Schnelle Hilfe bei kleinen Problemen mit dem Trockentauchanzug: Im Seminar
"Kleinstreparaturen selbst gemacht" lernt man wie Undichtigkeiten
zu lokalisieren sind, wie diese abgedichtet werden und natürlich der
Austausch von Manschetten.
Und hier die Langform: Das Seminar "Kleinstreparaturen selbst gemacht"
beschäftigt sich mit der Reparatur von Trockentauchanzügen. Hierbei
ging die Kursleiterin erst einmal auf die Frage ein, wie man ein Loch in
einem Trocki findet:
Größere Löcher sind in der Regel kein Problem, da man
sie auf Anhieb erkennt, kleinere Löcher findet man dagegen nur sehr
schwer. Es hat sich folgende Methode bewährt, man verschließt
die Arme beispielsweise mit je einer Wasserflasche, die Halsöffnung
mit zB einer Dose oder 2 lt Plastikflaschen (entsprechend dem Halsumfang)
und pumpt den Anzug über die normale Inflatoreinheit mit Pressluft
auf. Anschließend drückt man den Anzug unter Wasser und hat
so die Chance das Loch anhand von Bläschen zu finden und es zu markieren.
Ein Teilnehmer regte noch folgende Vorgehensweise an: Wenn das Loch so
klein ist das man es mit dieser Methode nicht findet, kann man auch mit
dem Gesichtsfeld - im speziellen dem Auge - knapp über den Anzug gehen.
Die Empfindlichkeit dieser Körperregion reagiert sogar auf kleinste
Luftzüge.
Wenn das Loch markiert wurde muss man den Anzug trocken und den Bereich
um das Loch säubern. Dies ist insbesondere wichtig, da sämtliche
Kleber oder Dichtmittel nur auf trockem und fettfreiem Untergrund halten.
Zur Reinigung bietet sich beispielsweise eine Alkohollösung aus der
Apotheke an. Kleinere Löcher dichtet man direkt mit Aquasure ab. Größere
Löcher werden angeraut und mit Hilfe eines Pad (Neopren / Trilaminat
aus dem Zubehörhandel) mit Neoprenkleber aufgeklebt. Die gesamte Stelle
wird anschließend mit Aquasure abgedichtet. Aber Achtung, dies sollte
alles von links (Innenseite des Trockis) geschehen, da Aquasure nur noch
mit Schleifmitteln zu entfernen ist.
Manschetten wechselt man, in dem man zuerst die alte Manschette entfernt.
Hierzu eignet sich ein Fön, der den Kleber aufweicht, so dass man
die Manschette abziehen kann. Dann reinigt man den Anzug von Kleberesten
(Schleifpapier) und Körperfett. Anschließend klebt man die neue
Manschette an den Anzug und dichtet wieder mit Aquasure ab.
So einfach wie hier beschrieben ist dies in der Praxis natürlich
nicht, da die Manschetten sich immer wieder verschieben und Klebe- zw.
Dichtmittel immer die Eigenschaft haben zu verschmieren.
Hier ein paar Anregungen um das Leben einfacher zu gestalten:
- Die Kleber, Dichtmittel lassen sich je nach verwendeter Art mit einem
Pinsel auftragen, dies "kleckert" nicht so wie direkt aus der
Tube.
- Zum Fixieren eines Ärmels kann man eine Dose verwenden. Man zieht
die Manschette über den fixierten Ärmel, markiert wie weit die
Manschette über den Ärmel reicht, klappt die Manschette um und
trägt den Kleber bis zur Markierung auf. Dann klappt man die Manschette
wieder zurück und dichtet den Rand mit Aquasure ab.
- Für die Halsmanschette gibt es im Handel zwei Ringe, den einen
klebt man auf den Anzug und den Anderen an die Halsmanschette. Nun muss
man nur noch beide Ringe übereinander bringen (sie sind mit Kleber
bestrichen) und die Halsmanschette sitzt so, wie sie soll
- Aquasure hat eine Trocknungszeit von 36 Stunden, es gibt jedoch im
Handel einen Härter, der diese Zeit auf 20 Minuten verkürzt.
Jedoch muss zum Härter, wie auch zu Aquasure gesagt werden, dass sie
im Verdacht stehen krebserregend zu sein. Der Härter soll sogar noch
schlimmer sein, wie Aquasure. Deshalb ist es extrem wichtig diese Komponenten
nur bei ausreichender Belüftung zu benutzen.