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 Geschrieben von Uli

Testbericht über den neuen, membrangesteuerten Mares Proton XL.

Im Vergleich zu meinem Mares Ruby ist er sehr handlich und deutlich leichter. Das war der allererste Eindruck von der neuen, membrangesteuerten und mit einer Kugeldichtung versehenen Wundermaschine. Nehme ich doch meinen Atemregler grundsätzlich beim Hinflug mit in das Handgepäck.

Nützlich ist sicherlich die stoß- und kratzfeste schwarze Ummantelung aus Kunststoff. Die Verarbeitung ist sauber und der Regler liegt durch seine Form beim Montieren an der Flasche gut in der Hand. Leider hatte ich trotz einiger Telefonate einen INT-Anschluss und kann über das Problem mit dem Sitz des O-Ring (wie bei meinem Ruby) an der neuen ersten Stufe nichts berichten. Das Funkelement meines Aladin ist an den vorgesehenen Ausgängen gut geschützt aufgehoben. Auch ein kleines Finimeter hat einen geschützten Platz. Erfreut stellte ich fest, dass der Schlauch zur zweiten Stufe super weich ist. Leider fällt der Schlauch in der Standardausgabe sehr kurz aus und die zweite Stufe zieht am rechten Mundwinkel. Dem wurde aber gleich abgeholfen. Ein um 10 cm längerer Schlauch kann beim Fachgeschäft sofort und kostenlos umgeschraubt werden.

Das Mundstück ist schön ausgeformt und hat keinerlei scharfe Kanten. Es liegt für ein Standardmundstück erstaunlich gut zwischen den Zähnen und Lippen. Auch bei längeren Tauchgängen spürte ich keine Ermüdung meiner Kiefermuskulatur.

Die zweite Stufe "Proton XL" mit dem blauem Punkt auf der Abdeckung wirkt durch seine Kompaktheit zierlich und ist mit ca. 180 Gramm sehr leicht. Den Atemwiderstand empfand ich etwas höher als bei meinem Ruby. An der Steilwand im Starnbergersee ging es jetzt um die Praxistauglichkeit. Der Atemwiderstand blieb vom Flachwasser bis auf 45 Meter gleich, dann begann er leicht abzublasen. Das Kugelventil wurde abgedreht und mit dem Ruby weitergetaucht. Nach einer Inspektion bei Mares traten bei gleich hohem Atemwiderstand keine weiteren Probleme, egal in welcher Tiefe und mit welcher Luftlieferleistung, mehr auf. Nach einigen Tauchgängen wies aber der äußere Ring der Frontabdeckung bereits Abblätterungen an der Beschichtung auf, was durch die unterschiedliche Farbe unschön wirkt. Hier kann man sich die Frage stellen: Warum muss ein korrosionsbeständiges Material eine Beschichtung aufweisen, noch dazu an einer exponierten Lage, die nicht beim Tauchgang, sondern beim Montieren des Atemreglers und beim Transport beansprucht wird.

Ein neues innovatives Produkt mit einer neuartigen Kugelkerndichtung, handlich, leicht und mit dem neuen weichen Schlauch (auf Wunsch gibt es auch einen Längeren) ein schön zu tauchender Atemregler. Durch die Membransteuerung, auch ohne den speziellen Kaltwasserschutz, lies er uns im 4 Grad kaltem Wasser nicht in Stich und behielt seinen gleichmäßigen Atemwiderstand.

© Text und Bilder 2002 by Uli Mösslang


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