rescue diver Abgesandt von vanspanghen am 12.08.2010 - 01:58:
hallo,
ich überlege einen rescue scuba diver zu machen.wie ich schon in einige foren gelesen habe ist wohl ein kurs der nicht an einem wochenende abgehalten wird,sondern mehrere termine beinhaltet besser.
die tauchschule,mit der ich bereits gute erfahrungen gemacht habe, bietet einen NAUI-rescue scuba diver-kurs an.wenn ich es richtig verstanden habe ist er äquivalent zu CMAS **.aber gibt es irgendwelche gründe die für oder gegen diese oder eine andere organisation sprechen?
sind 4theorie stunden und 6freiwasserTGs ausreichend und was sollten diese in jedem fall beinhalten?auf den seiten der organisationen habe ich leider sehr wenig gefunden.
gibt es alternativen zu den EFR-kursen?und wenn ja,wer müßte mir diese attestieren?reicht da der hausarzt?
vielen dank für eure bemühungen,
gruß,v
Antwort von Grillprinz am 12.08.2010 - 02:06 Zu NAUI kann ich dir leider nichts sagen.
Als Alternative zum EFR-Kurs bietet sich der Erste-Hilfe-Kurs einer Rettungsorganisation an (DLRG, Johanniter, Malteser, ...). Diese sind üblicherweise umfangreicher, günstiger und vor allem durch Rettungsassistenten/-sanitäter abgehalten. Beachte hierbei, dass der 8h-Kurs "Sofortmaßnahmen am Unfallort" (für den Führerschein benötigt) NICHT ausreicht. Es muss dann schon der 16h-Kurs sein.
Antwort von bikefresh am 12.08.2010 - 07:55 Zu den Inhalten bei NAUI kann ich zwar auch nichts sagen, aber der Zeitansatz hört sich schonmal gut an.
Aus meiner Erfahrung nehmen sich die Rescue-Kurse der Orgs und Verbände nicht viel.
Wenn Du mit der Tauchschule und deren Ausbildung bisher zufrieden warst-mach es.
Antwort von shuttle am 12.08.2010 - 08:25 "4theorie stunden" -> bißchen knapp bemessen
"6freiwasserTGs" -> grundsätzlich OK, aber was ist mit Pool? ich finde es besser, die unterschiedlichen Techniken vor dem Freiwasser ausgiebig im Pool zu üben und dann im Freiwasser nicht mehr Techniken zu üben sondern ausschließlich Rettungsszenarien durchzuführen. Ist m.E. effektiver.
"was sollten diese in jedem fall beinhalten?"
Theorie:
- Die Psychologie des Rettens (vom posttraumatischer Stress bis .... Unfallberichte )
- Erkennen von Stress bei Tauchern
- Notfallausrüstungen (Erste Hilfe-Kit, Sauerstoffausrüstung, AED etc.pp.)
- Unfall Management (Erste Hilfe bei Deko, beinah Ertrinken ..... etc)
- Reagieren auf Tauchnotfälle (Selbstrettung – Erkennen von Rettungssituationen, Hilfeleistung und Rettung von ausserhalb des Wassers, Oberfläche und UW, Ausstiege und Nachbetreuung)
- Auf einen Tauchnotfall vorbereitet sein (Ausrüstungsprobleme, Erste Hilfe bei Verletzungen durch aquatische Lebewesen, DCS, Embolien ... etc.)
- u.v.m.
Sind bei mir 5 Theorievorträge, dafür sind 4 h m.E. zu knapp, wenn man auch Raum für Diskussionen und Erfahrungsweitergabe aus realen Situationen haben möchte
Übungen:
- Selbstrettungstechniken
- Hilfe "Ermüdeter Taucher" (Annäherung, Beurteilung, Kontakt, Beruhigen, Hilfeleistung und Transport, Entfernen der Ausrüstung ....)
- Hilfe "Taucher in Panik" (Annäherung und Beurteilung, Kontakt, Befreiungstechniken .... )
- Hilfeleistung vom Ufer, Boot oder Steg (reagierender Taucher)
- Taucher in Schwierigkeiten unter Wasser (Überanstrengung, Panik, Out of air ..... )
- Vermisster Taucher (Effektive Suche, Suchmuster .... )
- Hochbringen eines nicht reagierenden Tauchers
- Nicht reagierender Taucher an der Oberfläche
- Ausstiege mit einem nichtreagierenden Taucher
- Erste Hilfe für druckbedingte Verletzungen und das Verabreichen von Notfall‑Sauerstoff
- Hilfsaktionen vom Ufer/Boot aus – nicht-reagierender Taucher
... und das ganze in allen Feinheiten dann im Freiwasser eingebettet in Seznarien mit Rollenspielen
genau, so sollte es sein und bringt dem Kursteilnehmern auch wirklich was.
O.J. - aus dem Urlaub zurück
Antwort von MannDesFeuers am 12.08.2010 - 09:07 Guten Morgen zusammen,
Shuttle spricht mir von der Seele.
Ein Erste Hilfe Kurs - 8 Doppelstunden- welcher von allen Hilfsorganisationen angeboten wird macht mE nur Sinn in Kombination mit einem o.a. Kurs. In einem EH Kurs werden keine tauchrelevante Bezüge gemommen, mit Ausnahmen der Lebensrettenden Sofortmassnahmen. Auch kann ich nicht erwarten, das ein EH Ausbilder sich mit DCS oder Barotraumata auskennt, da dies nicht im Lernzielkatalog steht. (Hintergrundinfo : EH Ausbilder müssen keine Rettungsassistenten-oder gar Taucher sein.) . Die praktischen Bezüge einer aktiven Rettung im Wasser fehlt bei der EH Ausbildung gänzlich.
Was wir benötigen ist "die Eierlegendewollmilchsau"-einige Organisation bekommen dieses Spagat annähernd hin.... Aber auch hier zeigt sich wiedereinmal , das jeder Kurs ohne nötige Eigeninitiative nur ein Grundstein des Ganzen ist...
In diesem Sinne
Glück Auf
kann da nur zustimmen - was den Erste Hilfe Kurs angeht muß ich Grillprinz zustimmen - der 16 h Kurs ist mindesten zu Absolvieren - und dazu noch ein guter Tip
geh zur DLRG oder Wasserwacht die auch Einsatztaucher ausbilden - dort fragst du nach dem Erste Hilfe Theoriekurs - ( Rescue Taucher ) denn dort wird auch das Tauchspezifische mit abgehandelt
der nächste und Wichtigste Punkt aber ist - du solltest schon einige Tauchstunden haben und du solltest mit dir und deinem Gerödel zu 100 % zurecht kommen
und mahce den Rescue Kurs in der Ausrüstung in der du immer tauchst - also wenn du einen Trocki hast auch im Trocki machen
- man kann die Übungen auch mehrmals machen dabei auch in nassanzug zuerst und dann aber im Trocki und auch in voller Ausrüstung
denn es bringt dich nicht weister wenn du irgendwann im See einem Taucher helfen mußt aber nicht kannst weil du mit deiner Ausrüstung nicht klar kommst
ansonsten ist der Rescue Kurs ein sehr interesanter aber auch anstrengender Kurs
vor dem Rescue aber solltest du den Such und Bergekurs gemacht haben - damit du weist wie du überhaupt einen Taucher Unterwasser suchen musst
Antwort von Grillprinz am 12.08.2010 - 09:57 Also ich habe das Suchen und Bergen auch im Rescue Diver-Kurs mitgemacht, kommt sicherlich auch auf den ausführenden Instructor an. Dieses aber natürlich ohne das Special-Brevet, also nur die Übungen, bevor es jemand missversteht
Meinen EH-Kurs habe ich vor ca. 2 1/2 Jahren bei der Feuerwehr-Grundausbildung mitgemacht, da bei uns aber nur innerhalb der Wehr einmal im Jahr eine Auffrischung ansteht und somit ein offizieller Nachweis (also Bescheinigung) fehlt, mache ich alle zwei Jahre zusätzlich einen Auffrischungs-Kurs bei der DLRG. Ich bin damals (im März) eher zufällig in den Kurs mit Schwerpunkt Tauchrettung geraten, da mehr als die Hälfte der Teilnehmer bei der DLRG Mitglied waren und man das dann gleich etwas spezifischer gemacht hat.
Zu meinem Rescue Diver (PADI) muss ich vom Umfang her sagen:
- 2 Tage mit Theorie vormittags, Pool-Lektionen nachmittags und Selbststudium abends
- 2 Tage mit jeweils 2 Tauchgängen als Abschlussszenarien, zwischendurch Nachbesprechung mit eventuellen Hinweisen für Skill-Verbesserung
Dies waren, wie zu sehen, vier Fulltime-Tage. Wenn wirklich nur 4h Stunden Theorie sind, dann halte ich das für etwas wenig. Vielleicht sind dort aber auch nur 4 Lektionen gemeint. Lieber nochmal nachfragen.
Antwort von soylentgreen am 12.08.2010 - 10:01 Eine Alternative zu den klassischen EH- bzw. EFR Kursen können auch die Providerseminare von Aquamed sein. Hier wird die klassiche Erste-Hilfe Ausbildung mit tauchspezifischen Inhalten erweitert.
Wenn du mehr Infos dazu möchtest, guck mal bei aquamed nach oder schick mir ne PM.
wobei es aus meiner Sicht nichts dagegen spricht, die Übungen auch im Freiwasser zu machen.
Entscheidend ist doch, dass die Themen ordentlich geübt werden.
@MannDesFeuers:
Du hast Recht, dass ein normaler EH-Kurs keine tauchspeziefischen Themen enthält. Aber daraus zu schließen, dass der Kurs ohne Rescue keinen Sinn macht ist falsch - oder tauchst Du 24h - 365 Tage im Jahr ?
Antwort von bikefresh am 12.08.2010 - 16:06 Wenn man die von shuttle aufgezählten Punkte, die in einen EFR-Kurs gehören rausrechnet, kommt man mit den 4 Stunden hin. Der EFR-Kurs muß dann natürlich zusätzlich belegt werden.
Grundsätzlich halte ich "vollwertige Erste-Hilfe-Kurse" vom DRK, den Maltesern etc. zwar auch als regelmäßige Grundlage für gut, nur fehlt da häufig der Tauchbezug.
In diesen lernt man dann aber auch die von mir "rausgerechneten" Punkte.
Bei entsprechenden Verhältnissen und Ausbildungsmöglichkeiten sind 6 Freiwassereinheiten o.k.
Normalerweise gehört aber die Poolausbildung dazu.
Ich vermute hier wird sie mit ins Freiwasser verlegt.
Antwort von shuttle am 12.08.2010 - 17:17 "die in einen EFR-Kurs gehören " -> nein, Frank. Die Punkte gehören in den Rescue NACH einem EFR (oder erste Hilfe) Kurs. Darauf wird tauchspezifisch aufgebaut. Ich bin noch nie mit 4h hingekommen, ausgeschlossen, nicht wenn man echten Theorieunterricht macht, was bei diesem Kurs m.E. unabdingbar ist (sofern man den Leuten wirklich etwas mitgeben will).
Scherz beiseite, für normal sollte man einen Zeitraum von 6h einplanen. Hier wäre noch die Kursgröße und die Aufnahmefähigkeit der Teilnehmer zu berücksichtigen. Sonst können da nämlich ruck zuck mal 10h raus werden. Ich habe aber auch schon einmal das Ganze in knapp unter 4h erlebt. Einzelunterricht mit einem Schnellmerker.
CU Oliver
Antwort von shuttle am 12.08.2010 - 17:41 "Das die Leute auch immer so langsam reden müssen " -> nicht langsam, viel
OT: .... meine Frau sagt immer: du redest, wie du Gitarre spielst. Und du hörst dich gerne spielen
Scherz beiseite: Die Themen sind einfach umfangreich und laden auch zur Diksussion und zum Erfahrungsaustausch ein, und es wäre schade, da unter (selbst auferlegtem) Zeitdruck zu stehen. Deshalb plane ich großzügig. 6h = schon besser (als 4h) .
Antwort von bikefresh am 12.08.2010 - 17:41 "Die Punkte gehören in den Rescue " Yepp, aber im Zusammenhang und nicht nochmal 2 Stunden.
Ich glaube wir reden hier aneinander vorbei
Bei uns wurden der EFR-Kurs immer kurz vor dem Rescue-Kurs gehalten, da wurden die Erste-Hilfe-Anteile mit dem entsprechenden Tauchbezug mit reingepackt.
Somit ist eine ausführliche Einbindung in die Kursstruktur des Rescue-Kurses in dieser Tiefe nicht mehr nötig.
Dazu gehörten aus Deinen To-Do-Punkten z.B.:
- Notfallausrüstungen (Erste Hilfe-Kit, Sauerstoffausrüstung, AED etc.pp.)
- Unfall Management (Erste Hilfe bei Deko, beinah Ertrinken ..... etc)
-, Hilfeleistung und Rettung von ausserhalb des Wassers, Oberfläche und UW
- Erste Hilfe bei Verletzungen durch aquatische Lebewesen, DCS, Embolien ... etc
Somit entzerrt man das schon auf mehrere Einheiten.
Und bei 5 Theorievorträgen a ??? Zeiteinheiten bist Du sicher sehr ausführlich.
Aber viele Leute werden von einem Mehr an Zusatzinformationen auch überfahren.
Hier halte ich mich an die Outlines und erweitere die Ausführungen um praktische Tipps, Besonderheiten der üblichen Tauchgänge (lokal in heimischen Seen, bzw. organisierte Urlaubs-TG).
Dann komme ich mit zweimal zwei Stunden hin. Danach noch der Test.
Klar, wenn es ausführliche Diskussionen gibt, dann kann es auchmal länger werden.
Antwort von bikefresh am 12.08.2010 - 17:47 Oh, hier hat sich einiges beim posten überschnitten.
Wenn man die "ausgelagerten" Punkte mit berücksichtigt, dann komme ich bei der reinen Theorie als Mindestzeitansatz auch auf 6 Stunden, + Zeit für Diskussionen, + Abschlußtest.
Ich denke wir haben wegen etwas anderer Kursstruktur doch aneinander vorbeigeredet
Gut das wir drüber geredet haben
Antwort von shuttle am 12.08.2010 - 17:58 " bist Du sicher sehr ausführlich" -> richtig, und genau das schätzen die Leute an meinem Unterricht, langweilig ist es noch niemand geworden
Zum EFR: der ist nicht Voraussetzung, wenn ein TN einen beim DRK gemacht hat, ist schonmal Essig mit tauchspezifischem (z.B. erste Hilfe bei Deko, beinah Ertrinken ..... etc)
Unabhängig davon: Für mich ist der Rescue der wichtigste Kurs überhaupt und entprechend wird er auch gestaltet. Hinzu kommt, dass es der einzigste Kurs ist, in dem ich viele Teilnehmer für gut erachte. Es sind brevetierte Taucher, keine Beginner (ich nehme keine Beginner in die Recue-Ausbildung) und entsprechend höher ist der Zeitbedarf, auch in der Theorie (auch aufgrund der Diskussionen, die ich fördere).
Aber genug, meine Intention ist glaube ich klar geworden. Desweiteren ist es meine freie Zeit, die ich hier gerne einbringe, da auch mir jeder Kurs einen Mehrwert bringt. Wirtschaftlichen Interessen muss ich mich nicht beugen (wie du weißt).
Antwort von bikefresh am 12.08.2010 - 23:09 noch zwei Punkte:
1. Welche Voraussetzungen bringen die Schüler mit?
Bei mir haben sie i.d.R. das Buch durchgearbeitet, wenn sie meinen Empfehlungen gefolgt sind. D.h. das Kapitel einmal in Ruhe gelesen, danach nochmal durchgearbeitet und die Lösungen für die Lückentexte am Ende des Kapitels rausgesucht.
Dazu haben sie die DVD angeschaut (auch in Ruhe zu Hause) und damit interaktiv gearbeitet.
Somit kann man in "lockerer Runde" die Schwerpunkte durchgehen und kleinere Diskussionen zum Thema führen.
2. Da es bei uns keinen wirklichen EFR gibt, hat Cheffe mit seiner Lehrberechtigung den Erste Hilfe Kurs wie oben geschrieben ausgebaut. Diese Kombi haben auch ich schätze mal 90% der Leute genutzt, da der Erste Hilfe Kurs nicht älter als ein Jahr sein darf. Die meisten hatten ihren letzten Erste Hilfe Kurs für den Führerschein gemacht.
Gab es Teilnehmer, die extern den Erste Hilfe Schein gemacht hatten, erfolgte die Anpassung im S&R-Kurs.
Aktuell hat SSI den S&R-Kurs überarbeitet. Das Update hab ich aber noch nicht. Mal sehen was sich da geändert hat.
Früher habe ich auch die Meinung vertreten, den S&R-Kurs sollte man mit einiger Erfahrung machen, so knapp um die 50TG rum wäre gut, da man ihn ja für den MasterDiver braucht.
Mittlerweile sehe ich die Sache etwas differenzierter. Gerade bei Anfängern mit ein paar TG kommt häufig mehr Selbstsicherheit und Ruhe rein, wenn sie den Kurs besucht haben.
Gerade die Punkte Stresserkennung und -vermeidung wurden dann auf einmal bewußter "durchgezogen", was ein Plus für die Taucher brachte.
Über den richtigen Zeitpunkt, wann man den RD bzw. den S&R machen sollte/könnte, darf man trefflich streiten. Leider leider wird hier im Taucher.net auch viel zu oft darüber gestritten.
Ich würde ihn weniger an der reinen Anzahl der Tauchgänge festmachen sondern vielmehr an den einzelnen Schülern selber. Man sieht leider immer noch Taucher, die auch mit weit über 50 TGs noch nicht in der Lage sich oder ihre Ausrüstung weder über noch unter Wasser zu beherrschen. Hier wäre ein RD/S&R einfach zu früh.
Andererseits vertrete ich aber ebenfalls die Auffassung, dass ein solcher Kurs einen Taucher nur weiterbringen kann. Sehr viel weiter, als es ein AOWD etc. jemals könnte. Shuttles Aussage von oben, dass der RD der wichtigste Kurs ist, kann ich nur zustimmen. Man sollte also im Gegenzug nicht zulange warten um ihn zu machen. Ist man nach 20 TGs wirklich schon fit, so kann man starten. Als verantwortungsbewußter TL sollte man dann schon in der Lage sein, hier spezifisch auf den Schüler einzugehen oder ihm auch mitteilen, wo noch Defizite sind und diese abarbeiten. Das kann auch bedeuten, dass der RD erst einmal ausgesetzt wird.
Die Theorie kann keinem schaden, egal wie viele TGs er hat. Wissen hat noch keinen umgebracht (nun ja, manchmal schon, aber Hexenverbrennungen sind ja sowas von out).
Bleibt die Praxis. Gerade gut geplante und durchgeführte Szenarien/Rollenspiele versetzen den Schüler in die Situation, die er auch im Ernstfall antreffen könnte. Nehmen wir mal die Punkte von shuttle
- Selbstrettungstechniken
- Hilfe "Ermüdeter Taucher" (Annäherung, Beurteilung, Kontakt, Beruhigen, Hilfeleistung und Transport, Entfernen der Ausrüstung ....)
- Hilfe "Taucher in Panik" (Annäherung und Beurteilung, Kontakt, Befreiungstechniken .... )
- Hilfeleistung vom Ufer, Boot oder Steg (reagierender Taucher)
- Taucher in Schwierigkeiten unter Wasser (Überanstrengung, Panik, Out of air ..... )
- Vermisster Taucher (Effektive Suche, Suchmuster .... )
- Hochbringen eines nicht reagierenden Tauchers
- Nicht reagierender Taucher an der Oberfläche
- Ausstiege mit einem nichtreagierenden Taucher
- Erste Hilfe für druckbedingte Verletzungen und das Verabreichen von Notfall‑Sauerstoff
- Hilfsaktionen vom Ufer/Boot aus – nicht-reagierender Taucher
Viele der Punkte könnte ich sogar erledigen, wenn ich überhaupt kein Tauchgerät dabei hätte. Geht es um die Hilfeleistung im Wasser, so trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Aber auch einem Schüler, der seine Ausrüstung noch nicht fest im Griff hat, wird diese nach dem Kurs mehr als vertraut sein.
Kleines Beispiel. Ich hatte meinen RD nach (kurz nachgeschaut) 52 TGs. Gemacht wurde der Kurs in einem Trocki mit Frontzipp. Machte der mir anfangs beim Anziehen und Schließen des Zipps noch Ärger, so war ich nach dem Kurs in der Lage, diesen im Eiltempo anzulegen und den Zipp sauber zu schließen. Kunststück, durfte ich während der Übungen und Szenarien diesen doch gefühlte 30-mal aus und anziehen.
Ein kleiner Punkt zum Schluss. Wichtig ist hier auch, dass die Übungen nicht nur einmal gemacht werden und das war es dann. Dann haben wir ein Szenario wie den EH-Kurs beim Führerschein. Mit 18 irgendwann gemacht und nie wieder dran gedacht. Will man ernstlich was aus diesem Kurs mitnehmen, so sollte man immer wieder die Punkte des Kurses in ein paar Übungen einbauen. Das bringt einen selber weiter und kann auch für den Buddy mehr als hilfreich sein.
Just my 2 Cent
CU Oliver
P.S.: Hmm, ich hoffe, ich habe mich jetzt verständlich ausgedrückt Kommt davon, wenn man am Morgen zuviel schreibt.
Antwort von miasu am 13.08.2010 - 10:57 Ist dieses CMAS eine zertifizierung? Da muss es doch einheitliche Richtlinien geben... Sollte doch eigentlich standards geben, nicht das da in der Ausbildung dann was verloren geht.
Antwort von MatV am 13.08.2010 - 12:08 miasu, CMAS ist keine Zertifizierung. CMAS ist die Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques, falls dir das was sagt.
Sozusagen die UNO des Tauchens.
Hmm, wenn CMAS die UNO ist, was ist dann Padi und SSI? Warschauer Pakt und Nato? Ne, passt auch nicht, die sind/waren ja nur machtorientiert, Padi und SSI sind zusätzlich auch noch gewinnorientiert.
Besser vergleichbar wäre das mit dem DGB. Ist eine übergeordnete Dach-Organisation, in der die einzelnen Gewerkschaften Mitglied sind. Verhandlungen etc. machen aber die Einzelgewerkschaften, wie bei CMAS die Zertifizierungen von den Mitgliedsverbänden durchgeführt werden. ist zwar jetzt als Vergleich nicht international, aber sinnvoller.
Nicht alles was hinkt ist halt ein Vergleich
CU Oliver
Antwort von bikefresh am 13.08.2010 - 13:08 Ich kann Milkyway nur zustimmen. Eine pauschale Beurteilung wann ein Kurs sinnvoll ist, ist nicht möglich.
Und ja auch von mir zu der Feststellung: "DER Rescue ist der wichtigste/anspruchsvollste Kurs." Auch da sind wir uns wohl alle einig.
OT: Noch besser finde ich OWD´s, die sofort nen Fotokurs belegen wollen
@milky way: Wieso sollten wir hier "trefflich streiten"? Lass uns doch einfach sachlich diskutieren, uns knuddeln und liebhaben
Antwort von Hans_S am 13.08.2010 - 13:09 MatV + milkyway: ob diese Antworten miasu helfen?
miasu: CMAS ist ein Dachverband und hat natürlich auch Standards, wie jeder andere Verband auch. Eine Auflistung von Verbänden ersiehst du Hier klicken
Was ist der Hintergrund deiner Frage? Sie ist nicht unbedingt verständlich.
@Hans
Als würde hier jede Antwort einem Fragesteller helfen Scherz beiseite. Natürlich kann diese Antwort nicht helfen, ist doch sogar Dir der eigentliche Sinn der Frage nicht ganz klar.
@bikefresh
Stimmt, ich korrigiere auf "trefflich diskutieren". Fotos und OWDs sind so eine Sache. Scheinbar ist es Mode geworden, dass man seine ersten Erlebnisse im wasser filmisch oder fotografisch festhalten muss. Auch in meinem Fundus befindet sich seit geraumer Zeit eine UW-Kamera. Diese habe ich aber schon lange nicht mehr benutzt, da ich lieber tauche als knippse. Lernt man aber scheinbar erst später
CU Oliver
Antwort von vanspanghen am 13.08.2010 - 14:59 hallo nochmal,
erstmal vielen dank für die vielen antworten.als erstes muss ich korrigieren.ich hatte es als 4 stunden verstanden.inzwischen sind es 5 geworden.allerdings sind es einheiten-keine stunden;) tut mir leid,wenn ich hier für verwirrung gesorgt habe.
wenn ich euch richtig verstanden habe:
1.)wenn ich die tauchschule kenne und bis dato zufrieden war soll ich den schein auch machen?
2.)optimalerweise übt man vorher im pool und macht dann ein paar freiwasserTG-nur freiwasserTGs sind aber auch ok?
3.)man sollte den kurs belegen,sobald man sein geraffel handeln kann?das kann nach 10 oder erst nach 100TGs sein.
4.)ob ich den kurs jetzt bei NAUI oder PADI mach ist vollkommen wurscht.das einzige was zählt ist wie gut die ausbildung ist(was wieder auf die tauchschule selbst ankommt) und überall gibt es schwarze schafe.also bei dem bleiben was man kennt?
5.)der erste hilfe kurs würde ausreichen,jedoch wäre es sinnvoller einen zu machen bei dem spezifischer auf taucher eingegangen wird.mal angenommen ich wäre frischgebackener arzt.muss cih das alles trotzdem noch machen?
vielen dank für eure bemühungen!
Antwort von bikefresh am 13.08.2010 - 15:38 zu 1) Ja
zu 2) normalerweise, nicht optimalerweise Wenn die Bedingungen stimmen: gute Sicht, angenehme Wassertemperaturen geht es auch komplett im Freiwasser
zu 3) ja, wenn Du gut mit Dir zurechtkommst und einigermaßen tarieren kannst- leg los
zu 4) genau so zu 5) Der "normale" Erste-Hilfe-Kurs reicht als Mindestvoraussetzung. Bei speziellen Kursangeboten, z.B. PADI-EFR wird etwas spezieller auf tauchspezifische Probleme eingegangen.
Wird Dein Punkt 4 gut erfüllt, d.h. die Ausbildung ist im Tauchshop gut, sollte ein aktueller Erste-Hilfe-Kurs reichen. Der Tauchbezug wird dann im Rescue-Kurs hergestellt und geübt.
Vielen Dank für unsere Bemühungen Wir freuen uns wenn wir Dir wirklich helfen konnten und Dir unsere Diskussion was gebracht hat Das ist uns Dank genug
Antwort von bikefresh am 13.08.2010 - 15:42 Nachtrag: Wir trinken natürlich auch gerne ein schönes kühles Dekobierchen, nur ist das bei den eingeschränkten Softwarefunktionen dieses Forums leider nicht realisierbar
@Mods: Ich wünsche mir nen Dekobier-Hardware-Download
Antwort von thüringen-diver am 13.08.2010 - 15:47 @vanspanghen
wenn du Arzt bist - sorry dan brauchst du doch nicht noch einen Erste Hilfe Kurs machen da müsstest du ja wissen was man bei einem Unfall macht und wie man hilft
dh HWL solltest du da ja können und wie man eine Rettungskette einleitet usw lernt auch jeder Arzt
auch lernt man als Arzt wie man Sauerstoff verabreicht usw
lediglich die Tauchspezifika müsstest du dir da aneignen ( Theorie ) also deco Unfall usw
und was du in einem Streß und Rescue Kurs lernst wurde ja weiter oben schon geschrieben
Antwort von thüringen-diver am 13.08.2010 - 16:13 sorry -- muß natürlich HLW - Herz Lungen Wiederbelebung heissen
und diese wird nicht im Wasser durchgeführt - auch kein Beatmen des Patienten - dies geschieht erst an Land oder auf dem Boot wenn der Verunfallte auf einer harten Unterlage liegt
im Wasser wird der nur so schnell wie es geht an Land oder zum Boot gebracht
Dennoch bin ich für die Beatmung im Wasser bei den Übungsszenarien. Nicht, weil es sinnvoll ist, das Opfer im Wasser zu beatmen und dadurch Zeit zu vertrödeln (hier reicht in der Realität die Stoßbeatmung zu Anfang und dann ab ans Ufer), vielmehr bringt es dem Schüler etwas. Er kommt nun nämlich wirklich in eine Stresssituation, muss beatmen, Ausrüstung ablegen etc. - also viele Dinge auf einmal tun bzw. abarbeiten. Der Trainingsfaktor und der Lernerfolg ist ungleich höher in meinen Augen einzustufen.
Wie gesagt, hier unterscheidet sich der Kurs von der Wirklichkeit. Wichtig ist natürlich, dass man das auch so rüberbringt. Nicht, dass der Retter sich bei einer wirklichen Notlage zig Minuten damit abmüht das Opfer im Wasser zu beatmen.
"Dennoch bin ich für die Beatmung im Wasser bei den Übungsszenarien. Nicht, weil es sinnvoll ist, das Opfer im Wasser zu beatmen und dadurch Zeit zu vertrödeln (hier reicht in der Realität die Stoßbeatmung zu Anfang und dann ab ans Ufer), vielmehr bringt es dem Schüler etwas. Er kommt nun nämlich wirklich in eine Stresssituation, muss beatmen, Ausrüstung ablegen etc. - also viele Dinge auf einmal tun bzw. abarbeiten. Der Trainingsfaktor und der Lernerfolg ist ungleich höher in meinen Augen einzustufen."
der Tauchschüler soll im Stress und Rescue lernen wie es in der Wirklichleit gemacht wird - dazu sind solche realitätsnahen Übungen da
wenn er es hier falsch lernt und sich falsch einprägt ( Beatmen im Wasser ) wird er es im Notfall auch machen und das ist Falsch
Wenn ein Taucher an die Oberfläche gebracht wurde der schon Unterwasser nicht geatmet hat, dann muß bei dem ja zuerst einmal festgestellt werden ob das Herz noch schlägt - wie will man das den im Wasser feststellen wenn man den zum Ufer scheppt ?
und eine HLW im Wasser geht schon mal gar nicht
was nützt eine Beatmung im Wasser wenn das Herz nicht schlägt und der Sauerstoff überhaupt nicht im Blutkreislauf zum Hirn transportiert werden kann - dort wo er gebraucht wird
also Patienten ( Unfallopfer ) an Land - Ufer und dort feststellen ob das Herz noch schlägt ( wird durch Pulsschlag festgesellt ) das geht aber nicht wenn ich Handschuhe anhabe und der Patient dickes Neopren an den Armen oder am Hals
also den Teilnehmern eines Stress und Rescue Kurses entweder die Rettung und den Ablauf Richtig beibringen oder gar nicht - denn der Kursteilnehmer prägt sich das was er in den realitätsnahen Übungen lernt ein
und das nächste Wichtige ist, befor ich den Verunfallten am Land behandle muß ich den Rettungsdienst ( Notarzt ) anrufen erst dann mit HLW usw anfangen
( ich bin hier nur von einem Buddyteam )ausgegangen bei mehreren Tauchern müssen natürlich die Aufgaben verteilt werden
@thüringen-diver
Einspruch
Der Schüler soll im Rahmen dieser Übungen einen gewissen Stressfaktor vermittelt bekommen, so wie es in der Realität ein wenig nahe kommt. Das Beatmen im Wasser ist also nur ein Hilfsmittel damit genau das geschieht. Wobei die erste Stoßbeatmung unstrittig sein dürfte, die sollte auch in Realität gemacht werden.
Geht man diese Sachen vernünftig mit den Schülern durch, dann bleibt auch nichts falsches haften. Wird das nicht gemacht, dann würde ich Dir recht geben, dann ist ein solches Vorgehen Quatsch.
Wir sehen die Art und Weise der Rettung eines verunfallten und nicht mehr atmenden Tauchers also vollkommen identisch. Nur wie gesagt, das von mir genannte Vorgehen bei den Übungen ist in meinen Augen sinnvoll.
Ach ja, mit Deiner Aussage
"also den Teilnehmern eines Stress und Rescue Kurses entweder die Rettung und den Ablauf Richtig beibringen oder gar nicht - denn der Kursteilnehmer prägt sich das was er in den realitätsnahen Übungen lernt ein "
hätte ich ein großes Problem, da ich dann keine Übungsszenarien mehr darstellen könnte. Da man schwerlich nicht an jedem See laut um Hilfe rufen kann bei den Übungen wird ein Ersatzwort genommen, Pizza ist ganz beliebt. In Deinen Augen geht die Übung ja nun gar nicht, denn so lernt der Schüler etwas falsches und wird auch im Ernstfall nach einer Pizza statt um Hilfe rufen.
Nun ja, etwas Intelligenz dürfen wir unseren Deliquienten also schon zugestehen, das gilt für das Pizza-ufen wie für das Beatmen im Wasser.
das du das Wort " HILFE " durch ein Pseudowort -Pizza - oder sonstiges ersetzt ist nachvollziehbar damit nicht andere Taucher am See denken es ist ein echter Tauchunfall
aber was das Beatmen im Wasser angeht beim Transport des Opfers zum Ufer oder Boot - das musst du mir mal erklären was das für ein Sinn machen soll und wenn der verunfallte keinen Herzschlag hat
und bitte wie machst du deine " Stoßbeatmung " ?
in der Zeit in der du dich mit dem Beatmen des Opfers beschäftigst habe ich es schon wieder einige Meter zum Ufer abgeschleppt
- und das ist der Punkt wo du deinen Tauchschülern Stress machen kannst das sie eben in einer kurzen Zeit den Taucher so schnell wie möglich ans Ufer bringen
und wenn du eben unbedingt einen Stressfaktor haben möchtest dann hat eben der Rettungstauche nur mit einer Flosse seinen verunglückten Buddy ans Ufer zu bringen -
---- Hintergrund ;angenommenes Unfallscenario
zwei Taucher, tauchen zu einem Wrack mit Strömung und der eine Verfängt sich mit der Flosse in einem Fischernetz und reist sich das Flossenband ( Plasteverschluß ) kaputt dabei verliert er seine Flosse -
der Buddy hilft ihm noch sich aus dem Netz zu befreien - dabei überanstrengt er sich und Hyperventiliert - bekommt ein Herzproblem und wird Ohnmächtig
er muss also seinen Buddy an die Oberfläche bringen und dabei verliert er seine Flosse weil der Verschluß zerbrochen ist bei dem befreien aus dem Netz
ergo er muß also seinen Buddy mit einer Flosse ans Ufer bringen - da er auch nicht eine Flosse seines Kumpels nehmen kann weil der kleinere Füße hat ---- er muß als mit einer Flosse ans Ufer schwimmen und seinen Buddy Retten
und bei diesem Übungscenario kommt mehr Stress auf als mit einer " Im Wasserbeatmung "
Antwort von thüringen-diver am 15.08.2010 - 15:43 Beatmen im Wasser ja oder nein ?
@thüringen-diver
Nun versuche doch nicht mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, wo ich Dir doch die ganze Zeit die Tür aufhalte
Will heißen, ich bin ja bei Dir, was den Sinn oder Unsinn des Beatmens während des Transportes des Opfers zum Ufer angeht. Mit der Stoßatmung meinte ich allerdings das zweimalige langsame volle Beatmen des Opfers. Es besteht absolut die Möglichkeit, dass hierdurch die Atmung bzw. die Herztätigkeit wieder in Gang kommt bzw. der Kreisluaf sich stabilisiert. Das ist sogar statistisch bewiesen - mehr ist für normal nicht sinnvoll. Im Übrigen, schaden kann es nicht.
Bleibt also das Beatmen während einer Übung. Hier kann man Szenarien vorführen, wie Du es vorgeschlagen hast. Eine andere Möglichkeit ist das Beatmen im Wasser. Korrekterweise muss man diese sogar durchführen lassen, wenn man einen RD-Kurs gemäß Padi abhält. Wie steht es z.B. so schön in Rescue Übung Nr. 7 Punkt 3? In Wasser, welches zum Stehen zu tief ist, das Entfernen der Ausrüstung an derOberfläche von einem simulierenden, nicht reagierenden Taucher und vom Retter demonstrieren, einschließlich Maske, Bleigurt und tauchgerät (...) während die effektive Beatmung fortgesetzt wird.
Wie gesagt, über den Sinn oder Unsinn brauchen wir uns nicht zu streiten, in meinen Augen ist das beatmen Unsinn. Es erzeugt dennoch den gewünschten Stress beim Schüler und wird noch, so zumindest nach meinen Unterlagen, von Padi noch verlangt. Letzteres hat hier ja nun schon für genug Diskussionen gesorgt. So neu ist das Thema ja nun wirklich nicht.
Das man dem Schüler dieses auch so mitteilen kann, sollte unstrittig sein. Jeder verständige Schüler sollte es kapieren können, dass es Unterschiede zur Realität gibt. Daher auch meine flappsige Bemerkung zum Pizza-Rufen. Auch das bekommt der Schüler schließlich gebacken.
habe alles Verstanden du bist PADI Tauchlehrer und musst also das so rüber bringen wie es PADI vorschreibt auch wenn es schon seit 10 Jahren veraltet ist -----
warum dem Schüler nicht gleich was richtiges beibringen --- anstatt erst den PADI alten Mist und ihm erklären aber so wird es nicht mehr gemacht heute ---
@thüringen-diver
Ich muss Dich da korrigieren. Ich bilde nicht aus. Mit diesen Federn will ich mich also nicht schmücken. Da fehlt mir als Selbständiger einfach die Zeit dazu.
Wie gesagt, ich sehe das Beatmen im Wasser bei der Bergung des Opfers daher nicht als "muss man machen, auch wenn es Mist ist". Ich sehe es als eine zusätzliche Schwierigkeit bei der Übung. Meinetwegen kann man auch Deine Übung machen, wenn eine Flosse fehlt.
Unstrittig dürfte aber sein, dass man sein Opfer als auch sich selber aus der Ausrüstung pfriemeln darf. In den meisten Übungsgewässern geht das auch ganz gut und einfach, wenn der Schüler sich mit seiner eigenen Ausrüstung sowie mit der des Opfers auskennt. Wird man aber immer wieder von dieser Arbeit abgehalten, hier weil man Beatmen muss, dann ist diese Aufgabe doch ungleich komplexer. In der Realität wird es einen auch nicht immer leicht gemacht, wieso also nicht einen solchen Komplex durchspielen. Es kommt Deiner abhanden gekommenen Flosse nahe, welche aber bei Erreichen des festen Grundes kein Problem mehr darstellt.
Im Prinzip diskutieren wir hier um des Kaisers Bart. Beide meinen und wollen wir eigentlich das Gleiche. Wir wollen Übungsszenarien, die der Sache auch wert sind. Eine Larifari-RD-Ausbildung nützt keinen etwas. Hängen wir uns also nicht am Beatmen im Wasser auf, einigen wir uns auf die Aussage, dass der RD-Kurs den Schülern etwas abverlangen aber auch etwas bringen soll. Diesen Konsens dürfte jeder unterschreiben können.
CU Oliver
Antwort von vanspanghen am 17.08.2010 - 13:54 eine letzte frage hab ich nun doch noch:
was ist denn ein adäquater preis für eine rescue-diver-ausbildung?und ist dieser unabhängig von der organisation?
Den Kurs gibt es ab 199 Euro aufwärts, wobei ich diesen Preis schon Dumping nennen würde. Alleine das Kit wird gerne für 50 Euro verkauft. und ist im obigen Preis schon inklusive.
Hinzu kommt noch ein EFR, SDI CPROX (habe ich gemacht) o.ä., der liegt bei etwa 90 Euro.
Zusammen kann man also bei etwas unter 300 Euro starten. Ich würde allerdings nicht so auf den Preis schielen, vielmehr auf die Güte der Ausbildung. Da darf das dann ruhig 400 Euro oder mehr kosten, wenn es absolut etwas bringt, sich der TL Zeit nimmt etc.
Wie immer, just my 2 Cent.
CU Oliver
Antwort von phx am 17.08.2010 - 14:47 "Hinzu kommt noch ein EFR, SDI CPROX (habe ich gemacht) o.ä., der liegt bei etwa 90 Euro. "
Ein Erste Hilfe Kurs beim DRK etc. kostet ca. 20-30 Euronen
Yepp, geht auch. Kostet dann zwei Tage und die Fahrt zum DRK. Hat allerdings dann keinen tauchspezifischen Bezug (so.o.), das ist der Nachteil.
Der größte Nachteil hier (also bei uns) ist der DRK-Dozent. Bei den schaffen es 90% der Leute nicht länger als 30 Minuten die Augen offen zu halten. Der muss früher mal Lehrer gewesen sein.
Laaaaaaaaaaaaaaaaaaangsaaaaaaaaaaaaaammmm uuuuuund moooooooonoooooootooooooon ist da schon untertrieben. Als würde Scharping neuerdings DRK-Kurse geben.
CU Oliver
Antwort von phx am 17.08.2010 - 15:08 Ok, die Unterscheide wurden oben ja schon ausführlich erläutert, darauf bin ich nicht mehr eingegangen.
Unser DRKler im April war ein echter Hamburger der auch ordentliche Geschichten aus seinem Alltag spendiert hat.
Also wie immer: es kommt auf den Lehrer an
P.S. mit welchem Rhythmus hat der euch denn HLW beigepult?
Antwort von phx am 17.08.2010 - 15:12 Grad noch ne Idee beim absenden gehabt:
Erst Hilfe beim DRK, Johanniter etc. und dann noch nen Tag SK Medizin Praxis dranhängen Hier klicken , die Termine sind aber leider etwas rar. Kommt aber zusammen immer noch günstiger als der EFR und ein Ausbilder muss Arzt sein. Das ist soweit ich weiß beim EFR nicht gegeben.
Mir zum Glück nicht, aber mein Sohn hatte ihn. Laut ihm wusste man bei der HLW nun nicht, ob der Lehrer einen wiederbelebte oder ob er selber wiederbelebt werden muss.
Da lobe ich mir meine Ausbildung. CPROX bei SDI und meine Frau ist Ärztin. Was will man mehr?
CU Oliver
Antwort von phx am 17.08.2010 - 15:31 dat nenn ich mal Heimvorteil
Antwort von vanspanghen am 18.08.2010 - 12:10 @phx:
endlich kann ich auch mal was beisteuern nach den aktuellen richtlininen ist es 30:2.
2 gründe:1.) bis der komplette sauerstoff in der lunge verbraucht ist dauert es sehr lange.deswegen hat man von 15:2 auf 30:2 erhöht.
2.)nachdem in der laienreanimation viele gar nichts machen,weil sie sich ekeln zu beatmen,sagt man mittlereweile:lieber nur drücken als gar nichts machen(optimal ist aber wie gesagt 30:2)
@vanspanghen
Die Frage von phx war eher der lustigen Art zuzuorden und bezog sich auf meine Aussage, dass der Dozent so extreeeem langsam und monoton war. Da hatte man wohl wirklich das Gefühl, dass er bei der HLW einschlief.
Es lief noch weiter nach 30:2 ab, allerdings waren das dann 30 mal in drei Minuten und 2 Atemstöße, für die man dann wieder 20 Sekunden brauchte.
Aber ansonsten danke für die Infos, die so absolut stimmen.
CU Oliver
Antwort von phx am 18.08.2010 - 12:32 @vanspanghen
Danke für die Mühen. Das ist mir aber durchaus bewusst. Ich habe auf den von Oliver beschreibenen Schnarchlappen angespielt, der wird diesen Rhythmus kaum halten können wenn er so ist wie beschreiben
@phx
Man muss den Jungspunden ja mal zeigen, dass man auch im Alter noch schnell sein kann.
Wobei.......wenn ich mir das oben geschriebene so anschaue.....nun weiß ich auch, wieso Hans so lange für die Theorie braucht.
@shuttle
Wäre eine Marktlücke. Da gibt es schon so viele Gummiteile mit Geschmack (Banane finde ich da immer so passend), da sollte man mal eine Pocketmaske mit Erdbeergeschmack auflegen
Nix für Frauen, die blasen dann wohl eher nur zärtlich, als dass auch wirklich Luft in die Lunge käme. *duck und weg*
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