Bei diesem Rebreather wird der verbrauchte Sauerstoff nicht durch ein Magnetventil und die dazugehörige Steuerelektronik ausgeglichen, sondern mittels einer Düse kontinuierlich zugeführt. Die Dosierung liegt in der Regel zwischen 0,7-1,0l/min. Damit das System gut funktioniert, muß der Taucher seine O2-Aufnahme bei "normalen" Tauchbedienungen kennen. Der Flow wird dann so eingestellt, daß er knapp unter diesem Wert liegt. Dadurch wird erreicht, daß der Sauerstoffanteil des Atemgases langsam abnimmt und somit nie in kritische Bereiche steigen kann.
Dieses gewollte Absinken muß vom Taucher selber mit dem manuellem O2-Bypaß ausgeglichen werden.
Bei einem gut eingestellten KISS System und "normalen" Tauchbedienungen ist dieses manuelle Nachdosieren ca. alle 15-20min nötig, bei gesteigertem O2-Verbrauch aufgrund von Streß, Strömung, etc. entsprechend öfter.
Die drei O2-Sensoren des KISS geben Ihre Messwerte auf drei von einander unabhängigen Voltmetern (jeweils mit eigner Stromversorgung) aus. Diese Messwerte werden in keiner Form vom Gerät selber ausgewertet, d.h. der Taucher muß die Messwerte selbstständig überwachen, miteinander vergleichen und mittels dieser Daten dann sein Gerät entsprechend steuern.
Ich hoffe diese kurze Beschreibung hat Dir erst mal weitergeholfen.
Beim Rebreathertreffen am Biggesee (04.+05.Mai) wird zwar wahrscheinlich kein original KISS zu sehen sein, aber mit Sicherheit einige modifizierte handelsübliche Kreislaufgeräte und ein paar Selbstbauten die nach diesem Funktionsprinzip arbeiten.
Gruß
Michael