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rückenschmerzen
Abgesandt von eta_carinae Registriertes Mitglied am 18.11.2007 - 19:27:

hi,

anfang dieses jahres war ich in den tropen auf tauchurlaub und habe während den tg öfters beschwerden im kreuz gehabt, was ich darauf zurückführte, daß ich oft unter wasser mit hohlkreuz geschwommen bin. an land sind die beschwerden abgeklungen bis daß sie garnicht mehr zu spüren waren. wieder daheim im kalten deutschland angekommen kamen die beschwerden plötzlich zurück und halten bis heute an. war auch schon beim arzt, der aber nichts gefunden hat, was auf einen bandscheibenvorfall hindeutet. nun weiß ich nicht, inwiefern das mit dem tauchen zusammenhängen kann, aber die beschwerden nerven so wahnsinnig, daß ich einfach mal jeder möglichkeit nachgehen möchte. hat denn jemand von euch ebenfalls solche erfahrungen gemacht, daß eventuell unter wasser aufgrund schlechter körperhaltung in verbindung mit kälte (in den tropen war das wasser zwar warm, aber wenn man lange zeit deutlich unter 10 metern ist, stell ich mir schon vor, daß das wasser dem körper wärme entzieht.) rückenschmerzen oder entzündungen im lendenwirbelbereich auftraten? fühlt sich in etwa wie ein chronischer hexenschuß an, nur nicht ganz so heftig. und daß mir da der orthopäde nicht helfen kann, läßt mich schon etwas verzweifeln... bin froh über alle meinungen und tips



Antwort von u.blueher Registriertes Mitglied am 18.11.2007 - 19:44
Na ja,
ob Dir hier jemand eine bessere Diagnose bieten kann, als Dein behandelnder Orthopäde? Tauchen ist schon eine Belastung für den Rücken. Die Ausrüstung an Land, später (insbesondere bei Verwendung eines Bleigurts) die Wirkung der Gewichte auf die Lendenwirbelsäule. Insofern ist es nicht unwahrscheinlich, dass Du vom Tauchen Rückenschmerzen bekommen kannst. Bei mir kam es in Verbindung mit dem Tauchen mal zu einem Druck auf die Bandscheibe, was in einer Nervenentzündung endete. Ich habe dann mal `ne halbe Stunde in der Röhre (MRT) verbracht, eigentlich aber nur noch, damit der Orthopäde seine Diagnose bestätigt sah, er war sich schon vorher sicher, was es sein müßte. Ich kann eigentlich nur raten, einen anderen Doc aufzusuchen.
Gute Besserung,
Uli.
Antwort von Bobby88 Registriertes Mitglied am 18.11.2007 - 20:51
Ich habe sowas auch schon gehabt, obwohl ich erst 19 bin.
Bei mir war es allerdings der bleigurt, dessen Gewichte in den Rücken drückten (eigtl sollten sie ja an den seiten liegen, ich weiß)
Seit ich ein bleiintegriertes hacket besitze, hat sich da Porblem erledigt.
Sonst kann ihc mir da nur ulis Rat anschließen

Gute Besserung
Bobby88
Antwort von Guenter1 am 18.11.2007 - 21:16
Blei reduzieren und dann ins Jacket damit.
Entweder bleiintegriert oder zumindest
einen Teil so in die Taschen stecken.

Dito kurze Flaschen meiden, insbes. die
dicke 12er kurz.

Zusammen mit einem Bleigurt drueckt die bei mir
so im Lendenbreich, dass es nach 30min UW
richtig schmerzhaft wird. Kurze 10er sind
besser aber auch nicht optimal.

D7 geht schon deutlich besser.

Optimal ist bleiintegriert und 12 lang
oder die lange 8 1/2er, egal ob Mono
oder als Doppel.

Und, ganz wichtig:
beim Aufnehmen nicht den Helden speielen,
helfen lassen oder noch besser im Sitzen
aufnehmen.

Und gar nie niemals waehrend dem Anheben
in der Wirbelsaeule drehen.

Gruss Guenter
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 18.11.2007 - 22:00
@eta_carinae

Auch wenn Dein Arzt nichts findet was auf einen Bandscheibenschaden hindeutet - diese Aussage ist nicht unbedingt zutreffend.

Ich hatte vor 15 Jahren extreme Rückenprobleme und es hat 3Jahre gedauert bis man den Bandscheibenvorfall diagnostizierte. - War weder auf dem Röntgenbild noch beim CT als solches erkennbar.
Als dann "ein leichter Vorfall" gefunden und operativ behoben wurde, wurde während der OP erst festgestellt das dieser Vorfall 2 Wirbel betraf, 2 Wirbel komplett zusammengewachsen waren usw.

Die Ärzte konnten sich in den 3 Jahren kurzzeitige Querschnittslähmungen, Schmerzen und allgemeine Ausfälle der Beine nie erklären und haben immer schön Spritzen verabreicht.

Durch die lange Zeit der Nervenbeeinträchtigung ist nun die Hautoberfläche der Beine zu 60-80% beeinträchtigt.

Tipp: mehr Ärzte konsultieren wenn die Schmerzen länger bleiben bzw. unerklärt immer wieder kommen

Gute Besserung
Antwort von ttm49 Registriertes Mitglied am 18.11.2007 - 22:23
Wenn Du lange genug suchst, wirst Du einen Arzt finden, der bei Dir "was findet". Aber ob das dann mehr als ein schönes neues Wort für Deine Beschwerden ist, und etwas an der möglichen Behandlung ändert, ist noch sehr die Frage.

Die wenigsten Menschen mit Rückenschmerzen haben einen ernsthaften Defekt. Den meisten Menschen mit Beschwerden, wie Du sie schilderst, hilft ein Training der Rumpfmuskulatur, anfangs unter kompetenter Anleitung (physiotherapeutisch), später einfach allein zu Hause oder in irgendeiner Gruppe.

Aber das ist natürlich alles nur Statistik, und wenn Du weiter nach etwas anderem suchen lassen willst... nur zu...
Antwort von Ingolf Registriertes Mitglied am 18.11.2007 - 22:27
Hallo eta_carinae!
Wie Bobby88 und Guenter1 war bei mir das Problem auch die Flasche, die auf ein Bleigewicht drückte. Das ging soweit, daß ich neurologische Ausfälle und Nervenentzündungen durch die Kompression hatte. Nach der Anschaffung eines Bleiintegrierten Jackets war das nicht mehr da. Du kannst Dir natürlich auch alternativ einen Hosenträger Bleigurt zulegen.
Natürlich spielen die Faktoren Kälte etc. auch eine Rolle. Beobachte Dich doch mal selbst bei den Tauchgängen. Gehst Du vielleicht extrem in das sogen. Hohlkreuz und hältst die Position länger?

Gruß
Ingo
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 19.11.2007 - 00:40
Heutzutage leiden weit mehr Menschen als noch vor 30-40 Jahren - trotz gesunder Ernährung und Sport ...

In den heutigen Salaten usw. sind weit weniger Nährstoffe und Vitamine drin als früher, die Bewegungsabläufe sind schlechter und meist sind auch die Arbetsplätze nicht unbedingt Rückenfreundlich eingerichtet ...
Heutzutage haben ja schon viele 10-11jährige Bandscheibenschäden ...
Antwort von Bobby88 Registriertes Mitglied am 19.11.2007 - 08:14
Ja da hast du recht Boesewicht, erlebe das selber immer öfter bei Freunden von mir.
Ich kenne 18-23 jährige Männer und Frauen, die sich ganz normal ernähren und auch genug Sport machen, kurzum ganz normal leben, die aber schon Bandscheibenvorfälle haben bzw. hatten.
Zum Glück bin ich in diese Richtung bisher verschont geblieben, vllt weil ich mir mit 11 Jahren drei Rückenwirbel angebrochen hatte und fast querschnittsgelähmt gewesen bin.
Sozusagen alles Pech auf einmal, auch wenn ich wiederum Glück hatte

trotzdem ist das eine komische Sache mit diesen Rückenbeschwerden bei jungen Menschen

Gruß Bobby
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 19.11.2007 - 09:43
Ich tippe auch auf Druckstellen durch Bleistücke. Manchmal hilft ein Taschenbleigurt. Ansonsten aufpassen, dass das Blei an der Seite sitzt und da auch bleibt. Allzuviel dürfte man in den Tropen ja nicht brauchen, es sei denn, man taucht mit 7 mm HT. Gibts ja auch.
Und ein bisschen Training der Rückenmuskulatur schadet nie.
Ich tauche übrigens grundsätzlich mit Bleigurt - auch trocken - und habe keine entsprechenden Probleme, obwohl schon "etwas" älter.
Antwort von Hellfirediver Registriertes Mitglied am 19.11.2007 - 12:10
Also Folgendes:
ich hatte auch 1,5 Jahre Probleme mit dem Rücken. nich so schwer, das es nen Bandscheiben-Problem darstellt, aber so schmerzhaft, das es nervt..
1,5 jahre hab ich mich dann durch Orthopäden, Physiotherapeuten, Training, usw... (am Ende auch Homöopathie) gequält, um nach anfänglicher leichter Linderung, wieder da erscheinen zu müssen.
Dannach folgte ich dem Tipp einer Kollegin und versuchte einen Osteopathen... (ich hab nie dran geglaubt, und bin Jünger der Schulmedizin) Allerdings bin ich jetzt nach ca 2 Jahren immer noch vollkommen schmerzfrei!
Bei dem hatte ich das ganze nach 3 Behandlungen (und insg. 180 eur glaube ich) kurriert.
Einige Einschränkung gibt´s aber. Er muss gut sein (d.h. lange Anamnese, viel Erfahrung) und es darf kein Bandscheibenvorfall sein.

Falls du aus dem Bonner Raum kommst, kann ich Dir einen guten nennen.

Gute Besserung
Gruß Georg

Antwort von Silents am 19.11.2007 - 12:18
Ich kenne das Problem auch. Wie bereits oben beschrieben, war auch bei mir die Verwendung eines bleiintegrierten Jackets hilfreich. Ganz weg sind die Probleme nicht. Da beim Tauchen nun mal in der Waagerechten (meist) getaucht wird, man aber nach vorne schauen muss, ist der Kopf nach hinten gewölbt. Das führt bei mir auf Dauer zu Kopf- und Rückenschmerzen (habe eh ein leichtes Hohlkreuz). Immer mal wieder auf die Seite drehen oder in den Körper die Senkrechte bringen entlastet den Rücken. Das perfekte waagerechte Austarieren ist natürlich lobenswert, aber leider ausserordentlich schlecht für den Rücken. Vor allem, wenn man anfällig dafür oder vorgeschädigt ist.
Antwort von antares_999 Registriertes Mitglied am 20.11.2007 - 11:17
ich hatte meine Rückenschmerzen durch Verwendung eines integrierten Jackets leidlich in den Griff gekriegt, gleichwohl bekam ich immer wieder Probleme. Abhilfe brachte letztlich der Sport und die damit verbundene (erhebliche) Stärkung meiner Muskulatur. Die Methode: Ich trainiere seit einem dreiviertel Jahr in einem Sportverein in der Kraftsportabteilung - Gewichtheben also. Kann ich jedem nur empfehlen! Wichtig ist, dass der Verein einen erfahrenen Trainer hat, unter dessen Anleitung man seine Muskeln aufbauen kann. Angenehmer Nebeneffekt: Sportvereine sind um einiges billiger als sog. Fitnesstudios, in denen die Beschäftigten in der Regel wenig Ahnung von Physiologie haben.

Grüße
antares
Antwort von weltverbandsdeepdiver Registriertes Mitglied am 20.11.2007 - 21:30
Ich kenne das Problem und ich jhabe es gelöst (zumindest béi mir und einigen Kollegen).

In den Tropen tauchst Du sehr häufig mit Aluflaschen und da tritt das Problem öfters auf. Die Flasche hat am Ende des TG etwas weniger Gewicht und einen positiven Auftrieb. Wenn die Flasche sehr weit oben festgemach ist macht sich das so bemerkbar, dass die Flache bei waagerecher Tauchposition mit dem unteren Teil auftreibt, d. h. sie entfernt sich von Deinem Körper. Um diesem Effkt ggenzusteuern bist Du gezwungen ins Hohlkreuz zu gehen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten dem entgegen zu steuern.

1. Flasche weiter unten (also eher zur Mitte hin als zum Ventil hin) befestigen. Was bei dieser Methode dann häufig zum Problem wird ist, dass Du Dir den Hinterkopf am Flaschenventil anstösst. Diese Methode ist also nur bedingt geeignet.
2. Bleiintergiertes Jacket
3. /und das ist mit Abstand die beste Methode) einen zusätzlichen Flaschengurt mit 2 kleinen Bleitaschen versehen und 1 bis 2 kg Blei rein. Diesen Flaschengurt sehr weit unten an der Flasche befestigen.
4. Nicht überbleit tauchen.
5. Kombi aus 1 bis 4 wobei - wie schon gesagt - Punkt 3 der wichtigste ist.

Hoffe geholfen zu haben.

lg

Deep
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