Revolution

 Geschrieben von Oli
(C) 2001 Oliver Meise

Wie bereits am 5.12.2000 in unserer Newsseite berichtet, vermuten die Mehrzahl der Beobachter und Analysten des Untergangs der Kursk die Ursache in defekten Torpedos.Bisher ging man davon aus,daß die 650mm-Torpedorohre mit 11m langen Torpedos vom Typ 65-76 geladen waren.
Die Typ 65-79 Torpedos wurden 1976 konstruiert und beruhen auf einem Antrieb, der mittels einer Reaktion von konzentriertem Wasserstoffperoxid und Wasser funktioniert. Während der ablaufenden Reaktion wird Wasserstoff unter Druck in eine Turbine geleitet.Dabei befindet sich das Wasserstoffperoxid in einem Metalltank im Torpedo.Nach der Studie kann es in diesem Tank zu einem unkontrolliertem Prozeß gekommen sein,in dessen Verlauf im Tank ein großer Druck aufgebaut wurde. Sollte dabei die Notentlüftungsvorrichtung defekt sein,kann es zu einer Explosion des Tanks kommen. Dies würde dann zu einer Kettenreaktion führen und alle oder einen Gefechtskopf zur Zündung bringen und somit Löcher in den Ubootsrumpf reißen.

Wie jetzt bekannt wurde befanden sich keine oder nur wenige dieser Torpedos an Bord. Stattdessen befanden sich nach neuesten Erkenntnissen andere Torpedos an Bord: Es handelt sich hierbei um die sagenumwobenen neuen Superkavitations-Torpedos vom Typ "Shkval" (Sturmböe).
Nach Stellungnahme namhafter geschockter westlicher Militär- und Rüstungsstrategen bedeuten diese Torpedos für die Seekriegsführung etwa soviel wie der erste Motorflug für die Luftfahrt.
Was ist so besonders an diesen Torpedos?
Erste Prototypen dieser Waffe waren unter Wasser bereits 370km/h schnell. Die Exportversion - die Shkval-E - ist 500 km/h schnell. Dies läßt erwarten,daß die Waffe für den eigenen Bedarf noch schneller ist. Diese Geschwindigkeit bedeutet, daß man nicht mehr wie bisher einen Torpedo orten, Abwehrmaßnahmen überlegen und handeln kann. Bevor man handeln kann, ist das eigene Schiff schon zerstört. Sollte ein Torpedo mit einem Nukleraprengkopf ausgerüstet sein, können mit diesem gleich ganze Schiffsflotten vernichtet werden.
Wie funktioniert dieses Wundertorpedo?
Sobald ein Körper im Medium Wasser schneller als 180km/h läuft, entstehen rund um ihn Kavitationsblasen aus Wasserdampf. Je schneller er ist über diese 180km/h ist er dann bald von einer Gasblase eingeschlossen.Der Torpedo kommt -außer mit der Nase- nicht mehr mit dem Wasser in Berührung und hat auch eine Bremsverluste durch Reibung.
Bisher war es immer ein Problem die Nasenspitze so zu konstruieren,daß der Torpedokörper dahinter vollkommen von einer Gasblase eingehüllt ist. Ein weiteres Problem war es, einen geeigneten Raketenmotor und Treibstoff zu finden.Diese Probleme haben die Russen anscheinend gelöst - an Bord der Kursk sollen sich bis zu 28 dieser neuen Torpedos befinden. Jetzt ist das seltsame Verhalten der Russen gegenüber den eigenen Marineangehörigen und deren Verwandten zu verstehen.Auch das ausstreuen unsinniger Gerüchte von fremden Ubooten und das seltsame Verhalten gegenüber den Bergetauchern aus Norwegen und die Sonderwünsche der Russen hierbei erscheinen in einem anderen Licht. Nun versteht man auch den Wunsch der Russen, die Kursk ohne Bug (Lagerung der Torpedos) zu bergen. Dieser soll dann später von eigenen Tauchern geborgen werden. Auch die Drohung, jeden Eindringling mit Wasserbomben zu bekämpfen ist nunmehr nachvollziehbar.


Infos

Saba & St. Eustatius - ein ausgefallenes Tauchreiseziel. Was es hier zu sehen gibt erfährst Du hier. Mit viel Wissenswertem und tollen Fotos ist dieser Reiseführer eine Pflichtlektüre für alle die einen Urlaub auf Saba planen.


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