vereisung der 1. stufe Abgesandt von thomas101 am 12.07.2007 - 21:05:
Hallo!
Bei einer inneren oder äußerne vereisung der 1. stufe bläst ja die zweite stufe ab. Ich hab es gottseidank noch nie miterlebt. Mich würde es aber interessieren wie schnell die Flasche dann leer ist.
schon klar jenachdem wie viel noch drin ist. Aber wie ich hir im TN gelesen habe soll ein vereisen der 1. stufe bei 130bar am häufigsten vorkommen. ist die dann binnen sekunden leer?
Danke für die Antworten.
Antwort von SharkAttack33 am 12.07.2007 - 21:16 Das hängt natürlich vom Regler und vom Restdruck ab.
Bei ner vollen Flasche würde ich schätzen das es in etwa 2-3 Minuten dauert.
Antwort von Stephan K. am 12.07.2007 - 21:22 Gute Frage
Mein Xstream bzw. die 1. Stufe hat eine maximale Luftlieferleistung von 4000 Liter/Minute.
Das würden bei einer 10er PTG mit 200bar bedeuten, dass die Pulle in 30sek leer ist.
Hmmm, ein Vereiser bedeutet nicht, dass die 1. Stufe direkt mit max. Abströmgeschwindigkeit abströmt.
Auch ist die max. Luftlieferleistung von Automat zu Automat unterschiedlich.
Egal, schnelles Handeln ist gefragt.
Antwort von Jan_1975 am 12.07.2007 - 21:26 Drück doch mal die Luftdusche und schau, wie lange es dauert, bis der Tank leer ist...
Antwort von Stephan K. am 12.07.2007 - 21:29 Wenn, dann sollte man mit einem Platzen des Mitteldruckschlauches rechnen und die PTG nur mit 1. Stufe und ohne 2. Stufe abblasen lassen.
Oder in die technischen Unterlagen nachlesen.
Antwort von Nowotaucher am 12.07.2007 - 21:34 Hi Thomas,
Also ich hatte mal den Fall, dass mein Apeks CTX 100 auf 6m vereiste. Hat alles in allem ca. 3-4 Minuten gedauert, bis die Pulle leer war. Ich habe den Finizeiger tatsächlich fallen sehen.
Gut Luft,
Andreas
Antwort von Tauchtubby am 12.07.2007 - 22:01 Hallo Thomas,
in der Tat ist dafür weniger die (teils astronomische) Luftlieferleistung der Ersten oder Zweiten Stufe relevant, sondern eher das verwendete Flaschenventil, das wie eine Drossel wirkt.
Mir sind keine Vergleichswerte verschiedener Ventile bekannt, das wäre mal einen Test wert
Jedenfalls läuft das Ganze eher im Minuten-, als im Sekundenbereich ab, raubt dir aber doch eine empfindliche Menge Atemluft...
wie Stephan schreibt, ist dann schnelles Handeln gefragt.
Ich fall vom Glauben ab! Ein Apeks der Versagt hat?
Du bist der erste Taucher, der das öffentlich zugibt, bzw. habe ich das noch von keinem anderen Taucher hier gelesen.
Antwort von Tauchhase am 12.07.2007 - 23:43 Hallo Thomas101,
die größte Gefahr des Vereisens der ersten Stufe liegt bei ca. 170 bar (nicht 130 bar). Drücke unterhalb oder oberhalb dieses Wertes führen zu einer geringeren Abkühlung. Die Abkühlkurve verläuft ähnlich einer Parabel.
Da bei den meisten Tauchgängen recht schnell und tief abgetaucht wird, kommen somit der kritische Druck (170 bar) und die größte Kälte (meist < 10 Grad Celsius Wassertemperatur in dt. Gewässern) zusammen. Die Gefahr eines Vereisens ist somit zu diesem Zeitpunkt überproportional hoch.
Antwort von Taucherladen-online am 13.07.2007 - 08:20 Hallo Rosaroterritter von hinten,
muss nicht immer der Regler selbst schuld an einem Vereiser sein. Wenn die Flasche schlecht befüllt ist, sprich Wasser in der Flasche ist, kann auch oft der beste Regler und Apeks gehört da bestimmt mit zur ersten Liga ein Vereisen nicht verhindern.
Viele Grüße
Gerhard
Antwort von Nowotaucher am 13.07.2007 - 09:36 Hallo pinker Ritter
Jeder Automat kann vereisen - ich glaube nicht, dass es eine Herstellerfirma gibt, die für einen ihrer Automaten kategorisch garantieren würde, dass er unter keinen Umständen vereisen würde.
Da ich aber mit meinem Apeks sehr zufrieden bin hier die Hintergründe:
Ich wurde gebeten, einen Taucher zu begleiten, der schon 2 Jahre nicht mehr im Wasser war und mit ihm die ganzen Übungen zu machen. Wir knieten also auf 6m im Kies und spulten das ganze Programm ab. Dann kam die Übung "verlorenen Automat wiedererlangen". Ich nahm also den CTX 100 aus meinem Mund und schleuderte ihn mit Verve nach hinten. Dann Arm nach hinten, Hand am Po vorbei, am Rücken hoch und in einen großen Bogen nach außen wieder vor zur Brust. Ich spüre schon, dass da nichts hängt, schaue runter - tatsächlich kein Automat. Seltsam. Also nochmal (immer noch im langsamen Demo-Mode) - gleiches Ergebnis. Ich schau zu meinem Buddy, der guckt mit großen Augen zurück. Ich frage ihn mit der linken Hand ob bei ihm alles ok ist und suche mit der rechten etwas hektisch nach dem Automat. Immer noch nichts (nur die Augen meines Buddys wurden immer größer). Ok, Zeit nachzudenken. Wo könnter der verflixte Automat sein. Hmm, bei dem Krach kann ich gar nicht denken. Krach? Wo kommt hier Krach her? Ich schaue mich um und schließlich nach oben. Da war ja mein Automat! Ca. 2m (langer Schlauch) über mir blubberte er fröhlich vor sich hin.
Den Rest dieser traurigen Saga erspare ich meinen werten Lesern. Nicht um Euch vor irgendwelchen Schocks zu schützen, sondern um mich und meinen Buddy nicht noch weiter zu blamieren
Auf jeden Fall war meine Flasche (gestartet mit 220 Bar) als ich wieder oben war auf knapp 30bar entleert. Nachdem ich den Apeks direkt von einer Revision hatte, interessierte mich natürlich schon, warum er so einfach abblies. Lösung war, dass der Mitteldruck geringfügig zu hoch war und das Ansprechverhalten der zweiten Stufe zu weich war.
Tja, dumm gelaufen, aber so kann`s gehen
Gut Luft,
Andreas
Antwort von Nowotaucher am 13.07.2007 - 09:39 @Gerhard,
auch mit sehr guter Luft und richtig eingestellten Automaten kann man (wenn man es darauf anlegt) jeden Automaten zum Vereisen bringen.
Behaupte ich jetzt einfach mal, habe ich aber mit ein paar schon mal ausprobiert.
Gut Luft,
Andreas
Antwort von BiDna am 13.07.2007 - 10:24 hallo thomas
meinem tauchpartner ist der auomat auch schon einmal durchgegangen. es war etwa auf 50meter. bis ich ihn zugedreht hatte hat es etwa 20 bis 30 sekunden gedauert. wir hatten danach immernoch locker genügend luft zum auftauchen und um den sicherheitsstop zu machen =>plus reserve.
bidna
Antwort von dive2 am 13.07.2007 - 11:58 Hallo Thomas
Hatte vor 2 Jahren im Winter im See dieses Problem, mit etwas 140 bar in der Flasche. Der See ist bei uns in der Schweiz auf dieser Tiefe ca. 6 Grad im Winter. Mein System (überigens auch Apeks) hat abgeblasen. Wir lernen normalerweise, dass sofort zugedreht wird vom Buddy. Ich machte den Fehler, dass ich meinte, mir selbst helfen zu können, was misslang. Den Buddy hatte ich anschliessend im Rücken, die Sicht lausig, bis ich meinen Buddy im Blickfeld hatte, war die Luft leer. Resultat, ca. etwas mehr als 1 Minute seit Beginn. Ich habe einen Aufstieg aus ca. 14m gemacht - ohne Luft.
unabhängig davon, ob die Vereisung der Ersten- oder Zweiten-Stufe innen oder außen ist. Ist anzumerken, daß es zwei mögliche Folgen gibt. Häufig bläst der Automat ab. Es kann aber auch vorkommen, das der Automat sofort keine Luft mehr gibt. Mir ist mal die Zweite-Stufe bei geschlossenem Ventil zugefroren. War beim Eistauchen. In der Auftauchphase etwa 20 Meter vorm Loch in etwa 10 Meter Tiefe. Da war ich doch froh immer mit redundanter Ausrüstung zu tauchen.
Ach ja und eine volle Flasche leer zu machen, dauert schon ein paar Minuten. Haben wir schon ausprobiert. Man hat schon genug Zeit zu reagieren. Nur bummeln sollte man auch nicht.
ob ein Automat bei Vereisung abbläst oder zumacht, hängt von der Bauweise ab. Upstream Ventile öffnen sich gegen den Druck und schließen mit dem Druck. Wenn es in der ersten Stufe des Automaten zu einer Fehlfunktion kommt, kann es bei Upstream Automaten zu einem plätzlichen Abbrechen der Luftversorgung kommen. Ein Downstream Ventil offnet sich mit dem Druck, d.h. es hat eine Fail-Safe Funktion. Bei einer Fehlfunktion der ersten Stufe kommt es zum Abblasen der zweiten Stufe.
Ich stimme (aus eigener Erfahrung) Klaus zu, dass es ein paar Minuten dauert bis die Flasche leer ist. Ich schätze, dass vom Moment des Abblasens bis zum Auftauchen 3-5 Minuten vergingen.
Gut Luft,
Andreas
Antwort von dive2 am 14.07.2007 - 17:13 Wenn die Flasche voll ist, logisch. Die Chance, dass dies passiert, wenn Du am abtauchen bist, ist eigentlich klein
kwm: Ich nehme an, dass Dir das noch nie passiert ist, das hat mit bummeln nichts mehr zu tun. Ausser Eure Tümpel sind immer klasklar, so dass ihr in sekundenschnelle reageiren könnt
Antwort von Cl@us am 15.07.2007 - 05:44 Nö - die Chance, daß es gerade dann passiert, wenn du gerade unten angekommen bist ist sehr groß, bzw. der häufigste Fall .. bei ca. 170 bar ist diese Wahrscheinlichkeit auch nach den physikalisch Gesetzmäßigkeiten am größten - also bei noch fast voller Flasche.
.. es kommt natürlich auf das Tauchgebiet an, ob nach so rel. kurzer Zeit auch schon eine gewisse Tiefe überhaupt erreicht werden kann. Aber z.B. die Unfalldaten aus Hemmoor zeigen ziemlich deutlich, daß dieser Wert von 170 bar nicht nur in der Theorie ein kritischer Wert ist.
IGL C.
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