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Foren - Ausbildung - zu alt für einen Karriere-Start als DM bzw.TL ???




  

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zu alt für einen Karriere-Start als DM bzw.TL ???
Abgesandt von PeppyHH Registriertes Mitglied am 20.11.2005 - 17:55:

Ein freundliches Hallo an alle TN-Forenmitglieder

Ich stehe vor einer recht schwierigen Entscheidung und hoffe auf Eure hilfreichen Tipps:

Im „zarten“ Alter von Ende 30 stehe ich als Rescuediver mit knapp 100 geloggten Tauchgängen vor der Chance, mich gegen Mitarbeit zum Divemaster ausbilden zu lassen...

Da ich zurzeit leider arbeitslos (oder besser: arbeitssuchend) bin, denke ich, dass dieser Weg für mich eine echte Chance sein könnte

Nur: Bietet mir das von mir heißbegehrte Brevet auch in Zukunft ernsthafte Berufschancen???

Sicherlich habe ich eine Fülle von Jobangeboten an allen möglichen schönen locations dieser Welt erhalten, aber eben nur zur DM-Ausbildung gegen Mitarbeit.

Habe ich danach aber auch wirklich die Möglichkeit, mich auf dieser Schiene weiter entwickeln zu können, oder bin dafür einfach schon zu „alt“?

Euch allen sollte ja der nahezu katastrophale Zustand des Arbeitsmarktes in Deutschland hinreichend bekannt sein

Allzu viele Alternativen verbleiben folglich leider nicht...

Danke im Voraus für Eure Hilfe



Antwort von Roger.T am 20.11.2005 - 19:35
Schau mal in der Suchfunktion hier nach, dann brauchen sich die meisten hier nicht laufend zu wiederholen... - sorry, ist nicht bös gemeint, aber diese Frage kommt hier so ca. alle 2 Tage. Da ist es schon sehr hilfreich, erstmal via Suchmaske sich schlau zu lesen - wenn dann noch Fragen offen sind, no problem.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 20.11.2005 - 19:42
Moin,

1. Lies mal etwas weiter unten den Beitrag von Andi, und der ist Tauchlehrer und nicht Divemaster.

2. Was hast du gelernt? Fremdsprachen-/EDV-/Technikerkenntnisse? Bootsführerschein See?

3. Als Divemaster auf einer Auslandsbasis kannst du in der Regel knapp unterm Minimum leben, als Tauchlehrer knapp darüber.

4. Was sagt dein örtliches Arbeitsamt, wenn du für Monate nicht verfügbar bist? Divemaster ist m. W. keine anerkannte Berufsqualifikation.

5. Schon mal über Arbeitsplatzsuche in anderer Region als HH nachgedacht? Oder ggf. DAAD und andere kontaktiert? Oder ganz andere Berufsschiene - bei uns in Kiel und auch woanders suchen sie händeringend Lehrlinge in den Schwimmhallen und finden keine! Schuster will auch keiner mehr lernen.

Divemaster im Ausland ist definitiv keine Alternative!

Antwort von Ralf Schmid Registriertes Mitglied am 21.11.2005 - 00:35
Frag doch mal beim Arbeitsamt wegen einer Umschulung zum Tauchlehrer.
Wenn die sich darauf einlassen hast du mehr als nur die Ausbildung und du brauchst nicht beim Divemaster aufzuhören.
Fragen kostet ja nichts!

Gruß Ralf
Antwort von Detlef Registriertes Mitglied am 21.11.2005 - 09:28
Ernsthafte Berufschancen?
Es gibt wenige die die mit der Taucherei wirklich richtig Geld verdienen. Es gibt viele die rumwurschteln und es gibt eine große Menge die das lediglich nebenberuflich machen. Also einfach wird das wohl nicht, aber Versuch macht klug. Sprich mit deinem Arbeitslosigkeitsverwalter und versuche ihn zu überzeugen.
Antwort von habe rechtzeitig abgebrochen am 21.11.2005 - 09:35
ich würde sogar sagen, ohne die anderen zu beleidigen- denn sie wissen es ja alle, überhaupt keine Alternative ist. Gucke dir doch den Gesellschaftsstatus der (Tauchlehrer). Die wenigsten wissen wo der BIG-RED-SWITSCH am PC ist... Sprich-keine Allgemeinbildung...
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 21.11.2005 - 10:07
Anknüpfend an Ralf und Detlef:
Frag dein Arbeitsamt, ob sie dir eine ordentliche Ausbildung bis zum Tauchlehrer finanzieren. Was das kostet, kannst du ja im www mühelos eruieren.

Und fahr im Januar mal zur Boot 2006, am besten an einem Werktag (ist dann nicht so voll) und frag mal direkt bei den ausstellenden Tauchbasen nach, was sie von ihren festangestellten TLs erwarten, was sie zahlen und wie hoch die Lebenshaltungskosten dort sind. Dann hast du schon einige mehr an Infos.
Antwort von PeppyHH Registriertes Mitglied am 21.11.2005 - 11:36
Hallo Buddies,

vorab Euch allen schon einmal recht herzlichen Dank für Eure bisherigen Antworten, nur leider komme ich dadurch auch noch nicht so wirklich weiter

Hier mein beruflicher Werdegang in Kurzform:
1988 Abi
danach zwei Jahre Bundeswehr
dann ein paar Jobs als Verkäufer und im Außendienst
1992-1994 Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel (logo: mit gutem Abschluss)
danach wieder Jobs im Einzelhandel, größtenteils als Shopleiter in der Telekommunikationsbranche
2003-2005 "Ich-AG" mit Vertrieb von Tauchequipment per online-shop und Ebay

Meinen online-shop habe ich Mitte dieses Jahres geschlossen (lief nicht so wirklich) und bei Ebay werden entweder die Preise verramscht, sodass sich die Gewinne nicht mehr lohnen oder aber die Hersteller verbieten den Vertrieb über diese Schiene (angeblich um den Einzelhandel zu stärken).

Ergo: Sch...

Nun zum (eventuellen) Job als DM:

In Englisch bin ich relativ perfekt, alle anderen Fremdsprachen sind wohl schon zu sehr angestaubt als dass ich sie noch beherrschen würde.
EDV-Kenntnisse vorhanden (siehe oben).
Technikerkenntnisse: Wat is dat denn?...bin doch gelernter "Sesselfurzer".

Beim Arbeitsamt war ich auch schon vor einiger Zeit vorstellig, mit dem Resultat, dass eine "Ausbildung" zum TL nur dann bewilligt werden würde, wenn der Arbeitgeber in Deutschland ansässig ist und alle Sozialabgaben trägt.Dieser würde dann für ein Jahr die Hälfte meines Gehaltes nebst Sozialabgaben vom Amt erstattet bekommen.Voraussetzung ist allerdings, dass er mich danach ein weiteres Jahr beschäftigen muss, und zwar voll auf seine eigenen Kosten...

Nur: Welcher Arbeitgeber hat in dieser Branche denn schon seinen Firmensitz in Deutschland und möchte - auf staatliche Verordnung hin - für die Dauer von zwei Jahren einen Klotz am Bein haben, den er noch nicht einmal wirklich kennt???

Wenn dann schon diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, könnte ich mich lediglich beim Arbeitsamt komplett abmelden, um nicht mehr ortsgebunden zwecks Vermittelbarkeit zu sein.

Nur: Wer soll mir dann die BfA-Beiträge geschweige denn die KV-Beiträge bezahlen?

Ich von dem "Super-Verdienst" als DM?

Am besten in diesem Job noch ohne Krankenversicherung jobben und beten, dass mir nichts passiert?

Schätze beinahe mal, dass ich mir die Antworten schon fast alle selbst gegeben habe, aber geht es mit diesen Plänen nicht auch anders?

Hat nicht jemand von Euch schon persönliche Erfahrungen sammeln können und war in derselben miesen Ausgangsposition?

Vielen Dank im Voraus
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 21.11.2005 - 12:42
Moin,

das ist doch schon mal ein gar nicht so übles Startpaket und ein Grund mehr, zur Boot 2006 zu fahren, denn:
Der deutsche Arbeitgeber existiert in Form von Firmen wie Orca, Action Sport, Volkert Touristik und einigen mehr, die im Ausland firmeneigene Tauchbasen betreiben, die aber ihren Firmensitz hier in DE haben.

Deine Vorqualifikation ist ja auch durchaus nützlich für eine Tauchbasis, auch wenn du kein "Schrauber" bist.

Sozialversicherung: Kenne mich da wenig aus, denke aber richtig zu liegen, dass so etwas bei dem geringen Auslandsgehalt nicht allzu teuer sein kann.

Krankenversicherung: Riskiere es definitiv nicht, im Ausland ohne guten KV-Schutz zu arbeiten! Dazu ein Vorschlag: Du brauchst ja ohnehin eine TL-Haftpflichtversicherung, hol dir die (Deckungssummen entsprechen den Bestimmungen von PADI Europe) bei Aqua Med als Professional-Vertrag (kostet 129 Euro pro Jahr incl. dein Tauchunfallrisiko). Darin eingeschlossen ist eine max. 56 Tage geltende Auslands-KV. Danach kannst du bis max. weitere 10 Monate für 40 Euro monatlich diesen KV-Schutz verlängern. Danach einen Heimataufenthalt machen und für Jahr Nr. 2 alles neu abschließen. Ruf einfach mal die netten Leute bei Aqua Med an. Und 40 Euro im Monat lassen sich bestimmt irgendwie decken.

Wenn dir die Ausbildung bis zum TL amtsseitig bezahlt wird, hat ja auch die Basis in diesem Sinne keine Kosten, braucht dich also nicht auf der Schiene Ausbildung gegen Mitarbeit zu beschäftigen, sondern kann deine Ausbildungskosten bis zum TL direkt abrechnen. Und wenn du dich bei denen überzeugend verkaufst, hast du auch ab Tag 1 ein bisschen Geld übrig.

Und wenn dein Arbeitgeber mit dir zufrieden ist im ersten Jahr, sollte einer Weiterbeschäftigung auch nicht allzu viel im Wege stehen. Außerdem gibts ja dann für dich als TL noch Arbeitsmöglichkeiten in Clubanlagen wie Aldiana oder Robinson.

Also: Hin zur Boot 2006 und alle deutschen Firmen in Halle 3 abklappern, die eigene Basen haben. Und nicht am WE, da ist es voll und die Leute sind genervt und haben keine Zeit! Frag auch mal herum wegen eines Technikseminars, so was sollte mal als TL haben und auch das dürfte deshalb das Arbeitsamt bezahlen.
Antwort von zu alt für diesen Job am 22.11.2005 - 04:05
die Frage ist doch, wie lange er noch kann? Und was kann er bringen gegenüber den Jungen, die Anfang 20 sind.

Und wenn ihn mit 45 niemand mehr will- was macht er dann?
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 22.11.2005 - 07:26
Ich kenne in EGY einige TS bzw. Basenleiter deutlich jenseits von 50 Jahren - kein Argument.

Vorteil gegenüber 20-jährigen: Lebenserfahrung ...

Wenn ihn später keiner mehr will - Solotauchgang mit Luft auf 200 m?
Antwort von nee, nee, nee am 22.11.2005 - 20:39
ja genau, was machen eigentlich diejenigen, die niemand mehr will? ab nach Deutschland? aber wohin? die haben doch garnichts...
Antwort von Markus E Registriertes Mitglied am 23.11.2005 - 21:41
Hallo zusammen,

nochmal Thema Argentur für Arbeit. Es gibt dort die Außergewöhnliche Förderung. Diese ist von 2000€ auf 1000€ gesenkt worden. Diese Zahl ist allerdings nicht als in Stein gemeißelt anzusehen. Die Sachbearbeiter haben die Möglichkeit, über ihre Vorgesetzten auf 2000€ aufzustocken (mit Geschick beim Verhandeln evtl. noch ein paar Hunderter mehr). Es werden dann die reinen Kurskosten incl. Lehrmaterialien gezahlt. Fahrtgeld, Übernachtungs- und Verpflegungskosten werden nicht erstattet.

Voraussetzung für diese Förderung ist, daß man schon einige Zeit (so min. 1/2 Jahr) arbeitssuchend ist, daß man den Sachbearbeiter überzeugt und daß man einen zukünftigen Arbeitgeber hat, der nach Bestehen des Kurses bereit ist, einen anzustellen (und sich dazu im Vorfeld schriftlich verpflichtet). Dieser zukünftige AG hat dann allerdings keine Chance, bei Gehalt vom Amt unterstützt zu werden. Eins geht nur.

Ob die berufliche Zukunft auf diesem Wege sicher ist, kann vorher schlecht beantwortet werden. Ich selber sehe die Chancen im Tek-Bereich etwas besser. Da muß natürlich vor Begin des Lehrganges schon einiges an Kenntnis und Karten vorhanden sein. AOWD (oder ** / Hallo D-32 )reicht da sicher nicht.

Gruß Markus

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