Risiko-Checkliste
Von welchen Risiken bin
ich betroffen?
Was brauche ich, um zu einer
optimalen Vorsorge zu kommen?
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Tipps und Trends:
Im Gegensatz z.B. zum Fußball
ist das Tauchen noch ein recht junger Sport. Das Sporttauchen entwickelte
sich erst in den letzten Jahren zum Trend. Die Entwicklung zum Breitensport
ist abzusehen. Mehr Sporttaucher bedeuten für die Tauchartikelhersteller
mehr Geld in den Kassen. Die Neuentwicklungen der letzten Jahre zeigen
das wachsende Interesse. So wie sich Hersteller und Entwicklung dem Markt
angepaßt haben, so muß sich die Versicherungsbranche erst auf
die neuen Gegebenheiten einrichten. Dies bedeutet für die Gesellschaften
neue Risiken. Risiken, die sie auf Grund mangelnder Erfahrung schlecht
kalkulieren können. Die Folge ist zur Zeit noch eine vorsichtige Zurückhaltung
bei der Tarifentwicklung.
Wir als betroffene Sporttaucher können
dazu beitragen, den Tarifmarkt der Versicherungsgesellschaften nach unseren
Interessen zu entwickeln. Von heute auf morgen geht das nicht. Durch häufige
gezielte Anfragen bei den Gesellschaften wird der Vorgang aber erheblich
beschleunigt, da die entsprechenden Stellen dann zum Handeln genötigt
werden.
Wirtschaftliche Unternehmen, und ein
solches ist eine Versicherung, reagieren auf den Markt. Formulieren wir
also möglichst genau unsere Absicherungswünsche und treten damit
an die Gesellschaften heran. Es ist dann abzusehen, daß auf Dauer
gesehen der Tauchsport und seine speziellen Risiken und Gefahren nicht
nur beachtet werden, sondern von den Versicherungsgesellschaften entsprechende
Lösungsvorschläge erarbeitet werden.
Unabhängig vom Tauchsport benötigen
wir alle in bestimmten Bereichen privaten Versicherungsschutz. So zum Beispiel
beim Haftungsrisiko für Personen- Sach- und Vermögensschäden,
da wir lt. Gesetz für von uns verursachte Schäden haftbar sind.
Wir sollten uns also zu Beginn Gedanken darüber machen, ob es sinnvoll
ist, das private Risiko und das tauchsportliche Risiko separat zu versichern.
(Doppelversicherung, höhere Prämien, Übersichtlichkeit u.s.w.).
Um die tatsächlich vorhandenen Risiken abzusichern, müssen wir
als erstes die uns betreffenden Risiken suchen. (Kann es für Einzelpersonen
ohne Familie einen Grund geben das Todesfallrisiko zu versichern?)
Haben wir eine Übersicht der uns
betreffenden Risiken gefunden, bleibt noch die Entscheidung darüber,
welche Gefahren wir selbst tragen können und für welche Fälle
eine Versicherung einspringen soll. (Wollen wir alle noch so kleinen Gefahren
versichern, werden uns wohl die Kosten über den Kopf wachsen.)
Im folgenden Anhang ist ein kurzer
Leitfaden zur Risikoprüfung. Da sehr viele Dinge im Privat- Sport-
und Berufsbereich zu berücksichtigen sind, wird kein Anspruch auf
Vollständigkeit erhoben. Sie soll lediglich ein Denkanstoß sein.
Ergänzen Sie die Liste einfach nach Ihren Wünschen.
So gehen Sie vor:
- Drucken Sie sich den Leitfaden aus.
- Besteht bei Ihnen eines der aufgeführten
Risiken, machen Sie ein Kreuz.
- Haben Sie weitere, nicht aufgeführte
Risiken ergänzen Sie die Liste.
- Machen Sie sich Gedanken darüber,
welche auf der Liste aufgeführten Risiken Sie selbst tragen können,
und streichen Sie diese wieder weg.
- Erstellen Sie sich eine eigene Liste
der Risiken, die Sie an eine Versicherung abgeben wollen. Formulieren Sie
dabei möglichst genau Ihre Wünsche.
- Holen Sie an Hand der Liste Ihre Angebote
ein. Je genauer Sie Ihre Wünsche formulieren und abgrenzen, desto
besser werden die Angebote ausfallen.
- Haben Sie sich für eines der
Angebote entschlossen, beachten Sie bei dem Vertragsabschluß die
Tips zum Tauchsport in den entsprechenden Sparten.
Leitfaden zum Risiko:
- Todesfallrisiko
- Habe ich Familie, Kinder, Partner,
die ich absichern möchte?
- Haftungsrisiko
- Habe ich ein Tier, für das ich
haftbar bin?
- Hafte ich beruflich für Fehler?
- Hafte ich für weitere Personen
(Kinder, Pflegebedürftige)?
- Habe ich sonstige Hobbys aus denen
Haftungsansprüche entstehen können?
- Bin ich Gebäude/Grundstücksbesitzer?
- Bin ich selbständig/freiberuflich?
(Die private Haftpflichtversicherung
sollte zum Schutze Dritter und somit zum Eigenschutz von jedem als Pflicht
angesehen werden.)
- Krankheitskosten
- Gilt meine Krankenversicherung am
Urlaubsziel ?
- Deckt sie die Kosten einer eventl.
notwendigen privatärztlichen Behandlung?
- Deckt sie Krankheitskosten und Krankenrücktransporte?
- Deckt sie Druckkammerbehandlungen
und sonstige tauchtypische Krankheitskosten?
- Wer bezahlt eine notwendige Rettungskette,
z.B. eine Flugrettung?
(Bei Unklarheiten fragen Sie doch einfach
bei Ihrer Krankenversicherung nach.)
- Krankheitsfolgekosten
- Verdienstausfall bei längerer
Krankheit?
- Verdienstausfall bei andauernder Krankheit,
zum Beispiel Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit durch Krankheit oder
Unfall?
- Krankheitsnebenkosten wie Zuzahlungen,
Medikamente, Fahrkosten, u.s.w.?
- Unfallfolgen
- Entstehen Kosten für Bergungsmaßnahmen?
- Werden kosmetische Operationen notwendig?
- Kosten für Wohnungsumbau bei
Gehbehinderung?
- Verringertes Einkommen durch notwendigen
Berufswechsel?
- Wer sorgt für mein Kfz?
- Spezielle Risiken
- Wer ersetzt den Verlust von Ausrüstung
und Reiseutensilien?
- Wer sorgt für Betreuung und Rücktransport
meiner Kinder, wenn mir etwas passiert?
- Wer ersetzt im Ausland den Verlust
von Dokumenten?
- Wie komme ich im Notfall an Devisen?
Leitfaden zur Risikoabsicherung
- Todesfallrisiko
- Kapitallebensversicherung
- Risikolebensversicherung
- Unfallversicherung
- Haftungsrisiko
- private Haftpflichtversicherung (Sportrisiko
einschließen)
Krankheitskosten
- gesetzliche Krankenversicherung
- private Krankenversicherung
- private Krankenzusatzversicherung
- kurzfristige Reisekrankenversicherung
- Krankheitsfolgekosten
- private Krankenzusatzversicherung
- Unfallversicherung (nur bei Unfallfolgen)
- Berufsunfähigkeitsversicherung
- private Zusatzrentenversicherung
- Unfallfolgen
- private Unfallversicherung
- Spezielle Risiken
- Reisekrankenversicherung
- Reisegepäckversicherung
- Kfz Schutzbrief
- Personenschutzbrief
- DAN
- Verbandsversicherungen (eingeschränkt)
- Sondertarife privater Gesellschaften
(c) Martin Rubner