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 Geschrieben von Oli
© 2002 Oliver Meise
- Keine Gewähr -

Taucher sind zumeist Menschen mit vielseitigen Interessen die auch offen für neue Dinge sind und neugierig auf ihre Unterwasserumwelt zugehen. Dies gilt erst recht für die Generation die neben ihrem Interesse für das feuchte Hobby auch das Medium Internet nutzt um sich so über ihren schönen Sport zu informieren. Doch woher kommt diese Information? Ohne vielfältige Originalquellen keine Information. Eine zu Unrecht bisher nicht in ihrem vollen Umfang gewürdigte und dabei sehr reichhaltig sprudelnde Quelle für den Bereich der Information über Ubootswracks ist das U-Boot-Archiv von Horst Bredow in Cuxhaven dessen sich auch das www.taucher.net bedient und ohne das viele Berichte für die treuen Leser von uns nicht hätten geschrieben werden können. Horst Bredow war selbst Ubootfahrer der Crew VI/42 und diente als Oberfähnrich z.S. auf U 288. Nur durch eine Verwundung entging er dem Versenkungsschicksal von U 288. Nach dem Krieg begann Horst Bredow bei seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft mit Nachforschungen über das Schicksal seines Ubootes und begann Fotos und Erinnerungsstücke zu sammeln. Mit der Zeit kamen bis zum heutigen Tag derart viele Materialien zusammen,daß das Archiv zwei Mal umziehen mußte und heute seinen Sitz in einem großen zweistöckigen Haus in Cuxhaven/Altenbruch hat. Dort kann man heute in Form eines der Öffentlichkeit zugängigen Museums diese Materialien "wahrschauen".


Photo mit freundlicher Genehmigung von
Herrn Horst Bredow, U-Boot-Archiv Cuxhaven

Dies ist vom Keller bis unter die letzte Dachschindel eine Fundgrube an interessanten Uboot-Informationen! Auch bietet sich hier die Gelegenheit vielerlei beachtliche Ausstellungsstücke zu betrachten. So kann man zB. im Wolfgang Lüth-Zimmer Uniformen der Ubootwaffe von der Kaiserzeit bis zur Bundesmarine anschauen, im Engelbert Endrass-Raum die Originaluniform von Großadmiral Karl Dönitz,Wappen und Uboot-Modelle. Im Georg Lassen-Zimmer finden sich außerdem noch nie gezeigte Privatfilme von Ubootfahrern, deren Fotoalben und diverse Nachlässe.


Mit freundlicher Genehmigung von
Herrn Michael Weise

Eine Original 8,8cm Ubootskanone findet man zusammen mit einem russischen Torpedo im Werner Techand-Raum, sowie eine umfangreiche Bibliothek zum Thema "Uboot" im Albrecht Brandi&Karl Günter Klemz-Zimmer. Der 1. Weltkrieg und die Ubootwaffe haben ihren Schwerpunkt im Otto-Weddingen-Raum und im Otto-Hersing-Zimmer. Das Herzstück des Archivs findet man aber im 1. Stock. Hier befinden sich die nur Historikern, Autoren, Marineangehörigen, Fachleuten und Familienangehörigen von Ubootfahrern zugänglichen Dokumente über die 1.174 deutschen Uboote des 2. Weltkrieges mitsamt ca. 110.000 Fotos und Filmen. Die Sammlung wächst noch immer jährlich um ca. 4.000-5.000 Photos. Ferner beinhaltet dieses Archiv auch reichhaltiges Material über Uboote der Kaiserlichen Marine, der Bundesmarine und ausländische Uboote von England über USA bis Japan.
Leider ist dieser Schatz an Informationen nicht nur eine reine Freude da er auch unterhalten werden muß- was leider Geld kostet. Aus diesem Grund wurde das Privatarchiv Horst Bredows von diesem auch im Jahre 1986 in eine Stiftung umgewandelt. Seitdem heißt diese stille Institution an der deutschen Nordseeküste Stiftung Traditionsarchiv Unterseeboote. Doch damit ist es nicht getan. Um die Finanzen dieser Stiftung im Gleichgewicht zu halten wurde nun der FTU gegründet. Dies ist der Freundeskreis Traditionsarchiv Unterseeboote. Nur durch die Mitgliedsbeiträge des FTU und durch weiterhin freiwillig fließende Spenden kann dieses wichtige Archiv -das einen Vergleich zum Bundesarchiv und anderen Archiven nicht zu scheuen braucht- weiterhin am Leben erhalten werden.
Leider ist das Ubootarchiv selbst nicht mit einer Homepage im Internet vertreten und kann auch nicht per Email erreicht werden.
Lediglich die Sektionen des FTU Sachsen-Anhalt und FTU Berlin-Brandenburg sind im Internet vertreten. Anfragen an diese werden lediglich an Horst Bredow weitergeleitet und unterliegen denselben Voraussetzungen wie Direktanfragen in Cuxhaven, so daß man am besten gleich Herrn Bredow selbst kontaktiert.
Interessierte Personen können das Museum in Cuxhaven/Altenbruch in der Bahnhofstr. 57 von März bis Ende September jeden Dienstag von 9 bis 12 Uhr besuchen.


Mit freundlicher Genehmigung von
Herrn Michael Weise

Der Eintritt ist frei, was aber nicht bedeutet daß man nicht dankbar Spenden akzeptiert. Es ist sehr ratsam -besonders für Personen mit längerer Anreise oder Gruppen- wenn sie sich vorher brieflich oder telefonisch mit Herrn Bredow abstimmen.
Für am Archiv interessierte Personenkreise steht die Zeit von Montag bis Freitag zwischen März und Dezember zur Verfügung.Auch hier ist eine zeitliche Ansprache vorher unbedingt notwendig. Damit sich die hier lagernden Materialien vom Kostenfaktor her ein wenig selbst decken, werden für die Archivforschung und das Kopieren von Material Gebühren erhoben.
Wenn man nicht zum Archiv kommen mag bzw. kann, aber irgendeine ernsthafte Anfrage beantwortet haben möchte, wird diese Arbeit vom FTU im Archiv übernommen und erledigt. Dies kostet jedoch 20 Euro pro Uboot ( Bilder&Kopien extra). Die Abwicklung wird gegenwärtig nur auf dem Postweg durchgeführt.
Bei schriftlicher Kontaktaufnahme bitte immer einen frankierten Rückumschlag mitschicken!
Hier die Kontaktdaten:

U-Boot-Archiv
Bahnhofstraße 57
27478 Cuxhaven
Deutschland
Tel.: 04722 - 322 (9.30 Uhr bis 12.30 Uhr)

Möchte man Spenden loswerden, kann man dies mit folgenden Bankdaten:
Stadtsparkasse Cuxhaven, Blz 241 500 01,
Konto-Nr.: 154 203 (nur steuerlich absetzbare Spenden)
Konto-Nr.: 154 195 (alle sonstigen Spenden und Zahlungen)


Infos

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