Drei horizontale Streifen der Farben Weiß, Rot und Grün, sowie ein breiter roter Streifen an der Kopfseite der Fahne sind die Hauptbestandteile der Omanischen Flagge. Das nationale Emblem, ein Khanjar Messer (Krummdolch) samt Scheide auf gekreuzten Klingen befindet sich am oberen Bereich des vertikalen roten Streifens.
Erst im Jahre 1970 schlug die Geburtsstunde des modernen Oman. Sultan QABOOS bin Said al-Said stürzte seinen Vater Sultan Said ibn Taimur, der eine extreme Isolationspolitik des bis dahin verarmten Landes betrieb. Seit diesem Umsturz hat Sultan Qaboos ein weit reichendes Modernisierungsprogramm mit dem Aufbau einer modernen Infrastruktur, eines modernen Bildungs- und Gesundheitswesen etc. vorangetrieben, das mit Hilfe von Erdölverkäufen finanziert wird. Seit der Befriedung der Guerillaverbände „Volksfront für die Befreiung Omans“ 1975 in Dhofar, ist das Land von Aufständen oder Extremistischen Ideen verschont.
Die Geschichte des Oman, bzw. der Kultur in dem Landstrich reicht bis ins 3.Jahrtausend v.Ch. zurück. Besonders prägend war die Umm-an-Nar Kultur, die bis 2000 v.Ch. in dem Gebiet vorherrschend war und bereits enge Handelskontakte mit dem heutigen Pakistan und Mesopotamien (Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris: Süd-Ost Anatolien, Syrien und Irak) unterhielt. Basis des Handels waren die reichen Kupfervorkommen auf dem Gebiet des heutigen Oman.
Das Gebiet des Oman war zwischen Persern und Azd (Jemen) stark umkämpft. Die wechselnden Herrschaftsverhältnisse zwischen dem 6.Jhd v.Ch und 700 n.Ch. geben ein Bild dieser bewegten Zeiten.
Ungefähr im 7.Jhd. n.Ch. trat die Bevölkerung zum Islam über, die vorherrschende Lehre wurde die der Ibaditen.
Von 1507 bis 1650 wurde das Land von den Portugiesen beherrscht. Diese bauten diverse Forts und verstärkten die Hafenanlagen der Küstenstädte – u.a. Muskat wurden aber im Jahre 1650 von einem vereinten Omanischen Volk unter der Herrschaft der Yaruba Dynastie vertrieben. In Folge stieg das Land zur bedeutenden Seemacht im Indischen Ozean auf, hatte Handelsstützpunkte und Besitzungen in Afrika, und verdienten den Staatshaushalt mit Sklavenhandel auf die Arabische Halbinsel. Die Said Dynastie (der letzte Vertreter der Dynastie ist Qaboos), herrschend seit 1746, kapselte sich stark von der Außenwelt ab was nach dem Verlust der großen Besitzungen Ostafrikas, u.a. Sansibars, einen Niedergang der Wirtschaft und des Landes bedeutete. Erst unter Sultan Qabooz (ab 1970) änderte sich das Erscheinungsbild des Omans.
Im Norden und Nordwesten des Landes liegt die erst Ende des 20.Jhd. festgelegte Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Nordosten liegt der Golf von Oman, das arabische Meer begrenzt das Land im Südosten und Süden. Parallel zum Golf verläuft die Gebirgskette Al-Hajar (Omangebirge) mit der höchsten Erhebung des Landes, dem Berg Djebel al-Achdar (3.074 m) - diese grenzt die fruchtbare Küstenebene Al-Batinah von der Wüste ab. Auf dem Küstenstreifen liegen die wichtigsten Städte Omans, die Hauptstadt Maskat, Sohar, Sur und Nizwa.
Die strategisch wichtige Exklave Musandam (Ruus el Djibal), eine Halbinsel an der Straße von Hormuz, zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, sowie eine Enklave namens Madha innerhalb der Vereinigten Arabischen Emirate, gehört zusätzlich zum Staatsgebiet des Oman.
Die Wüste Rub al-Chali, die Oman mit Saudi-Arabien und dem Jemen teilt, nimmt den größten Teil des Landesinneren ein und trennt die südliche Provinz Dhofar vom Norden des Landes. An der fruchtbaren Küste Dhofars liegt die Provinzhauptstadt Salalah. Die Fläche Omans beträgt zwischen 210.000 und 310.000 km² - leider sind die Angaben verschiedenster Quellen nicht eindeutig und dadurch nicht weiter zu konkretisieren.
Die Zeitverschiebung beträgt +3 Std MEZ (+2 Std MESZ).
2006 hat der Oman 3.1 Mio. Einwohner (incl. ca. 570.000 Ausländern). Die mittlere Lebenserwartung liegt bei ca. 73 Jahren. In den Hafenstädten leben zahlreiche Inder, Pakistaner, Bangladescher und Filipinos. Das Bevölkerungswachstum beträgt aktuell 3,28 % im Jahr.
Erstaunlich ist der Bevölkerungszuwachs seit der Kehrtwende des Oman bedingt durch die Politik von Sultan Qabooz. Im Jahre 1970 wurden im Oman nur knapp 500.000 Einwohnter gezählt, der heute mit über 600.000 Menschen besiedelte Großraum Muskats konnte 1970 nur mit knapp 20.000 Personen aufwarten. Sultan Qaboos hat die große Anzahl von emigrierten Omanis durch seine offene Politik des Fortschritts wieder zurück ins Land geholt.
Die Staatsreligion ist der Islam, andere Religionen sind erlaubt. Der Großteil der Omanis gehört zu den Ibadhi Muslimen (>75%), weiter gefolgt von Sunniten. Kleinere Gemeinden von Schiiten, Christen, Juden und Hindu sind vorhanden.
Die Amtssprache in Oman ist Arabisch, es wird aber auch Englisch, Farsi und Urdu gesprochen.
Oberster Herrscher des Landes ist der Sultan, der das Amt des Staatsoberhaupts (seit Juli 1970) und das Amt des Regierungschefs (seit Juli 1973) in sich vereint. Als Verfassung dient das 1996 von Sultan Qabus ibn Said erlassene „Basic Law of the State“.
Der Nationale Konsultativrat (Majlis Oman) ist eine nach Zweikammersystem aufgebaute Versammlung mit beratender Funktion. Das Oberhaus Majlis al Dawla wird vom Sultan bestimmt. Das Unterhaus Majlis al-Shura wird von Omanern über 21 auf drei Jahre gewählt.
Die Jurisdiktion des Oman basiert auf einer Mischung aus dem englischen und dem islamischen Rechtssystem; Urteile des internationalen Gerichtshofes werden Stand heute noch nicht akzeptiert.
Der oberste Gerichtshof beschäftigt Richter die sowohl weltliches Recht als auch die Shari’a studierten.
Bereits seit 3.000 v. Chr. war der heutige Oman ein Teilstück des antiken Welthandels. Zu den Wohlgerüchen des Orients zählten seit eh und je der begehrte Weihrauch (Original aus der Gegend Dhofar), Kupfer, tropische Parfüme und Gewürze.
Die heutige Wirtschaft basiert größtenteils auf der Förderung von Erdöl und Ergas. Seit einigen Jahren gehört u.a. auch die Förderung des Tourismus zu den wirtschaftlichen Zielen des Oman, da das Land eine totale Abhängigkeit von den fossilen Rohstoffen vermeiden will. Weitere Wirtschaftszweige sind Metallverarbeitende Industrie und die Fischerei.
Weiter fördert Sultan Qaboos die Ausbildung der Omanis um im Bereich der modernen Technologien weitere Wirtschaftszweige für den Oman erschliessen zu können.
Seit einigen Jahren baut der Oman die Anzahl der Fremdarbeiter drastisch ab (zB dürfen ua. Taxis nur von Omanis gefahren werden), um die relativ hohe Zahl von indischen und pakistanischen Hilfsarbeitern im Land abzubauen.
Das Bruttosozialprodukt beläuft sich aktuell auf knapp 40 Milliarden USD, das BSP pro Einwohner liegt daher bei 13.200 USD.
Die Währung des Landes ist der Omani Rial (OMR), unterteilt in 1.000 Baisas. Der aktuelle Wechselkurs liegt bei ca. 2,046 Euro für einen Rial (Mittelkurs Stand Juli 06).
Als Währung für Bargeldzahlungen vor Ort empfehlen wir den Rial. Wechselstuben oder Banken tauschen problemlos Euro oder USD in die lokale Währung. International gängige Kreditkarten werden durchgängig akzeptiert.
Das Telefon- und Kommunikationssystem ist modern ausgebaut. Mobiltelefone der bei uns üblichen Netze arbeiten per Roaming Abkommen mit der omanischen Gesellschaft problemlos (Achtung: Datenverbindungen wie GPRS / UMTS werden aktuell nicht unterstützt).
Der Internationale Vorwahl ist die - 968. Der Ländercode im Internet "om".
Netzspannung ist 220V (Stecker 3-Polig nach englischem Vorbild).
Es gibt in Oman ca. 34.000 km Straßen, fast alle Ortschaften sind auf asphaltierten Straßen erreichbar, es fehlen aber Querverbindungen (z. B. Ibri-Sohar und die Küstenstraße östlich von Maskat), so dass die Asphaltstraßen noch kein Netz bilden. Vierspurige Autobahnen (ca. 900 km) verbinden Maskat mit Sohar / Fujairah und mit Nizwa, und Ibri mit Buraimi. Ein Eisenbahnnetz existiert nicht.
Internationale Flughäfen existieren im südlichen Salala und im Ortsteil Seeb des Großraums von Muskat. Die Exklave Musandam hat einen kleineren Flughafen in der Ortschaft Khasab, Oman Air verbindet Muskat und Musandam über einen 2x wöchentlich durchgeführten Flug.
In den internationalen Hotels des Oman sind Spezialitäten aus aller Welt zu bekommen. Ob italienisch, asiatisch, indisch – es sollten keine Wünsche offen bleiben.
In lokalen Wirtschaften gibt es arabische Küche, von Vorspeisen wie Falafel, Tabule (Petersiliensalat) oder Gurkensalat über Suppen, Eintöpfe und Hauptspeisen wie Kudban, Shish Kabob, Bharat, Couscous, klassischer Karottentadschien bis zum bekannten Fladenbrot (Pita) oder leckeren Desserts und Süßigkeiten (z. B. Honig-Harissa).
Fast Food, sowohl westliches als auch arabisch orientiertes, findet man mittlerweile auch in jeder größeren Ortschaft.
Die medizinische Versorgung auf dem Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen dort auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte, während die Versorgung in der Hauptstadt sehr gut ist. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind empfohlen.
Das Tauchrevier Oman bietet eine Vielzahl an Abwechslung: von Steilabfällen zu korallenbesetzten Fjorden, die durchschnittlichen Tiefen reichen von sechs bis vierzig Metern. Die Wasserbedingungen im Oman sind gut, mit einer durchschnittlichen Sichtweite von 15 bis 25 Metern bei 28 bis 34 °C Wassertemperatur, natürlich auch jahreszeitabhängig. Bedingt durch die Lage am Kontinentalschelf gibt es Tage an denen die Sicht sich auf wenige Meter reduzieren kann, ebenso schnell ist das Wasser aber wieder klar. Aufgrund der gelegentlich hohen Nährstoffdichte im Wasser dürfen die Gewässer des Oman zu Recht zu den fischreichsten der Welt bezeichnet werden.
Staatsangehörige der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien benötigen für die Einreise nach Oman einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss. Außerdem ist ein Visum nötig, welches bei der Einreise erteilt wird (Kosten OMR 6,---). Eine Beantragung des Visums vorab ist auch bei der omanischen Botschaft in Ihrem Heimatland möglich. (Hinweis: eine Seite des Reisepasses muss für das Oman Visum noch frei sein).
Impfungen sind für die Einreise in den Oman nicht vorgeschrieben.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland im Oman
near Al-Nahda Hospital, Stadtteil Ruwi
Maskat
Tel: (00968) 24 83 24 82, 24 83 21 64
Fax: (00968) 24 83 56 90
E-Mail: diplofrg@omantel.net.om
Botschaft Österreichs im Oman
Moosa Complex, Building No. 477, 2nd Floor, Way 3109, Ruwi
Muscat 112
Tel: (00968) 24 79 31 35/45
Fax: (00968) 24 78 35 48
E-Mail: maskat-ob@bmaa.gv.at
Konsularagentur der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Al Asfoor Plaza Building, 1st Floor, Apt. 104, PC 118, Al Harthi Complex
Muscat
Tel: (00968) 56 82 05
Fax: (00968) 56 82 06
E-Mail: consulch@omantel.net.om
Botschaft des Sultanats Oman in Deutschland
Clayallee 82
14195 Berlin
Tel: 030-84 41 69 70
Fax: 030-81 00 51 99
E-Mail: botschaft-oman@t-online.de
Botschaft des Sultanats Oman in Österreich
Währingerstraße 2-4/24-25
1090 Wien
Tel: (01) 310 86 43. Fax: (01) 310 72 68
E-Mail: embassy.oman@chello.at
Generalkonsulat des Sultanats Oman in der Schweiz
3A Chemin de Roilbot
1292 Chambésy
Tel: (022) 758 96 60
Fax: (022) 758 96 66
E-Mail: mission.oman@ties.itu.int
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