von Katharina Hartmann
Der MARES Pressetext zum neuen Produkt verspricht vollmundig „den ultimativen
Durchblick mit einer völlig neuen und revolutionären Maskenlinie:
X-Vision, X-Comfort und X-Stream.“ Klingt ja toll – was hat MARES wohl
diesmal in der Pfanne, um des Tauchers Wünsche nach der perfekten
Ausrüstung zu befriedigen? Wir haben den Test mit der X-Vision gemacht.
Das Design: Der Maskenrahmen fällt durch die etwas ungewöhnlich
geschwungene Form auf, sorgt aber im Gesamtdesign für eine Optimierung
von Innenvolumen und Passform. Mit einem Gewicht von 190 Gramm ist die
X-Vision etwas leichter als viele andere Masken, wobei 20 Gramm mehr oder
weniger Gewicht aber wohl kaum einen wahrnehmbaren Unterschied für
den Träger ausmachen dürften. Das von MARES als minimal bezeichnete
Innenvolumen von 105 Kubikzentimetern ist eher im Mittelfeld anzusiedeln,
beim Ausblasen lies sich kein Unterschied zu anderen Masken feststellen.
Der Durchblick: Die X-Vision zeichnet sich durch ein besonders großes
Blickfeld aus. Wie beim Modell „Big Eyes“ des Konkurrenten Cressi-Sub (empf.
VK 79,- Euro) erleichtern die etwas geneigten Gläser der Zweiglasmaske
sehr angenehm die Sicht nach unten längs der eigenen Vorderseite.
Natürlich werden optische Gläser von –1 bis –10 Dioptrien passend
für die X-Vision als Zubehör angeboten.

Die Passform: Im „Probier sie doch auch grad mal Test“ auf dem Trockenen
an ganz unterschiedlichen Köpfen zeigte sich, dass sich die X-Vision
quasi an jedem Gesicht fast von alleine festsaugt. Kopfform und Gesichtsgröße
spielen offenbar fast keine Rolle. Die Passform scheint geradezu universal
zu sein.
Die Maske ist im Vergleich zu anderen deutlich weicher und schmiegt
sich sehr gut an das Gesicht an. Das ergibt ein sehr angenehmes Tragegefühl.
Der Nasenerker ist recht geräumig, so dass auch stattliche Nasen noch
genug Platz unter dem Silikon finden sollten.
Die Innovation: An der X-Vision sind zwei Features – wie auch an den
anderen beiden Masken aus der X-Serie - wirklich neu. Die Schnallen sind
nicht mehr wie sonst am harten Maskenrahmen, sondern etwas weiter hinten
am weichen Silikonkörper befestigt – hier liegt der Schlüssel
zur Anpassungsfähigkeit und den bequemen Trageeigenschaften. Außerdem
hat MARES ein neues, patentiertes System zur Schnellverstellung in die
Schnallen eingebaut: Ein zu eng angezogenes Maskenband lässt sich
einfach, bequem und vor allem blitzschnell per Fingerdruck wieder lösen.
Zunächst war ich von der Notwendigkeit dieses Schnellverstellsystems,
das von der Optik ein wenig an die Schnallen der MARES Flossen erinnert,
nicht so recht überzeugt, denn einmal gut angepasst, wird das eigene
Maskenband von den meisten Tauchern ja kaum noch justiert. Aber immerhin
eine Erleichterung, auch wenn sie nicht jeden Tag genutzt wird. Doch wer
würde ein solches System besonders zu schätzen wissen?
Vielleicht ist diese Maske deshalb für Tauchbasen mit Verleihequipment
oder Tauchschulen mit Anfängerausbildung ein guter Griff. Grade bei
Anfängern kommen ja häufiger „Probleme mit der Maske“ vor: Mal
sitzt sie nicht richtig, ist zu eng, drückt, ist zu weit, nicht dicht
etc. – jeder Ausbilder kennt das. Hier haben wir nun einen Maskentyp, mit
dem diese Schwierigkeiten sicher ganz gut abgefangen und der „Stress mit
der Maske“ während der ersten Unterwasserabenteuer minimiert werden
könnte. Denn diese Maske ist einfach nur bequem und das Schnellverstellsystem
sowie das große Blickfeld vermitteln mehr Sicherheit und ein Gefühl
der Kontrolle anstelle „beengter Gefühle“.

Was zum Schluss noch offen blieb: Das von MARES verwendete Maskenband
ist deutlich schmaler als andere handelsübliche Maskenbänder.
Dies musste offenbar so sein, damit die Schnalle mit dem Schnellverstellsystem
nicht zu klobig ausfallen würde. Es bleibt nun abzuwarten, ob sich
dadurch irgendwelche Nachteile in der Haltbarkeit und in der Reißfestigkeit
des Maskenbandes ergeben. Aufgrund des abweichenden Maßes kann das
1,6 Zentimeter breite Band nicht durch ein anderes, beliebiges Maskenband
ersetzt werden, das bei anderen Modellen etwa 2,1 Zentimeter misst. Da
sollte man also besser bzw. muss man eben selbst für ein passendes
Ersatzband sorgen. Außerdem bleibt im weiteren Einsatz abzuwarten, wie
stabil sich letztlich die neuartige Befestigung am weichen Silikonkörper
der Maske erweisen wird.
Trotzdem, in punkto Tragekomfort, Blickfeld und Design hat MARES hier
eine sehr attraktive Maske geschaffen. Und fast hätte ich es vergessen:
Der empfohlene Verkaufspreis für die X-Vision beträgt 55,00 Euro
und es gibt sie in 6 verschiedenen Farbkombinationen von schwarz/schwarz
bis klar/weiß/hellblau.
Die technischen Daten findet Ihr zum Nachlesen in der Rubrik "New Products" oder alternativ
hier.
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