Wakatobi Dive Resort

 Geschrieben von Herbert

Teil 1 - Geschichte


Südöstlich von Sulawesi und nur drei Flugstunden von Bali entfernt, liegt das Wakatobi Dive Resort. Inmitten des abseits von Massentourismus gelegenen National Marine Parks befindet sich die wunderschöne, tropische Insel. Die spektakuläre Unterwasserwelt, eingebettet in einer Vielzahl von atemberaubenden Tauchplätzen, intakten Hausriffen und Artenvielfalt ohnegleichen, verdienen das Prädikat einzigartig.

Wakatobi1


Korallenbleiche, Artensterben – das sind Fremdworte in Wakatobi. Im Gegenteil, die Riffe wachsen und auch heute noch werden an diesem grandiosen Platz neue Arten entdeckt. Warum ist Wakatobi anders als viele der bekannten Tauchdestinationen ? Dazu müssen wir einige Jahre in die Vergangenheit gehen.

Wakatobi Luftaufnahme
Luftaufnahme Wakatobi; © Lionel Pozzoli

Anfang der neunziger Jahre machte sich Lorenz Maeder auf um seinen Traum zu realisieren. Lorenz war auf der Suche nach einem einzigartigen Tauchplatz um dort ein Ressort in paradiesischer Umgebung aufzubauen. Jacques Cousteau, der die Gegend um Tukang Besi als wohl eine der feinsten Tauchplätze der Welt bezeichnete, war der Auslöser für Lorenz’s Suche in diesem abgelegen Teil der Welt.

Sonnenaufgang
Sonnenaufgang auf Wakatobi; © Doug Richardson

Monatelang zog Lorenz von Insel zu Insel, studierte die Riffe und lernte auf diese Weise Land, Leute und Kultur bestens kennen. Zusammen mit einheimischen Fischern besuchte Lorenz die abgelegensten Ecken auf der Suche nach einer einzigartigen Verbindung von palmengesäumten Traumstränden, spektakulären Hausriffen und faszinierender Unterwasserwelt.

Lorenz Maeder
Lorenz Maeder


Im Jahre 1994 fand Lorenz in einem unbewohnten Teil von Tolandono endlich sein Paradies. Er lernte Indonesisch und tauchte ein in die Kultur von Sulawesi und die Besonderheiten des Archipels. Immerhin war Lorenz der erste Europäer seit knapp 50 Jahren den die Insulaner dort gesehen hatten. Nach und nach festigte er die Beziehung zu den Einheimischen und schon bald begann der Aufbau der ersten Gebäude mit tatkräftiger Hilfe und Unterstützung der Einwohner. Der Grundstein für das Wakatobi Dive Resort war gelegt.
 
Lorenz persönlicher Wunsch diese unberührte Welt zu erhalten, wurde zum Credo  von Wakatobi. Hinzu kam die Unterstützung durch den in Naturschutzfragen sehr aufgeschlossenen Sohn des letzten Sultans von Tomia. In einer Gegend, in der weder fließendes Wasser, Elektrizität noch Infrastruktur vorhanden war, entstand so mit unkonventionellen Lösungen und viel Nachbarschaftshilfe durch die Insulaner dieses einzigartige Ressort. Auch heute noch pflegt der Sultan ein inniges Verhältniss zum Gründer von Wakatobi.

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang; © Ken Knezick


Die ausgezeichneten Beziehungen zu den Einheimischen war auch Basis für das zugrundeliegende Umweltschutzkonzept. Die Fischer waren schnell davon überzeugt, dass intakte Riffe und Artenvielfalt eine weitaus bessere und vor allem langfristigere Einnahmequelle darstellten als der bisherige Broterwerb.

Wakatobi unterstützt aus eigenem Budget sowohl Fischer, als auch die lokalen Dorfgemeinschaften zum Aufbau von Infrastruktur, Schulen und weiteren notwendigen Einrichtungen. Das Resort behandelt die gesamte Umgebung als eigene natürliche Ressource um den Betrieb in dieser attraktiven Gegend aufrechtzuerhalten. Somit ist der Schutz der Riffe, der Unterwasserwelt und der Insel auch in eigenem Interesse höchstes Ziel der Resortleitung und der Dorfgemeinschaften. Nur mit Hilfe dieser traumhaften Bedingungen „läuft’s Business“ – und hier schließt sich der Kreis – das „Business“ unterstützt wieder die Dorfgemeinschaften.

Riff


Im Laufe der Zeit wurde zur besseren Kontrolle vor Raubfischern aus anderen Gegenden ein großes motorisiertes Boot angeschafft und die lokalen Behörden und Fischer achten mittlerweile mit Argusaugen über "Ihren" Schatz – das Wakatobi Resort samt intakter und ursprünglicher Umwelt. In der kurzfristigen Planung steht nun ein Motorsegler um auch mit Hilfe von Luftüberwachung ungebetene Raubfischer schneller entdecken zu können. All diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass in der weiteren Umgebung von Wakatobi keinerlei Dynamitfischen, Fischfang mit Zyanid oder riffschädigender Schleppnetzfang durchgeführt wird. Der Erfolg gibt dem Konzept recht, Wakatobi ist sicher einer der weltweit wenigen Plätze wo die Riffe auch in den letzten Jahren weiter gewachsen sind.

Mittlerweile hat Wakatobi gemeinsam mit den Dorfgemeinschaften auch den offiziellen Regierungsauftrag zum Umweltschutz erhalten. Das Resort führt u.a. hierfür 10 USD pro Gast und Tag an die Dörfer ab und stellt das Polizeiboot zur Überwachung der Küsten. Stand heute sind nun mehr als 10 km Riff und eine Vielzahl von Tauchplätzen Teil des Riffschutzprogramms. Eine wohl einzigartige Symbiose aus Tourismus und ursprünglich erhaltener Umgebung ist das Ergebnis dieser Arbeit.

Langhaus
Resort von Riffseite; © James Watt

Speisesaal
Speisesaal

Das Resort selbst wurde in traditioneller Architektur auf Basis der indonesischen Langhäuser erstellt. Es beinhaltet das Zentrum des Resorts mit Rezeption, Kommunikationscenter, Speisesaal und einigen Gästezimmern. Die Grand Bungalows, exklusive Gästesuiten, wurden in Handarbeit durch einheimische Handwerker aufgebaut. Trotz des extrem abgelegenen Standortes, wird den Gästen fließend Warm- und Kaltwasser, Strom rund um die Uhr und Satellitenkommunikation geboten. Ein persönlicher Service ist selbstverständlich und wird abgerundet durch die Gourmet Küche des schwedischen Chefkochs Niclas, der den Gaumen der Besucher mit lokaler und internationaler Küche verwöhnt. Tropische Badestrände mit weissem Sand laden zur Entspannung zwischen den Tauchgängen ein.


Langhaus
Resort mit Langhaus im Mittelpunkt

Strand
Badestrand

Seit letztem Jahr hat sich auch die Anreise nach Wakatobi deutlich verbessert. Eine private Charterlinie fliegt in 3 Stunden von Bali aus direkt die Insel an und kann auf dem kleinen, durch Wakatobi errichteten Flugfeld landen. Pelita Air transportiert die Besucher in Business Class Komfort in neu angeschafften Fokker F-50 Maschinen direkt in das Inselparadies.

Pelita Fokker F-50
Pelita-Air, Fokker F-50

Was erwartet nun den Tauchurlauber an Besonderheiten ?
Die geschützten Riffe mit fast surrealen Unterwasserlandschaften sind bevölkert durch eine Vielzahl an niederen Tieren und Riff Fischen. Dieser Reichtum ist vermutlich einzigartig auf der Welt. Keinerlei Korallenbleiche trüben das Erlebnis und der Artenreichtum ist wegen der starken Kontrollen mehr als beeindruckend.

Das Hausriff, nur 20 Meter vom Strand entfernt, wird von vielen Gästen als der Tauchplatz schlechthin beschrieben. Über eine kleine Jetty ist das üppige Riff problemlos zu erreichen und bietet einen bequemen Startpunkt für wahres non-limit Tauchen. Übrigens gibt es keinerlei Beschränkungen in der Anzahl der Tauchgänge, Füllungen in jeder gewünschten Anzahl sind natürlich inklusive. Tiefenlimits liegen nur an der Eigenverantwortung der Taucher.

Zweimal täglich werden Ausfahrten in den National Marine Park durchgeführt, die auch jeweils aus zwei Tauchgängen bestehen. Hier hat das Resort ein recht angenehmes Zeitlimit von 75 min /TG eingeführt. Mit entsprechender Qualifikation ist auch Solo Tauchen gern gesehen, was besonders die Fotografen unter den Besuchern freuen wird.

Die Basis selbst bildet nach CMAS und PADI aus, dies allerdings nur auf Vorbestellung. Ausgerüstet mit Bauer Kompressoren, kompletten Leihausrüstungen und Flaschen in verschiedenen Größen von 3lt bis 15lt Alu und DIN/INT Anschlüssen bleibt auch hier kein Wunsch offen. Die getrennten Spülbecken für Ausrüstung und Kameras sind selbstverständlich. Zusätzlich bietet die Basis einen Pflegeraum für Foto- und Videoequipment mit ausreichend Lademöglichkeit und der entsprechenden Ausrüstung um Digitalfotos sofort auf CD's zu brennen. Ergänzt wird der Foto- und Videoservice durch einen Schnittraum für Videos auf Basis McIntosh.

In Teil 2 der Wakatobi Reihe werden wir Euch Land & Leute sowie die Tauchplätze und Besonderheiten dieses Resorts vorstellen. Non-Limit Tauchen im wahrsten Sinne des Wortes mit zweimaligen Ausfahrten und unbegrenzten Hausrifftauchgängen warten auf den Besucher. Wakatobi und der National Marine Park bieten Reize der besonderen Art. Von Korallen, Schwämmen, Tunikaten bis hin zu einem Fischreichtum der seinesgleichen sucht, wird jeder Tauchgang zu einer Entdeckung der besonderen Art.



In der Zwischenzeit habt Ihr die Möglichkeit eine Traumreise im Gesamtwert von 20.000 EUR nach Wakatobi zu gewinnen.

Die Reise umfasst Flug in der Business Class, 4 Tage Aufenthalt im Hyatt Regency in Bali und 11 Tage Tauchen der Sonderklasse im Wakatobi Dive Resort - und das ganze für 4 Personen !!!

Teilnehmen könnt Ihr auf unserer Wakatobi - Taucher.Net Quattro Quiz Seite.

Eure Teilnahme am Quiz wird auch beim Umweltschutz honoriert, denn: Für jedes Team, das mitmacht, investiert Wakatobi EUR 44 in den Schutz der Riffe im umliegenden Nationalpark. Also weitersagen !!!

Weitere Wakatobi-Infos:hier als PDF-File

Weitere Quiz-Infos: hier als PDF-File




Im folgenden noch einige Impressionen der Unterwasserwelt von Wakatobi.

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UW5  UW6  UW7  UW8

Fotos mit freundlicher Genehmigung des Wakatobi Dive Resort. Foto 1 - 4 © by James Watt; Foto 5 -8 © by Doug Richardson.


© Herbert Gfrörer, Taucher.Net. Alle Fotos ohne speziellen Angaben © by Wakatobi Dive Resort.


Infos

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