Es ist zwei Uhr morgens am 17. April 1961. In dem Grauen des heraufziehenden
Tages landet eine Gruppe Kampfschwimmer in der Schweinebucht. Ihre Order
führt sie zu den Küstenorten Playa Larga und Playa Giron. Dort
sollen sie Leuchtmarkierungen für die Hauptlandungen setzen und alles
aus dem Weg räumen, was die Invasion behindern könnte. Eine halbe
Stunde später landen in beiden Küstenorten jeweils ein Battalion
der von der CIA aufgestellten Hauptkampfgruppe aus Exilkubanern.
Die weitere Entfaltung und Anlandung weiterer Truppen trifft jedoch
aufgrund des ungünstigen Sumpfgeländes auf Schwierigkeiten. Hinzu
kommt der erwachende und starke Widerstand der kubanischen Streitkräfte.
Bei Tag greift nun auch die Kubanische Luftwaffe mit ihren T 33, Sea Furies
und B 26 Bombern in den Kampf ein. Schnell wendet sich das Blatt zugunsten
der Kubanischen Streitkräfte. Zur Entlastung wird nun auch die Luftwaffe
der Angreifer tätig; Welle auf Welle greifen 12 alte B 26 Bomber aus
dem 2. Weltkrieg das kubanische Festland an. Immer öfter wird jedoch
einer der Angreifer abgeschossen oder muß seine Bombenlast im Notwurf
loswerden um schneller und wendiger zu werden und besser den Angreifenden
kubanischen Jägern ausweichen zu können. Bis zum 19. April sind
von den 12 Bombern nur 2 übriggeblieben.
Nach dem Höhlentauchgang
Irgendwann zwischen dem 17. und 19. April 1961 ist ein derartiger Notabwurf
an der Küstenstraße zwischen Playa Giron und Playa Larga erfolgt.
Entlang der Küste existiert ein weitverzweigtes Netz von Meereshöhlen
die bis tief in das Landesinnere reichen. Durch diesen Notabwurf ist die
Decke einer dieser unterirdischen Höhlen zum Einsturz gebracht worden
und ist heute als Ausflugsziel mit dem Namen "Cueva de los pesces"
bekannt. Als Höhle der Fische.
Einstieg zur Höhle
Im Herbst 1998 unterahm ich dort einen Tauchgang mit einem kubanischen
CMAS TL. Vor dem Abtauchen fand ein Briefing statt, in dem auch auf die
speziellen Grundregeln des Höhlentauchens hingewiesen wurde. Man muß
sich diesen Tauchplatz zunächst als kleinen Tümpel vorstellen,
der so ca. 10m tief ist. In ihm tummeln sich Blaue Segelflosser - Doktorfische
und Rundkopf Papageienfische und noch weitere bunte Fischkes:-) Schwimmt
man beim Einstieg nach rechts und taucht in die gleiche Richtung ab, so
kommt man zum Höhleneingang. Beim Höhleneingang selbst stößt
man noch auf eine kleine Überraschung: Eine nicht explodierte Fliegerbombe.
Sie steckt bis zur Hälfte mit der Nase voraus,schräg im Schlick.
Besonders Photogen schaut das Hinterteil mit den Stabilisatorenflügeln
heraus. Leider hatte ich keine Kamera dabei...#@**##!!!!!!!!
Man kommt aber bequem an ihr vorbei. Die Höhle fällt dann
flach ab und ist relativ eng, so ca. 1,5 x 1,5 m als Schlauch,manchmal enger.
Manchmal brach sich ein Sonnenstrahl seinen Weg durch das poröse Korallengestein
und aud dem Rücken liegend konnte man das ganze Farbenspiel zwischen
Blau und Grün bewundern. Es gibt aber keine Abzweigungen und es ist
ein permanentes Reel gespannt, also nix mit verirren. Hineingetaucht bin
ich so ca. 150m bis in eine Tiefe von 37m, der TG dauerte 57 min und zur
Sicherheit habe ich noch einige Minuten Deko gemacht.
Toller Tauchgang.
(c) Oliver Meise - Taucher.Net, 04/1999
Hier noch weitere Illustrationen zum Bericht (Nachtrag Juni 2000):
Lageplan
Cueva de los pesces
Playa Larga
Landungsboot
Motor B 26
Panzer von vorn
Panzer von Seite
Kubanische Hawker Sea Fury
Kubanische Hawker Sea Fury
Sowjetischer schwerer Mörser
Sowjetischer Flak-Vierling
Ami-LKW
Ami-LKW
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