pulmonale Obstruktion durch zu raschem Aufstieg? Abgesandt von pressluftfisch am 16.12.2007 - 09:22:
Durch ungünstige Verkettungen musste ich kürzlich bei einem flachen Tauchgang/10-14 m einen Notaufstieg machen. An der Oberfläche war eine Strömung, die mich in kürzester Zeit völlig erschöpfte (das Boot war etwa 50 m entfernt) und zu einer stundenlangen pulmonalen Obstruktion führte, obwohl ich bisher nicht zu dergleichen neigte und das Rauchen schon lange aufgegeben habe. Ich war zu keiner Leistung mehr fähig und habe das Boot nicht erreichen können. Kann ein Zusammenhang mit dem raschen Aufstieg bestehen (natürlich habe ich, wie ich glaube, ausgeatmet)oder lag es möglicherweise an der extremen Belastung?
Gruß, P. (natürlich ging die Geschichte gut aus und bin 2 Tage später ohne Probleme weitergetaucht ...)
Antwort von Oliver2 am 16.12.2007 - 10:09 wie wär`s mit BMI kritisch betrachten???
Wer hat denn wieder den Trollkäfig offengelassen???????
Antwort von Kölle Alaaf am 16.12.2007 - 11:11 @ Oliver2
Bist Du sicher, dass Deine Kommentierung weiter hilft BMI ist "förderlich", aber der Vergleich mit dem Trollkäfig ist als Kommentar auf Grundlage dessen, was pressluftfisch gesagt hat nur als unnötig, beleidigend und inhaltlich verfehlt anzusehen. Wer im Glashaus sitzt ... gehen da die Hormone durch Ich möche jetzt nicht anmerken, dass auch ein gewisser IQ (und damit meine ich nicht den Sportartikelhersteller) beim Tauchen kritisch betrachtet werden sollte Schönen Sonntag noch
Antwort von Telemar-king am 16.12.2007 - 11:39 " ... und habe das Boot nicht erreichen können ... " = Doch, hast Du. Sonst könnten wir heute Deinen Bericht nicht lesen.
Antwort von clearwaterdiver am 16.12.2007 - 13:32 moin,
wenn man mit den spärlichen Angaben was anfangen soll.....
1. wie lange warst du auf der Tiefe?
Könnte es dadurch evtl. schon eine DCS gewesen sein?Wahrscheinlich eher nicht.
2. Hast du den Kopf überstreckt? oder bewusst ausgeatmet? Bei dir stehtb an der Stelle ein Fragezeichen. Hast du es nicht richtig gemacht, könte es ein Lungenbarotrauma gewesen sein.
in ähnlichem Fall habe ich mir sagen lassen, dass hinterher die Atmung sehr schwergängig gewesen sei.
gruß heinz
Antwort von Neptun am 16.12.2007 - 17:50 Danke, Kölle Alaaf, so etwas oder ähnliches wie Dein Kommentar ging mir auch sofort durch den Kopf.
Leider wird das Niveau des Taucher.Net in letzter Zeit nicht nur durch Postings von "echten" Trollen heruntergezogen, sondern auch von Kommentaren wie von Oliver2. Ersteres mag Gottgegeben sein, Zweiteres sicherlich nicht.
Grüßle vom Neptun
Antwort von pressluftfisch am 16.12.2007 - 18:24 Vielen Dank für die raschen Antworten!
... ich habe das Boot wirklich nicht mehr erreicht, aber das Boot mich! Dank Emergency-Boje und Dank Diveguide (der sonst nicht ganz unschuldig an diesem Dilemma war, weil er meine Signale bzgl. Rest-bar nicht richtig umsetzte).
Ich war 31 min auf dieser Tiefe, max.16m. bei 24 Grad.
An ein Barotrauma habe ich auch schon gedacht, aber ich bin mir fast sicher, ausgeatmet zu haben und den Kopf habe ich auch überstreckt, schon allein um fahrende Boote nicht zu übersehen. Einen Pneumothorax hatte ich auf jeden Fall nicht und an Bord klettern ging noch mit der letzten Kraft, da ich rechtzeitig aufgehört hatte, gegen die Strömung anzuschwimmen.
Gruß, Danke, P.
Antwort von pressluftfisch am 16.12.2007 - 18:49 Habe gerade meine genauen Daten angeschaut, ich war doch tiefer als ich dachte: in den letzten 5 min. vor dem Notaufstieg betrug die Tiefe 13-14 m und somit durchaus im relativ kritischem Bereich.
Die durchschnittliche Tiefe betrug 13,7 m und max. 16. bei einer Dauer von 31 min.
Das ist jetzt 9 Tage her und ich habe keine Ausfälle (ausser Urlaub finished).
Gruß, Klaus
Antwort von shuttle am 16.12.2007 - 19:04 Es kann beides hewesen sein, ein Lungenbarotrauma oder die Obstruktion ist ducrch die überhöhte Anstrengung an der Oberfläche entstanden, vielleicht auch nur verstärkt worden (eine bronchiale Obstruktion verstärkt sich bei Anstrengung exponential). Schwer zu sagen das Ganze.
Antwort von niemand am 16.12.2007 - 20:44 ich würde einfach auf Essouflement tippen. Wenn in dieser Tiefe eine Flasche (ich vermute 10L) bereits leer ist lässt das bei den weiteren Beschreibungen einfach auf Überanstrengung und erhöhten AMV schließen. Du hättest dich wahrscheinlich genauso beschissen gefühlt wenn du normal ausgetaucht wärst. Du solltest wohl etwas mehr für deine Kondition tun. Geh einfach mal öfters zum Schnorcheltraining im Hallenbad.
Gruss JR
Antwort von Kölle Alaaf am 16.12.2007 - 21:55 @ Niemand
Dein Verdacht ist auf der Basis der bisherigen Äußerungen von pressluftfisch nachvollziehbar. Konkret wird das aber ein Arzt des Vertrauens (vielleicht) noch feststellen können ... wenn es doch etwas Schlimmeres war als "nur" ein Essouflement.
Antwort von niemand am 16.12.2007 - 23:07 Ein Belastungs EKG könnte für ihn hilfreich sein
Antwort von pressluftfisch am 17.12.2007 - 00:59 Essouflement könnte passen. Ich habe nämlich versehentlich anstelle 2x1 kg 2x2 kg zum Feintuning in die Taschen gesteckt - also pralles Jacket u n d leichte (unter Wasser) Gegenströmung (und versehentlich eine 10l-Flasche), da kann man sich das erhöhte AMV gut vorstellen. Bin noch garnicht darauf gekommen!
Danke, Klaus
Antwort von Mattti am 17.12.2007 - 13:10 also, wenn das jacket bei 2kg Blei zuviel auf 16m prall gefüllt ist, ist entweder das jaket zu eng/klein oder du hast viel zu viel Blei.
Prinzipiell sollte aber ein leere Flasche kein Grund für einen Notaufstieg sein, solange du mit einem Buddy tauchst.
Ich glaube kaum, das sich das im Nachhinein noch genau untersuchen läßt. Könnte also alles sein - von Überanstrengung bis zu DCS.
Anscheinend hat der Diveguide total versagt von der Überbeliung bis zum Luftmamagement. Er hat deine Situation nicht erkannt und du bist dann wohl in panik gekommen und hast falsch reagiert. (irgendwer hatte doch sicher noch Luft...)
Gut das dir nichts passiert ist.
Wurdest du nach deiner Erschöpfung wenigstens mit o2 versorgt und betreut?
Antwort von pressluftfisch am 18.12.2007 - 01:13 Das ist zwar eine der besten 100 Tauchbasen der Welt, aber diesmal war die Konstellation eher bescheiden. Der bis dato unbekannte Buddy war keine große Hilfe und der Tauchguide hat meine Signale nicht adäquat umgesetzt und trotz verstandenen 100bar weitergetaucht und bei 50bar war der Kahn noch weit weg. Hat aber später mitbekommen, daß ich mit 10bar aufsteigen mußte und ist mir in nicht angemessener Entfernung (gerademal Sichtweite und nicht Octopuslänge) beim Aufsteigen gefolgt und dann wieder abgetaucht.
O2 habe ich nicht verlangt und meine Erschöpfung habe ich mir nicht anmerken lassen.
Wenige Tage später gab es eine ähnliche Situation, als ein Buddyteam sich wegen Luftmangel an der Oberfläche trennte und der Zurückgebliebene in Leinenlänge Entfernung nicht mehr den Rückweg schaffte. Die Reaktionen der Mittaucher an Bord bestanden aus Gesprächen wie `der kann doch sein Jacket mit dem Mund aufblasen``hier ist doch keine Strömung` usw.
(Ich als gebranntes Kind habe natürlich gleich mein ABC wieder angelegt und veranlasst, daß dem Kollegen eine Leine zugeworfen wurde, die er dann auch erreichte und er völlig entkräftet an Bord gehievt werden konnte)
Gruß, K.
Antwort von Telemar-king am 18.12.2007 - 15:20 " ... ist mir in nicht angemessener Entfernung ... beim Aufsteigen gefolgt ..." = Damit hat der Guide ja alles richtig gemacht, beim Aufstieg. Warum soll er genauso schnell nach oben schießen, wie Du? Dann gibt es (im schlimmsten Fall) zwei tote Taucher an der Wasseroberfläche. Buddy folgt beim Notaufstieg immer(!) in der normalen Aufstiegsgeschwindigkeit von 10m/min.
" ... zwar eine der besten 100 Tauchbasen der Welt ... " = Die Betonung liegt bei dieser Tauchbasis wahrscheinlich auf dem Wort "zwar". Denn wenn alles so passiert ist, wie pressluftfisch es schreibt, dann gehört das Guide-Personal dieser Basis mal gehörig neu ausgebildet.
" ... meine Erschöpfung habe ich mir nicht anmerken lassen ... " = Jeder Mensch hat das recht auf Selbstgefährdung. Und auf das Nichtanmerken lassen von Erschöpfung und Nichtverlangen von O2 oder naderer Hilfe. Warum tut man (in dem Fall pressluftfisch) das? Aus Scham, als Verlierer abgestempelt zu werden? Aus "Kraft der Männlichkeit"? Oder welche Überlegungen spielen beim "Nichtverlangen von stärkenden Mitteln" eine Rolle?
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