(C) 2001 Prof. Dr. Franz Brümmer und Kornelia Ellwanger
Angehende technische BiologInnen schnorchelnd in den Korallenriffen im
Roten Meer unterwegs!

Für viele Taucherinnen und Taucher ist ein Blick unter Wasser in
die Korallenriffe nicht nur eine willkommene Abwechslung, sondern wird
begleitet von Faszination und Bewunderung. So auch für Biologiestudenten!
Winzige Doppel-Organismen - die Steinkorallen mit ihren Mitbewohnern, den
Algen - bauen riesige Riffe. Diese sind der Lebensraum für weitere
Tausende von verschiedenen Organismen. Diese Vielfalt zu erleben, zu begreifen
und zu erfassen, einen Ausschnitt daraus zu dokumentieren, das waren die
Ziele der Großen Zoologischen Exkursion der Universität Stuttgart
ans Rote Meer nach Dahab.

Neben dem Leben im Riff fand die Kultur der Sinai-Halbinsel entsprechend
Beachtung. Im Zeitalter der Biodiversitätsforschung sind diese Exkursionen
zum Roten Meer nicht nur eine Bereicherung unserer Lehrveranstaltungen
um viele Arten und neue Lebensräume, ja Ökosysteme, sondern knüpfen
auch an die Tradition Stuttgarter Riff-Exkursionen an. Sie erinnern gleichzeitig
an die Anfänge der Korallenforschung in Stuttgart. War es bei Carl
Benjamin Klunzinger (1834-1914) der eigene Antrieb, der ihn ans Rote Meer
führte, so waren es in den zurückliegenden 10 Jahren Pflichtveranstaltungen
im Biologiestudium, die Studenten und Betreuer an die artenreiche Saumriffe
der Sinai-Halbinsel führten.

Noch immer sind die "Stuttgarter Korallenwerke" unsere unverzichtbaren
Begleiter. Man sieht nur, was man kennt! Ganz nach diesem Grundsatz wurde
die Exkursion mit Seminaren, Museums- und Aquariumbesuch vorbereitet. Materialien
aus dem "Internationalen Jahr des Riffes 1997" ermöglichten
so manchen schnellen tieferen Einblick ins Korallenriff. Durch den Einsatz
einer digitalen Kamera im Unterwasser-Gehäuse zusammen mit einem Unterwasser-Scheinwerfer
war es möglich direkt beim Schnorcheln das Gesehene und Beobachtete
festzuhalten. Nach dem Schnorcheln wurden die Bilder zeitnahe am Laptop
ausgewertet. Insbesondere war es dadurch möglich die "Anschauungsobjekte"
im Riff zu belassen (Non-invasive Education On Coral Reefs; NEOCOR)

Doch nicht nur den Riffen galt unsere Aufmerksamkeit. Auch Land und
Leuten! Nur, wer da gewesen ist, wer im Morgengrauen den Berg Moses erstiegen
hat, das Katharinenkloster erlebt hat, nur der vermag vom Sinai zu berichten.
Welche Spuren hinterlassen Touristen im Sinai? Nach wie vor ermöglicht
die Sinai-Halbinsel unvergleichliche Einblicke in die Welt der Korallenriffe,
der Beduinen, der Mangroven, der Wüste und der Wadis. Großartige
Vielfalt überall!

Dies soll nur eine kleine Einleitung sein - denn geballte Informationen erwarten euch auf : http://www.uni-stuttgart.de/bio/zoologie/sinai01/
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