Wakatobi Reihe - Teil 2

 Geschrieben von Herbert
Poster

Im zweiten Teil der Wakatobi Reihe wollen wir Euch eine Einführung über die Inselbewohner von Wakatobi und deren Geschichte geben, sowie einige Highlights der Tauchgründe um das Wakatobi Resort vorstellen.

Ganz besonders freuen wir uns, dass Haji Baharuddin, der Sohn des letzen Sultans von Wakatobi das erste Mal durch Taucher.Net zur Welt über die Ansichten der lokalen Bevölkerung zum verantwortungsvollen Tauchtourismus und dessen Rolle beim Schutz der einmaligen Riffe im Wakatobi Nationalpark spricht.

Er äußert seine Meinung zum gemeinschaftlichen Riffschutzansatz von Wakatobi Dive Resort, bei dem die umliegenden Gemeinden im Gegenzug für Stromlieferung, Baumaterial, Arbeitsplätze sowie monatliche Zahlung einer vertraglich vereinbarten «Riffmiete» auf jegliche Fischereiaktivitäten an den Tauchplätzen in der Umgebung des Resorts verzichten.

Aber er spricht auch über den Schaden, den falsche Verheißungen von internationalen Umweltschutzorganisationen in den Köpfen und Herzen der lokalen Bevölkerung anrichten können.

TAUCHER.NET Interview mit dem Sohn des letzten Sultans von Wakatobi

Haji Baharuddin ist der Sohn des letzten Sultans von Wakatobi und seine Familie hat eine lange Tradition verantwortungsvoller Führung und Beiträgen zur Verwaltung und Gemeinwohl in der Provinz Buton und Wakatobi. Baharuddin unterstützte und begleitete das Wakatobi Dive Resort von den Anfängen. Er nimmt eine zentrale Rolle ein beim Dialog und den Verhandlungen mit den lokalen Dorfgemeinden.

Sultan
Haji Baharuddin und Lorenz Maeder (links) der Gründer von Wakatobi Dive Resort

TNET: Herr Haji Baharuddin, wir danken Ihnen für den unermüdlichen Einsatz und die Unterstützung beim Aufbau des gemeinschaftlichen Riffschutzprogramms von Wakatobi Dive Resort mit den lokalen Gemeinden auf Ihrer Insel. Bitte teilen Sie mit uns Ihre Ansichten bezüglich einiger Fragen zum Riffschutz im Wakatobi Nationalpark:

Was ist der wichtigste Faktor, um die Unterstützung der lokalen Gemeinschaften für den Schutz der Korallenriffe zu gewinnen?


HB : Viele unserer Leute haben sich über Generationen vom Fischfang ernährt. Wenn nun Riffe komplett geschützt werden sollen, muss diesen Leuten eine alternative Einkommensquelle geboten werden, die mindestens das ersetzt, was Sie beim Verzicht auf Fischfang an diesen Riffen verlieren. Ihnen einfach zu verbieten da zu fischen, wo Sie immer gefischt haben, würde auf taube Ohren oder gar Feindseeligkeit stoßen. Es fällt den Leuten natürlich einfacher zu verstehen, dass es besser ist die Riffe den Tauchern zu überlassen, wenn es ihnen letztlich mehr Einkommen bringt als sie mit Fischfang erzielen können. Sie sind bereit aufs Fischen zu verzichten, wenn Sie sehen, dass das Einkommen vom Tauchtourismus mit Ihnen fair geteilt wird durch gute Arbeitsplätze, Verkauf von lokalen Erzeugnissen und Zahlungen für die alternativen Nutzung der Riffe durch Taucher.


TNET: Was essen die Leute, wenn sie nicht mehr an den geschützten Riffen fischen können?

BH: Sie werden weiterhin Fisch essen, aber vermehrt Fisch von außerhalb des geschützten Gebietes. In Sulawesi brauchen wir traditionell sogenannte Rompongs, im tiefen Wasser verankerte Flösse aus Bambus und Palmwedeln und einer Lampe, mit der wir Fische anlocken. Die Fischer besuchen diese Plattform am frühen Morgen, um nach (pelagic) Fischen zu fischen. Damit wird der Nahrungsbedarf gedeckt, ohne den Riffischbestand zu belasten.

TNET: Welche sozialen Probleme können von auf Umweltschutz ausgerichteten Organisationen in die Gemeinschaften hineingetragen werden?

BH: Falsche Hoffnungen und gebrochene Versprechen sind oft der negativste Faktor. Wenn von außen Leute von Umweltschutzorganisationen oder von internationalen Geldgebern wie der Weltbank kommen und in unseren Dörfern vollmundig Mittel für Umweltschutzmassnahmen und Entwicklungshilfe versprechen, und nachher auch nach Jahren nichts kommt, sind die Leute frustriert. Wir haben mehrfach erlebt wie z.B. der Weltbank nahe Organisationen mit konkreten Versprechungen zu uns kamen, alles wurde vorbereitet für sinnvolle Projekte wie zum Beispiel das Wiederanpflanzen von Mangroven in denen sich die Fischbrut verstecken kann - und dann verlief wieder alles im Sand. Die Leute müssen positive Aktionen sehen, damit die Hoffnung aufrechterhalten werden kann. Von anderen Regionen in Indonesien wissen wir auch, dass es nur Verwirrung schafft, wenn Leute von Umweltschutzorganisationen von außen daherkommen, mit teuren Schnellbooten herumfahren und den lokalen Bewohner die Illusion von schnellem Reichtum vermitteln. Sie kommen und verheißen Investitionen in den Umweltschutz und erzählen allen Leuten vom Geld das kommen wird. Dann versuchen sie den armen Fischern im Namen vom Umweltschutz zu sagen, was diese in ihren angestammten Fischgründen noch tun und lassen dürfen und was nicht mehr. Doch oft erscheint es, dass diese sogenannten Umweltschützer mehr mit ihrem eigenem Lebensstil oder ihrem akademischen Steckenpferd beschäftigt sind, als mit den wirklichen Bedürfnissen der Leute und sinnvollen Umweltschutzmaßnamen. Und wenn Sie das Geld der internationalen Spender für sich und Ihre Forschungen und Reisen ausgegeben haben und weiterziehen, bleibt für die lokale Bevölkerung meist nicht viel mehr als ein bitterer Nachgeschmack.

TNET: Wie kann diese Art Enttäuschungen vermieden werden?

BH: Eine bessere Lösung auch auf die Dauer ist ein Ansatz wie er zusammen mit dem Wakatobi Resort verwirklicht wird. Touristen kommen um unsere Insel zu besuchen, es gibt neue Arbeitsplätze, die Gemeinden erhalten Geld dafür, dass die Taucher die Riffe nutzen können, und jeder sieht wohin das Geld geht. So ist alles offen und klar abgemacht mit den lokalen Gemeinden, und so kann auch ein jeder verstehen, warum es gut ist, die Riffe zu schützen. Die Leute vom Wakatobi Dive Resort haben Ihre Versprechen eingehalten und dafür respektieren wir sie. Und nur basierend auf diesem Respekt können die Herzen und Köpfe der Leute für neue Ideen gewonnen werden. Die Leute sind auch stolz, dass Touristen aus aller Welt kommen, um Ihre Insel zu besuchen; dass Ihre Insel jetzt einen Flugplatz hat, dass die Familien die im Resort arbeiten, sich ein Haus leisten können und dass die Gemeinden, die helfen die Riffe zu schützen, Geld haben für öffentliche Bauten wie Schulen und saubere Strassen und eine stabilere Zukunft. Es ist auch gut für die Leute hier, dass sie sehen dass die Ausländer, die das Wakatobi Dive Resort betreiben es ehrlich meinen und alle sehen, wie hart sie arbeiten, um Touristen auf unsere Insel zu bringen. Sie sind ein Vorbild für unsere jungen Leute, damit die sehen, dass Fortschritt nicht von selbst kommt, sondern harte Arbeit bedeutet aber auch ein besseres Leben und Befriedigung.


TNET: Hat der Erfolg des gemeinschaftlichen Riffschutz-Ansatzes etwas bewirkt in Bezug auf die Einstellung der lokalen Bevölkerung zum Schutz der Riffe?

BH: Die Menschen hier verstehen mehr und mehr, dass die Korallenriffe um Ihre Inseln etwas besonderes sind, etwas was sie bewahren sollten für ihre Kinder und Kindeskinder. Sie beginnen auch selber die Riffe aktiv gegen Eindringlinge und illegale Fischer von außen zu verteidigen, weil sie den Wert der Riffe für die Zukunft zu verstehen beginnen. Deshalb heißen auch alle in unseren Gemeinden die Touristen willkommen, weil sie verstehen, dass es das Einkommen aus dem Tourismus ist, dass Ihnen ein besseres Leben gewährleistet und gleichzeitig ermöglicht, dass die Riffe geschützt werden können.

TNET: Herr Baharudin vielen Dank für Ihre Ausführungen.

Gerne könnt Ihr uns auch Fragen an Herrn Haji Baharuddin übermitteln, die wir gerne zur Beantwortung weiterleiten. Entsprechende Mails bitte an redaktion@taucher.net senden.

Land und Leute


Karte Wakatobi


Im rund 1.31 Millionen Hektar grossen Wakatobi Nationalpark leben etwa 105'000 Menschen verteilt auf die 4 Hauptinseln Wangi Wangi, Kaledupa, Tomai und Binongko (aus dem Zusammenzug der ersten beiden Buchstaben jeder Insel ergibt sich der Name Wakatobi). Die Bewohner teilen sich in zwei ethnische Hauptgruppen: Die zahlenmässig bedeutenderen Wakatobianer, Siedler muslimischen Glaubens und animistische Seezigeuner, sogenannte Bajos. Die beiden Gruppen - obwohl Ihre Dörfer manchmal nur wenige hundert Meter auseinander liegen - vermischen sich kaum untereinander.


Tänzerin
Tänzerin

Mädchen
Mädchen in Landestracht

Wakatobianer
Junge Wakatobianer in Tracht

Die Bajos lebten früher nomadisierend gänzlich auf Booten und setzten Ihren Fuss nur an Land wenn es absolut unumgänglich war - zum Beispiel um frisches Quellwasser zu holen. Sie glaubten von den Geistern, die an Land wohnen verunreinigt oder gar besessen zu werden. Heute wohnt der Grossteil der Bajos in einfachen Pfahlbauten oder in Hütten auf Platformen aus Korallenstein zumeist in geschützen Lagunen. Ihre Hauptätigkeit ist Fischen - nicht nur für sich selbst - sie verkaufen auch Fisch an die übrigen Bewohner der Region.


Siedlung
Siedlung der Bajos

Die Wakatobianer sind überaus freundliche Leute, meist im Handel und einfacher Landwirtschaft, nur etwa zu 10% im Fischfang tätig. Ökonomisch aktiver, mit besser organisierten Gemeinden und etwas weltoffener, schauen die Wakatobianer oft auf die "abergläubischen und zurückgebliebenen" Bajos herunter. Die Bajos hingegen, trotz ihrer oft nur minimalen Schulbildung sind seit Menschengedenken vom Meeresleben See abhaengig und zeigen in Ihren Zeremonien und im Umgang mit der Natur ihre Verbundenheit für die See. Sie reagieren allerdings vehement gegen irgendwelche Verbote, die ihnen von aussen ohne gangbare Alternativen aufgezwungen werden, da ihnen Fangverbote aufgrund Iher Abhängigkeit vom Fischfang sofort an den Lebensnerv gehen. Nicht zuletzt deshalb sind viele wohlgemeinten Naturschutzprojekte anderswo in Indonesien zum Scheitern verurteilt.

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Fischer in Einbaum

Der Ansatz zum gemeinschaftlichen Riffschutz (Collaborative Reef Conservation) von Wakatobi Resort respektiert die Seezigeuner und nimmt die Bedürfnisse ernst; es wurden gemeinsam Wege gesucht und ausgehandelt, die es möglich machen, Einkommensausfälle durch Verzicht auf Fischerei an den nahegelegenen Riffen zu ersetzen. Sei es durch Bezahlen einer eigentlichen "Riffmiete" für die sonst für Fischfang genutzen Riffe, durch Arbeitsplätze in der Überwachung der Einhaltung der Fischverbote (auch gegen Eindringlinge von Aussen) oder auch für Treibstoff, damit weiter draussen gelegene Fischgründe für Thunfisch und ähnliches angefahren werden können. Mit minimalen Mitteln kann so im Einvernehmen mit der lokalen Bevölkerung eine maximale Hebelwirkung zum Schutz der Riffe erzielt werden, die durch Verbote mit keinem vernünftigen Aufwand durchsetzbar wären.


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Fischer Unterwasser

Tauchplätze des Resorts

Das Hausriff Onemobaa Cavern

Luftbild
Luftbild Hausriff und Resort


Unter Wasser wird schnell klar, warum das Hausriff als das non plus ultra auf der Welt gilt. Die wenige Meter vor dem Wakatobi Resort beginnende Steilwand sprengt alle Vorstellungen, die mit dem Begriff Hausriff im allgemeinen verwurzelt sind. Die kilometerlange Wand mit Überhängen, Simsen, Durchbrüchen und Fenstern stellt in ihrer Komplexität ein kaum zu erkundendes, erstklassiges Tauchrevier dar. Und dieses darf zu jeder Tages- und Nachtzeit nach eigenem Geschmack und unbeschränkt betaucht werden.


Hausriff
Hausriff, (c) James Watt

Hausriff
Hausriff


Alleine sechs verschiedene Tauchplätze am Hausriff sind direkt vom Strand aus oder in kürzester Zeit mit dem Taxiboot erreichbar. Zu den Attraktionen zählen eine große Artenvielfalt an Fischen, wirbellosen Tieren, Kleinstlebewesen, wundervolle Weichkorallen, Fächerkorallen, Tunikaten, Peitschenkorallen, Schwämme- zusammen ein atemberaubender Regenbogen in allen Farben.


Ghost

Bei der Erforschung dieses Korallenparadieses taucht man durch drei verschiedene Lebensräume : Sand, Seegras und Korallen. Jedes für sich ein Wunder der Natur. Hier kann man nicht nur als Fotograf Stunden nur im Seegras verbringen, um das vielfältige Leben aufzunehmen bzw. im Bild festzuhalten.


Blauringoktopus
Blauringoktopus, eines der giftigsten Lebewesen !


Direkt vom Strand aus beginnt der Tauchgang. Nach wenigen Metern erreicht man schon unmittelbar vor dem Resort einen gesunden Seegrasgürtel, der voller Leben und voller Überraschungen steckt. Oft verbringen Fotografen Tage im Umkreis von 30 Metern vom Resort im Seegras, um das vielfältige Leben und die erstaunlichen Formen von Tarnung im Bild festzuhalten.

Muräne
Muräne im Seegras


Pastel Reef


Die Farben vielfältig und abwechslungsreich - gedämpfte Pastelltöne herrschen vor, aus diesem Grund auch die Namensgebung.


Pastell-Riff-1
Pastell Riff


In der Tiefe gibt es Gärten neongelber Drahtkorallen, verschlungen in surrealistischen Formen. Mit der Strömung und den geöffneten Korallen eröffnet sich hier ein umwerfend schöner Tauchgang - ein visuelles Feuerwerk.


Die Korallen sind gesund und strotzen vor Leben bis knapp unter die Oberfläche wie das Panorama zeigt. In Wakatobi generell gibt es keinerlei Anzeichen von Korallenbleiche.


Pastell-Riff-2
Panorama Bild des Pastell-Riffes


Table Coral City

Der fragile, wunderschöne Steinkorallengarten mit Riff-Fisch-Kinderstube erhebt sich bis dicht unter die Wasseroberfläche.


Table-Coral

Blade - die Klinge

Gleich einer überdimensionalen, schartigen Messerklinge ragt dieser Riffrücken mit einzigartiger Topographie bis unter die Wasseroberfläche. Gorgonien, Fass-Schwämme, zahllose intakte Steinkorallen und Niedere Tiere schmücken das Riff. Wie Unterwasserfliegen und auf beiden Seiten den Grat hinunter in die Tiefe sehen. Wo gibt es so etwas; mithin einer der faszinierendsten Tauchgänge auf Wakatobi.

Blade
Blade - Die Klinge


Dies war nur eine kleine Auswahl der Tauchgründe um Wakatobi. Eigentlich ist jeder Tauchgang in diesem Resort etwas besonderes, aber die genannten Tauchplätze haben uns am besten gefallen. Die Entdeckungen die hier gemacht werden können sind wohl weltweit einzigartig und entschädigen auf ein Vielfaches für die lange Anreise. Schade nur, dass auch dieser Aufenthalt einmal enden musste - aber wir werden auf jeden Fall wieder kommen :-)



Allgemeine Hinweise


Buchungen für das Wakatobi Dive Resort können am besten über die Wakatobi Homepage vorgenommen werden. Sowohl eine aktuelle Verfügbarkeit ist über die Seiten anzeigbar, als auch Details über Saisonale Preise und Hinweise für die Anreise.




In der Zwischenzeit habt Ihr die Möglichkeit eine Traumreise im Gesamtwert von 20.000 EUR nach Wakatobi zu gewinnen.
Die Reise umfasst Flug in der Business Class, 4 Tage Aufenthalt im Hyatt Regency in Bali und 11 Tage Tauchen der Sonderklasse im Wakatobi Dive Resort - und das ganze für 4 Personen !!!

Teilnehmen könnt Ihr auf unserer Wakatobi - Taucher.Net Quattro Quiz Seite .
Eure Teilnahme am Quiz wird auch beim Umweltschutz honoriert, denn: Für jedes Team, das mitmacht, investiert Wakatobi EUR 44 in den Schutz der Riffe im umliegenden Nationalpark. Bisher habt Ihr bereits über 20.000 EUR eingespielt !! Also weitersagen !!!

Weitere Wakatobi-Infos: hier als PDF-File

Weitere Quiz-Infos: hier als PDF-File




Im folgenden noch einige Impressionen der Unterwasserwelt von Wakatobi:


© Herbert Gfrörer, Taucher.Net . Alle Fotos ohne speziellen Angaben © by Wakatobi Dive Resort .


Infos

Mit anderen Tauchern chatten? Das geht? Klar - auf unserer Chat-Seite! Hier sind regelmäßig viele Taucher versammelt, die über alle sinnvollen oder sinnlosen Themen rund ums Tauchen diskutieren. Schau doch einfach mal rein!


27.05.2012 04:52 Taucher Online : 40
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