Operation Pluto

 Geschrieben von Oli

Treffer, versenkt!

© 1999 Oliver Meise

Es ist zwei Uhr morgens am 17. April 1961. In dem Grauen des heraufziehenden Tages landet eine Gruppe Kampfschwimmer in der Schweinebucht. Ihre Order führt sie zu den Küstenorten Playa Larga und Playa Giron. Dort sollen sie Leuchtmarkierungen für die Hauptlandungen setzen und alles aus dem Weg räumen, was die Invasion behindern könnte. Eine halbe Stunde später landen in beiden Küstenorten jeweils ein Battalion der von der CIA aufgestellten Hauptkampfgruppe aus Exilkubanern.

Die weitere Entfaltung und Anlandung weiterer Truppen trifft jedoch aufgrund des ungünstigen Sumpfgeländes auf Schwierigkeiten. Hinzu kommt der erwachende und starke Widerstand der kubanischen Streitkräfte. Bei Tag greift nun auch die Kubanische Luftwaffe mit ihren T 33, Sea Furies und B 26 Bombern in den Kampf ein. Schnell wendet sich das Blatt zugunsten der Kubanischen Streitkräfte. Zur Entlastung wird nun auch die Luftwaffe der Angreifer tätig; Welle auf Welle greifen 12 alte B 26 Bomber aus dem 2. Weltkrieg das kubanische Festland an. Immer öfter wird jedoch einer der Angreifer abgeschossen oder muß seine Bombenlast im Notwurf loswerden um schneller und wendiger zu werden und besser den Angreifenden kubanischen Jägern ausweichen zu können. Bis zum 19. April sind von den 12 Bombern nur 2 übriggeblieben.


Nach dem Höhlentauchgang

Irgendwann zwischen dem 17. und 19. April 1961 ist ein derartiger Notabwurf an der Küstenstraße zwischen Playa Giron und Playa Larga erfolgt. Entlang der Küste existiert ein weitverzweigtes Netz von Meereshöhlen die bis tief in das Landesinnere reichen. Durch diesen Notabwurf ist die Decke einer dieser unterirdischen Höhlen zum Einsturz gebracht worden und ist heute als Ausflugsziel mit dem Namen "Cueva de los pesces" bekannt. Als Höhle der Fische.


Einstieg zur Höhle

Im Herbst 1998 unterahm ich dort einen Tauchgang mit einem kubanischen CMAS TL. Vor dem Abtauchen fand ein Briefing statt, in dem auch auf die speziellen Grundregeln des Höhlentauchens hingewiesen wurde. Man muß sich diesen Tauchplatz zunächst als kleinen Tümpel vorstellen, der so ca. 10m tief ist. In ihm tummeln sich Blaue Segelflosser - Doktorfische und Rundkopf Papageienfische und noch weitere bunte Fischkes:-) Schwimmt man beim Einstieg nach rechts und taucht in die gleiche Richtung ab, so kommt man zum Höhleneingang. Beim Höhleneingang selbst stößt man noch auf eine kleine Überraschung: Eine nicht explodierte Fliegerbombe. Sie steckt bis zur Hälfte mit der Nase voraus,schräg im Schlick. Besonders Photogen schaut das Hinterteil mit den Stabilisatorenflügeln heraus. Leider hatte ich keine Kamera dabei...#@**##!!!!!!!!

Man kommt aber bequem an ihr vorbei. Die Höhle fällt dann flach ab und ist relativ eng, so ca. 1,5 x 1,5 m als Schlauch,manchmal enger. Manchmal brach sich ein Sonnenstrahl seinen Weg durch das poröse Korallengestein und aud dem Rücken liegend konnte man das ganze Farbenspiel zwischen Blau und Grün bewundern. Es gibt aber keine Abzweigungen und es ist ein permanentes Reel gespannt, also nix mit verirren. Hineingetaucht bin ich so ca. 150m bis in eine Tiefe von 37m, der TG dauerte 57 min und zur Sicherheit habe ich noch einige Minuten Deko gemacht.
Toller Tauchgang.


(c) Oliver Meise - Taucher.Net, 04/1999


Hier noch weitere Illustrationen zum Bericht (Nachtrag Juni 2000):


Lageplan


Cueva de los pesces


Playa Larga


Landungsboot


Motor B 26


Panzer von vorn


Panzer von Seite


Kubanische Hawker Sea Fury


Kubanische Hawker Sea Fury


Sowjetischer schwerer Mörser


Sowjetischer Flak-Vierling


Ami-LKW


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