© 2001 Oliver Meise
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Photo kindly donated by Mr.
Gavin Anderson
Dieser Tauchplatz befindet sich vor der Küste von Jordanien, genauer
gesagt im "Red Sea Marine Peace Park". Dieser als Naturschutzpark gestaltete
Küstenabschnitt befindet sich in der Küstenzone nahe der saudischen
Grenze die nicht durch die Stadt Akaba und ihren Hafen "verbaut" ist.
Möchte man in ihm tauchen, wendet sich man am besten an eine der
ortskundigen Tauchbasen.So viele wie in Ägypten gibts hier nicht.Im
wesentlichen sind dies fünf Tauchbasen,wovon drei die qualitativ
bekannteren sind: Aquamarina,Seastar und Royal. Teilweise haben die sich
regelrecht die Tauchplätze aufgeteilt.Es gibt so Stellen die werden
von der einen Basis angefahren,von der anderen nicht.Hinzu kommt,daß
ein und der gleiche Tauchplatz schon mal drei verschiedene Namen haben
kann:-)) Also vorher Erkundigungen einziehen! Seastar taucht zB. in Big
Bay,Royal die Küstentauchplätze Aquarium und Coral Garden. Diese
Tauchgänge werden von diesen Tauchcentern in der Regel als Landtauchgänge angeboten, während Aquamarine diese mit dem Boot anfährt. Taucht
man nun im "Red Sea Marine Peace Park", sollte man zum Tauchplatz "Seven
Sisters Pinnacles" hinüberschwappern.Diese ziehen aus irgendeinem
Grund viel Fisch an.Hier befindet sich dann in ca. 15m Tiefe auch ein Panzer.
Angeblich soll es sich dabei um einen Flakpanzer handeln.
Die Jordanische Armee besitzt an Flakpanzern: 264 M-42 Duster,
45 ZSU 23-4 Shilka und 100 M-163 Vulcan.
Schaut man sich einmal den Panzer an, so erkennt man recht schnell
anhand des charakteristischen Turms und der Bewaffnungskonfiguration (Zwillingsflak)
mit den sehr markanten Mündungsfeuerdämpfern, daß es sich
hierbei nur um einen der 5,82m langen und 3,23m breiten amerikanischen
M-42 Duster Flakpanzer handeln kann. Diese 22,45t schweren Ungetüme
wurden im Cadillac-Werk in Cleveland / USA für eine sechsköpfige
Besatzung hergestellt.Eine Person war dabei Fahrer,eine weitere Panzerkommandeur,
wieder ein weiterer Beobachter.Die anderen drei waren als Kanonier bzw.
Ladenummern an den beiden 4cm/60cal -Flakgeschützen der Firma Bofors
vom Typ M-2A1 tätig. Von der Konstruktion her handelte es sich um
einen Flakpanzer,der ab 1953 auf dem modifizierten Fahrgestell des leichten
Kampfpanzers M-41 hergestellt wurde.Auch die Bundeswehr hatte übrigens
von 1956 bis 1979 von Flakpanzern dieses Typs 496 Exemplare in der Heeresflugabwehtruppe.
Taucht man nun an diesem Tauchplatz ab,findet man den 2,85m hohen Panzer
aufrecht stehend vor,so als ob er hierhergefahren worden wäre. Mit
ein wenig Phantasie hört man noch den luftgekühlten AOS-859-3 Continental- Sechszylindermotor mit seinen 500 BPS blubbern, so als ob er
jederzeit aufröhren wollte um mit seinen maximal 72,4km/h loszubrettern.Der
Turm mit den 6,36m langen Geschützrohren ist um ca. 120° nach
rechts gedreht worden,so als ob er ein Ziel hinter ihm anvisieren würde.
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Gavin Anderson
Bevor der Panzer hier versenkt wurde,ist natürlich alles was nicht
niet- und nagelfest war,aus dem Fahrzeug entfernt worden.So findet man
hier weder Munition noch andere bewegliche Ausrüstungsgegenstände
vor.Pech für Otto Brecheisentaucher:-)
Angeblich hat der König selbst -auch ein begeisterter Taucher-
den Ort ausgewählt. Der Panzer bietet,obwohl erst seit ca. einem Jahr
hier stehend, schon Lebensraum für die Tierwelt.Die übliche Muräne
vom Dienst hat hier schon mit einem Paar Rotfeuerfische die Zelte aufgeschlagen
und das Stahlgefährt mit seinen fast 26cm dicken Panzerplatten für
sich beansprucht.
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Gavin Anderson
Wenn man sich also den hohen Radstand dieses Panzers von immerhin 43,8cm
zunutze machen will und mal unter dem Panzer her tauchen möchte,wird
man alsbald nähere Bekanntschaft mit ihnen machen können:-)
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