dysbare Osteonekrose - auch ohne DCS Abgesandt von Scubamichel am 19.10.2012 - 10:48:
Hai Tauchers,
leider muss ich mich zurzeit mit einigen wenigen schönen Seiten des Tauchens beschäftigen.
Ohne einen ersichtlichen Grund und ohne irgendeinen vorangegangen Tauchgang bekam ich vor 4 Monaten Schmerzen in der Schulter.
Grund eine "Frozen Shoulder" (Schleimbeutel und Kapselentzündung), ist zwar sehr schmerzhaft und langwierig – geht aber wieder weg. Als Zufallsbefund bei den Untersuchungen an der Schulter hat sich allerdings eine Veränderung am Oberarmknochen gezeigt. Nach vielen - vielen Arztbesuchen, die alle so etwas noch nicht gesehen hatten steht nun die Diagnose fest. Eine dysbare Osteonekrose, etwas einfacher - eine Knocheninfarkt - wobei große Teile des Knochengewebes abgestorben sind.
Ich habe das mit dem Leiter der Druckkammer in Heidelberg besprochen und es scheint einen direkten Zusammenhang der Erkrankung und dem Tauchen ( 130 TG ) zu geben.
Auch ohne Auffälligkeiten kann offensichtlich bereits ein normaler Tauchgang zu einer Knochenschädigung führen. Verschiedene Untersuchungen bei Berufstauchern scheinen dies zu bestätigen.
siehe :-> Hier klicken Ich bin mal gespannt wie sich das alles entwickelt, werde mich nun eine HBO Therapie unterziehen und an dem Funken Hoffnung festhalten das sich dadurch die Durchblutung des Knochens wieder etwas regeneriert. So wie es zurzeit allerdings aussieht habe ich meinen letzten TG schon gemacht. *schnief*
Hat jemand ähnliche Erfahrungen ?
Antwort von ag2908 am 19.10.2012 - 12:10 Hier gibts Fachärzte
Antwort von kwolf1406 am 19.10.2012 - 17:55 Wäre mal interssant zu wissen, wie deine Tauchgänge typischer Weise ausgesehen haben.
Arbeitshypothese: Bei eher flachen aber langen Tauchgängen werden die langsamen Gewebe, wie Knochen, stärker aufgesättigt, als bei tiefen, weniger langen Tauchgängen. Berufstaucher haben meist auch deutlichere Sättigungen der langsamen Gewebe.
Waren Wiederholungstauchgänge dabei und wie lange dann die Oberflächenpausen?
@ag2908
Wie war noch mal die Frage des TO?
Antwort von Scubamichel am 19.10.2012 - 18:33 Bin so ein heimischer Kaltwassertaucher (gewesen). Tauchgänge regelmäßig in heimischen Seen 5 bis 20 meter max 1 Std. und 1-2 mal im Jahr Urlaub oder Tauchwochende auch Wiederholungs TG und auch mal ein wenig tiefer - natürlich nie über 30m (Sonja/Bodensee). Aber immer extrem konservative Profile ehr mal 15 min Deko zu viel als 5 zu wenig.
Antwort von MatV am 20.10.2012 - 22:59 dysbare Knochennekrosen sind normalerweise (evidenzbasiert) mit Risikotauchgängen und kleineren/größeren DCS-Ereignissen vergesellschaftet. Dazu gab es auch auf GTÜM Tagungen Referate, die dies belegten.
Wenn du da trotzdem was hast, bist du entweder sehr empfindlich, oder es besteht eine andere Ursache für die Nekrosen. Nur weil du getaucht bist, müssen die ja nicht dysbar sein!
Antwort von kwolf1406 am 20.10.2012 - 23:11 Jepp.
Ich wuerde auch mal Muth oder Klingmann kontaktieren. Die geben auch gerne Auskunft und Rat
Antwort von Scuba Dude am 22.10.2012 - 04:39 MatV hat vollkommen recht. Ich würde es auch wagen nach der Differenzialdiagnose zu fragen. 130 TG wie von dir beschrieben und keine wiederholte oder unbehandelte DCS in Form von Schmerzen in der betroffenen Schulter, schreit nicht gerade nach dysbarer Osteonekrose. Nicht unmöglich, aber meiner Meinung nach eher unwahrscheinlich.
So wie bereits mehrfach beschrieben sind deine Profile eher nicht dazu geeignet deine Knochen soweit aufzusättigen dass es Probleme gibt. Auszuschließen ist es nicht, allerdings sehr unwahrscheinlich. Worauf stützt der Arzt seine Aussage? Nur weil du tauchst?
Antwort von Scapegoat am 22.10.2012 - 09:45 Wenn auch nicht wahrscheinlich, trotzdem möglich:
Und wenn du mal langeweile hast, hier eine Dissertation die sich mit dem Knochenstoffwechsel bei Sporttauchern befasst:
Hier klicken
Alex
Antwort von hket am 22.10.2012 - 15:45 Hi Scubamichel,
der erste link von scapegoat liest sich fast wie deine Beschreibung, auch Anzahl und Profil der TG klingen ähnlich.
Klingmann hat ein etwas anderes Fachgebiet,
Muth könnte an dir interessiert sein.
Helmut
Antwort von Scubamichel am 22.10.2012 - 19:56 He Tauchers,
vielen Dank für die Tipps und Adressen. Ich werde Claus-Martin Muth mal anschreiben. Bisher habe ich ja über 4 Monate nur Ärzte getroffen die mir sagten sie hätten sowas noch nie gesehen.
Scapegoat, Dein erster link ist, wie hket schon sagte, fast genau meine Geschichte und die Aufnahme in dem Artikel ist fast mit meiner Schulter identsich.
Bin seit heute in Heidelberg zur HBO ... mal abwarten ob es was bringt, wenn schon nicht tauchen, dann wenigstens Druckkammer
Micha
Antwort von Scapegoat am 23.10.2012 - 09:03 Wünsche dir ganz viel Glück und Erfolg!
Antwort von hket am 23.10.2012 - 12:26 und vergiss nicht die Druckkammerfahrten ins Logbuch zu schreiben, auch wenn mit einer hyperbaren O2 Therapie der N2 Entzug nicht gemildert wird.
Hoffe trotzdem, mit dir als Buddy bald wieder mal die Trüschen zu besuchen.
Antwort von Scapegoat am 24.10.2012 - 14:11 Falls es tatsächlich etwas bringen sollte, wie lange soll das dann in etwa dauern bis die Ärzte das feststellen können?
Antwort von Scubamichel am 24.10.2012 - 17:45 zunächste geht es täglich in Druckkammer ( 10 mal ), dann 2 mal pro woche - ca. 2 Wochen lang, dann ggf. noch 1 mal pro Woche 2 - 3 Wochen.
In 4 bis 6 Monaten kann man dann erneut ein MRT / CT schreiben und ganz klar sehen ob die geschädigen Knochenbereiche sich verändert heben und im Idealfall wieder durchblutet sind. Das lässt sich dann sehr genau bestimmen und in % Erfolg beziffern.
Antwort von Scapegoat am 24.10.2012 - 18:59 Es bleibt also spannend, und für dich bleibt die Hoffnung!
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