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Du bist hier: Onlinemagazin 20. Ausgabe FA-MI 2003





 Geschrieben von Ralf

© 2002, Ralf Dänzer, ohne Gewährleistung
Autor: Ralf (openmind@taucher.net)

Ausrüstungstest: Tauchlampe FA-MI Srl 2003

So lange man am Tage oder in geringer Tiefe taucht, reicht das Umgebungslicht meist aus um sichere und genussvolle Tauchgänge zu erleben. Doch selbst im warmen Meerwasser ist eine Tauchlampe spätestens dann von Vorteil, wenn man sich die verblüffenden Farben der Unterwasserwelt ansehen möchte, denn nur durch die Verwendung von künstlichem Licht, kann die Absorption verschiedener Wellenlängen des natürlichen Lichts mit zunehmender Tiefe kompensiert werden. Möchte man auch Nachts einmal das Leben am Riff in vollen Zügen genießen ist eine Tauchlampe Pflicht.


Abbildung 1: Die FA-MI Srl

Robust, robuster, FA-MI Srl 2003

Ein Modell der sehr soliden Art ist die FA-MI Srl 2003. Bei der FA-MI 2003 handelt es sich um eine Handlampe die von Ihrem Äußeren einen sehr soliden und robusten Eindruck macht. "Vollmetal" wäre eine gute Abkürzung der Bauweise. Die angegebene maximale Tauchtiefe liegt laut den Herstellerangaben bei 200 Meter - für Sporttaucher somit mehr als ausreichend. Der Importeur legt jedoch ein Dokument bei, welches nur eine Druckprüfung bis 60 Meter ausweist. Die Tauchlampe besteht aus dem Lampenrohr und einem abschraubbaren Reflektor, sowie einem Handgriff, welcher mit dem Lampenrohr eine Einheit bildet. Die Verbindung Reflektor-Lampenrohr wird durch zwei dicke O-Ringe sehr gut gesichert. Beim Schließen sollte man aber ein Auge auf eventuelle Fusseln oder Fasern haben, die zu Undichtigkeiten führen könnten. Die Form des Lampenkopfes ist etwas gewöhnungbedürftig, da er über den Durchmesser des Lampenrohres hinausreicht und somit etwas "aufträgt".


Abbildung 2: Seitenansicht

Die FA-Mi 2003 wird in einem sehr robusten Koffer geliefert, in dem sich neben einem Döschen Fett für das Schmieren der O-Ringe, auch ein nicht allzu kleines Ladegerät befindet. Zusätzlich wird eine Bedienungsanleitung sowohl in der original Herstellersprache italienisch, wie in deutsch geliefert. Grundsätzlich reicht diese Anleitung aus, könnte aber durchaus noch etwas besser ausgearbeitet werden. Zusätzlich liegen natürlich auch Dokumente über den Garantieumfang bei. Geliefert wurde das Testexemplar mit einer 100W Halogen Birne. Alternativ können auch leistungsschwächere Birnen verwendet werden.


Abbildung 3: Der Lieferumfang

Der Wechsel des Brenners ist leider etwas fummelig, da die Birne verhältnismäßig tief im Lampenkopf sitzt und daher nicht so einfach zugreifbar ist. Allerdings wechselt man ja nicht dauernd den Brenner.

Ein Einsatz der Lampe an Land wird vom Hersteller nicht empfohlen. Dies beeinträchtigt den Einsatz natürlich etwas, denn meist hat man nicht extra eine zweite Lampe für die Kontrolle an Land dabei. Die Lampe besitzt einen Tiefentladeschutz, der bei Erreichen einer bestimmten Spannung automatisch die FA-MI 2003 abschaltet. Bereits vor diesem absoluten Ende schaltet sie bei erreichen eines weiteren Spannungspunktes auf reduzierte Leistung, wodurch jedoch weiterhin das Ablesen der Instrumente ermöglicht wird. Im Praxistest war selbst die heruntergeregelte Leistung durchaus noch für das gemütliche Beenden des Tauchgangs geeignet, ohne sofort an die Oberfläche aufsteigen zu müssen.

Laden leicht gemacht

Für das Laden wird der Lampenkopf abgeschraubt und das Ladegerät mit den Buchsen der Akkus (NiMH) verbunden. Eine "volle Ladung" dauert vier Stunden und ist damit sehr schnell erledigt. Nach dem Ladevorgang soll die Lampe laut Hersteller noch eine Stunde in geöffnetem Zustand gelagert werden, bevor sie wieder verschraubt werden kann. Dies bedeutet, dass die Fa-Mi 2003 nach 5 Stunden wieder voll einsatzbereit ist. Insbesondere auf Tauchsafaris bei denen nicht immer über 12 Stunden kontinuierlich die Stromversorgung sichergestellt werden kann, ist dies ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Besondere Erwähnung finden die mit Gold bedampften Stecker des Ladegerätes und die äquivalenten Buchsen der Akkus. Verbindungsprobleme dürften hier nicht auftreten. Das Ladegerät bietet zur Kontrolle zwei Dioden. Eine grüne Diode zeigt an, dass das Ladegerät mit Strom versorgt wird. Eine gelbe Diode signalisiert, dass die Lampe geladen wird. Ist die Lampe voll schaltet das Gerät automatisch auf Erhaltungsladung um und hält so den Akku auf voller Leistung. Zum längeren Lagern sollte der Lampenkopf abgeschraubt werden.


Abbildung 4: Anschluss für das Ladekabel


Abbildung 5:


Abbildung 6

Durch den schwarzen Kunstoffring am Lampenrohr wird die FA-MI 2003 durch eine Drehung im Uhrzeigersinn eingeschaltet. Nach dem Einschalten brennt sie auf maximaler Stufe. Zusätzlich kann über den Ring auch eine Herabsetzung der Leistung auf 50% erzielt werden. Außerdem ist der Einschaltmechanismus mit einer Kunststoffschraube versehen, um sie beim Transport zu arretieren und somit ein versehentliches Einschalten zu verhindern. Leider ist dies auch einer der Schwachpunkte, denn die Schraube lässt sich nur mühsam - z.B. mit einem Cent-Stück bewegen. Hat man also das Lösen der Arretierung vergessen und gerade nichts adäquates dabei, wird man Schwierigkeiten bei der Bedienung haben. Auch der Ring zum Einschalten bietet nicht unbedingt eine griffige Oberfläche. Zusätzlich erscheint er für den Mechanismus etwas "oversized". Die Einschaltung hätte man auch mit einer weniger ausladende Mechanik versehen können. Hier haben andere Lampen Vorteile.


Abbildung 7

Im Praxistest fiel die sehr gute Lichtausbeute auf. Des weiteren verteilt der Reflektor (sowohl Spot als auch Flood sind erhältlich) das Licht sehr angenehm und gleichmäßig mit einem leichten Spot in der Mitte


Abbildung 8: Spotverteilung


Abbildung 9: Abstrahlwinkel

Die Messdaten im Praxistest sprechen eine deutliche Sprache:

Verwendeter Brenner: 100 Watt Halogen Brenndauer auf 100 Watt: 30 Minuten, danach Umschaltung auf reduzierte Leistung Aktivierung des Tiefentladeschutzes und Abschaltung nach 53 Minuten

Fazit:

In kleinen Bereichen (Einschaltmechanismus, Gestaltung des Lampenkopfes) könnte die Fa-Mi Srl 2003 noch verbessert werden. Alles in allem ist sie aber eine sehr gute Tauchlampe die durch ihre gute Leistung sowie die sehr robuste Verarbeitung überzeugt. Besonders zu erwähnen ist noch, dass die Lampe auch zu einer Akkutanklampe umgebaut werden kann. Hierzu wird der Lampenkopf vom Lampenrohr getrennt. Der Lampenkörper wird mit einer Kappe verschlossen und die Verbindung zwischen Akkutank (ehemals Lampenrohr) und Lampenkopf wird per Kabel hergestellt. Im Rahmen dieses Umbaus ist es auch möglich einen HID-Lampenkopf zu verwenden, der die Brenndauer der Lampe dann aufgrund seines geringeren Stromverbrauches deutlich verlängert. Zur Befestigung des Akkutanks bietet FA-MI ein spezielles Befestigungssystem u.a. für den Flaschengurt.


Abbildung 10: Komplette Tanklampe


Abbildung 11: Der HID-Lampenkopf


Abbildung 12: Befestigung am Flaschengurt

Weitere Informationen:

www.fa-mi.com (Link zum Hersteller)
www.akkuman.de (Link zum deutschen Importeur)


Infos

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