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Fachbegriffe
Klar und deutlich erklärt
Sauerstoff Farb-, geruch- und geschmackloses Gas; chemisches Zeichen O; Atomgewicht 15.9994; Ordnungszahl 8. Es gibt folgende Isotope (Häufigkeit): 16(99.756%), 17(0.039%), 18(0.205%).
Kommt normalerweise als O2, aber auch als O3 (Ozon) vor. Das häufigste Element auf der Erde, macht 46.6% der Erdkruste und 20.95% der Luft aus. Zuerst von Scheele 1771 und unabhängig 1774 von Priestley entdeckt.
Folgende Grenzwerte (in ppO2 - Teildruck) von Sauerstoff sind zu beachten:
< 0,12 Bar = spontane Ohnmacht, Tod
0,16 Bar = Minimaler Teildruck für normale Lebensfunktionen
0,21 Bar = Normalwert
0,30 Bar = Grenze für Langzeitaufenthalte ohne Lungenschädigung (-> Lorraine-Smith-Effekt)
0,50 Bar = Grenze für längere Tauchgänge (Anzeichen von ->Lorraine-Smith-Effekt festzustellen)
1,40 Bar = Maximalgrenze für Tauchgänge, bei Anstrengung / Kälte (->Paul-Bert-Effekt)
1,60 Bar = Maximalwert für Dekompression in Ruhe
> 2,0 Bar - bis 4,0 Bar - Werte für Behandlung in der Druckkammer
Sauerstoff-Fenster Das Sauerstoff-Fenster (engl: Oxygen Window) ist die Differenz zwischen dem Gasdruck in den ->Alveolen und im venösen Blut. Da diese Differenz hauptsächlich durch die physikalischen und chemischen Eigenschaften des ->Sauerstoffs hervorgerufen wird, sprechen manche vom Sauerstofffenster. Ein anderer Begriff ist inhärente Untersättigung.
Bei einem bar Umgebungsdruck also 760 mmHg beträgt der Wert für das Sauerstofffenster ungefähr minus 60 mmHg. Das Fenster setzt sich aus einem Anteil von minus 64 mmHg ->Sauerstoff und plus 4 mmHG ->Kohlendioxid zusammen.
Hierbei handelt es sich um einen Begriff, der etwas mit den Sauerstoff- und Kohlendioxidtransportmechanismen im Blut zu tun hat. Die Sauerstoffmoleküle werden vergleichsweise schlecht im Blut gelöst. Der Transport von ->Sauerstoff findet vorwiegend mit Hilfe des ->Hämoglobins statt. Der Sauerstoff ist hierbei chemisch an den roten Blutkörperchen gebunden. Nur ein kleiner Teil befindet sich physikalisch gelöst im Blut. Das beim atmen entstehende ->Kohlendioxid löst sich 21 mal besser im Blut als der ->Sauerstoff. Trotzdem erhöht sich der Gasdruck im venösen Blut nur unwesentlich durch das gelöste ->Kohlendioxid. Zwischen dem Gasdruck in den ->Alveolen und dem Gasdruck im Blut entsteht, durch chemische Bindung von Sauerstoff an das ->Hämoglobin eine Druckdifferenz. Der Gasdruck im Blut ist geringer als der Gasdruck in den ->Alveolen. Wird nun der Sauerstoffanteil im Atemgas erhöht, erhöht sich der frei gelöst Sauerstoffanteil im Blut kaum. Jedoch nimmt der Anteil der anderen gelösten Gase wie z.B. ->Stickstoff ab. Hierdurch steigt die Druckdifferenz weiter. Mit geringer werdenden Gasdruck im Blut nimmt die Gefahr der Blasenbildung ab. Daher ist es günstig einen möglichst hohen Sauerstoffanteil im Atemgas zu haben. Dieser Anteil ist selbstverständlich durch die Toxizitätsgrenze 1,6 bar ->Sauerstoffpartialdruck im Atemgas nach oben in Abhängigkeit von der Tauchtiefe begrenzt. Außerdem ist es vorteilhaft möglichst tief zu entsättigen, was ebenfalls der Blasenbildung entgegenwirkt.
Sauerstoffvergiftung Selbst der lebensnotwendige Sauerstoff kann in Abhängigkeit von der Höhe des Partialdrucks und der Einwirkdauer giftig werden. Als Grenzwert wird ein Partialdruck von 1,7 bar und eine Einwirkungsdauer von ca. 1 Stunde angesehen.
Beim Tauchen mit ->Drucklufttauchgerät würde ein so hoher Partialdruck erst in einer Tiefe von ca. 71 m erreicht werden. Da eine Tauchzeit von 1 Stunde in dieser Tiefe von einem Sporttaucher nie durchgehalten wird (Luftverbrauch, Kälte, Deko-Zeit, ->Tiefenrausch) besteht diesbezüglich für Sporttaucher nur die theoretische Möglichkeit einer O2-Vergiftung.
Bei der Verwendung von -> Kreislaufgeräten, die nur mit Sauerstoff betrieben werden, ist dieser kritische Partialdruck jedoch schon in einer Tiefe von 7 m erreicht.
Bei der Sauerstoffvergiftung unterscheidet man zwischen der Schädigung des ZNS -> Paul-Bert-Effekt und der pulmonalen Schädigung ->Lorraine-Smith-Effekt
Schnorchel Ausstattung: Rohr, Mundstück, Haltevorrichtung, Sicherheitsfarbstreifen (am besten reflektierend), keine Klappen oder ->Ventile, die die Luftzufuhr unterbrechen können.
- Länge: Max. 35 cm (zwischen Mundstück und Lufteintritt).
- Innendurchmesser: Für Kinder 15-18 mm. Für Erwachsene 18-25 mm.
- Mundstück: Es muß anatomisch geformt sein. Kanten müssen mit einem Radius vom mindestens 1 mm gerundet sein.
Schock Schock bedeutet für den Körper "Notfallprogramm".
Die Gefäße verengen sich, Blut wird zum Körperkern hin geführt, um die Versorgung der lebenswichtigen Organe zu gewährleisten. Nicht selten erfolgt eine Ohnmacht, die den Körper automatisch in "Kopftieflage" bringt, damit die Sauerstoffversorgung des Gehirns aufrecht erhalten wird. Somit ist im Grunde jeder Schock ein Volumenmangelschock, auch wenn kein Blut- oder Flüssigkeitsverlust stattgefunden hat.
Therapie: Flachlagerung, Beine leicht (20°)angehoben, Warm halten, für Flüssigkeitszufuhr sorgen, beruhigend zusprechen, bei Ohmacht LINKS-Seitenlage (außer bei linksseitiger Verletzung), Krankenwagen rufen.
Wichtig: Was auch immer passiert sein mag - keine Vorwürfe an den Patienten ! Nur befragen, wenn es wirklich wichtig ist !
Schockarten:
- Volumenmangelschock: Wird ausgelöst durch Verminderung des Blutvolumens im Gefäßsystem infolge einer Blutung nach außen (z.B. Verletzung eines großen Gefäßes) oder nach innen (z.B. Blutung in die Brusthöhle nach ->Lungenriss). Ferner kann ein Volumenmangelschock durch starken Flüssigkeitsverlust bei Durchfall, Erbrechen, starkem Schwitzen, nach Verbrennungen (auch Sonnenbrand)eintreten.
- Septischer Schock: Bei bakteriellen Infektionen können rasch große Mengen von Bakteriengiften in die Blutbahn eingeschwemmt werden und durch vielfältige Störungen z.B. an der Muskulatur des Herzens, an der Gefäßwand, an den roten Blutkörperchenen und an den Gehirnzellen zu einem Schock führen.
- Überempfindlichkeitsschock (allergische Reaktion): Ist Folge einer Überempfindlichkeit gegen Fremdeiweiß, aber auch gegen andere chemische Verbindungen. Ein solcher allergischer Schock könnte bei entsprechend veranlagten (sensibilisierten) Menschen auch nach Kontakt mit -> Gifttieren provoziert werden.
Siehe hierzu Hier klicken - Herzschock (Kardiogener Schock): Ist charakterisiert durch einen plötzliche Herzleistungsschwäche aufgrund viefältiger Ursachen, wie einer Entzündung des Herzmuskels, eines Herzinfarkts, einer Vergiftung, einer Gas- oder Fettembolie in den Herzkranzgefäßen nach Lungenüberdruckunfall oder
->Dekompressionskrankheit.
- Neurogener Schock: Zusammenbrechen des Kreislaufs als Folge einer Schädelhirnverletzung oder aufgrund von Gifteinwirkung an den Nerven der Blutgefäße oder des Gehirns.
- Psychischer Schock:Veruracht durch ein traumatisches Erlebnis, hier ist vor allem Beruhigung wichtig !
- Endokriner Schock: Entwickelt sich aus einer Stoffwechselentgleisung, tritt aber in fast allen Fällen nur bei Menschen auf, die an einer Stoffwechselstörung leiden, wie z.B. der Zuckerkrankheit.
Schwimmbad-Blackout bedeuted eine plötzliche, ohne Vorwarnung und Anzeichen eintretende Bewußtlosigkeit kurz unter der Wasseroberfläche, meist bei ->Apnoe-Tauchern.
Ursache ist fast immer eine vorausgegangene -> Hyperventilation. Hierdurch wird der Co²-Partialdruck im Blut abgesenkt und der Atemreiz hinausgezögert. Sinkt nun der Sauerstoffspiegel im Körper unter die kritische Grenze, da ja kein Atemreiz vorliegt merkt der Taucher diesen Mangel nicht, kann spontane Bewusstlosigkeit eintreten.
Sekundenkapazität Maximale Luftmenge, die in einer Sekunde ausgeatmet werden kann - oder maximale Luftmenge, die in einer Sekunde eingeatmet werden kann.
Shunt Kurzschlußverbindung zwischen Blutgefäßen. Tauchmedizinisch wird damit die Blutmenge bezeichnet, die in den Lungen nicht bzw. nicht ausreichend mit Sauerstoff gesättigt wird und als venöse Beimischung in den arteriellen Blutkreislauf gerät (Rechts-links-Shunt).
Wenn dies mit mehr als 30% des ->HZV (auch Herz-Zeit-Volumen) geschieht , tritt eine -> Zyanose auf. Der durch die -> Mikrogasblasen ausgelöste Rechts-links-Shunt beträgt demnach bis maximal 30-35% des HZV.
Das Maximum wird innerhalb der zweiten halben Stunde nach einem Tauchgang errreicht und beträgt nach 2 Stunden noch etwa 10% des HZV. Ähnlich wirkt auch ein nicht geschlossenes -> Foramen Ovale.
Sonnenstich Durch eine intensive, direkte Sonnenbestrahlung des Schädels wird das Gehirn durch die Infrarotstrahlen geschädigt (Hirnödem)
-Schwindel, Kopfschmerz, Sehstörung als subjektive Zeichen,
-Fieber, Erbrechen, Benommenheit,
-Bewußtlosigkeit, Atemlähmung und Herz-Kreislaufversagen.
-Vorbeugung:
-Tragen einer Kopfbedeckung;
-Vermeidung längerer, stärkerer Sonnenbestrahlung
Spare Air Sehr kleine Flasche mit Notfall-Luft, wenn ein Aufstieg in einer ohne-Luft-Situation erforderlich wird, kann somit ein Notaufstieg vermieden werden.
Kann am Anzug bzw. am Jacket befestigt werden oder "um den Hals" getragen werden.
Stachelhäuter Hinter diesem zoologischen Namen verbergen sich die recht bekannten Tiergruppen der Seesterne, Seeigel, Seegurken, Schlangensterne und Haarsterne. Allen gemeinsam ist die fünfstrahlige Symmetrie (mit gewissen Abwandlungen), die es sonst nirgendwo im Tierreich gibt. Irgendwann in der Evolution vor über 200 Millionen Jahren ist diese eigentümliche Körperform entstanden, und sie war so erfolgreich, dass heutige Seeigel noch exakt so aussehen wie ihre uralten versteinerten Vorfahren.
Stage Zusatz-Flasche mit weiterer Luft. Wird von techischen Tauchern verwendet.
Kommt normalerweise als N2 Molekül vor. Stellt 75.5% der Masse der Atmosphäre und 78.06% des Volumens. 1772 von D. Rutherford und unabhängig von Scheele und Cavendish entdeckt.
Stimmritzenkrampf Ein Stimmritzenkrampf (lat: Laryngospasmus) kann durch Aspiration von Wasser entstehen. Dieser automatische Schutzmechanismus verhindert, dass weiteres Wasser oder ein Fremdkörper in die Lunge gelangen und ein ->Ertrinken wird verhindert. Der Ertrinkende bekommt Panik. Durch den Stimmritzenkrampf kommt der Atemmechanismus zum Stillstand. Der Organismus wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, was in weiterer Folge zur Bewusstlosigkeit führt. Der Körper schaltet damit das "Notprogramm" ein, da die Sauerstoffrezeptoren an den Halsschlagadern Unterversorgung melden.
Bei fortbestehender Sauerstoffunterversorgung (Hypoxämie; ->Hypoxie) setzt Bewusstlosigkeit ein, der Stimmritzenkrampf löst sich bei einer Mehrzahl (ca. 90%) der Betroffenen wieder und es können bei unbetreuten Opfern grössere Mengen Wasser und/oder Erbrochenes wieder eingeatmet werden. Bei ca. 10% der betroffenen bleibt der Stimmritzenkrampf auch unter Bewusstlosigkeit bestehen und es kommt nicht zu einer Aspiration (trockenes Ertrinken).
Strömungs-Tauchgang Tauchgansplanung
Neben der normalen Tauchgangsplanung ist noch folgendes durchzuführen
-Gefahrlose Ein- und Ausstiegsstelle und evtl. Ausstiegsalternativen aussuchen. Mitnahme einer schwimmende Strömungsleine mit Boje,
-Information über das Tauchgebiet einholen,
-Evtl. anhand der Gezeitentabelle feststellen, mit welcher Strömungsstärke zu rechnen ist Auf besondere Gefahren und Verhaltensregeln, bedingt durch die Strömung, hinweisen
-Für genügend großen Luftvorrat sorgen (Anstrengung)
-Feststellen, ob alle Tauchpartner über die entsprechende Ausbildung verfügen und über eine ausreichende Kondition verfügen.
Tauchgangsausführung
allgemein
-Strömungsrichtung feststellen. Erst gegen die Oberflächenströmung tauchen
-Ausnutzen von Strömungsschatten
-Dekompressionshalte im Freiwasser vermeiden (Nullzeittauchgänge durchführen)
vom Boot
-Strömungsleine ausbringen,
-Beiboot klar machen und Funktionieren des Motors überprüfen
- ->Abtauchen an der Ankerleine
-Bevor die Gruppe ins Wasser geht, erst für die Einstiegsmöglichkeit sorgen
-Auftauchen möglichst vor dem Boot
von Land
-Kein Tauchgang bei ablandiger Strömung
-Bei einer zum Ufer parallelen Strömung ist ein Tauchgang mit der Strömung möglich.
Wracktauchers Paradies. Die Solomonen. Taucht ein in Olis Solomonen-Wrackführer. Dort gibt es Wracks in Hülle und Fülle, und auch zu der Historie der untergegangenen Schiffe ist jede Menge zu lesen. Tauch ein in die Solomonen
Wer meint, dass Tunesien nur ein Sandstrandparadies ist, wird schnell eines besseren belehrt. Durch die lange Mittelmeerküste des Landes werden dem Taucher einige wirklich schöne Spots geboten. Basen gibt es nicht wirklich viele - aber dort wo welche [mehr]
Unwohlsein beim Aufstieg aus größeren Tiefen vom 16.05.2013 : Hallo,
ich habe an mir beobachtet, dass ich bei Tauchgängen die ein wenig Tiefer sind (30+) beim Aufstieg einen Anflug von ... [mehr] Schwindel und Müdigkeit nach tauchgang vom 08.05.2013 : Hallo liebes taucher.net Forum,
ich befinde mich derzeit im schönen Australien und habe mich gestern zum Tauchen ans great ... [mehr] Druckkammer in Bayern vom 06.05.2013 : wo is die nächste Druckkammer für Taucher bei einen Unfall ?
Nächste druckkammer von Ingolstadt aus ?
Wo muss man hinfahren?
... [mehr]
Aktuelle Tauchplätze:
Kuhuntersee, Binsfeld (20.05.2013) Der Kuhuntersee ist der ´Südeinstieg´ der Binsfeldseen. Es gelten für die Seen ´Kuhuntersee´ (Südeinstieg) und ´Gänsedreck´ (Nordeinstieg) die selben Tauchbestimmungen. Anmeldung zum Tauchen erfolgt (mehr) Grevelinger Meer (15.05.2013) Wir waren voheriges Wochenende in Scharendijke am Grevelinger Meer tauchen. Da wir eher Kurzfristig unterwegs waren haben wir und knapp außerhalb auf einem Campingplatz ein Chalet gemietet. Dies kann (mehr) Blausteinsee, Eschweiler (13.05.2013) Ich war am 10.5.´13 im Blausteinsee und bin nun etwas deprimiert. Überall waren rot-brauner Schlamm und tote Muscheln. Ich hoffe, dass ich hier nun mit meinen Fragen richtig bin. In den Medien ist (mehr)
Forum Tauchausrüstung
Auszug aus diesem Forum:
Hochdruckschläuche Miflex vom 21.05.2013 : Hallo ihr alle,
ich bin momentan dabei meine Ausrüstung um eine Doppel 7 300bar zu erweitern.
Meine Atemregler (APEKS DIN ... [mehr] Riff TL-3000 - Erfahrungen ? vom 21.05.2013 : Moin moin,
Hat jemand schon Erfahrung mit der Riff - TL 3000 ?
Habe auf der Homepage des Herstellers noch nix gefunden ... [mehr] Poseidon BeSea - Gurte locker vom 20.05.2013 : Moin,
wer von Euch taucht auch ein Poseidon BeSea?
--> http://www. taucher. net/edb/Poseidon_Besea_a5743. html
Ich tauche ... [mehr]