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fotos machen auch als anfänger?
Abgesandt von Beccy am 08.10.2007 - 18:09:

hallo leute,
ich bin noch ein ziehmlicher anfänger ( grad mal 20 tauchgänge ). fänd die vorstellung selber fotos unterwasser zu mach schon recht cool. warscheinlich ist es nich sinnvoll jetz schon mit nem eigen fotoapperat anzufangen.
was haltet ihr von den uw fotokursen zb von padi oder auch von anderen?
habt ihr schon erfahrungen gemacht?



Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 08.10.2007 - 18:34
Die meisten Fotokuse, die ich mitbekommen hatte wurden von Tauchlehrern (welche eigentlich Ihre eigenen Kameras kennen) durchgeführt und sind im Endeffekt daher auch als Laie zu betrachten.
Hauptaugenmerk bei diesen Kursen liegt bei der nachträglichen Bildbearbeitung via Computer ...

So ein Kurs kann evtl. (wenn man überhaupt keine Ahnung von der Materie hat) etwas bringen - wenn man etwas Ahnung hat bringt es den Ausbildern nur Geld in die Kasse ...

Tipp: wenn Du jemanden kennst mit einer UW-Kamera, dann setz Dich mit dem mal zusammen, lasse Dir was über die Kamera usw. erklären und begleite den entsprechenden mal bei seinen Tauchgängen. Evtl. hast Du selber mal die Möglichkeit mit der Kamera unter Wasser rumzuspielen und einfach mal zu versuchen etwas zu fotografieren ... - könnte meist eher zum Erfolg führen als so ein Kurs.

Anders sieht es aus wenn die Kurse von Fotoprofis durchgeführt werden ... - Die können einem wenigsten etwas erklären und vorführen ...
Antwort von manne Registriertes Mitglied am 08.10.2007 - 20:18
Ich habe auch einen "Kurs" gemacht von einem "Profi" und es ist das ärgerlichste Geld gewesen in der Tauchausbildung bisher.
Werde den Namen nicht nennen, nur die E.J und das seine Webseite etwas mit Wasser zu tun hat.

Wir waren (glaube) 9Leute und bis auf einen, fand jeder den Kurs nur schlecht und keinerlei Hilfe bei dem Thema Fotos.

Keinerlei Fotobearbeitung war dabei, nur wie so eine Kamera aufgebaut ist, von wegen da sitzt ein kleiner Japaner drin und der...bla bla bla, aber Hilfe für bessere Bilder? Fehlanzeige!!!!

Geh in einen Pool, nimm dir irgendwas mit wie z.B. ein Plastiktier, Gewicht dran und dann knipse drauf los, was das Zeug hält.
Irgendwann merkst du dann, das du hier da noch etwas ändern könntest und die Bilder werden besser.

Aber der beste Rat ist, geh erst noch Tauchen, bis du wirklich sehr gut tarriert bist, das ist Elementar für gute Bilder und das sie auch Umweltverträglich gemacht werden.
Es gibt viele "Knipser" die dann an einem Riff hängen und sich überall festhalten, oder mit den Flossen drin stehen, damit ein halbwegs vernüftiges Bild rauskommt.
Dabei geht einem die Galle über und bekommt einen Zwanghaften trieb, dieses abzustellen

Viel Spaß und willkommen im CLub

Manne
Antwort von Harry Redaktionsmitglied am 08.10.2007 - 20:24
Ich würds mal so sagen:

Erst perfekt tarieren können und mit seiner Tauchausrüstung am besten BLIND umgehen können und ERST DANN anfangen zu fotografieren!

Ist so das beste für Taucher UND Unterwasserbewohner!

Harry
Antwort von Christian_J Registriertes Mitglied am 08.10.2007 - 20:24
Hallo Beccy,

wenn du tarieren kannst und UW nicht nur mit dir selbst beschäftigt bist, kannst du auch fotografieren. Ob das nach 20 TG der Fall ist, kann man nicht sagen. Hängt von der Art der Tauchgänge und von dir ab. Mein erster Foto TG war glaube ich der 16. TG insg. und es hat gut funktioniert. Die KAmera hatte ich damals geliehen .Viel Erfolg, Christian
Antwort von niemand bestimmtes am 08.10.2007 - 21:29
UW-Fotografieren kann auch eine gute Motivation & Gelegenheit sein, tarieren zu üben. Halt möglichst bitte dort, wo man so schnell nichts kaputt macht, solange es noch nicht so gut funktioniert.

Eigentlich ist "Fotografieren üben mit ein paar Plastik-Tieren im Pool" sogar ziemlich genial: Nicht so langweilig wie "tarieren nur um des tarierens willen". Noch besser: Eingebaute Video-Funktion der Kamera nutzen - da merkt man am Resultat gleich noch besser, was man beim Tarieren falsch gemacht hat
Antwort von niemand bestimmtes am 08.10.2007 - 21:32
Ach so, aber ganz wichtig: Nirgendwo abstützen beim Fotografieren! Sonst wird die Tarierung nicht besser und in der freien Wildbahn geht (wahrscheinlich / irgendwann) was kaputt.

Und nachher bitte großzügig löschen... sonst wird der Freundeskreis zügig kleiner...
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 09.10.2007 - 09:15
@beccy, klar kannst Du Fotos auch als Anfänger machen. Sobald Du freischwebend (also richtig austariert) durch`s Wasser gleitest, kann`s losgehen. Es muß ja nicht gleich das Gewinnerfoto der gängisten Tauchzeitschriften werden, im Schwimmbad oder Indoor-Tauchcenter die ersten "Schritte" machen ist auch sehr schön. So jedenfalls habe ich mit dem UW-Foto angefangen. Im Indoor-Tauchcenter ist es wurscht, wenn man mal "den Boden berührt" oder sich an der Wand des Tauchbeckens abstützen muss. Voraussetzung für das UW-Foto ist allerdings, dass Du die Fotografie über Wasser beherrschst. Nicht nur mit der Digiknipse oder gar dem Fotohandy mal eben so ein paar (dumme) Bilder machen, sondern mit Weißabgleich, ISO-Werten, Belichtungszeit und anderen Voraussetzungen händisch arbeiten können.

Wenn Du das Tauchen und die ersten eigenen Fototests beherrschst, und mit Dir selbst zufrieden bist, dann melde Dich für einen UW-Fotokurs an. Nicht für den bei P... (weil der in einer Stunde Poolknipsen einfach nichts hergibt), sondern bei einem Zweitageskurs nach C... Wir haben über unseren Tauchverein einen solchen Kurs organisiert und uns einen zertifizierten UW-Fotoinstruktor eingeladen. Der Kurs war perfekt und alle haben entsprechend viel gelernt, was man in unserem vereinsinternen Fotowettbewerb und unseren stammtischigen Bildshows immer wieder erleben kann.

Jedoch werden gaaaanz viele tolle UW-Fotos auch von Tauchern gemacht, die nie an einem UW-Fotokurs teilgenommen haben und auch nie teilnehmen werden. Learning by doing.
Antwort von manne Registriertes Mitglied am 09.10.2007 - 09:31
Telemar-king,

sorry aber auch von einem PADI Zertifizierter TL kann ein entsprechend guter Kurs ausgehen.

Ich hatte einen VDST TL und habe einen tollen Aufkleber erhalten und dafür einen super schlechten Kurs über 2Tage gehabt.

Ersten Abend waren die kleinen Japaner in der Knipse Programm, was aber nicht´s mit den Weißabgleich mit sich brachte und ISO Werte sollten konstant auf ISO100 eingestellt bleiben.
Das wars eigentlich schon.

Am zweiten Tag in den Pool Spielerein fotografieren und dann Abends nur zusammen Bilder angeschaut.

Das war mein toller Kurs.
Es war der absolut dümmste Kurs den ich gemacht habe, leider auch meine Freundin dazu motiviert.
In dem Kurs hat nicht einer gesagt, WOW war der mal gut.
Nur eine, meinte ja es war ganz nett.....

Klar liegt es an dem TL, nicht an dem Verband oder dem Kurs.
Nur sollte sich so eine Person nicht Profi nennen.

Auf seine Rückfrage in die Runde, wie uns der Kurs gefallen hat, haben wir unsere Meinung kund gegeben und er war ganz schön pissig danach.

Nur wird er bei uns im Shop so schnell wohl keinen Kurs mehr halten.

Antwort von Gebirgstaucher am 09.10.2007 - 10:56
Hallo,
weil`s grad zum Thema "Tauchanfänger und Fotografieren" passt - eine grundsätzliche Meinung in Richtung dieser "Zielgruppe" dazu :
Die Fotoprofis gehen - zumindest im Regelfall - nicht mit einer Tauchgruppe ins Wasser, die müssen ja Geld verdienen und haben ihre eigenen Spieleregeln. Für die meisten trifft also eher der schöne Begriff "(ambitionierter) Hobby-Fotograf" zu. Und dazu geht man ´meist mit einer mehr oder weniger bekannten Tauchgruppe und oft auch mit einem fremden Buddy ans Werk. Nicht immer stösst man dabei auf Freu(n)de ! Auch sind 2 Fotografen als Buddy-Team meist eine schlechte Lösung und nicht jeder hat einen festen Tauchpartner, der für das schönste Hobby der Welt Verständniss aufbringt.
Also : wir sollten bei unserem Foto-Hobby immer auch an den Spass der anderen denken. Es nervt sicher besonders in den wenigen Urlaubstagen ungeheuer, wenn ein Fotoanfänger seine neue Kamera usw. in den Mittelpunkt des TG setzt und für nichts anderes mehr ein Auge hat - gleich gar nicht für den Buddy oder die Gruppe. Ich denke da so an negativ Erlebnisse im Urlaub, wo man sich für andere "Fotografen" regelrecht geschämt hatte. Es gibt nicht schlimmeres als diese "selbstüberschätzten Fotofreaks", die immer zuerst mit den Flossen im Sand stecken, sich überall anklammern und dann für die manchmal hässlichen Berichte über uns Hobbyfotografen sorgen .
Man sollte sich also zuerst mal wirklich fragen und selbst beobachten : bin ich schon so weit, mit einem Buddy oder gar in einer einer Tauchgruppe als Fotograf zu gehen. Da gibt es auch keine Mindest-Anzahl an TG, die man haben sollte - manche lernen auch ohne Kamera nie tarieren !! Aber man merkt ja wohl schon ohne Kamera, ob man z.B. am Riff sich ein kleines Getier in Ruhe betrachten kann, ohne die nächste Koralle mit den Flossen umzuhauen oder ob man knapp über Sandgrund tatsächlich "die Füsse hoch kriegt" und der Sandsturm ausbleibt. Erst wenn man sich wirklich sicher ist, dass man trotz der zusätzlichen Technik im Team mittauchen kann, sollte man sich mit einer Kamera in die Gruppe gesellen - im übrigen macht dass auch für einen selbst mehr Spass und Sinn. Mit Kamera sieht das Tarieren sowieso noch mal anders aus, zumindest am Anfang. Wenn man dies berücksichtigt, wird man sicher im Anschluss an die "Probezeit" grad durch das Fotografieren seine Tarierfertigkeiten weiter verbessern können, das übt nämlich ungemein.
Es ist also mit Sicherheit von grossem Vorteil, sich am Anfang einige TG mit dem neuen Equipment im Pool oder besser in einem Indoor-Tauchcenter zu versuchen. Auch wenn manche schlechte Erfahrungen mit dem Foto-Kurs gemacht haben, sollte man das nicht gleich in die Ecke stellen. Es gibt mit Sicherheit auch gute Kurse, dazu wäre vielleicht auch hier im Forum mal ein Erfahrungsaustausch/gute Beispiele angebracht, siehe z.B. Telemar-king.
Viele Grüsse vom Gebirgstaucher

Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 09.10.2007 - 13:08
auch wenn von vielen (meist die, welche es nicht einmal kennen ...) arg verpönnt ... - bei Verwendung von Riffhaken ist eine Beschädigung der Riffe weitgehendst vermeidbar (Umgang damit sollte aber geübt werden)

Mit einer Hand festhalten oder sich sonst wie ans Riff klammern entfällt mit so einem Teil (und nimmt wirklich keinen Platz an der Ausrüstung weg - passt in jede Jackettasche ...)

Kurze Riffstäbe erfüllen den gleichen Zweck ...
Antwort von Christian_J Registriertes Mitglied am 09.10.2007 - 13:54
Hallo zum Thema festhalten,

wenn man weiß wo man nichts kaputt macht ist das doch kein Problem. Sich an totem Stein, abgestorbenen Korallen festzuhalten oder mal im Sand abzustützen zerstört und beschädigt bei vorsichtiger Anwendung nichts. Auch Bösewichts Vorschlag mit dem Riffhaken macht Sinn.
Bitte nicht falsch verstehen. Tarieren muss man trotzdem vorher können.
Grüße, Christian
Antwort von diveuli Registriertes Mitglied am 10.10.2007 - 02:44
Ich unterscheide immernoch zwischen UW-Fotografen, egal ob Hobby oder Profi, und den Tauchern die eben eine kleine Digi-Quetsche dabei haben um ein nettes Andenken auf den Chip zu brennen. Ich selbst tauche grössten Teils um zu fotografieren. In meinem letzten Urlaub sah ich einen armen Kerl mit sieben Tauchgängen der vergeblich versuchte eine Schilkröte zu knipsen. Er hat es nicht gepackt. Gott sei Dank musste kein maritimes Leben darunter leiden aber es wurde jede Menge Sand aufgewirbelt und damit war mein Bild im Eimer.

Ich bin auch der Meinung: Fotos ja: aber erst sicher tarieren. Festhalten: ja aber nur mit zwei Fingern und da wo eh nichts mehr lebt. Riffhaken: ja aber man muß schon wissen wo. Absolutes nogo für mich: eben mal das lebende Motiv zurecht rücken wie Bspw. bei Spanischen Tänzerinnen gerne praktiziert.
Antwort von Christian_J Registriertes Mitglied am 10.10.2007 - 12:14
Hallo diveuli,

hätte man nicht besser sagen können!

Grüße, Christian

Antwort von Roland P Registriertes Mitglied am 10.10.2007 - 15:52
So, nachdem kaum mehr wirklich auf die ursprüngliche Frage eingegangen wird:

Die Antwort von "niemand bestimmtes" find ich gut.

Ein Fotokurs ist immer gut - nur würde ich den nicht bei Tauchorganisationen machen, eher bei der Volkshochschule oder Foto-Clubs !

Die technischen Grundlagen der Fotografie sind aber nix neues mehr, sie gelten auch im Wasser.
Von daher ist ein Buch mit BASIS-WISSEN nicht zu verachten !

Das ganze im Schwimmbad mal zu üben ist recht einfach - wenn Du meinen Eintritt im Monte-Mare zahlst helfe ich gerne !!
mfg
Roland
Früh übt sich ..........

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