Wie bereits am 5.12.2000 in unserer Newsseite berichtet, vermuten die
Mehrzahl der Beobachter und Analysten des Untergangs der Kursk die Ursache
in defekten Torpedos.Bisher ging man davon aus,daß die 650mm-Torpedorohre
mit 11m langen Torpedos vom Typ 65-76 geladen waren.
Die Typ 65-79 Torpedos wurden 1976 konstruiert und beruhen auf einem
Antrieb, der mittels einer Reaktion von konzentriertem Wasserstoffperoxid
und Wasser funktioniert. Während der ablaufenden Reaktion wird Wasserstoff
unter Druck in eine Turbine geleitet.Dabei befindet sich das Wasserstoffperoxid
in einem Metalltank im Torpedo.Nach der Studie kann es in diesem Tank zu
einem unkontrolliertem Prozeß gekommen sein,in dessen Verlauf im
Tank ein großer Druck aufgebaut wurde. Sollte dabei die Notentlüftungsvorrichtung
defekt sein,kann es zu einer Explosion des Tanks kommen. Dies würde
dann zu einer Kettenreaktion führen und alle oder einen Gefechtskopf
zur Zündung bringen und somit Löcher in den Ubootsrumpf reißen.
Wie jetzt bekannt wurde befanden sich keine oder nur wenige dieser Torpedos
an Bord. Stattdessen befanden sich nach neuesten Erkenntnissen andere Torpedos
an Bord: Es handelt sich hierbei um die sagenumwobenen neuen Superkavitations-Torpedos
vom Typ "Shkval" (Sturmböe).
Nach Stellungnahme namhafter geschockter westlicher Militär- und
Rüstungsstrategen bedeuten diese Torpedos für die Seekriegsführung
etwa soviel wie der erste Motorflug für die Luftfahrt.
Was ist so besonders an diesen Torpedos?
Erste Prototypen dieser Waffe waren unter Wasser bereits 370km/h schnell.
Die Exportversion - die Shkval-E - ist 500 km/h schnell. Dies läßt
erwarten,daß die Waffe für den eigenen Bedarf noch schneller
ist. Diese Geschwindigkeit bedeutet, daß man nicht mehr wie bisher
einen Torpedo orten, Abwehrmaßnahmen überlegen und handeln kann.
Bevor man handeln kann, ist das eigene Schiff schon zerstört. Sollte
ein Torpedo mit einem Nukleraprengkopf ausgerüstet sein, können
mit diesem gleich ganze Schiffsflotten vernichtet werden.
Wie funktioniert dieses Wundertorpedo?
Sobald ein Körper im Medium Wasser schneller als 180km/h läuft,
entstehen rund um ihn Kavitationsblasen aus Wasserdampf. Je schneller er
ist über diese 180km/h ist er dann bald von einer Gasblase eingeschlossen.Der
Torpedo kommt -außer mit der Nase- nicht mehr mit dem Wasser in Berührung
und hat auch eine Bremsverluste durch Reibung.
Bisher war es immer ein Problem die Nasenspitze so zu konstruieren,daß
der Torpedokörper dahinter vollkommen von einer Gasblase eingehüllt
ist. Ein weiteres Problem war es, einen geeigneten Raketenmotor und Treibstoff
zu finden.Diese Probleme haben die Russen anscheinend gelöst - an
Bord der Kursk sollen sich bis zu 28 dieser neuen Torpedos befinden. Jetzt
ist das seltsame Verhalten der Russen gegenüber den eigenen Marineangehörigen
und deren Verwandten zu verstehen.Auch das ausstreuen unsinniger Gerüchte
von fremden Ubooten und das seltsame Verhalten gegenüber den Bergetauchern
aus Norwegen und die Sonderwünsche der Russen hierbei erscheinen in
einem anderen Licht. Nun versteht man auch den Wunsch der Russen, die Kursk
ohne Bug (Lagerung der Torpedos) zu bergen. Dieser soll dann später
von eigenen Tauchern geborgen werden. Auch die Drohung, jeden Eindringling
mit Wasserbomben zu bekämpfen ist nunmehr nachvollziehbar.
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