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tauchangst
Abgesandt von peces Registriertes Mitglied am 24.08.2006 - 21:24:

ich würde so gerne tauchen lernen aber gleichzeitig habe ich ziemlich Angst davor, unter Wasser Panik zu bekommen und nicht mehr atmen zu können. Ist das ein typisches Anfängerproblem und gibt sich wieder oder ist tauchen einfach nichts für mich???? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gehabt? Oder kann mir einen Tip geben?
Peces



Antwort von Pezibärli Registriertes Mitglied am 24.08.2006 - 21:36
Also ich habe ja auch noch nicht soooo viele Tauchänge und gehe auch immer nur im Sommerurlaub tauchen. Aber ich habe auch jedes Mal wieder - vor allem nach längerer Pause - etwas Angst. Das hält sich bei mir bis zum Sprung ins Wasser mit dem gesamten Equipment. Sobald ich aber jedoch den Regler in den Mund nehme und langsam abtauche ist diese Angst komplett verflogen! Diese Stille, dieses Blubbern und das leise Säuseln des Reglers wirken total beruhigend auf mich. Ich bin auch eher auf der ängstlicheren Seite (vor allem am Anfang) aber das gibt sich, sobald mein Kopf unter Wasser ist.

Mein Vorschlag an dich: such dir einen Tauchlehrer, der dir sympathisch ist, zu dem du Vertrauen aufbauen kannst. Bei den Schwimmbadtauchgängen am Anfang sollte genug Zeit da sein, um alle Ängste, Zweifel und Unsicherheiten abbauen zu können (Kleinstgruppe wäre hier wichtig! Max 3). Du musst dich doch erst mal an das Gefühl, unter Wasser atmen zu können, gewöhnen. Bei einem guten Tauchkurs lernst du auch mit verschiedenen Situationen ("Ohne-Luft-Situation", etc.) umgehen zu lernen. Schließlich ist da auch noch dein Buddy/ bzw deine Buddies, die dir im Ernstfall beistehen/ helfen sollten.

Probiers aus. Ich hab mich auch getraut und bin begeistert.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 24.08.2006 - 21:53
qpeces, schau mal hier rein Hier klicken . Ähnliches Thema, bei dem viel geschrieben wurde. Vielleicht kannst Du daraus etws für Dich und Deine Pläne zum Tauchenlernen ableiten?!
Antwort von Platt Registriertes Mitglied am 24.08.2006 - 22:28
Les mal das Buch:
Hier klicken
Antwort von Hechtflüsterer Registriertes Mitglied am 25.08.2006 - 00:51
Hallo Peces,

früher dachte ich auch: "Das ist doch alles so duster, man fühlt sich bestimmt ausgesetzt und hilflos im weiten Meer" Doch meine Freundin wollte mich mit Schnorchel und Maske überzeugen, dass dem nicht so ist. Ich setzte die Maske recht voreingenommen und zweifelnd auf, blickte auf einen Korallenblock unter mir und alle Bedenken und Vorourteile waren schnell wie weggeblasen!

1. Es ist in keinster Weise dunkel unterwasser. Zumindest in den Tropen sind auch Nachttauchgänge ohne Lampe durchaus möglich. Von einem Boot aus sieht es nur so aus, als wäre das Wasser dunkel und undurchdringlich.
Das ist quasi der gleiche Effekt wie nachts bei Vollmond in einem hell erleuchteten Zimmer. Man kann durch die Fensterscheibe nicht nach draußen sehen, wenn man jedoch draußen steht, erscheint alles durch den Vollmond angenehm hell und man kann durch das Fenster in das hell erleuchtete Zimmer sehen. Die Wasseroberfläche verhält sich ähnlich, wie das Fenster in dem Beispiel. Einmal unter Wasser fühlt man sich pudelwohl und genießt das Tageslicht, welches wie in einer Kathedrale von oben einfällt und dabei flirrende Muster wirft.

2. Durch die Maske kann man SEHEN! Es ist etwas völlig anderes, als wenn man mit geschlossenen Augen oder mit verschwommenem Blick durch Schwimmbad oder See taucht... Durch diese Tatsache hatte ich auch nie die Angst, dass ich nicht weiss, was sich hinter oder unter mir befindet. Und diese Vorstellung hatte mich am meisten abgeschreckt, überhaupt ans Tauchen lernen zu denken!

3. Es ist alles eklig, schleimig und gefährlich Unterwasser. Nüschnüsch, denn zwar gibt es sicher schleimige Algen in heimischen Gewässern, aber man ist in unseren Breiten erstens vor allem Gestrüpp und Getier durch den Anzug geschützt und zweitens kann man dadurch, dass man SCHWEBT, reichlich Abstand zu allem halten, was einem nicht koscher erscheint.
In den Tropen gibt es sicherlich einige gefährliche Tierchen, doch man kann durch das Schweben reichlich Abstand halten! Außerdem SIEHT man ja alles, was auf einen zukommt. Anders herum macht man schnell die Erfahrung, dass man quasi mit einem Schutzschild umhertaucht. Ab einer gewissen Distanz flieht quasi jedes Tier vor einem, besonders eindrucksvoll erkennt man das, wenn man in einen Fischschwarm taucht, und dieser eine "Blase" um einen herum bildet. Mich erinnert das immer an den Vorspann von Raumschiff Voyager, wo das Raumschiff durch einen Nebel fliegt und diesen um sich herum "auflöst". Es gibt sozusagen eine Hackdistanz Unterwasser, die so ziemlich alle Tiere einhalten (Skorpionsfische gerne mal nicht, aber die meinen es auch nicht böse).

Man muss sich z.B. bei Haibegegnungen vorstellen, dass man mit Flossen wie blöde laut am blubbern ist und inklusive Flossen durchaus über 2m lang. Spätestens wenn man dem ersten Hai neugierig entgegen schwimmt und dieser sofort das Weite sucht, erkennt man, dass man eher FROH sein muss, dass der Hai mutig genug war, in Sichtweite zu schwimmen.

Diese Knackpunkte, also "Sehen können", "Helligkeit" und "Hackdistanz" in Verbindung mit dem "Schweben" haben mich zu einem absolut begeisterten Taucher gemacht! Vielleicht gerde deshalb, WEIL ich mir das früher nicht hätte vorstellen können...

Mein Rat also: Probier es aus! Am besten bei guten Bedingungen und wie von den anderen bereits gesagt, mit einem symphatischen Tauchlehrer. Ich denke, mir hat es viel gegeben, meine ersten Erfahrungen in Thailand gemacht zu haben. Inzwischen tauche ich viel in heimischen Gewässern und liebe das "Grünwasser"; mir hat der softe Einstieg aber erst diese Begeisterung eröffnet. Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, wenn meine erstes UW-Erlebnis bei Scheißwetter und Nullsicht in der Ostsee stattgefunden hätte.

Immer gut Luft und viel Spaß beim Tauchen lernen!

Basti

Antwort von Trilaminator Registriertes Mitglied am 25.08.2006 - 03:31
moin,

über panik und angst gibt es viel Literatur ...


gehe es langsam an ... mache eine gute CMAS Ausbildung ... keine SSI/PADI hauRuck ausbildung ... laß Dir zeit ..... 3monate für eine gute langsame ausbildung sind so ein richtwert .. so lange habe ich auch in etwa mir zeit gelassen ... jeden woche eine Theorie stunde .... dann wieder selber Literatur lesen ... TL wieder fragen ... wieder bissl lernen ... dann in ruhe Theorie Prüfung ablegen ... dann langsam schwimmbad TG´s machen und dann ins freiwasser ... alles langsam und easy ...... mit viel Geduld ..... dann wird das alles schon .....

Antwort von olli69 Registriertes Mitglied am 25.08.2006 - 08:41
Tauchen ohne Angst......Auf den Link habe ich gewartet! Komisch,aber jedesmal gibt es diesen Buchtipp.Aber,ich hab es gelesen und kann es nur weiterempfehlen.Das Buch ist die Antwort auf solche Fragen.............
Antwort von daspaddy Registriertes Mitglied am 25.08.2006 - 08:45
Wie Pezibärli schon schreibt würde ich besonders auf den Tauchlehrer achten. Ist er Dir sympathisch, macht er einen ruhigen Eindruck. Sprich mit ihm/ihr vorher über da Thema und achte auf die Reaktion. Wenn Du danach Vertrauen zu dem TL hast, dann würde ich mir erstmal keine weiteren Gedanken machen und einfach starten. Es geht schließlich ganz langsam im Pool los.

Besten Gruß
DasPaddy

Hier klicken
Antwort von mounty64 Registriertes Mitglied am 25.08.2006 - 08:48
ich hatte jahrelang platzangst, da ich als kind mehrere Stunden alleine in einem Fahrstuhl steckengeblieben bin. (ja ja ich weiss, kinder sollen nicht alleine....). Trotzdembrauchte es jedesmal Überwindung in eine Gondelbahn oder einen Fahrstuhl zu steigen. Noch heute schaue ich mir zuerst jeden Fahrstuhl an und gehe dann meistens zu fuss
Erstaunlicherweise habe ich beim Tauchen dieses Gefühl selbst in der trübsten Suppe nicht und auch nicht beim Wracktauchen. Wieso ist mir eigentlich bis heute nicht klar. Wahrscheinlich hängt es damit zusammen, dass ich die Materie beim Tauchen selbst beherrsche und sonst der Technik ausgeliefert bin. Wie auch immer, eine gute und sachte Ausbildung hilft sicher Angstgefühle zu überwinden. Verwechsle aber nie Respekt vor einer Sache mit Angst. Respekt ist gut, Angst gibt Panik.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 25.08.2006 - 10:32
Mounty`s Erlebnisse decken sich mit der einer Freundin, deren Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen, Platzangst ist die Angst vor Öffentlichkeit= Agoraphobie) durch das Tauchen wohl besser geworden ist. Interessanter Weise kann Tauchen durch das Sicherheitsgefühl des bewußten Schwebens auch helfen Ängste bei Akrophobie (Höhenangst)abzubauen. Dies kann ich persönlich bestätigen. Vor 10 Jahren konnte ich über keine Hängebrücke, heute schaffe ich es (zwar nocht nicht immer problemlos, aber immer öfters
Grüße
SH
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 25.08.2006 - 11:08
Im Gegensatz zum Trilaminator habe ich keine 3 Monate gebraucht, um ohne Angst tauchen zu können. Die Meisten schaffen das in viel kürzerer Zeit, der 1. Tauchgang (das 1. Abtauchen) kostet etwas Überwindung (ungewohntes atmen unter Wasser).

Du kannst unter Wasser immer atmen, wenn du vernünftige Technik und etwas Übung hast; zu Beidem erfährst du was in der Tauchausbildung. Wenn du wirklich anfangs noch wenig Übung und schlechte Ausrüstung und Probleme hast, hilft dir bei evt. (selten auftretenen) echten Problemen der Tauchleerer, der Baddie, oder du kommst aus Anfängertiefen auch problemlos und unfallfrei wieder hoch. Keine Angst.

Gegen Panik in einer unerwarteten Situation ist niemand ganz sicher, aber man kann sich weitgehend vorbereiten. Ganz risikolos ist Tauchen nicht, aber im Straßenverkehr gibt es auch Risiken.

@DASPADDY:
Hast du die ständigen WERBELINKS so nötig?
Kennzeichne sie wenigstens als solche, damit niemand unnötig Zeit und Bandbreite verschwendet, weil er da Informationen erwartet.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 25.08.2006 - 16:43
@peces, ich schließe mich dem Trilaminator an und kann besonders Dir empfehlen, dass tauchen im `Alleingang` zu lernen. Alleingang heißt, nicht auf einer Urlaubsbasis, wo Du in einer 5er oder gar 7er Gruppe am Hotelpool unter ständiger Beobachtung sich sonnender Gäste die `Grundübungen` absolvierst (auch ich freue mich immer wieder über die Bikini-bekleideten Tauchschülerinnen . Der Gruppenzwang, nicht das `Ängsthäschen` im Team zu sein, wird Dir den Kurs versauen.
Such Dir bei Dir vor Ort eine Tauchschule oder einen Tauchverein (am besten die, mit denen auch Freunde, Bekannte oder KollegInnen von Dir zufrieden waren) und vereinbare einen Schnuppertauchgang (am besten in einem Hallenbad mit unterschiedlichen Tiefen von knietief bis 3-5m). Hat das Schuppern Dir gefallen, mach den CMAS-Grundtauchschein, der ebenfalls im Hallenbad die Grundkenntnisse des Tauchens vermittelt. Mit diesem Grundtauchschein kannst Du dann sowohl bei CMAS bleiben oder auch bei PADI weitermachen. Jeweils dann im Freiwasser (See, Meer oder sonstwo) mit den erforderlichen Übungen und Prüfungen.

Viel Spaß und winke mal, wenn Du demnächst an mir vorbeitauchst.
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 25.08.2006 - 19:06
Ah, verstehe. Problemtaucher lernen bei CMAS. Nach 3 Monaten Kachelzählen sind dann aus Problemtauchern überlegene (wenn nicht gar legendäre) Tauchkünstler geworden.

Vielleicht habe ich den OP ja mißverstanden, aber m.E. schrieb er nirgends, daß er Angst *beim* Tauchen hat, sondern nur, daß er Angst *vorm* Tauchen hat; also wohl noch keine Tauchausbildung begonnen hat. Ist es da für eine Therapie nicht noch etwas früh?

Winke-Winke, Tele-Tubby.
Antwort von Telemar-king Registriertes Mitglied am 25.08.2006 - 19:42
Überlegene legendäre Tauchkünstler? Da kenne ich nur einen, den Tri....

Und sind wir nicht alle Tauch-Künstler? Weil "Kunst" kommt von Können, nicht von Wollen. Dann hieße es nämlich Wunst.
Antwort von peces Registriertes Mitglied am 25.08.2006 - 19:56
also vielen dank für die netten Antworten! bin schon viel beruhigter, dass es anderen auch so ging und sich die Angst wohl langsam auflöst. Jetzt werde ich erstmal einen Schnupperkurs machen. Und mich informieren was die Unterschiede zwischen PADI und CMAS sind, habe da nämlich keinen blassen Schimmer von.
peces
Antwort von MSP Registriertes Mitglied am 25.08.2006 - 20:57
Hi, bin selber noch nicht so lange dabei und kann Dir kurz meine Erfahrung schildern: ich - ewig Schisser, schwimme nie niemals nicht an der Wasseroberfläche ins offene Wasser hinaus (See oder Meer ist völlig egal), dann Schnuppertauchen mit einem super-einfühlsamen Tauchlehrer (das ist das absolute A und O, hab auch schon andere Sachen gesehen wo mir wohl auch jede Lust am Tauchen vergangen wäre), "Feinden" unter Wasser direkt ins Auge gesehen, festgestellt, dass das einfach nur genial ist und viel besser als oben drüber, Kurs gemacht und jetzt fleissig üben (allerdings verweigere ich die dt. Seen, die sind mir zu gruselig....) - nach jedem guten Tauchgang bin ich ein bisschen ruhiger, das einzige was mir noch ein bisschen Übelkeit bereitet sind Blauwasser-Tauchgänge wo ich partout keinen Grund in Sichtweite habe... aber da taste ich mich auch irgendwann noch mal ran... langsam und vorsichtig.

Probier`s aus, such Dir einen Lehrer bei dem Du Dich wohl fühlst und der Dir das Gefühl gibt, dass er Dich jederzeit retten wird (im Falle eines Falles ) und der sich ganz auf Dich und Deine "Ängste" einstellt, der Rest kommt dann ganz von alleine...

Immer gut Luft !
Antwort von Frank123 am 28.08.2006 - 11:51
Bei Padi und CMAS gibts eigentlich gar keine Unterschiede.
Ausser, das hier die nicht nachvollziehbare Allgemeinmeinung herrscht, CMAS ist gut und Padi schlecht.
Das wiederrum stürzt mich in einen Konflikt, hab tauchen privat auf CMAS Basis damals gelernt, aber der Tauchlehrer der es hinterher zertifizieren sollte, der durfte nur Padi Brevets ausstellen.

Nun weiss ich bis heute nicht, ca 800 TG später, ob ich gut oder schlecht bin
Antwort von Pfeife Registriertes Mitglied am 04.06.2008 - 19:10
Hier klicken. taucher.net/smileys/headscratch.gif
Hier klicken

heute habe ich bzw. wollte ich einen
Tauch-Schnupperkurs machen. Ich habe mich schon lange darauf gefreut und auch keine Angst vor dem Tauchen an sich gehabt. Wir sind vom Strand aus ins Wasser und der Tauchlehrer zog mich auf dem Rücken liegen ein Stück ins tiefere Wasser, bei der ersten Welle die mich ein wenig überspülte, bekam ich Panik. Das kann ich schon mal nicht verstehen, weil ich sehr gern im Meer bin und bestimmt schon heftigere Wellen abbekommen habe und öfters dann nicht wußte, wo oben und unten ist. Wir sind also wieder Richtung Strand und wie ich wieder Grund unter den Füssen hatte, haben wir es von dort mit dem Atemmundstück (nennt man das so?) versucht. Ging nicht, weil ich fürchterliche Angst bekam zu ersticken, nicht genug Luft zu bekommen. Ich bin ansonsten bestimmt kein ängstlicher Typ, auch schon völlig angstfrei Fallschirm gesprungen, weshalb ich mir das eben garnicht erklären kann. Hat jemand eine Idee dazu? Wohlgemerkt, ich habe keine Angst vor der Hier klicken
Hier klicken oder Wellen oder sonstwas.

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