlender Größe und Geschick bzw. vorgeschobener Ehefrau oder Schwiegermutter), und entspricht exakt dem arbeitnehmerischen Risiko (Hartz4 nach 1Jahr).
Ungerecht ist natürlich auch, dass manche Arbeitnehmer, nur weil sie im richtigen Unternehmen im richtigen Bundesland arbeiten, mehr Geld, mehr Urlaub und auch noch Bildungsurlaub bekommen, womöglich noch für weniger Arbeit. Natürlich haben diese AN dann auch ein paar Möglichkeiten. Legale und weniger legale, genau wie das Cleverle von AG.
Wie heisst es so schön: Wer mit Bananen bezahlt bekommt halt nur Affen.
Antwort von Fritte am 03.11.2007 - 09:38 @VBercingetorix
"Es geht nicht um Bildung, es geht um Spaß auf Kosten des Arbeitgebers."
Das trifft zumindest auf den Fragesteller zu und deshalb wird er auch Probleme mit der Genehmigung des Tauch- äh Bildungsurlaubes bekommen.
Anders sieht es aus, wenn es sich um eine Arbeitsbezogene Weiterbildung handelt, die übrigens den weitaus größten Teil der Bildungsmaßnahmen ausmachen. Dann handelt es sich eben nicht um eine Spaßveranstaltung, sondern kann auch für den Arbeitgeber eine echte Bereicherung darstellen, die er für eine Woche Urlaub geliefert bekommt. Denn die Kosten der Bildungsmaßnahme trägt der Arbeitnehmer selbst.
"Wenn der AG nicht unter das KSchG fällt, erledigen sich solche Anträge ziemlich schmerzlos von selber"
Vooorsicht! Dann aber auf einen gehörigen zeitlichen Abstand zwischen Urlaubsersuchen und Kündigung achten, da ansonsten § 612a BGB zu einer Unwirksamkeit der Kündigung führen dürfte. Zudem ist zu überlegen, ob die Kosten für die Suche und Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters nicht die Kosten für den Bildungsurlaub übersteigen. Woher weißt Du dann, daß der Neue nicht auch Bildungsurlaub verlangt.
Antwort von Auf auf zum Kampf! am 03.11.2007 - 12:10 "Woher weißt Du dann, daß der Neue nicht auch Bildungsurlaub verlangt."
Das wird dann im der Einstellung vorausgehenden Stasigespr.., äh, Personalgespräch abgefragt, außerdem spricht sich es ja schnell rum, wie man sich zu verhalten hat. Aufpassen sollte der AG nur, dass am Ende nicht ein Klima von Duckmäuserei und Misstrauen herrscht, und nur die bleiben, die woanders nichts finden, und die sich zum gerechten Ausgleich dann Freitag abend oder Montag früh alleine im Lager umsehen, oder Mittwoch zum Arzt gehen. (Aber da kann man dann ja auch "Personalgespräche" ansetzen. )
Antwort von ElFlaco am 03.11.2007 - 12:24 Hi Nexutron,
schade, dass es in unserem Land so viele Leute ohne Zivilcourage gibt.
Verzicht auf Rechte aus Angst vor Repressionen?
Genau so hat es auch die PIN AG geschafft dass ihre Arbeitnehmer GEGEN einen Mindestlohn protestiert haben, der über ihren mickrigen 6 € liegt.
Ihr scheißt Euch in die Hosen und der AG lacht sich ins Fäustchen.
"Zusammen sind wir stark" war früher - Heute gilt wohl "Ich noch billiger als die anderen billigen Arbeitskräfte"
Gruß
ElFlaco
Antwort von Nexutron am 04.11.2007 - 14:33 Eben wegen AN die mit den Sprüchen kommen
"Ich noch billiger als die anderen billigen Arbeitskräfte" sollte man bei der Einreichung von BU etwas vorsicht walten lassen.
Es dem AG schmackhaft machen (das der BU was für den Betrieb bringt) ist sinnvoller als nur auf sein Recht zu pochen.
Das ist keine Sache der Zivilcourage sondern des Verstandes.
Gruß Nex
Antwort von Völker hört die Signale am 08.11.2007 - 17:13 Na ich seh schon, die Freizeitarbeitgeber sind hier in der Überzahl.
Um das mal klar zu sagen, wer arbeitet hat Rechte. Und um auch das mal zu sagen, wer solchen Bildungsurlaub beantragt gehört zur Kategorie der Lauschepper.
Und die kann kein Betrieb gebrauchen Daraus wieder ein Grundsatzdiskussion zu machen ist typisch.
Antwort von Fritte am 08.11.2007 - 19:45 Volker hört die Signale...
Wer ist Volker und welche Signale hört er?
Fragen über Fragen. Ein Teufelskreis!
Antwort von Völker hört die Signale am 08.11.2007 - 20:12 Mmmh Pommes, er sollte mal seinen Bildschirm oder seine Lünetten sauber machen, dann klapt es auch mit dem lesen! Wo ist den der Rest von euch Herzjesumarxisten, insbesondere Auf in den Krampf. Aber immerhin kenne ich jetzt einen, der an die blühenden Landschaften geglaubt hat
Antwort von hket am 09.11.2007 - 14:13 Wenn ich die Pünktchen auf dem Ö mit dem Punkt auf dem i vergleiche ...
Ich hatte auch Volker gelesen.
Mein Großkonzern ist auf dem BU Ohr auch taub.
Und als ich einmal nach unbezahlter Freistellung nach §7 (Lohnausfall wird von der entsendenden Gemeinde erstattet) fragte, hat man sich so lange dumm gestellt bis ich Urlaub nehmen musste, um am Lehrgang teilnehmen zu können.
Eine nachträgliche Freistellung war dann natürlich nicht mehr möglich.
2 Wochen später erinnerte sich mein Vorgesetzter dann doch daran, dass ich bei der Feuerwehr bin, nämlich um einen Brandschutzhelfer zu benennen.
... und ich glaube immer noch, dass es irgendwann in Deutschland auf beiden Seiten der Villenmauern blühende Landschaften geben könnte.
Aber vorher werden wir uns vermutlich zumindest aus Frankreich oder Spanien Streikberater einkaufen müssen. Und in Asien zeigen uns gerade die, die nichts zu verlieren haben, dass es sich auch dafür zu kämpfen lohnt.
Helmut
Antwort von Vercingétorix am 09.11.2007 - 15:01 Na das ist ja eine super Auseinandersetzung hier. Ich habe leider vergessen, die Mailbenachrichtigungen einzuschalten.
Um das mal klar zu stellen, ja ich bin ein Ausbeuter. Lesen kann ich auch und Politikern glaube ich schon lange nichts mehr.
Fakt ist doch, das einige den Knall nicht gehört haben, wenn man solchen Bildungsurlaub beantragt. Ich für meinen Teil kann dann auf solche Mitarbeiter (nettes Wort) verzichten.
@Helmut
Ja doch, es gibt keine Preisabsprachen bei den Stromkonzernen, es gab auch keine staatlich legitimierte Zerschlagung der Betriebe im Osten durch die Konkurenz im Westen. Das ist alles freie Marktwirtschaft bzw. real existierender Kapitalismus.
Ich bin raus.
Antwort von codo am 09.11.2007 - 15:53 Es ist schon interessant, dass solche Themen immer auf den Tisch kommen, wenn die Konjunktur steigt ...
Auf die Gefahr, dass ich jetzt von einigen "gefressen" werden, gebe ich doch meine Meinung bekannt:
1. Das Gesetz ist Schwachsinn
2. Ich finde es besch... was hket betreffen Feuerwehr passiert ist - das ist nicht OK
3. Ich als AG bestimme selbst, welche Art von Bildungsurlaub ich meinen AN bezahle
4. Für manche Leute trifft der Spruch "Einbildung ist auch eine Bildung" zu (vielleicht sogar auf mich)
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