im Notfall gefunden werden Abgesandt von mickymoto am 14.03.2008 - 12:19:
Ich möchte noch einmal das "Abtreiben- und-nicht-gefunden-werden"-Thema aufgreifen, vielen bekannt aus dem beklemmenden Taucher-Film "Open Water". Ich selber habe anlässlich eines Strömungstauchgangs eine mulmige, wenn auch nicht wirklich bedrohliche Erfahrung gemacht, der Einsammelvorgang der weit verstreuten Tauchgruppen zog sich fast 30 Min. hin und das Tauchboot war für meinen Buddy und mich zeitweise für 10 Min. völlig ausser Sicht, und das bei erheblichem Wellengang und düsteren Wolkengebirgen. 2-m-Leuchtboje mit Blitzer an der Spitze und Nico-Signal, alles dabei, musste aber nicht eingesetzt werden.
ENOS habe ich verworfen, zu teuer, Gegenstation zu selten auf dem Tauchboot, EPIRB ebenfalls teuer, zu klobig (3 Kg+), Rettungskette unsicher, entweder ignoriert durch viele Fehlalarme oder die Schiffahrt des halben Ozeans hält auf einen zu, kann teuer werden.
Was haltet Ihr von folgender Lösung:
Man packt das ultrakleine GPS-System Garmin Geko 210 (wasserdicht, 88g, 139 €) plus das PM-2010 WP Marine Handfunkgerät (wasserdicht, 250g, 239 €) in eine passende druckfeste Hardbox (nach der ich noch suche) oder besser in einen tauchtauglichen EWA-Marine-Beutel. Das ganze dürfte in eine Jackettasche passen und hat nur wenig Auftrieb. Im Notfall wird man bei 5 W Sendeleistung bis über 1000 km weit gehört und Kanal 16 wird weltweit auf jedem Schiffpermanent überwacht. Man kann die Retter dann über die GPS-Position heranleiten und, noch besser, auch kommunizieren (Verletzung etc.). Habt ihr dazu Bedenken oder vielleicht Verbesserungsvorschläge??
Auf eure Antworten freue ich mich.
Antwort von Stephan K. am 14.03.2008 - 12:35 Theoretisch reicht ein Handy mit GPRS.
Allerdings gibt es auch etliche kleine Seenotsender.
Problem ist jeweils das Gerät so wasserdicht zu verpacken, dass man damit Tauchen kann.
Antwort von deeperdiver am 14.03.2008 - 12:44 Quatsch. UMTS ist viel schneller.
Antwort von mickymoto am 14.03.2008 - 12:49 @Stephan K.
Im Ernstfall ist man mit einem Handy genau ausserhalb einer Funkzelle, dies dürfte auf weite Seegebiete zutreffen..
Antwort von JaNein am 14.03.2008 - 13:16 1) Eine Möglichkeit wäre sich so lange treiben zu lassen bis man in die Beringsee abtreibt.
2) Eine orangene Boje suchen die auf dem Wasser treibt, meistens sind es mehrere in einer Reihe.
3) Mit der Restluft an der Leine abtauchen, dort findest Du einen Korb in dem schon paar Königskrabben sitzen, dort bitte reintauchen.
4) schon bald wirst du mit dem Korb aufs Deck gezogen.
da die Krabbensaison sehr verkürzt wurde, kannsr Du davon ausgehen, dass die Körbe nicht so lange wässern werden, also spätestens nach 12 Stunden bist du raus.
Ach neee, sorry das geht ja gar nicht, das Wasser in der Beringsee ist so kalt, dass Du vermutlich schon vorher an Unterkühlung stirbst, wenn du dich aus z.b. Indischen Ozean treiben läst
Antwort von Tubby am 14.03.2008 - 14:04 Moin mickymoto,
einen GPS-Empfänger halte ich für unnötig: wenn ich mit einer UKW-Funke Hilfe holen will, bin ich noch bei Bewusstsein und kann Aussagen über Sonnenstand, Riffkonturen etc. machen.
Ein Mobiltelefon fällt aus, da es wenig bis keine Funkzellen auf dem Meer gibt.
Eine spritzwassergeschützte UKW-Funke im Ewa-Marine-Beutel erscheint mir eine gute Alternative zu ENOS zu sein; wir haben letztes Jahr umfangreiche Tests mit einer befreundeten Basis durchgeführt und auch den Ernstfall simuliert (ein eingeweihter Guide an Bord hat den "verlorenen" Taucher als anwesend abgehakt, der Skipper wusste von nichts).
Ein ausführlicher Bericht wird demnächst veröffentlicht.
Wenn Du bei der Suche nach einer Hardbox fündig wirst, gib bitte Laut:
der Ewa-Marine-Beutel hat sich zwar auch bei Tauchtiefen jenseits 40m bewährt, ich fürchte jedoch um die längerfristige Dichtigkeit: dafür ist er mir mechanisch zu empfindlich.
Gruß,
TT
Antwort von Werlaf am 14.03.2008 - 14:05 Da mein anderes Hobby Amateurfunk ist finde ich das natürlich eine gute Sache, warum nicht das eine mit dem anderen verbinden, gerade wenn es der Sicherheit dient.
Mit 5W Ausgangsleistung müssen im 2m Band an der Wasseroberfläche sogar Reichweiten um 20 Km oder mehr möglich sein, da sollte man im Notfall jemanden erreichen.
Wie schon erwähnt ist wohl das einzigste Problem die Druckwasserdichte Verpackung, aber auch gibts bestimmt eine Lösung.....melde mich, wenn mir was eingefallen ist dazu......
Gruß Werlaf
Antwort von Tuppes tönn am 14.03.2008 - 14:08 Gib mal bei google SG-2520 Satellitentelefon ein.
Dann kannste sogar deinen Kumpels zu Hause live
von Deiner Seenot bericheten. *ggg*
Tuppes
Antwort von D-32 am 14.03.2008 - 14:48 Tubby war schneller!
Genau so eine Konstruktion eines kleinen wasserdichten UKW-Seefunkgerätes zusammen mit einem Ewamarine-Beutel habe ich mal 2007 zusammengestellt, zunächst an der Ostseeküste einen Versuch gemacht und die Funke dann Tubby für den zweiten Test geliehen. Danach war es während der Safaris ständig in meiner Jackettasche und hat auch 60 m Tiefe ausgehalten.
Warte auf den Bericht, es funktioniert wirklich. Beides zusammen hat mich 220 Euro gekostet.
Man muss aber vor allem bezüglich Ägypten etwas ergänzen: Die Safariboote haben in aller Regel keine Hörwache auf K. 16, auf Tagesbooten ist der Seefunk in aller Regel abgeschaltet. Wenn ein Taucher so etwas dabei hat, sollte er unbedingt seine Mittaucher darüber informieren und denen auch ggf. einen anderen Kanal als 16 mitteilen, auf dem man im Abtreibefall kommuniziert. Und dann muss man ggf. einen der Guides an die Funkanlage stellen, der Arabisch und Englisch spricht, denn z. B. der Käptn der Seawolf Soul sprach und verstand nahezu gar kein Englisch.
@ mickymoto
Korrektur: 1000 km senkrecht nach oben an Reichweite ist OK, aber flach über Wasser bei Antennenhöhe von paar Zentimeter ist nach spätestens 20 sm Schluss.
Antwort von RichiH am 14.03.2008 - 15:44 Also wenn du wirklich Bedenken hast wuerde ich gucken, was nach SOLAS ( Hier klicken & Hier klicken ) Bestimmungen OK ist und mir davon das aussuchen, was du willst. SOLAS ist genau fuer diese Probleme entworfen, ein internationaler Standard & deren Aufwand an Hirn, Geld und Planung kannst du als Privatperson einfach nicht toppen. Dazu hast du den Vorteil, dass alle Produkte extra darauf ausgelegt und getestet wurden dein Leben zu retten.
Im wirklichen Notfall auf dem offenen Meer ist dir mit einem Radarsender & diesen 40 Meter langen Plastikdingern (wie ne Boje, nur lang und ohne Luft drin) besser geholfen, weil dich dann alle Boote mit Radar (die im wirklichen Notfall hoffentlich auslaufen) und Flugzeuge weithin erkennen koennen. Wassermarker wie die von OMS gehen auch, die verschwinden aber logischerweise mit der Zeit.
Das hier: Hier klicken ist wohl zu gross, aber vielleicht gibt es sowas ja in klein? Vorteil davon ist, dass diese Dinger piepen und blinken wenn sie mit Radar angepeilt werden, du also weisst, dass Hilfe unterwegs ist. Alternativ sind diese Teile nicht verkehrt: Hier klicken - dadurch, dass diese Dinger direkt mit Satelliten sprechen wirst du sicher trianguliert und dein Notruf laeuft nicht bei irgend nem Boot raus, sondern kommt in einer professionellen Zentrale an, die dann ueber welche Wege auch immer Boote in deiner Naehe, wahrscheinlich sogar in Landessprache, anfunkt. Zusaetzlich sind die 406 Mhz Sender auf dich registriert, die wissen also ganz genau, dass der Herr Heinz Huber aus Deutschland dort treibt, was den Stress auf dem dich verlierenden Boot auch reduzieren duerfte.
Weiterhelfen kann dir sicher auch die DLRG, die Wasserwacht oder die Marine.
Und egal was bei rauskommt, hier bitte das Resultat posten.
Besonders ein guenstiger 406 Mhz Sender ist was, was ich mir auch schon ueberlegt habe wenn es mal wirklich auf ne groessere Safari geht..
Richard
Antwort von RichiH am 14.03.2008 - 15:59 Gibts sogar auf Deutsch: Hier klicken
Soooo teuer sind die Dinger gar nicht.. Halt auch nicht so billig, dass man eins fuer den Baggersee kauft.. Hier klicken
Antwort von JDiver am 14.03.2008 - 23:17 @Werlaf
5Watt Sendeleistung?
Man braucht doch ne Amateuerfunklizenz wenn man über 100 oder 200mW Sendeleistung haben will(gilt eigentlich für alle möglichen Geräte).
Außerdem sind 5Watt Sendeleistung doch schon verdammt viel, strahlt dann so wie ein kleines Atomkraftwerk. Naja gibt da doch eh schon das eine System(war erst vor kurzem hier im Forum!). Aber das ist doch total teuer!
Antwort von RichiH am 15.03.2008 - 11:27 Ich bin mir nicht sicher, glaube aber gelesen zu haben, dass zugelassene Notfallsender keine Erlaubnis benoetigen.
mickymoto: Noch was zum Thema Falschalarm: Bei den digitalen 406 MHz Sendern wird hinterlegt, ob du ein Kreuzer, Schiff, Boot oder eben eine Person bist. Ausserdem Kontaktdaten fuer Verwandte, etc. Das heisst, dass die Rettungsmassnahmen entsprechend `klein` ausfallen werden und du nicht den Verdienstausfall von drei Megatankern zahlen musst (Jaja, die brauchen eh zu lang zum Bremsen, ist ein Beispiel). Ausserdem kannst du bei Fehlalarmen dann halt auch drauf warten, dass dein Handy klingelt und Alles erklaeren.
Ob man immer bevor man losfaehrt auch noch sagen kann was man wo machen will weiss ich nicht, du kannst das Alles aber online eintragen & aendern.
Richard
Antwort von shuttle am 15.03.2008 - 15:18 Einses zeigt die Diskussion (übrigens sehr gut) deutlich: Es ist ein Markt für Tauchnotfallsender da. Bislang gibt es hier sehr wenig (ENOS auf einigen Safaribooten) ... Jemand Kapital übrig?
Antwort von web_line am 15.03.2008 - 18:23 Also - eigene Versuche auf einem Segelschiff: mit 5W kommt die Handfunke runde 3sm weit (quasioptische Ausbreitung) - sicher keine 1000sm - das ist völliger Unsinn. Bei 1W rund eine Seemeile. Da man schwimmend noch tiefer im Wasser hängt, dürfte die Reichweite weiter runter gehen. Bei 5W Leistung sind die Akkus übrigens sau schnell leer.
Zwar wurde die Hörwache auf Kanal 16 nicht, wie ursprünglich geplant, abgeschafft - aber trotzdem muss der Wachhabende wollen - einen DSC Alarm kann er schlecht ignorieren - aber mehrere Stunden Verzögerung für die Suche muss er sich leisten können.... und bitte hier nicht irgendwelche Superschlaufachwörter einwerfen - denn wenn schon, dann bitte GMDSS und nicht SOLAS erwähnen - das ist nämlich der Teil, der sich mit dem Funken beschäftigt (siehe Kapitel 4 von Solas - aber wen interessiert sowas?)
>Wenn ein Taucher so etwas dabei hat, sollte er unbedingt seine Mittaucher darüber informieren und denen auch ggf. einen anderen Kanal als 16 mitteilen
Super Idee - wie wäre es denn mit der Alternative, dass die Mittaucher beim Ausstieg mitzählen?
Antwort von web_line am 15.03.2008 - 18:39 ähhh - den hatte ich übersehen:
"Da mein anderes Hobby Amateurfunk ist ...
Mit 5W Ausgangsleistung müssen im 2m Band an der Wasseroberfläche sogar Reichweiten um 20 Km oder mehr möglich sein"
Distanz in sm = 2 * (Wurzel(Antennenhöhe A in m) + Wurzel(Antennenhöhe B in m)). Bei der "Wasseroberfläche" (0,1 m) macht das dann:
2 * (0,31 + 0,31) = unter einer sm....
Weiterhin viel Spaß mit Deinen Hobbies!
Antwort von RichiH am 15.03.2008 - 20:55 Und das nur bei ruhiger See.. Ich persoenlich wuerde wirklich auf Satelliten setzen, die sind oben, da sind Wellen egal.
Richard
Antwort von deeperdiver am 16.03.2008 - 12:15 In Unkenntnis der Formel, die wohl den Sichtkontakt auswerten will (denn sonst fehlt da ja in jedem Falle noch die Sendeleistung):
Antennenhöhe A kann auch 30cm sein, wenn man sich etwas Mühe gibt. Das ist wohl nicht die Antennenlänge, sondern nur die *Höhe* über dem Boden.
Antennenhöhe B ist vom Bootstyp abhängig, rechnen wir mal einfach 5m. Kann ja auch mehr sein.
Dann ergibt sich als Ergebnis 5,6sm.
Dumm wird`s nur bei hohen Wellen. Für negative Antennenhöhe A funktioniert die Formel nicht...
Ich persönlich würde nicht auf Satelliten setzen. Zu teuer. Selbst die Handfunkgeräte... Hoffentlich bekommt man da bei der Flugkontrolle keinen Ärger. Oder in einen Rasierapparat einbauen?
Antwort von web_line am 16.03.2008 - 14:28 Die Sendeleistung ist erstmal nicht der limitierende Faktor und ja, die Ausbreitung der Funkwellen wird nicht ohne Grund mit "quasioptisch" beschrieben.
Ob 30cm oder weniger - macht den Braten nicht fett - ich würde eher von weniger ausgehen, denn Du willst ja in die Funke rein sprechen und das dürfte bei 30cm problematisch werden... Mit Sicherheit sind wir aber weit, weit von den oben mit Inbrunst vorgetragenen 1000sm entfernt - da bringt eine Leuchtkugel aus einem Nico Signalgeber mit minimalem Aufwand mehr - der Hersteller gibt die Sichtweite mit 10km an (Wetter...?!).
Antwort von deeperdiver am 16.03.2008 - 15:24 @webline
Ablenkungsversuch misslungen.
Auch bei deinen 10cm:
2(sqrt(0,1)+sqrt(5))=5,1sm.
5,1sm sind etwas mehr, als du berechnet hast. Falls ich deine Formel richtig verstehe.
Es hängt also in erster Linie von der Höhe (nicht: Länge) der Schiffsantenne und dem Wellengang ab (er darf nicht so groß sein, dass Antennenhöhe A bei Null oder kleiner Null wird).
Jetzt nicht nur Funkgeräte, sondern sogar Sprengstoff durch die Kontrolle schmuggeln?
Antwort von und 26 Gäste am 16.03.2008 - 15:31 "Jetzt nicht nur Funkgeräte, sondern sogar Sprengstoff durch die Kontrolle schmuggeln?"
Wie damals aufm Transit, kurz bevor das Gänsefleisch-Wort fällt:
GrePo: "Waffn Munizioun Fung?"
Westler: "nee, danke, hamwer wir schon alles..."
Antwort von web_line am 16.03.2008 - 17:55 Hi depperdiver,
> 5,1sm sind etwas mehr, als du berechnet hast
jau - ich bezog meine Antwort auf Dein "Antennenhöhe A kann auch 30cm sein, wenn man sich etwas Mühe gibt"... und die 5m Höhe beim Empfänger sind ja auch recht beliebig - es könnte mehr sein oder auch weniger... Alles aber mehrere Größenordnungen unter den 1.000sm...
Dein Einwand gegen Nico & Co. ist natürlich ein guter - wahrscheinlich nimmt tatsächlich keine Fluggesellschaft die Knaller mit.
Antwort von D-32 am 16.03.2008 - 19:54 Ich bleibe mal bei der Situation in Ägypten:
Was soll da eine Inmarsat-Alarmierung via EPIRB, die dann die gesamte Großschifffahrt alarmiert? Der 300-m-Tanker dreht bestimmt nicht bei, wenn jemand achteraus von Elphinstone treibt. UKW-Küstenfunkstellen oder sowas wie MRCC gibts da auch nicht, also wird der Alarm auch nicht wie bei uns via UKW K. 16 (und K. 70 per DSC) küstennah gemeldet.
Die Safarischiffe haben weder Inmarsat noch Kurzwelle, kriegen also von dem Inmarsat-Alarm nichts mit.
Selbst wenn ein weiter draußen fahrendes Berufsschiff seinerseits die Daten via K. 16 meldet, habe ich absolute Zweifel daran, dass auch nur drei der ägyptischen Safarischiff-Käptns in der Lage sind, einen auf englisch geführten Notfunkverkehr hinzubekommen.
Wenn ich dagegen mein Safarischiff rechtzeitig mit der Handquetsche anfunke und zu mir einweise, kann sich einer meiner Mittaucher auf die Brücke zum Funk stellen. Der macht die Kommunikation mit mir, und der Guide übersetzt ins Arabische, damit der Käptn Anweisungen bekommt, die er versteht.
Von wegen Reichweite: Wenn ich vom Riff wegtreibe, merke ich das sofort und tauche auf. Dann bin ich wohl maximal 500 m vom Safariboot entfernt, und auf diese Distanz sollte 5 W HF wohl reichen. Da muss nur ein Hansel in der Nähe des Geräts sein, der meine Sprachen versteht.
@ JDiver
Fest eingebaute UKW-Seefunkgeräte haben 25 W, schaltbar auf 1 W. Die darf jeder mit einem Seefunkzeugnis bedienen, und im Notfall auch jeder, der weiß, wie es funktioniert.
Antwort von RichiH am 16.03.2008 - 22:27 D-32: Nochmal: Die digitalen Sender senden eine eindeutige ID mit. An die ID wird angehaengt, dass du eine Einzelperson & Taucher bist. Zusammen mit deiner und anderen Handynummern etc. Eine internationale Leitstelle versucht dann dich oder die anderen zu erreichen und verstaendigt erst dann die oertlichen Behoerden. Da wird sich dann schon dein Boot auf die Anfrage der Kuestenwache melden und wird heilfroh sein, dich aufzunehmen.
Die Zeiten wo ein Notsignal brennder Megatanker ohne Maschinen oder Schlauchboot ohne Sprit heissen konnte sind einfach vorbei.
Richard
Antwort von Dorftaucher am 19.03.2008 - 12:43 @mickymoto, D-32
Ich hab das von D-32 getestete Funkgerät, das läßt sich in einer "Otterbox 2000" (www.otterbox.com) unterbringen, die "waterproof up to 100 feet" ist, das hab ich allerdings noch nicht ausprobiert.
Du mußt allerdings das dünne Polster aus der Box rauskratzen und das Gewinde für den Gürtelclip an der Funke abfeilen, sonst geht die Box nicht zu.
Oder eben die Ewamarine-Tüten.
Ist ja schön und gut, wenn sie erst versuchen mich zu erreichen, bevor tausende qkm Seegebiet alarmiert werden. Was aber, wenn ich außerhalb der Reichweite eines GSM-Netzes bin? --> Inmarsat-Phonie? Was soll man denn als Taucher noch alles druckwasserdicht im Jacket mitschleppen?
Und es gibt Länder wie Ägypten, da verlasse ich mich auf nichts, was sich Küstenwache oder SAR nennt und doch faktisch nicht existiert. Dann funke ich doch lieber auf vereinbartem Arbeitskanal mein Safarischiff oder später notfalls auf K 16 irgend einen dicken Pott in Reichweite an.
@ Dorftaucher
100 Fuß ist zu wenig, 200 Fuß sollte so eine Box mindestens aushalten, wenn sie eine Alternative zu meinem Ewamarine-Beutel sein soll.
Antwort von Werlaf am 30.03.2008 - 12:42 Antwort von web_line am 15.03.2008 - 18:39
ähhh - den hatte ich übersehen:
"Da mein anderes Hobby Amateurfunk ist ...
Mit 5W Ausgangsleistung müssen im 2m Band an der Wasseroberfläche sogar Reichweiten um 20 Km oder mehr möglich sein"
Distanz in sm = 2 * (Wurzel(Antennenhöhe A in m) + Wurzel(Antennenhöhe B in m)). Bei der "Wasseroberfläche" (0,1 m) macht das dann:
2 * (0,31 + 0,31) = unter einer sm....
Weiterhin viel Spaß mit Deinen Hobbies!
Zitat Ende
@webline:
Hört sich ein wenig an, als ob du dich ein bischen lustig machst über mich.
Hört sich weiterhin so an, also ob du mal eben ein Seefunkzeugnis erstanden hast und jetzt mit einem halbseidenem Wissen glänzen möchtest. Ich muss dich aber enttäuschen, was die Eignung deiner Formel zur Berechnung von Reichweiten betrifft.
Ich könnte über dieses Thema ein paar Stunden dozieren, zum einen interessiert das hier aber keinen zum anderen gehört´s einfach nicht hierher.
Meine 20Km resultieren aus Erfahrung, ein gemütliches Gespäch mit einem anderen Funkamateur auf der Insel Baltrum und ich befand mich mit meiner Funke liegend auf einem Badehandtuch am Strand von Neuharlingersiel.(ca. 0,5m ü.NN)
Von Zuhause etliche Gespräche auf 144 MHZ mit Entfernungen von über 800Km (direkt, nicht über Amateurfunksatellit). Dafür müssten nach deiner Formel Sender und Empfänger jeweils 11662m hoch sein. Ich befand mich aber nur auf 168m Höhe, demnach müsste sich die höchste Erhebung Spaniens jenseits der 41000m befinden.
Du siehst also, manchmal ist Erfahrung einiges mehr Wert als die grau Theorie. Ich verlasse mich als Tauchbeginner(DTSA*, frisch) auch lieber auch meine erfahrenen Kollegen als auf die Bücher.
Wobei ich dir natürlich zustimme ist, dass die 1000km mit 5W natürlich nonsens sind.(Die hatte ich überlesen).
Ich hoffe du nimmst dein eigenes Hobby etwas ernster, als das anderer Leute.....
Antwort von web_line am 30.03.2008 - 13:34 Jippi - ich habe Dir eine Näherungsformel angeboten - willst Du die Formel grundsätzlich anzweifeln? Willst Du anzweifeln, dass es sich bei UKW um ein quasioptische Ausbreitung handelt? Willst Du etwas von Überreichweiten erzählen, dass man bei einer 5W-UKW-Handfunke im Wasser treibend grundsätzlich (im Regelfall) von einer Reichweite jenseits der 100sm ausgehen kann - oder was willst Du uns sagen?
Ich habe einige Male auf See mit Handfunken praktische Reichweitenexperimente mit Freunden gemacht (was man halt so treibt wenn die Dinger da sind) und 3sm war die übliche Grenze vom Deck einer Segelyacht zu einer anderen Yacht oder in den Hafen. Ganz praktisch. Der Taucher schwimmt und schwebt nicht im 2m Höhe über dem Wasser.
Antwort von Werlaf am 22.04.2008 - 08:41 @Web Line:
Ich glaube, ich diskutiere besser nicht mehr mit dir, nur noch so viel:
Ich rede von 20 Km, du fragst, ob ich etwas erzählen will, dass man grundsätzlich von Reichweiten um 100sm ausgehen kann.(Wer lesen kann, ist klar im Vorteil)
Nein, ich will deine Formel nicht anzweifeln, nur die Eignung dieser Formel für eine Reichweitenberechnung.(Sie ist nicht mal näherungsweise geeignet, für die Reichweite ist nämlich die Sendeleistung und die Empfängerempfindlichkeit sehr wohl maßgeblich beteiligt.)
Ich will auch nichts von Übereichweiten erzählen (obwohl das eine tolle Sache ist), bei den Verbindungen von +- 800km waren aber auf beiden Seiten Leistungen von 500 - 750W im Spiel.( was aber laut deiner Theorie keine Rolle spielt..... bloß: Mit 50W gings nicht mehr...wie kommt das bloß ?? Habe ich etwa die Physik kaputt gemacht )
Also, lassen wir das. Ich hatte mich bloß geärgert, dass du dich in einer ziemlich überheblichen Weise über die Hobbies anderer lustig machst. Ich denke alles weitere gehört nicht hierher.
Antwort von RichiH am 22.04.2008 - 09:17 Es gibt uebrigens von OMS einen 406 MHz Sender & noch irgendwas zur Nahortung mit GPS-Peilung in einem druckfesten Behaelter. Ist im neuen Katalog auf der vorletzten Seite. Was das kostet steht aber auf nem anderen Blatt, OMS ist ja durchaus ne Apotheke.
Richard
Antwort von Flossensausen am 05.05.2008 - 01:04 Das mit dem UKW-Funk könnt ihr in der Dritten Welt (Ägypten) doch nicht ernst meinen. Nehmt lieber ne Kerze mit, für die Stoßgebete
Dann doch lieber eine Funkbake die i. d. R. 48 Stunden an eine internationale Leitstelle sendet. Die Dinger gibts auch zu mieten. Suche "Aquafix 406". Allerdings sind die Dinger nicht in Tauchtiefen wasserdicht. Ein großes Taucherei oder ein Lampengehäuse sollten gehen.
Boje, Pfeife und Spiegel gehören immer mit.
Antwort von RichiH am 05.05.2008 - 09:27 Die 406 MHz gehen nicht an der Oberflaeche entlang (also gut, da auch) sondern werden von einem Satellitennetzwerk aufgefangen und ausgewertet. Da das Ding seine GPS Peilung mitschickt und auch noch einen Kurzstreckenpeilsender hat sollte das OK sein. Nur der Container stoert mich, hier waer ein Geraet aus einem Guss definitiv besser.
Antwort von Taucher3667 am 05.05.2008 - 20:51 Bei allem Respekt vor euren Basteltipps: wieso soll ich mir eigentlich ein Rettungssystem selber bauen? Einige der o. g. Ratschläge sind schlicht falsch und haben Knastgarantie (in einem Militärstaat wie Ägypten die Funkgesetze zu mißachten...)
Baut ihr auch euer eigenes Flaschenventil oder nehmt ihr euren eigenen Sauerstoff mit in den Urlaub? Da gibt es für Taucher ein Rettungssystem, das funktioniert und sich bereits mehrfach bewährt hat - wie auf dieser Site öfters schon erwähnt. Als Segler weiß ich, dass es günstiger (!) ist, als andere Ortungssysteme im Wassersport! @mickymoto: GPS gestützte Notfallsender kosten ab EUR 1.100,- aufwärts! Kosten der Rettungsaktion extra: ab EUR 25.000,- Sorry, Leute, ich versteh` das wirklich nicht!
Antwort von RichiH am 06.05.2008 - 09:29 Taucher3667: Du hast vergessen, zu erwaehnen welches das ist. Wenn man einen international anerkannten und ordnungsgemaess registrierten Notfallsender hat wird man auch kaum Probleme kriegen. Und bevor ich sterbe zahl ich gern mal 25.000 Euro..
Das wir hier nur ueber Extremfaelle diskutieren ist uebrigens klar.
Richard
Antwort von Flossensausen am 06.05.2008 - 14:03 Zum Thema eine Webseite von vielen:
www.notsender.de
Dort wird die Funktion erläutert, incl. Kaufen und Mieten
MfG
Antwort von JonasLondon am 10.05.2008 - 22:21 Auch recht cool - und sehr klein!
Antwort von JonasLondon am 10.05.2008 - 22:25 Nachtrag: Funktioniert wohl nur via SMS ergo Netzabdeckung...
ich glaube aber, dass es ein öhnliches System gibt, bei dem man verschiedene Optionen hat ("Hier bin ich grad", "NOTFALL", 24h-Tracking Modus), das nicht via sms/Mobilfunk angewiesen ist... finde den Link aber gerade nicht. Das mit dem Mini-Handfunkgerät finde ich interessant! Und bei 189 Euro könnte man fast zwei in einer 4er-Gruppe haben, und dann sollte doch eine Hölfte es wieder auf das Boot geschafft haben selbst wenn der Kapitän "no Englisch understand"...
Antwort von RichiH am 11.05.2008 - 14:54 Diese Tracker sind eher fuer misstrauische Liebhaber oder sowas. Ausserdem kannst du, zumindest bei denen die ich kenne, keinen Notruf absetzen.
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