Digitale Unterwasserfotografie mit der
Canon PowerShot S40
von Katharina Hartmann
Achtung - die Aufnahmen mit der Powershot können in unserem Downloadbereich runtergeladen werden !
Fünf Tage vor dem Abflug
zur Tauchsafari nach Ägypten klingelte der Postbote und ich hielt
die neue Canon Powershot S40 samt Unterwassergehäuse und Software
für Weiterverarbeitung der Fotos in den Händen. Die Kamera war
mir vom Taucher.net bzw. Canon freundlicherweise für den Urlaub zum
Testen zur Verfügung gestellt worden.
Vorneweg sei gesagt, dass
ich mich bisher mit der Unterwasserfotografie - und generell mit Digitalkameras - noch nicht befasst hatte. Ein objektiver Vergleich im Stil von Stiftung
Warentest konnte und sollte es also nicht werden, sondern vielmehr ein
Praxistest mit vielen Informationen und Entscheidungshilfen für an
der UW-Fotografie Interessierte, die den Einstieg über die digitale
Fotografie suchen. Mit bewegten Bildern schon vertraut, sollten nun zumindest
Motivwahl, Perspektive und Bildgestaltung kein Neuland für mich sein.
Ausserdem zählen zu meinen Freunden zwei passionierte und erfahrene
UW-Fotografen, Daniela und Dieter, von denen ich durch gemeinsame Tauchgänge,
Gespräche und viele Dia-Abende schon so manches mitbekommen und nützliche
Hinweise aufgeschnappt hatte. Aber dennoch ich hatte beim Eintreffen der
Kamera nur eine wage Idee, was das nun geben würde...
Der erste Eindruck
Die PowerShot S40 ist ein
erstaunlich kleines, handliches und schön designtes Ding. Das Objektiv
wird durch eine Schiebeabdeckung geschützt, der Blitz ist in die Kamera
integriert. Akku und CF-Karte lassen sich leicht wechseln. Auf der Oberseite
der Kamera ist neben dem Auslöser und dem Zoom das Wahlrad platziert,
auf dem sich neben der Vollautomatik 13 verschiedene Aufnahmemodi, darunter
einige Motivprogramme für die kreative Bildgestaltung (Portrait, Nacht,
Landschaft, Sport etc.), einstellen lassen. Sogar einen Video-Modus für
die Aufnahme von kleinen Filmchen mit max. 2 Minuten Länge im Avi-Format
samt Tonspur gibt es. Auch die Fotos können mit "Atmo" und Ton unterlegt
werden.
Auf der Rückseite befindet
sich unterhalb des Suchers der zuschaltbare LCD-Monitor. Um den LCD-Monitor herum sehen
wir übersichtlich angeordnete Knöpfe, mit denen man zum einen
über Bearbeitungsmenüs die Voreinstellungen, z.B. Blitzstärke,
Rote-Augen-Verringerung, Bildqualität, Farbeinstellungen, Auflösung
sowie als kleine Spielerei Begrüßungsbild und -Melodie beim
Einschalten und noch einiges mehr ändern kann. Zum anderen werden
hier beim Wechsel in den Bildwiedergabe-Modus die gespeicherten Bilder
abgerufen, die wie in einer Dia-Show auf dem LCD-Monitor betrachtet und
mißlungene Aufnahmen nötigenfalls gleich wieder gelöscht
werden können. Bei der Bildwiedergabe im Monitor kann man sich ausserdem
die Histogramme anzeigen lassen. Ein wesentlicher Unterschied bzw. Vorteil
der PowerShot S40 gegenüber vielen anderen digitalen Kameras in diesem
Segment ist die hohe Auflösung von bis zu 2.272 x 1.704 Pixeln. Die
hohe Aufnahmequalität ermöglicht sogar Vergrößerungen
auf Fotopapier in DIN A4 und größer. Hier hat die Powershot
S40 in ihrem Markt die Nase bzw. das Objektiv gewiss vorn. Die genauen
technischen Daten der Kamera sind
hier
nachzulesen. Es sei noch erwähnt, dass es für die Digitalkameras
von Canon eine gute Homepage
www.powershot.de
gibt. Dort findet sich allerlei Wissenswertes über die digitale Fotografie
und Anwendungstipps für die PowerShots. Ausserdem kann man online
eigene Fotoalben anlegen oder sich im Forum mit anderen Anwendern austauschen.
Zum Lieferumfang der PowerShot
S 40 gehört eine CF-Karte mit 16 MB Speicherplatz. Dies bedeutet bei
maximaler Auflösung im Fein-Modus nur 13 Bilder ein bisschen knapp.
Glücklicherweise hatte man mir aber für den Urlaub als CF-Karte
ein IBM Microdrive mit 1 Gigabyte Speicherplatz dazu gelegt. Auf diese
Karte passen über 900 Bilder höchster Qualität und man kann
sie als Zubehör bei einem empfohlenen Verkaufspreis von EUR 664,00
erwerben.
Wem das zuviel Speicherplatz
oder zu teuer ist, der kann auch CF-Karten mit 32, 64 und 128 MB oder etwas
kleinere IBM Microdrives nachkaufen. Eine Alternative wäre dann noch
ein Powerbook mit in den Urlaub zu nehmen, um zwischendurch die Bilder
auf die Festplatte herunterzuladen (via USB oder Microdrive Interface),
damit wieder Platz im Kameraspeicher geschaffen werden kann. Das ist natürlich
Neigungssache, aber es gibt ja doch Leute, die nicht mehr ohne ihren Rechner
in Urlaub fahren. So könnte man dann die Bilder ggf. direkt nachbearbeiten
und gleich vom Urlaubsort aus online zu einem Bildentwicklungsdienst mailen.
Nach dem Urlaub liegen die Ausdrucke auf Fotopapier wahrscheinlich schon
daheim im Briefkasten. Eine weitere Option ist ein direkt an die Kamera
anschließbarer Fotoprinter (zum Beispiel den Canon Card Printer CP-10),
womit man Fotos direkt und sofort ausdrucken kann. Darüber hinaus
verfügt die Kamera noch über einen Video/Audio-Ausgang für
den Anschluss an ein TV/Videogerät. Individuellen Ansprüchen
und Gegebenheiten sind eigentlich kaum Grenzen gesetzt.
Das passende Unterwassergehäuse
(empf. VK-Preis EUR 229,00) präsentiert sich im fröhlichen Urlaubsdesign.
Sämtliche Funktionen (von Batterie- und CF-Kartenwechsel sowie Bilder-Download
einmal abgesehen) lassen sich auch über die Druckknöpfe des UW-Gehäuses
durchführen. Ich kann mir das zwar während eines Tauchgangs nur
schwer vorstellen, es sei denn, man will sich den 3 minütigen Sicherheitshalt
mit dem Betrachten der Bilder kurzweiliger gestalten, aber für andere
nasse oder staubige Aktivitäten an Land, bei denen die Kamera für
eine längere Zeitdauer im Gehäuse geschützt werden muss,
macht das sicher Sinn. Das pflegeleichte Plexiglasgehäuse ist laut
Hersteller bis zu einer Tauchtiefe von 30 m dicht. Es gibt zwar inoffizielle
Versuche bis 40 m, doch ich wollte es nicht darauf anlegen, die Kamera
zu fluten und verzichtete daher auf Experimente und nahm sie an den nun
folgenden warmen und sonnigen Dezember-Tagen auf dem Roten Meer nur bei
moderaten Tauchgängen mit ins Wasser.
Endlich unter Wasser
Viel Zeit war mir ja nicht
geblieben, mich mit der Kamera vertraut zu machen, doch nach dem Studium
der Bedienungsanleitung war ich zuversichtlich, denn ich hatte es offenbar
mit einem ausgereiften, gut durchdachten, für Foto-Anfänger sehr
gut geeigneten Produkt zu tun. Ich beschloß, mich weiter auf das
Wissen und die Erfahrung der Canon-Entwickler zu verlassen und stellte
die Kamera für die ersten Unterwasseraufnahmen kurzerhand auf Vollautomatik,
d. h. die Kamera würde alle Einstellungen für eine Aufnahme automatisch
vornehmen und mir grünes Licht zum Abdrücken geben.
Und dieses Vertrauen sollte
belohnt werden: Der erste Tauchgang mit Kamera war gleich ein Nachttauchgang,
aber da finden UW-Fotografen ja bekanntlich die lohnendsten Motive. Wir
sprangen an unserem Ankerplatz für die Nacht, gleich neben dem Wrack
am Bluff Point, ins Wasser: ein guter Tauchplatz, denn um dieses ca. 15
m lange, an sich völlig unspektakuläre kleine Wrack in einer
Tiefe zwischen 8 bis 14 m brandet des nächtens das Leben. Kaum abgetaucht
stießen wir auf einen schönen Gemeinen Krokodilfisch, viele
Strahlen-Feuerfische, zwei Bärtige Drachenköpfe, Oktopusse, eine
Riesenmuräne und einen grossen Schwarm Füsiliere im blassen Nachtkleid
im vollkommen zerfallenen Rumpf, um nur einige zu nennen. Dank der genialen
Automatik der Kamera konnte ich problemlos drauf los fotografieren.
In wenigen Momenten waren
jeweils Blende und Schärfe bestimmt und mit dem LCD-Display der Kamera
liessen sich schlechte Bilder durch Perspektive-, Ausschnitt- und Refraktionsfehler
sehr gut vermeiden. Durch den reichlich bemessenen Speicherplatz brauchte
ich zudem keinen Gedanken an ein drohendes Filmende verschwenden. Ein herrliches
Gefühl, dem "kreativen Jagdfieber" beinahe unbegrenzt nachgeben zu
können - zumindest solange der Luftvorrat reicht!
Wurde die Automatik der Kamera
nicht durch das flüchtige Motiv, die mit der Strömung weiter
fliegende Fotografin oder zu viele Schwebeteilchen irritiert, klappten
die Aufnahmen für das erste Mal besser als erwartet - im Vergleich
zu vielen Erstversuchen, wie zum Beispiel bei einfachen Einsteiger-Kameras erstaunlich gut.
Schwieriger ist es allerdings
mit dem Blitz und mit dem Ausleuchten des anvisierten Fisches. Da der Blitz
in die Kamera integriert ist, sind helle Fische und/oder helle Untergründe
häufig überstrahlt. Durch den fehlenden Blitzarm trifft das Licht
sehr frontal auf die Objekte auf, so dass es öfters zu starken Reflexionen
kommt. Man kann zwar über das Voreinstellungsmenü die Helligkeit
des Blitzlichts verringern, damit lässt sich das Problem jedoch nicht
ganz beseitigen. Gerne hätte ich mit der Blitzrichtung, d.h. einem
Blitz an einem Blitzarm und auch mit dem Anleuchten mit der Tauchlampe
noch etwas mehr experimentiert. Wahrscheinlich hätte ich mit wachsender
Erfahrung hier noch manches besser machen können, dennoch sind durch
den integrierten Blitz einfach Grenzen gesetzt. Die Aufnahme dieses Kraken
hier links war beispielsweise im Original auch zu hell geraten, man erkennt
es noch ein wenig. Aber durch ein Anpassen der Helligkeit und der Kontraste
bei der Nachbearbeitung kommt er ja nun doch noch einigermaßen raus.
Ich musste mich also für
den Moment bei der Auswahl von Motiv und Hintergrund disziplinieren und
klug vorgehen, aber ich erhielt dann viele zufriedenstellende Aufnahmen.
Die besten Ergebnisse erzielt man im Nahbereich bei Entfernungen zum Motiv
zwischen 50 cm und ca. 1,50 m (echte Entfernung, nicht scheinbare). War
die Entfernung zu gering, spielte die Makroautomatik nicht mit, das Bild
wurde unscharf und durch den frontalen Blitz sowieso zu hell. War die Entfernung
zum Motiv zu gross, griff der Blitz nicht und das Motiv erschien verwaschen
und verschwamm im undeutlichen Blau des Hintergrundes. Weitwinkelaufnahmen
von Riffpanoramas mit Blauwasser und Oberfläche im Hintergrund und
Fächerkoralle im Vordergrund (wie sie immer so schön in den Tauchzeitschriften
abgebildet sind) sind mir leider auch nicht gelungen, aber das mag daran
gelegen haben, dass ich die dafür richtigen Einstellungen noch nicht
herausgefunden hatte. Oder waren etwa doch Blickwinkel und Schwebeteilchen
schuld?
Wie eingangs bereits erwähnt,
lassen sich auch über das UW-Gehäuse die Einstellungen an der
Kamera verändern. Allerdings stellte ich beim Probieren vor einem
Tauchgang fest, dass die Einstellungs-Übertragung vom UW-Gehäuse
mit Hilfe eines Zahnrädchens auf das Wahlrad an der Kamera nicht immer
zuverlässig funktioniert (Übersetzung dreht leicht durch) und
die Fischmotive warten ja nun auch nicht ewig in der richtigen Position.
Deshalb ersparte ich mir weitere Versuche, den Modus während des Tauchens
zu verändern und es blieb für die UW-Aufnahmen bei der Vollautomatik-Einstellung.
Zum Schluss war es dann
richtig gut, aber leider war die Zeit insgesamt zu kurz, um die Erfahrungen
im Umgang mit der PowerShot S40 noch weiter zu vertiefen. Da liesse sich
sicher noch manches aus der Kamera herausholen, was sich mir in der knappen
Zeit noch gar nicht erschlossen hat. Viel Spass gemacht hat uns auch das
gemeinsame Anschauen der Bilder nach dem Tauchgang: die Fotografin hatte
den direkten Lerneffekt, gemeinsam konnten die eben live beobachteten Fische
nochmals in Ruhe betrachtet, eine genaue Bestimmung der Fischart für
das Logbuch vorgenommen werden und so weiter.
Noch etwas zur Energieversorgung:
Zum Standard-Lieferumfang gehört nur ein Lithium-Ionen Akku samt Ladegerät.
Laut Herstellerangaben reicht der Akku für 180 Aufnahmen mit LCD oder
für 150 Bildwiedergabeminuten aus. Diese Angaben kann ich so nicht
ganz bestätigen. Ich hielt die Kamera während des Tauchens ständig
eingeschaltet (und umging die stromsparende Abschaltautomatik), um jederzeit
für eine Aufnahme bereit zu sein. Wertvolle Sekunden wären sonst
durch das erneute Einschalten bis zur Schussbereitschaft der Kamera ungenutzt
verstrichen! Auf diese Weise wird natürlich deutlich mehr Energie
verbraucht. Der Akku hat für meine Tauchgänge zwar stets ausgereicht
(bei eingeschaltetem LCD-Monitor), aber nicht mehr für die den Tauchgängen
meist folgenden Mini-Diashows an Bord. Dazu musste ich den Akku wechseln.
(Canon hatte für den Test glücklicherweise einen weiteren Akku
mit eingepackt, so dass ich immer ein volles zur Hand haben konnte). Dem
Interessenten sei daher geraten, gleich noch einen zweiten Akku dazu zu
kaufen, damit die Kamera stets einsatzbereit sein kann. Die Warnung "Akku
fast leer" kommt zudem spät, d.h. leider erst dann, wenn der Akku
wirklich fast leer ist und der Kamera geht innerhalb kürzester Zeit
der Saft aus. Mein Verbesserungsvorschlag an Canon wäre daher, den
ohnehin zahlreichen Anzeigen noch eine Möglichkeit zur Abfrage des
Ladezustandes des Akkus hinzuzufügen, damit man eher weiss, woran
man ist und Akkuwechsel und Aufladungen entsprechend optimieren kann.
Erste Zwischenergebnisse
Bei Urlaubsende hatte ich
dann zwar keine 900, aber immerhin 148 Unterwasseraufnahmen, davon
wurden 56 wegen Unschärfe, Schwebeteilchen, flüchtender Fische,
Überbelichtung und mangelhafter Bildkomposition gleich gelöscht,
weitere Fotos "zweiter und dritter Wahl" später, 39 blieben als nette
Erinnerungsfotos an die Tauchgänge übrig, 8 davon waren so gelungen,
dass sie im Großformat gerahmt an die Wand kommen und von Daniela
und Dieter durchaus gelobt wurden. Dieses Lob gebührt natürlich
auch der PowerShot S40, denn mit einer normalen UW-Kamera oder komplexeren
Systemen wären mir diese Ergebnisse mit Sicherheit nicht schon innerhalb
weniger Tauchgänge geglückt.
Ein Vergleich mit den klassischen
UW-Fotosystemen wie Nikonos V und denen der Profis erübrigt sich indes,
denn für Fotografen, die ihrer Leidenschaft mit grosser Professionalität
und Geduld nachgehen und tief in die Makro-Bereiche vordringen möchten,
wurde die PowerShot sicherlich nicht konzipiert. Aber sie ermöglicht
tauchenden Urlaubsfotografen qualitativ hochwertige Fotos als schöne
Erinnerungen an die Tauchgänge und den Urlaub, ohne durch frustrierende
Phasen des ernsthaften Lernens und der Fehlversuche hindurch zu müssen.
Viele Anfängerfehler lassen sich direkt vermeiden und gute Bildergebnisse
sind schnell möglich. Dadurch ist der Spaßfaktor beim Fotografieren
von Anfang an enorm gross. Der entscheidende Vorteil der digitalen Kameras
gegenüber analogen Systemen liegt hier einfach in der Möglichkeit
der direkten Ansicht im LCD-Monitor nach dem alten WYSIWYG - "what you
see is what you get!" und auch in der unkomplizierten Nachbearbeitung am
PC.
Die Weiterverarbeitung
Zum Standard-Lieferpaket
gehören mehrere Softwares (MS Windows oder Apple Macintosh) für
die Bildübertragung und die weitere Bearbeitung der Aufnahmen. Die
Softwares laufen allesamt unter Windows 95, 98, ME und 2000 bzw. Apple
Macintosh PPC. Aber Vorsicht: die Kamera an sich unterstützt Betriebssysteme
erst ab Windows 98 bzw. MAC OS 8.6. Man sollte auch bedenken, dass durch
die hohe Auflösung die einzelnen Dateien bei höchster Aufnahmequalität
unbearbeitet recht groß sind, d. h. zwischen 600 und 1.200 KB pro
Bild. Der PC, an dem die Verarbeitung vorgenommen werden soll, muss also
entsprechend leistungsfähig sein, über einen USB-Anschluß
(ohne den geht es nicht) und auch über einen schnellen Internet-Zugang
verfügen, sonst könnten das Benennen und Abspeichern der einzelnen
Dateien als JPEGs und erst recht der Weiterversand etwas mühsam werden.
Wenn man den entsprechenden PCMICA-Adapter hat, kann auch direkt von der
CF-Karte bzw. Microdrive heruntergeladen werden. Die Bildübertragung
geht ziemlich schnell, etwas zeitaufwendiger ist das anschliessende Abspeichern
der einzelnen Bilddateien unter aussagekräftigen Dateinamen.
Vor dem Versand per email,
dem Hochladen auf eine Homepage oder in ein Online-Fotoalbum empfiehlt
es sich, die Bilder im Hinblick auf Speicherplatz, Up- und Downloadzeit
in einer niedrigeren Qualitätsstufe abzuspeichern, denn nicht
jeder, der die Bilder später betrachten will, hat ja einen leistungsfähigen
Rechner bzw. ISDN zur Verfügung. Für die Bildbestellung z.B.
bei Pixelnet oder einem anderen
Online-Entwicklungslabor nach der Bearbeitung und Auswahl der gelungensten
Aufnahmen sollte man selbstverständlich die höchste Qualitätsstufe
nehmen. Die nachträgliche Bildbearbeitung der JPEGs kann man im übrigen
mit allen gängigen Bildbearbeitungsprogrammen durchführen; wer
also keine Lust hat, muss sich nicht unbedingt auf die mitgelieferte Fotobearbeitungssoftware
umstellen.
Das Auge des Kalmars
Dank der rund 4 Millionen
Pixel lassen sich am Computer schliesslich doch noch ein paar Aufnahmen
herstellen, die unter Wasser nicht gelingen wollten. Seht selbst: links
sieht man die unbearbeitete Originalaufnahme eines Großflossen-Kalmars
am Shaab en Ergh, rechts eine Ausschnittvergrößerung seines
Auges. Wenn Qualität und Schärfe des Originals stimmen, ist das
Ergebnis noch ganz ansehnlich, allerdings nur auf dem Bildschirm: der 18
x 13 cm Ausdruck war dann doch etwas unscharf verpixelt. "Richtige" Makroaufnahmen
lassen sich also nachträglich nicht mehr basteln. Aber das wäre
ja auch ein bißchen zu einfach.
Inzwischen sind auch die
bei Pixelnet bestellten Abzüge mit der Post eingetroffen (um genau
zu sein, am vierten Arbeitstag nach der Bestellung). Das Originalbild des
Kalmars links und den Bärtigen Drachenkopf hatte ich in der
Größe 30 x 20 cm bestellt. Es ergab exzellente Vergrösserungen,
die Farben sehen gut und natürlich aus. Die Farbtemperaturen sind
gelungen. Und vor allem: die Bildschärfe ist immer noch gut! Demnach
dürften auch noch größere Bildmaße tatsächlich
möglich sein. Ich bin mit dem Ergebnis voll zufrieden. Spätestens
hier hat sich nun gezeigt: die Canon PowerShot S40 liefert aufgrund der
hohen Aufnahmequalität von knapp 4 Millionen Pixel eine sehr, sehr
gute Bildqualität - nicht nur beim Betrachten der Bilder auf dem PC-Bildschirm.
Diese Kamera ist wirklich ein tolles Spielzeug!
Alles hat seinen Preis
Das Standardpaket mit der
PowerShot S40 gibt es zum empfohlenen Verkaufspreis von EUR 1.022,07. Folgende
Teile sind darin enthalten:
Kamera Powershot S 40
16 MB CF-Karte
1 Lithium-Ionen Akku (NB-2L)
Ladegerät
USB-Verbindungskabel
Video-Verbindungskabel
Trageriemen
Software für Windows 95/98/NT
4.0/2000/ME (TWAIN Treiber Software, ArcSoft PhotoImpression, ArcSoft VideoImpression,
PhotoStitch Panoramasoftware V 3.1.4, ZoomBrowser Fotomanagement-Software
3.1, Photo-Record Drucklayoutsoftware 1.4, Remote Capture 2.1, RAW Image
Converter 1.2, Apple Quicktime 5.0)
Software für Apple Macintosh
PPC (ArcSoft, PhotoImpression, Photoshop Plug-in 3.9, USB-Mounter 1.1,
PhotoStitch Panoramasoftware V 3.2.1, Image Browser Fotomanagement-Software
2.1, Remote Capture 2.1, RAW Image Converter 1.2, Apple Quicktime 5.0)
Optionales Zubehör:
Compact Flash-Karten von 8 MB
bis 284 MB
IBM Microdrive 340 MB, 520 MB,
1 GB
PCMCIA Adapter für CF-Karten
Lithium-Ionen Akku NB-2L
Weichtasche SC-PS800
Unterwassergehäuse WP-DC
300 (dicht bis 30 m Tauchtiefe)
Netzadapter ACK-700
Copyright: Katharina Hartmann
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