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Foren - Ausbildung - welcher Preis ist für gute Anfängerausbildung gerechtfertigt ?




  

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welcher Preis ist für gute Anfängerausbildung gerechtfertigt ?
Abgesandt von Mal ne Ausbildungsfrage am 26.03.2008 - 16:50:

Mein Kollege und ich sind entschlossen einen Tauchkurs zu belegen. Ich war nun in einigen Shops hier im Ruhrgebiet und war von der Preisspanne doch sehr überrascht. Von 180€ beim Garagentauchlehrer mit 10 Schülern in 5 Tagen bis zu 350€ .Leider waren auch viele dabei die auf mich Supermarktkettenchararter (249€ )hatten. ( billig, viel Material, wenig Infos, wenig auskunftstfreundlich) Mein Kumpel schwört auf Geiz ist Geil, ich bin da vorsichtig, 50-80€ Unterschied in einer Stadt ist für mich ok. Nur was mir fehlt ist mal ein reeller Marktpreis, soll ja sich auch für beide Seiten lohnen. Ich bin über Eure Meinungen gespannt.



Antwort von Staff Registriertes Mitglied am 26.03.2008 - 17:02
Hallo, Vorschlag. Rechne Dir aus den folgenden Grundfaktoren mal aus BWL Sicht selbst den Preis aus. HIer mal ein paar Kerndaten:

3-4 x Schwimmbad a 145€ für je 1,5h !!!
Spritt zum See / Schwimmbad 20€
PADI KIT incl PIC ca, 50€
Arbeitszeit Schule 5 x 1,5 h = 30€
Strom, Versicherung, Abnutzung , Leihausrüstung, Fallenschfüllung...etc : Pauschal 30€
Vieleicht noch 30€ Gehlt pro Schüler .
Nun rechne mal wenn durchschnittlich 3-4 Schüler sich zum Kurs anmelden, Tendenz eher 3 Schüler .

Gruss Holger

Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 26.03.2008 - 17:12
Moin, moin

Meiner Meinung nach hängt die Qualität einer Tauchausbildung eben nicht allein vom Preis ab, sondern im wesentlichen nur vom Ausbilder. Billig muss nicht schlecht sein, und umgekehrt, teuer auch nicht unbedingt gut Aber was ist denn teuer? Geiz ist geil Mentalität ist mMn im Tauchsport nicht immer angebracht.

Da ich jetzt aber keinen Fred lostreten will, bei dem wieder auf einzelne Orgs eingeschlagen wird, kann ich mal die Preise bei uns zum Vergleich nennen.

Zwischen 350 und 450 Euro. Einzig die Orgs unterscheiden sich, und damit auch die Ausbildungsinhalte und die Dauer der Ausbildung.

Damit liegt das preislich also mMn im Rahmen bei Dir.

Z.B. kostet bei uns in der MTI der Kurs zum DTSA-* Bronze komplett mit Theorie, Hallenbad- und Freiwasserausbildung 400 Euro inklusive allem. Dafür bekommt der Schüler aber dann bis zu 10 ! Ausbildungs- und Prüfungstauchgänge im Freiwasser im Verhältnis 1:1, also ein TL mit einem Schüler.

Ich behaupte mal ganz klar, dass eine Ausbildung zum Preis von 180 Euro in der "Garage" nicht kostendeckend sein kann. Also muss anderweitig das Geld verdient werden, z.B. durch Verkauf von Ausrüstung. Oder es kommen weitere Kosten auf Euch zu, wie z.B. die Brevetierung, die extra bezahlt werden muss.

Viele Grüße
Peter
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 26.03.2008 - 17:13
Der reele Marktpreis liegt bei deinen genannten 350€, und auch daran ist, wie Staff schon richtig schreibt, nichts verdient (wenn man rechnen kann) ... ein Führerschein ist erhblich teurer

MAchs nicht vom Preis, sondern von der Schule abhängig:

- kleine Gruppen
- motivierte Ausbilder
- Zustand des Materials (Leihausrüstung)
- Ruf der Schule
- frag nach, wie es gehandelt wird, wenn man die Fertigkeiten nicht in den üblichen Grundmodulen gleich schafft .....
- scheu dir die Ausbildung eines laufenden Kurses an
- mach zunächst mal Schnuppertauchen

....

nur mach eines nicht: den Preis als Entscheidungskriterium nehmen


Antwort von diver-heaven Registriertes Mitglied am 26.03.2008 - 17:17
Hallo,

also ich wohne auch in der Nähe vom Ruhrgebiet und bin der Meinung bei 249,00 € kannst Du nix falsch machen. Für diesen Preis kannst Du folgendes erwarten:
1. komplettes Schulungskit (Lehrbuch, DVD, Tauchtabelle, Logbuch)
2. komplette Leihausrüstung (bis auf ABC-Ausrüstung)
3. 3-4 mal Schwimmbad
4. 4 Freiwassertauchgänge (bei Bedarf auch mehr)
5. maximal 4 Tauchschüler pro Tauchschüler in der Praxisausbildung
6. Brevetierungskosten sind im Preis schon enthalten

Auch bietet Dir ein gutes Tauchcenter/ eine gute Tauchschule nach Deiner Ausbildung verschiedene Tauchaktivitäten an.

Mit einem freundlichen Flossenschlag

Diver-Heaven
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 26.03.2008 - 17:56
Meine Meinung siehe shuttle und Tauchteufel
Die Rechnung von Holger kann je Gegebenheit abweichen und bei größeren Gruppen einen günstigeren Preis bedeuten. Hier gilt ein großes ABER:

Je geringer das Verhältnis Schüler-Instructor ist, desto besser ist die individuelle Betreuung. Wenn ein Instructor mit einem Assi 9 Leute im Pool abarbeitet-Hände weg!
Antwort von Staff Registriertes Mitglied am 26.03.2008 - 18:15
Hallo bikefish, stimmt. Wir brauchen uns da keine Gedanken zur Schülerstärke ( Ratio )zu machen. Maximal 4 Personen im Durchschnitt im OWD Kurs.
Im Idealfall 1:2
Gruss Holger
Antwort von Vereinsmeier am 26.03.2008 - 18:56
Mach den Tauchkurs im Verein! Dann hat man`s zum Selbstkostenpreis... Geiz ist eben doch geil, inclusive Vereinsmeierei!

Vereinsmeier
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 26.03.2008 - 19:29
Vereinsmeier: Aufnahmegbühr, Jahresbeitrag, Kurs, Flaschenfüllung .... wieviel war das nochmal so alles in allem ? ... und wenn das einer macht, anschließend wieder austritt, tja, dann zahlen es die aktiven Mitglieder halt mit. War mal ein Thema auf der letzten HV, bei der ich war. Da hat der Kassenwart empfohlen, die Preise für den Kurs nach oben zu setzen .... der konnte rechnen und fand die Geiz ist geil auf kosten der "Jahrelangmitglieder" nicht so gut

Oh Leute .... immer dieselbe Mär ....
Antwort von tl3 Registriertes Mitglied am 26.03.2008 - 20:58
@Vereinsmeier
„Mach den Tauchkurs im Verein! Dann hat man`s zum Selbstkostenpreis... „
Pfiffige Vereinsvorstände und gute Tauchausbilder machen so ein Blödsinn schon lange nicht mehr mit.
Ein guter Kurs muss auch gutes Geld kosten, damit er auch gewürdigt wird.

Wenn ein Kurs zum „Selbstkostenpreis“ angeboten werden würde, würde man sich nur die Schmarotzer in den Verein hohlen, denen ein Vereinsleben egal ist.
Die wollen nur Geld sparen und nichts für den Verein tun.

Habe ich schon oft genug erlebt.
Antwort von JochenG Registriertes Mitglied am 26.03.2008 - 21:10
>und bin der Meinung bei 249,00 € kannst Du nix falsch machen.

Doch, kann man schon, nämlich dann, wenn die Ausbildung nicht passt

>Für diesen Preis kannst Du folgendes erwarten:
>1. komplettes Schulungskit (Lehrbuch, DVD, Tauchtabelle, Logbuch)

Rechnen wir doch mal:
Dein Schulungskit schaut nach Padi aus, also € 50,-

>2. komplette Leihausrüstung (bis auf ABC-Ausrüstung)

Ok, kostet ja erst mal nix (Milchmädchen hallo), aber bei 4x Hallenbadausbildung und 2x2 TG am See - da spült man das Zeugs und hängt es mindestens 6 mal auf. Sagen wir: 1 Stunde Arbeit

>3. 3-4 mal Schwimmbad

Das sind dann 4x 2 Stunden (/4, da 4 Schüler), wieder rechnerisch 1 Stunde Arbeit.

>4. 4 Freiwassertauchgänge (bei Bedarf auch mehr)

2 Tage Arbeit, auch wieder durch 4, da ja Ratio 1:4 = 1/2 Tag (4 Stunden) Arbeit + wenn`s dumm läuft Übernachtung

>5. maximal 4 Tauchschüler pro Tauchschüler in der Praxisausbildung
>6. Brevetierungskosten sind im Preis schon enthalten

Aber: jetzt füllen wir noch 8x die Flasche, und huch, ganz vergessen: Die Theorie. Na gut, rechnen wir einfach mal 2 Stunden pro Teilnehmer, in 8 Stunden presst man das schon durch, vor allem dann, wenn der Schüler keine Fragen hat. Und Flaschen füllen kostet auch Zeit; gut, sie sind nicht ganz leer, zumindest im Hallenbad-Teil. Aber bestimmt 1/2 Stunde Arbeit pro Schüler pro Kurs.


Jetzt sind wir bei 8,5 Stunden Arbeit. Kurspreis (€ 249) abzgl. Padi-Kit und Brevetierungskosten sind wir nun bei ca. € 189,- für den TL. Das enstpricht ein bisschen mehr als € 18,- netto pro Stunde, aber es kommen noch Fahrtkosten, Hallenbadeintritt, evtl. Übernachtungskosten oder TG für den See, Kosten für die Ausrüstung, Miete für den Laden etc. dazu.

DAS GEHT?

Respekt! Oder habe ich einen Rechenfehler? Dann bitte seid nicht böse und helft mir. Und ich meine jetzt nicht die 5 Euro, die am Kit verdient werden ☺

Verwirrt,

Jochen
PS: @diver-heaven: Ich will Dich nicht angreifen und auch nicht Deine Ausbildungsfähigkeiten anzweifeln – aber ich auch mein Personal bezahlen – mit einem kalkulierten Stundensatz von 18 Euro schaffe ich das nicht.

Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 26.03.2008 - 22:23
diverheaven: "bei 249,00 € kannst Du nix falsch machen. Für diesen Preis kannst Du folgendes erwarten: " ->
... einen Tauchlehrer, der dir Tauchphysik/ Tauchphysiologie und so manch anderes beibringen will, aber beim rechnen etwas schwach auf der Brust ist.

PS: ... und jetzt rätselst du, wie Dirk und Reinhard das machen, wo die doch so einen tollen Laden haben ..... soll ich`s verraten? Mann nennt das Quersubvention
Antwort von Kölle Alaaf Registriertes Mitglied am 26.03.2008 - 22:50
Sieh Dir den Laden an, macht er einen guten Eindruck und die Wellenlänge zum Instruktor stimmt, dann mach es. Geiz ist geil ist gut, aber nicht wenn es um mehr oder minder marginale Preisunterschiede geht. Da sollte man auch auf die Qualität sehen.

Und ansonsten lass Dich nicht von der elendigen Debatte "Vereinsmeierei" ("Sklave eines Vereinsvorstandes zum Selbstkostenpreis") versus Kommerzunternehmen ("Kunde ist König" - nach Zahlung einer Handvoll Dollar) irritieren. Bei einigen scheint das die Lieblings-(oder einzige )Schallplatte zu sein, die sie aufgrund langjähriger Übung "profihaft" abspulen können - leider vergessen sie dabei, dass jede Platte zwei Seiten hat - eine mit den Vor- und eine mit den Nachteilen der jeweiligen Wahl und das gilt für alle "Tauch-Fraktionen". Aber wie gesagt, das Thema ist ja bereits bis zum Erbrechen ausgewälzt. Der geneigte Leser und insbesondere Debattierer sei auf die vielen alten geistigen Ergüsse verwiesen, die hierzu bereits "abgelassen" wurden und ohne große Suchanstrengung im Forum gefunden werden können. Vorab vielen Dank dafür, dass wir hier deshalb von didsem geistigen "Sondermüll" verschont bleiben werden ...
Antwort von koelle76 Registriertes Mitglied am 27.03.2008 - 09:44
Shuttle:
Genau das ist der Punkt. Der Preis ist einfach kein geeignetes Kriterium. Dirk, Reinhard und Martina machen diese Preise einerseits weil die anderen sie auch machen und andererseits, weil man durch Anfängerausbildung neue Kunden generiert. Als Tauchshop muss ich doch möglichst viele Leute in die Lage versetzten, sich Tauchequipment kaufen zu können. Und dazu müssen sie tauchen können (und wollen). Hinzukommt natürlich noch die ABC-Ausrüstung, die die Schüler sich kaufen müssen. Außerdem wird die Gewinnspanne z.B. beim AOWD besser. Aber was müssen meine Kunden sein, um dem AOWD machen zu können? Genau Taucher.
Also, schau dir den Laden an, sprich mit den Leuten und verschaff dir einen eigenen Eindruck. Der Preis ist jedenfalls kein Maßstab.
Antwort von Katerchen Registriertes Mitglied am 27.03.2008 - 10:12
koelle

Der Preis ist kein Maßstab.

Ich habe meinen OWD bei oben nicht genannter Tauchschule gemacht.

Damals für 79 Euro !!!

Es war alles drin, und nach dem, was ich bisherin meinem Tauchleben gesehn habe, glaube ich, meine Ausbildung beurteilen zu können. Und ich kenne viele, die schlechter sind.

Ok, der Kurs hatte, wahrscheinlich wegen des Preises, einen großen Zulauf. 16 Leute.

Klingt viel, wa? Dafür hatten wir aber 5 TL`s.

Pro TL 4 Schüler und einer extra, für die "Problemfälle", die dann autom. eine Art "Intensivbetreung" bekommen haben.

Bis auf ABC war alles "All incl."

Einzigster Haken: Die FW-TG waren im März bei 4 Grad WT. (LT: um die Null)

Ich habe es nicht bereut, so bin ich zum tauchen gekommen.

Das die dabei draufzahlen, ist klar.
Aber ich glaube, der Punkt: "Quersubvention" trifft es, bei uns ist die Rechnung jedenfalls aufgegangen.

Gruß
Katerchen.
Antwort von Massi Registriertes Mitglied am 27.03.2008 - 10:36
Wo aus dem Ruhrgebiet kommt ihr denn her?

Evtl. wäre es ja auch ne Alternative an den Tauchkursen im Rahmen des Hochschulsports welchen diverse Universitäten anbieten, teilzunehmen.

Da ist es ja so dass man dann die Ausbildung ueber ein Semester macht, sprich 15 mal Praxis im Hallenbad, 15 mal Theorie Unterricht und danach dann ab ins Freiwasser geht für die Prüfungstauchgänge, gute, intensive, Ausbildung fuer ne relativ kleine "Mark".

Antwort von koelle76 Registriertes Mitglied am 27.03.2008 - 10:56
@ Massi:
Was macht man denn in 15 Schwimmbadmodulen und 15 Theoriestunden? Nix gegen eine fundierte Ausbildung, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was man die ganze zeit machen soll. Spätestens nach 4-8 Einheiten im Schwimmbad fängt man doch an, Kacheln zu zählen etc.
Antwort von Massi Registriertes Mitglied am 27.03.2008 - 11:50
Naja Beginnt mit normalen Flossentraining das geht schon ueber 4-5 Einheiten. Spielereien, Maske halb Fluten, bissel was fuer die Kondition tun, Apnoefertigkeiten ausbauen, usw. Alles total relaxed und entspannt und da wir ja wissen das Tauchen häufig auch eine Kopfsache ist, kann man bei vielen Beobachten wie es irgendwann klick macht und man merkt, dass man so viel mehr Luft hat als man eigentlich vorher dachte. Fand ich toll. Geht dann eben weiter ueber normale Übungen, hinzu tarieren tarieren tarieren (und das schadet ja bekanntlich niemanden ;) ) und geht weiter ueber Übungen Aufstieg unter Wechselatmung usw.
Theorie naja für jeden Themenschwerpunkt letztendlich irgendwo eine Theoriestunde veranschlagt. Denke das man doch gar nicht genung lernen kann um so sicherer ist man doch später? Und das ganze lag bei einem Semesterpreis von 40 Euro.

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