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vermisste Taucher am elphenstone
Abgesandt von schwob Registriertes Mitglied am 28.04.2007 - 09:09:

Ich beziehe mich bei diesem Foreneintrag auf die Postings

Hier klicken

und

Hier klicken

...und wieder ist ein Monat vergangen seit der Ankündigung der Readaktion, dass in Kürze ein ausführlicher Bericht der betroffenen Basis kommt.

Meine ich das nur oder bilde ich mir ein, dass hier jeder versucht das Thema auszusitzen?

Was ist denn "in Kürze"? Im Verhältnis zum Erdalter sind wir da noch lange im Limit, aber im Verhältnis zur Brisanz das Themas sollte hier endlich jamnd in die Gänge kommen.

Nachdem bei diesem Unfall doch nachweislich 4 Taucher ums Leben gekommen sind, denke ich doch, dass man hier etwas mehr Druck aufbauen sollte.

Sowohl die Tauchbasen, wie auch der ägyptische Staat lebt von uns Tauchern.
Beide, Tauchbasen und Ägypten überleben, weil wir Taucher unser Geld da runter tragen.
Wir bezahlen Gebühren fürs Tauchen, Riffsteuer und irgend eine Mehrwertsteuer, da kannman doch verlangen, dass in die Sicherheit von uns Taucher ein Bruchteil des Geldes investiert wird.

Taucher.net hat in den Berichten zur Boot2007 ein großes Interview mit dem ägyptischen Touristikminister drin, warum wurde hier nicht die Frage gestellt, warum es keine ausreichende effiziente Rettungskette gibt?
Ist das nicht das Erste, was jeder Taucher lernt?

Warum wurde der Minister nicht auf die korrupte nicht funktionierende Rettungskette angesprochen?

Es kann doch nicht sein, dass erst tausende von Euros überwiesen werden müssen, bevor ein Hubschrauber in die Luft steigt.

Bei dem Geld, welches durch uns Taucher dort unten gelassen wir, verlange ich eigentlich dass bei einem vermissten Taucher

1. alle Tauchbasen in dem betroffenen Gebiet sofort jegliche Aktivität einstellen und sich ander Suche beteiligen. Wer sich weigert verliert seine Lizenz, bzw. wird in einer Blacklist geführt
2. steigt sofort eine Hubschrauber mit Wärmebildkamera auf und durchsucht das betroffenen Gebiet.

Sollte hier nicht das Taucher.net Team als kompetentes Taucherforum Massnahmen ergreifen und Druck sowohl auf die Regierung,wie auch die Tauchbasen aufbauen?

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass man von Seitens Taucher.net eine Unterschriftensammlung macht, die sinnvolle Forderungen und vor allem ein Zeitlimit enthält.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass man einen weltweiten Aufruf startet, zum Beispiel Ägypten 2008 und 2009 komplett zu boykottieren.

Meiner Erfahrung nach funktioniert die Androhung von finanziellen Einbussen am Besten.

Also liebe Taucher.net Redktion, ich würde mir wünschen, dass ihr aus dem Dornröschenschlaf erwacht und tätig werdet.

Ich persönlich möchte nur sehr ungern irgendwo im roten Meer untergehen, nur weil alle Beteiligten korrupt und ignorant sind.

Was ist mit der beteiligten Tauchbasis?

Bei dem Bericht des überlebenden Tauchers muss doch wohl wenigstens die Tauchbasis geschlossen und die Betreiber eingesperrt worden sein.
Wie schon in meinem letzten Posting ist es für mich noch nicht geklärt ob man von Unfall, Zusammentreffen unglücklicher Ereignisse und gar von fahrlässiger Tötung reden sollte.



Antwort von kwm Registriertes Mitglied am 28.04.2007 - 09:28
Volle Zustimmung !!!
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 28.04.2007 - 09:31
Hallo schwob,
bezüglich der Aufklärung volle Zustimmung von mir. Nachdem gerade dieser Unfall extrem ausführlich behandelt wurde, sollte hier mit mehr Nachdruck für Aufklärung gesorgt werden.
Nur wirst Du das nicht in einem Forum erleben, welches von Werbung lebt, selbst wenn die Jungs von der Redaktion das wollten, da steht ganz schnell ein Anwalt in der Tür.

Und ein Boykott von Ägypten wird nicht viel bringen, dann werden halt noch mehr Osteuropäer reingelassen.
Soll ich meinen fast jährlichen Tauchurlaub in einer Region verbringen, in der es mit Notfallversorgung noch schlechter aussieht
Somit ist Ägypten wegen wunderschöner Tauchplätze und einem guten Preis-/Leistungsverhältnis immer eine Reise wert.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 28.04.2007 - 10:11
Hallo Schwob!

überwiegend

Es muss ja auch festgestellt werden, dass es keinerlei konkrete und nachprüfbare Infos gibt, wo eigentlich die Massen von Euros bleiben, die in Ägypten jeder Taucher jeden Tag (jetzt erhöht auf 4 Euro) als sogenannte Riffschutzgebühr zahlt.

Tauchbetrieb sofort einstellen und an der Vermisstensuche teilnehmen: Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein! Selbst in der kommerziellen Seefahrt geht bei Mayday + Mann über Bord jeder im sehr eng terminierten Plan fahrende Containerfrachter vom Sollkurs ab und hilft, auch wenn das die Reederei und die Kunden schnell mal 5-stellig Euro kostet.

In dem Interview zur Boot wurde so manche wichtige Frage nicht gestellt.

Warum immer noch kein Bericht der Basis vorliegt? Ich spekuliere mal:
Die Basis war Ausstellungspartner von taucher.net auf der Boot 2007.
Die Basis hat vor Ort ein ziemliches Problem, denn einerseits hat der (deutsche) Besitzer versichert, dass alles in Ordnung sei und man weiterhin buchen könne, andererseits erinnere ich mich an mindestens eine Mitteilung eines Tauchers, dass die Basis geschlossen sei und die Kunden zu einer anderen Basis verfrachtet wurden.

Da unten dampft vermutlich die Ka***, und die Veröffentlichung eines wahrheitsgetreuen Berichts ist dem Geschäft nicht sonderlich förderlich.

Ein Boykottaufruf ist allerdings völliger Unsinn! Selbst wenn er Erfolg haben sollte: Die Leidtragenden sind die vielen "einfachen Leute", die mit ihren Minigehältern ihre teilweise ziemlich großen Familien ernähren!
Antwort von Ottonormaltaucher Registriertes Mitglied am 28.04.2007 - 11:47
@schwob
<Ich persönlich möchte nur sehr ungern irgendwo im roten Meer untergehen, nur weil alle Beteiligten korrupt und ignorant sind>

Tolle Feststellung. Wenn du davon ausgehst dass in Agypten alle am Tauchtorismus beteiligte korrupt und ignorant sind, fahr da doch nicht hin und folge deinem "weltweiten" Boykottaufruf als erster. Wie das Taucher Net den organisieren soll ist mir ein Rätsel. Auf deutsche Oberlehrer, die genau wissen wie sie die Rettungskette zu organisieren haben, verzichten sie sicher gerne in Agypten. Der Normaltaucher weiß daß in solchen Ländern nichts nach deutschen Standards funktioniert und taucht im Wissen um das Risikos da gerne weiter - nur muss man eigenverantwortlich tauchen und sich nicht nur auf die Basis verlassen....was da teilweise für Pfeifen bzw. "Divemaster" beschäftigt sind, ist doch allseits bekannt.

<Bei dem Bericht des überlebenden Tauchers muss doch wohl wenigstens die Tauchbasis geschlossen und die Betreiber eingesperrt worden sein.>

Welches Gewerbe in Agypten "geschlossen" und wer "eingesperrt" wird entscheidest zum Glück nicht der deutsche Michel!

Dass du dein Leben wegen der am Tauchtorismus da beteiligten "Korrupten und Ignoranten" bedroht siehst, deutet auf eine Psychose mit Wahnerleben hin. Es ist dir deshalb anzuraten dich in das nächste psychiatriesche Krankenhaus zur Neuroleptikabehandlung zu begeben. Hier klicken

@biberfresh
<Und ein Boykott von Ägypten wird nicht viel bringen, dann werden halt noch mehr Osteuropäer reingelassen.>

"Osteuropäer" sind Menschen wie alle und sollten auch so "reingelassen" werden. Mit solchen Äußerungen hier Fremdenhass zu schüren ist unterste Schiene. Wegen diesem Fremdenhass, und dem Glaube vieler Deutscher etwas besseres zu sein, machen "andersartige", beispielsweise Russen, Zigeuner und Juden eine weiten Bogen um unser Land
Antwort von mike-in-the-blue Registriertes Mitglied am 28.04.2007 - 12:38
@Otto, harter Tobak aber du hast schon recht

@schwob meinst du wirklich eine Plattform wie das T-Net kann und will die wichtigsten Werbepartner verärgern? Schau doch mal wieviele Werbepartner aus Egypt sind. Also ich glaube, dein Ansinnen in Ehren, aber damit wirst du nichts erreichen.

Und was soll der Tourismussminister aus Egypt anderes sagen als wie das sie Besserung geloben würden etc, usw. !

Vielleicht ist es doch so, das man persönlich aus dem Unfall etwas lernen sollte. Entschädigung und gerichtliche Entscheidungen können allenfalls die Angehörigen fordern, von der Ägyptischen Regierung bzw. betroffener Tauchbasis fordern.

Als Taucher solltest du aber auch im Meer untergehen wollen, den sonst hast du das falsche Hobby

Wobei etwas blauäugig sind die Taucher damals schon an die Sache ran, wenn ich mir überlege, dass die ohne entsprechenden Signalmittel den Tauchgang gemacht haben. Etwas Fährlässig in meinen Augen und daran kann man der Basis nicht unbedingt einen Vorwurf machen.

Eine gewisse Eigenverantwortung gehört doch auch zu tauchen und wenn man sich auf andere verlässt dann ist man unter Umständen verlassen.

Allzeit gut Luft

mike
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 28.04.2007 - 14:58
Richtigstellung:
Mein o.g. Posting sollte definitiv NICHT als Fremdenhass oder Diskriminierung rüberkommen. Wenn das so verstanden wurde, bitte ich vielmals um Entschuldigung!

Ich meinte das als Beispiel, um eine neue Zielgruppe als Kunden zu definieren, wenn andere Zielgruppen das Gebiet aus diversen Gründen meiden. Die Ägypter sind bei ihren Plänen bezüglich der Zupflasterung aller möglichen (und unmöglichen) Küstenabschnitte nicht zimperlich, was sie sich auch wieder von verschiedenen Urlaubsdestinationen erfolgreich abgekupfert haben. Und diese Betonburgen werden halt auf Teufel komm raus gefüllt. Gerade das günstige Preis-Leistungsverhältnis macht dann solche Regionen auch für Urlauber aus Ländern mit niedrigerem Lohnniveau interessant- gegönnt sei es Ihnen. Ich gönn es mir ja auch sehr gerne und rege mich nicht über eine erhöhte "Osteuropaquote" auf.
Warum ich persönlich gar nichts gegen Osteuropa habe: mehrere Urlaube in Russland, Polen und der Tschechei + Freunde und Kollegen aus diesen Ländern haben viele vorwiegend positive Eindrücke bei mir hinterlassen.
Antwort von Stammtischparolen nein Danke am 28.04.2007 - 14:59
Grundsätzlich hat doch jeder Recht hier.

Klar sollte man gegen so ein Vorgehen in der Rettungskette vorgehen.
-----------
Wie auch geschrieben, kann sich das Taucher.net wohl kaum ein Boykottaufruf erlauben, denn sonst sind schnell die Werbungsgelder weg und dann lesen wir
uns in einem anderem Forum wieder.

Erklär doch mal wie sie das machen sollten. BITTE
-----------

Wie auch gesagt wurde, was soll der Fuzzi denn sonst sagen im Interview?

Hey bevor wir uns aber um die Politik in einem anderen Land gedanken machen sollten, sollte man
sich um die korrupten Poliker in Deutschland kümmern.

Schreist du denn da auch in Politischen Foren?
Geh auf die Straße und tue aktiv etwas dagegen.
Ups... was kümmert mich das.... wohl dein Grundgedanke, denn daran kannst du nicht ändern.
-----------
Was gut gesagt wurde (wenn auch sehr Forsch), es ist doch scheiß egal, ob es Russen, Polen, Holländer, Deutsche, Portugiesen, Juden, Amis etc sind.
Normal ist doch jeder Mensch frei oder?
Wenn er es sich leisten kann, soll er doch hnfahren wo er hinwill.

Hast du da etwa Neid? Könnte ja sein, das du 2Jahre sparen musst für 14Tage Ägypten und deshalb auf Russen rum hackst.

Hast du Deutschland erbaut, Hast du die Welt erschaffen, um sagen zu können, wer wo hin zu gehen hat?

Kurzes Gelächter in der Südkurve, denn das glaube ich kaum.
Holländer schimpfen gerne auf die Deutschen, Na und ich fahre dennoch dort gerne Tauchen.
-----------

Also lass die armen Taucher in Frieden ruhen und schütze dich selber, vor dir und vor solchen Tauchunfällen.
Antwort von Tauch-KG's Registriertes Mitglied am 28.04.2007 - 16:22
Danke meinen Vorredner, ...nein Danke
voll meine Zustimmung, wobei ich tauche wo anders wo es noch stimmig ist. Wo das ist verrate ich nicht, sonst kommen nur noch mehr!!
@ bikefresh,
JA,ich fahre schon seit 2006 nicht mehr nach "EGY"
und JA es ist mir egal was die anderen machen, ich mach halt nicht mit. Obwohl ich mich Frage, wieso es immer die Russen sind, ich habe schon genug Deutsche gesehen, die können sich genauso daneben benehmen. Und damit sind wir beim Preis/Leistungsverhältniss hier stimmt es überhaupt nicht mehr. 56 000 Hotelbetten nur für Hurgadha welch Ironie, da noch von ruhigen schönen unberührten TG`s zusprechen, achja jetzt wird Marsa Alam zugepflastert, Riffe gesprengt, etc. hatten wir doch schon.
Es wird sich erst dann ändern wenn alles PLATT ist, und da ich kein Weltverbesserer bin, aber erfahren genug, weis ich, so lange der "Rubel rollt" gehts munter weiter.
ach ja da hat so ein ganz Schlauer mal den Schweinezyklus wissenschaftlich beschrieben, der passt auch hier.
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 28.04.2007 - 17:12
Ich weiche auch lieber den ganzen "Eimer-Sauf-Prolls" aus, egal welcher Herkunft
Direkt Hurghada und auch Sharm meide ich- schade, gerade in Sharm hatte ich einige wunderschöne Tauchgänge- aber auch bis zu 20 Tauchbooten an einem Spot

Das mit der Nichtempfehlung von den persönlich favouritisierten Tauchzielen ist so ein Ding. Einerseits ziehen die Horden dann dahin weiter- der "Lonley-Planet-Effekt" (heute Geheim-Tipp, morgen total überlaufen), was dort der Umwelt mehr schadet.
Andererseits sollte die Umwelt durch Verlagerung der Schwerpunkte dann an den bisherigen Reisezielen zumindest etwas zur Ruhe kommen.
Das ist aber wahrscheinlich nur eine Milchmädchenrechnung

Aber nun Schluß mit dieser unsäglichen Nebendiskussion, die ich durch eine unkonkrete Äüßerung ungewollt losgetreten habe.
Ich erhoffe mir hier eigentlich auch nochmal eine Stellungnahme zum ursprünglich geposteten Fall.
Und die Hoffnung stirbt bekanntlich immer zuletzt
Antwort von ttm49 Registriertes Mitglied am 01.05.2007 - 20:13
Ist eigentlich noch keinem aufgefallen, dass es in der Erfahrungsbericht-Datenbank des T-Net einen (natürlich lobenden) Bericht über die Tauchbasis "Beach Safari" aus der Zeit _nach_ dem Unfall gibt?

Soviel zur Vermutung "Kacke am dampfen" - von wegen, da wird offenbar "business as usual" betrieben, und auf eine Stellungnahme der Basis zum Unfall wird man noch bis St. Nimmerlein warten können.

Für mich die klare Konsequenz: Einen weiiiten Bogen um "Beach Safari" machen!
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 01.05.2007 - 20:26
@ ttm49

Ein 6-Flossen-Bericht wird nicht überprüft, sowas kann jeder ziemlich unerkannt einstellen.
Antwort von schwob Registriertes Mitglied am 01.05.2007 - 20:31
Hallo ttm49, klar wird "business as usual" gemacht. Was mich an dem Unfall am meisten stört und warum ich auch schon das zweite Mal poste, ist die Gleichgültigkeit, wie das gehandelt wird. Es scheint keinen der Taucher zustören, dass es niemand interessiert, wenn jemand vermist werden, dieses Mal haben sich noch nicht einmal die Redakteure von Taucher.net mit dem üblichen Satz geäussert "Ein detailierter Bericht kommt in Kürze", sondern dieses Mal wird es komplett ignoriert. Naja vielleicht ist das die viel gelobte Pressefreiheit, dass man Werbekunden vor der Wahrheit schützn kann. Die Antworten auf mein Posting machen mich dann auch manchmal etwas nachdenklich, auch wenn ich vielleicht etwas überzogene Forderungen gestellt habe. Ich bin gerne und oft in Ägypten und bilde mir ein, dass ich in einer Tauchbasis tauche, wo mir das nicht passiert und wenn es nur deshalb ist, weil ich dort schon bekannt bin, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht der letzte Unfall ist.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 01.05.2007 - 20:46
Es gibt zwar einen offiziellen Anforderungskatalog für Safarischiffe, aber nicht für Tagesboote/Zodiacs etc.

Für mich ist jedenfalls klar: Ich habe im Sommer bei den Safaris ein UKW-Seefunkgerät (wasserdicht bis 1 m), tauchfähig verpackt im Ewamarine-Beutel, beim Tauchen dabei, und der Käptn wird zu Hörwache auf einem vereinbarten Kanal verdonnert, solange Leute im Wasser sind.
Antwort von schwob Registriertes Mitglied am 01.05.2007 - 21:10
Hallo D32, ich phantasiere mal wieder, aber wenn ich mir überlege, dass ich bisher überall auf dem roten Meer mit meinem Handy Empfang hatte, und ich bin mir da als IT´ler ziemlich sicher, weil ich ständig von emails genervt werde, dann frage ich mich, warum es noch keine bis 40m wasserdichte Handygehäuse gibt. Es gibt, glaube ich schon etwas in diese Richtung, aber soweit ich mich erinnern kann, ist das noch nicht das Gelbe vom Ei. Mit einem solchen Gehäuse könnte man wenigsten nach dem Auftauchen irgendjemand anrufen.
Antwort von Tobbe Registriertes Mitglied am 02.05.2007 - 17:01
Das Zauberwort aus meiner sicht ist ENOS wie es z.B. auf der seven7seas im Einsatz ist: Hier klicken

Jeder Taucher hat einen Sender den er aktivieren kann - auf dem Schiff geht dfann ein Alarm los und der betroffene Taucher kann geortet werden.

Kosten aber halt Geld für das System. Und hier schließt sich der Kreis zu den Basen die eben in solche Systeme investieren mussten
Antwort von schwob Registriertes Mitglied am 02.05.2007 - 18:41
Das ENOS ist ein gigantisch gutes System, zumindest was die Theorie betrifft. Aber wie du schon bemerkt hast, ist das auch eine sehr teure Anschaffung. Es müsste eine billigere Alternative geben! Wie schon gesagt, hatte ich bisher fast überall im roten Meer Handy Empfang. Vielleicht erfindet ja mal jemand so etwas wie bei den U-Booten auf Langwelle und eine Gegenstation an Land oder auf einem Schiff.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 02.05.2007 - 22:34
@ schwob

Handy-Empfang im Roten Meer: Es gibt z. B. auf der Nordtour einige Funklöcher, z. B. Bluff Point oder Rosalie Moller.

Druckwasserdichtes Handy: Billiger ist ein Outdoorhandy in Ewamarine-Tüte, die kostet unter 20 Euro.

Eigentlich wollte ich ja mein UKW-Seefunk-Porty schon im Einsatz getestet haben, ergab sich leider noch nicht. Seefunk hat jedes Safarischiff, so ein Porty kostet 200 Euro, Reichweite locker 5 km über See. Werde berichten, ob der Test erfolgreich war.
Antwort von Andreas Moderator am 02.05.2007 - 23:20
Hallo Schwob,

leider haben wir immer noch keinen bestätigten Bericht bekommen. Deshalb gibt es auch keine neuen Informationen.

Sollten wir noch einen bekommen wird dieser selbstverständlich in den entsprechenden Threads veröffentlicht. Ansonsten werden wir uns aber nicht dazu äußern, weil uns eben keine Informationen vorliegen.

Gut Luft,

Andreas
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 03.05.2007 - 00:09
@ Schwob

Nachtrag zum ENOS: Ich kenne es nicht aus eigenem Augenschein, aber irgendwo wurde mal berichtet, dass der Taucher an seinem Sender nicht sehen kann, ob er wirklich aktiviert ist und sendet. Außerdem wäre mir im Abtreibefall eine two way Kommunikation viel lieber, weil ich dann ggf. auch erfahren kann, dass der Schiffsdiesel nicht anspringt oder sie noch 10 Minuten auf Taucher warten müssen.

Ein (sendendes) UKW-Funkgerät kann übrigens von vielen SAR-Schiffen gepeilt werden. Ich hoffe, dass meine Idee funktioniert.

@ Andreas

Ist schon OK! Und kein bestätigter Bericht ist auch eine Antwort! Wobei ich Josef L. nicht verstehen kann: Lieber was Offizielles mitteilen (Basisbetrieb läuft <-> Basis ist geschlossen, Camp ist geöffnet) anstatt durch Ungewissheit einiges an Buchungen verlieren, denn um welche Basis es geht, weiß mittlerweile wohl jeder.

Jo
Antwort von schwob Registriertes Mitglied am 03.05.2007 - 06:14
@Andreas, Ihr habt doch Kontakt zu dem zuständigen Minister. Gibt es keinen Weg um einen offiziellen Bericht zu bekommen? Ebenso von der Tauchbasis? Es muss doch machbar sein, dass das Taucher.net die Tauchbasis anschreibt und den vollständigen Unfallbericht anmahnt. Ohne einen vollständigen Bericht brodelt doch nur die Gerüchteküche und nicht für die Tauchbasis und die Weigerung einen Bericht zu liefern macht dann den Rest, dennn dann ist klar, dass die Tauchbasis schuldig ist. Wenn ihr die Werbeeinnahmen nicht verlieren wollt, verstehe ich das bedingt, denn ich bin selbständig. Dann biete ich euch an, dass ihr mir die Kontaktdaten gebt und ich werde die Herren anschreiben, gerne auch in arabisch bzw. ägyptisch. Und als ISP (Internet Service Provider) kann ich auch problemlos die eine oder andere Internetseite schalten, die dann auch bei Google entsprechend oben erscheint.
@D32: deine Test mit dem UKW Gerät würde mich brennend interessieren. Könntest du mir Info´s zukommen lassen, wenn das funktioniert?
Antwort von Blaues Wunder Registriertes Mitglied am 03.05.2007 - 09:06
@D-32: mich würde der Test mit dem Porty auch interessieren!
Wie groß/schwer ist denn so ein Ding, und wie lange hält der Akku?
Allzeit gute Luft!
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 03.05.2007 - 09:26
@ schwob und Wunder

Das Gerät wiegt incl. Antenne ca. 400 g.

Wie lange hält der Akku? Hilfreich sind vielleicht diese Angaben zum Selbstrechnen:
Akku LiIonen 850 mAh
Empfangsbetrieb standby 40 mA, volle Lautstärke 170 mA
Sendebetrieb mit 1 W HF 700 mA, mit 5 W HF 1500 mA

Da es ja erst im Notfall an der Oberfläche eingeschaltet wird und vermutlich von einem Verhältnis 70 % standby, 15 % RX und 15 % TX ausgegangen werden kann, dürften 2 Stunden leicht drin sein.

Ich werde versuchen, den Test bald zu machen und dann berichten.
Antwort von Tobbe Registriertes Mitglied am 03.05.2007 - 09:51
@ schwob: JA, ENOS ist teuer (Sender: € 800, Empfänger € 3200,-) nur ist die Frage, ob einem (und der Basis) das die eigene sicherheit wert ist. Nimmt man ein `normales` Safariboot mit 20 Tauchern wären ca. € 20.000 fällig.

Es stellt sich die Frage, was ein Menschenleben wert ist.

Grundlage bei der Entwicklung war, ein einfach zu bedienendes und robustes System zu haben weswegen wohl auf eine two way Kommunikation verzichtet wurde.


Antwort von schwob Registriertes Mitglied am 03.05.2007 - 10:21
wie schon gesagt, finde ich das ENOS System super, nur kann sich das fast keiner leisten. Jetzt müsste man noch eine Organisation finden, die das System sponsert, ähnlich den defibrilatoren (ich hoffe ich habe es richtig geschrieben) und einer Steiger? - Stiftung, die 50% der Kosten übernimmt. Wenn ichmir das so die Basen in Ägypten anschaue, di ebis zu 3 Tagesboote unterhalten, kommt da ganz schön eine Summe zusammen.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 03.05.2007 - 12:11
Ich habe mir eben mal die Webseite zu ENOS genauer angeguckt. Aha, das ist nicht wie ich vermutete ein codierter UKW-Sender plus ein Peilempfänger, sondern das Senderteil sendet ähnlich einer EPIRB die GPS-Position des Tauchers, der Empfänger legt ähnlich den normalen GPS-Empfängern die gesendete Position als Wegpunkt ab und zeigt Navigationsdaten dorthin.

Sicherheit: Ich finde es ein wenig fragwürdig, dass der Sender nur mit 500 mW HF arbeitet. Gesetzt den Fall, die Taucher sind 2 - 3 sm entfernt, dürfte am Empfänger kaum noch verwertbares Signal ankommen, vor allem nicht, wenn der Empfänger dicht über See in einem Schlauchboot steht.

Preis Empfänger: Ein Empfangsmodul für Datenfunk dürfte max. 50 Euro kosten, ein GPS-Modul ca. 100 Euro. Plus Gehäuse, Akku, Display, Schalter, Pelicase kommen maximal 400 Euro zusammen. Mir erscheint der VK von 3200 Euro doch reichlich üppig.
Preis Sender: GPS-Modul plus Sendermodul plus Batterie, Gehäuse vielleicht 200 Euro Herstellungswert bei Kleinserie.

Tauchbasen in Ägypten und Tagesboote: Ich weiß ungefähr, was die Basen pro Monat für ein Boot incl. Crew und Brennstoff zahlen. Summe geteilt durch 30 Tage und umgelegt auf täglich auch nur 10 Taucher ergibt einen ziemlich lächerlichen Kostenanteil für das Boot am berechneten Preis pro TG.

Antwort von Carmen1 am 05.06.2007 - 21:56
Ich habe da für mich eine ganz andere Lösung entdeckt, vielleicht mag sie ja einer übernehmen.

Ich habe mir bei Ebay für billig Geld ein UW Kamera Gehäuse zugelegt (wenn die von nicht mehr lieferbaren Kameras sind, werden die extrem günstig) und so einen EWA Marine Beutel (angeblich wasserdicht bis 3-4 Meter)
In den Beutel lege ich ein altes Handy von mir, der Beutel mit Handy kommt dann in das Kamera UW Gehäuse.
Auf dem Boot habe ich mir die Handynummer der anderen Taucher und die des Kapitäns geben lassen.

Wenn ich wirklich abgetrieben werden sollte, kann ich von der Oberfläche aus das Handy in diesem EWA Beutel spritzwassergeschützt betreiben, Verständigung durch Beutel funktioniert, habs ausprobiert und irgendwen auf dem Boot anrufen.
Und ansonsten baumelt das ganze lustig und nicht störend in meiner Jackettasche vor sich hin.

Im Notfall habe ich es bisher zum Glück noch nicht ausprobieren müssen, aber das Handy hat die Safari zumindest überlebt, also dicht ist das ganze.
Und Empfang war erstaunlicherweise auf dem gesamten roten Meer, habe nicht ein Funkloch entdecken können.

Natürlich kann man mich damit nicht orten, aber ich hoffe einfach, das ich im Notfall evtl das Boot sehe , nur das Boot mich nicht und ich denen dann sagen kann, das sie grad rechts an mir vorbeifahren oder so ähnlich.

Jetzt bitte nicht lachen, vielleicht ist die Idee ja total dämlich, aber sie gibt schon irgendwie innere Sicherheit und schaden kann es auf keinen Fall.
Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 05.06.2007 - 23:29
Keine schlechte Idee, aber wir hatten auf den Safaris tagelang keinen Empfang, da hätte es leider nicht geholfen. Ist man aber in einer Gegend, wo das klappt könnte es wirklich hilfreich sein.
Antwort von schwob Registriertes Mitglied am 06.06.2007 - 06:04
Wie wäre es mit so etwas?
Hier klicken
die Dinger haben zwar nur 500 mW Leistung aber vielleicht gibt es das aus dem Ausland auch stärker. Bleibt natürlich nur wieder die Frage nach einem Gehäuse, das mindestens bis 40 m wasserdicht ist und natürlich die ägyptischen Gesetze, die wahrscheinlich so etwas verbieten, da es vielleicht auch militärisch genutzt wird.

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