Der Azimuth-Rebreather

 Geschrieben von Achim

Der Azimuth-Rebreather

von Achim R. Schlöffel

Vergessen sind die sieben Stunden Autofahrt, der Stau und die Hitze - vor mir steht der erste Azimuth-Rebreather den ich zu Gesicht bekomme - und es ist auch noch meiner! Es ist August 2000 und ich bin nach Italien gefahren um das Gerät direkt vom Hersteller in Empfang zu nehmen. Womit wir bei der ersten interessanten Frage sind: Wer ist der Hersteller ? Laut der Firma SanOSub, sie selbst - inklusive Entwicklung, Test und Produktion. Laut Internet die Firma OMG, die das augenscheinlich gleiche Gerät - natürlich auch selbst entwickelt und Gebaut als RDM 2000 anbietet ? Egal. Ich hab mein Exemplar erhalten, alle guten Ratschläge und Tipps mit eingepackt und fahre wieder gen Norden um mich zum ersten Mal ins kühle Naß zu Stürzen. Zuvor möchte ich aber das Gerät vorstellen:

Das Gerät

Das Azimuth ist ein halb geschlossenes Kreislaufgerät mit frei wählbarer Konstant-Dosierung und einem manuellen Bypass . Das Gerät wiegt gefüllt 27 kg und ist im Salzwasser neutral.
Ausgelegt ist das Gerät für Nitrox- Gemische von 32% bis 50% und eine maximale Tiefe von 40 Meter. Die Arbeitstemperatur wird vom Hersteller mit -1° C. bis 35° C. angegeben. Betrieben wird es mit einer 4 Liter-Stahlflasche, wobei eine zweite Flasche als Bailout vorhanden ist und jederzeit in den Atemkreislauf mit eingeschaltet werden kann.

Azimuth Rebreather


Interessant ist der manuelle Bypass , der anders als z.B. beim Dolphin eben nicht Lungenautomaten- gesteuert Gas nachdosiert, sondern das Gas muß vom Taucher selbst nachdosiert werden. Das bietet einige Vorteile - aber auch Gefahren für den nicht richtig ausgebildeten Nutzer.

Taucht man mit dem Rebreather ab, wird die Gegenlunge komprimiert. Geschieht dies schneller als die Konstantdosierung diese wieder auffüllen kann, kommt es zu einer Erschwerung der Atemarbeit oder sogar zu einer "ohne-Luft"-Situation. Bei Geräten mit lungenautomatischem Bypass wie z.B. dem Dräger Dolphin, wird das Volumen über einen Lungenautomaten, an der Konstantdosierung vorbei wieder aufgefüllt. Beim Azimuth muß dies vom Taucher selbst über einen Knopf geschehen. Das bietet zwar zum einen mehr Freiheit, kann aber für einen nicht ausreichend ausgebildeten Taucher auch zur Gefahr werden, wenn er nicht rechtzeitig Gas zuführt.

Einzelteile des Azimuth
Das Azimuth zerlegt in alle Einzelkomponenten

Weitere Besonderheiten des Gerätes sind die (sehr schöne) Form und das recht robuste Gehäuse im Industriedesign, sowie der Kalkbehälter aus Edelstahl mit einem Volumen von 2,35 kg. Von der nicht ganz glücklichen Materialwahl einmal abgesehen (Metall leitet ja bekanntlich Wärme wie auch Kälte sehr gut. Da die Reaktion des Atemkalks wärmeabhängig ist, kann man sich eventuelle Probleme bei Kaltwassertauchgängen vorstellen), ist das Teil ein Schmuckstück und ist sicher für drei Taucherleben ausgelegt.

Kalkbehälter
Kalkbehälter gefüllt

-> Hier gleich vorweg. In nunmehr über 3 Jahren Einsatz erwies sich der Kalkbehälter nicht als Nachteil. Vermutlich isoliert die zwischen der Außenwand des Behälters und dem Kalk zirkulierende, warme Atemluft genug um hier einen signifikanten Wärmeverlust zu vermeiden. Zu bemerken ist lediglich daß sogar der Edelstahl vom Kalk angegriffen wird, wenn er nicht sorgfältigst gereinigt wird!!)

Bedingt durch die frei wählbare Dosierung mittels eines Nadelventils (VOR DEM TAUCHGANG!!) ist es natürlich möglich, auch andere als die vom Hersteller angegebenen Gase (32, 40 und 50%) zu tauchen. Besonders bei nicht ganz perfekten Mischungen kann der ausgebildete Nutzer dennoch tauchen gehen, ohne einen Kompromiß was Sicherheit oder Effizienz des Rebreathers angeht eingehen zu müssen. (z.B. Nitrox 29 statt 32 - hier könnte der Flow entsprechend erhöht werden).

Da es mir aber widersinnig erschien, einen Rebreather, der eine frei wählbare Dosierung hat mit fixen Gemischen zu tauchen, erstellte ich eine Tabelle aller möglichen Gase. Dabei werden folgende Werte in Beziehung gesetzt:

Flowrate in l/min.: (das konstant in die Gegenlunge zugeführte Gas)
FO2: (O2 % im gewählten Gemisch der Vorratsflasche)
Meta O2: (vom Körper metabolisierter Sauerstoff in l/min.)
FiO2: (Prozent O2 des Gases in der Gegenlunge)
PO2: (Sauerstoffpartialdruck des geatmeten Gases in der jeweiligen Tiefe)

Beispiel:
Geplanter Tauchgang mit einer durchschnittlichen Tiefe von 12 Metern im Baggersee um die Ecke. Tiefste Stelle 18 Meter. Wir wählen ein Gas, das bei 18 Meter einen PO2 von 1,4 Bar nicht übersteigt:

2,9 Bar x X = 1,4 => 1,4 / 2,9 = 0,5 => Nitrox 50.

So ist sichergestellt daß selbst bei minimaler Metabolisierung oder Atmung durch offenes System ein PO2 von 1,4 Bar nicht übersteigen wird.
Nun muß eine Flowrate gefunden werden, die zusammen mit der zu erwartenden Metabolisierung einen akzeptablen PO2 in der Gegenlunge schafft, ohne in den hypoxischen Bereich abzufallen. Wenn die Metabolisierung zB durch vermehrte Anstrengung steigt.

Die Formel dazu ist:

((Flowrate x FO2) - Meta O2 ) / (Flowrate - Meta O2)

Um einen Überblick zu gewinnen habe ich mittels dieser Formel alle Möglichkeiten durchgespielt. Und zwar für alle Gase von 21 bis 100% O2. Flowrate je Gas von 1-15 l/min. und Meta O2 von 0,5 bis 2,5 l/min. in 0,5er Schritten.
Aus den über 5000 Ergebnissen habe ich alle mit einer FiO2 von unter 16% ausgeschlossen. Die verbleibenden Ergebnisse liegen also alle außerhalb des hypoxischen Bereichs. Die FiO2 von 16 - 21% wurden rot hinterlegt. Von realistischen Metaraten ausgehend wurden alle Ergebnisse die auf einer Meta von 1,5 l/min basieren Grün, die auf 1,0 l/min basieren Gelb hinterlegt.

So ist eine Tabelle entstanden, die es jederzeit erlaubt für ein vorhandenes Gas die richtige Variante zu finden.

In unserem Beispiel gibt die Tabelle - im grünen Bereich Werte zwischen 5 und 15 l/min. an. Dabei kommen FiO2 Werte von 0,286 bis 0,444 heraus. Jetzt stellt sich eben wieder die Frage ob eine O2-Messung gegeben ist. Würde man z.B. eine 5 l/min Dosierung wählen und die Meta steigt auf 2 l/min - dann sinkt der FiO2 auf einen kritischen Wert von 0,167. Wählt man eine Dosierung von 7 l/min, wäre sogar bei einem relativ unwahrscheinlichen Anstieg der Metarate auf 2,5 l/min der FiO2 mit 0,222 im atembaren Bereich.

ACHTUNG!!!
Beim Auftauchen - vor allem nach Anstrengung kann es gerade bei niedrigen FiO2 Werten dennoch zu Hypoxie kommen. Es muß hier auf alle Fälle gespült werden!!



Bedingt durch die Durchflußraten ist der Einsatz von Heliumgemischen zwar theoretisch möglich, macht aber keinen Sinn - da auch kein zweites Gas eingesetzt werden kann. (Achtung - die zweite Flasche ersetzt die erste Flasche NICHT, wenn sie zugeschaltet wird - sondern ergänzt sie lediglich. Es käme also zu einer Mischung der Gase, wenn die erste Flasche nicht abgedreht würde? )

Atemschläuche

Mundstück Montage Mundstück
Mundstück; Montage der Faltenschläuche am Gerät

Die Faltenschläuche sind recht kurz, dafür haben sie aber auch keinen großen Auftrieb und müssen nicht mit Gewichten tariert werden. Auch zerren sie nicht am Mundstück, das somit sehr angenehm im Mund sitzt. Der Walzenschieber ist einer der Besten auf dem Markt - sehr leichtgängig und vor allem (!) mit einer Hand zu bedienen!

Atembeutel
Atembeutel im Gerät montiert

Die Ein- bzw. Ausatembeutel mit je 6,2 Liter Volumen, sind aus einem, auch von anderen Rebreathern bekannten, durchsichtigen Kurstoffmaterial. Im Ausatembeutel sitzt ein Überdruckventil. Die Beutel lassen sich bedingt durch die Transparenz zwar sehr gut auf Verunreinigungen untersuchen - aber schlecht trocknen.

Velcrobänder
Geschlossenes Gehäuse; die Velcrobänder sind gut zu sehen


Auch noch interessant ist die Art und Weise, wie alle Komponenten des Gerätes zusammengehalten werden - nämlich mittels Velcrobändern. Das erscheint vielleicht auf den ersten Blick etwas "komisch" ist aber eine sehr benutzerfreundliche Lösung!

Überhaupt sei gesagt, daß das gesamte Gerät durch seinen einfachen Aufbau besticht und durch die Verwendung von auch sonst im Sporttauchen üblichen Teilen. Somit ist auch in entlegenen Tauchgebieten eine Reparatur mit einfachen Mitteln möglich.

Ähnlichkeit zum FGT

Wie es da nun im Regal stand - neben meinem Dräger FGT - überkam mich dann die Gewißheit: Das steht der Sohn neben dem Vater. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, die Geräte sind sich ähnlicher als es scheint und man bekommt unwillkürlich den Eindruck, daß unsere italienischen Nachbarn sich ein FGT auf den Tisch gestellt haben als sie anfingen das Azimuth zu entwickeln.

Die Geräte haben in etwa die gleiche Größe und wiegen auch fast gleich viel. Im Salzwasser sind beide neutral. Die Mundstückgarnitur und der Walzenschieber sind sich verdächtig ähnlich. Zwei Gegenlungen, etwa gleicher Größe, ein sehr ähnlicher (wenn auch nicht vom Material) Kalkbehälter. manueller Bypass und konstanter Gasfluß. Hier scheiden sich die Geister oder besser die Rebreather. Während das FGT mit drei festgelegten Gemischen und Durchflußraten betrieben wird (Nato Standardgase 32,5% - 12,8 L / min - 40% - 8 L / min und 60% - 4 L /min) - kann das Azimuth theoretisch mit einem beliebigen Nitroxgemisch gefahren werden - der Flow ist ja individuell einstellbar..

Weiters wird das FGT gleichzeitig mit zwei Flaschen betrieben, die beide über den gleichen Druckminderer laufen und das Gerät mit insgesamt 1000 Liter (2 x 2,5 Liter) Gas versorgen. Im Azimuth steht nur eine 4 Liter-Flasche mit 800 Liter Gas zur Verfügung. Die zweite Flasche dient dem Bailout, das beim FGT völlig fehlt. Ebenso fehlt beim FGT der Auftriebskörper, der beim Azimuth bereits integriert ist.

Azimuth im Einsatz FGT im Einsatz
oben das Azimuth mit offenen Flaschen, unten das FGT (Gehäuse komplett geschlossen).

Insgesamt sind sich die Geräte jedenfalls so ähnlich, daß wir sie oft und gerne neben einander tauchen - ein perfektes Paar.

Erste Erfahrungen:

Was jetzt kommt ist meine subjektive Sicht der Dinge, wie ich sie aus vielen Stunden Rebreather-Praxis und vielen Jahren als Taucher und Tauchlehrer betrachte. Jedermann sei freigestellt sein Gerät so zu tauchen, wie es geliefert wird - oder nach eigenem Geschmack Dinge anders zu lösen.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist das mitgelieferte Wing. Hier kommt es aber sicher nach einigen Tauchgängen zu einer Gewöhnung wie immer bei neuer Ausrüstung - oder man montiert ein andere System, so wie ich es gemacht habe (Dive Rite Classic Wing mit Transpac). Was mich störte, war die fehlende O2-Überwachung. Gerade wenn man seine Sicherheit nicht mit überhöhten Flußraten erzwingen will, ist die O2-Messung unerläßlich. Anders als beim FGT, wo der Gasfluß fix ist, vor dem Tauchgang gemessen wird und sich während des Tauchgangs eigentlich (!) nicht ändern kann, ist bei einem Nadelventil, das ja nicht arretiert wird, immer die Möglichkeit gegeben, daß es zu einer Veränderung des Gasflusses kommt. Es wurde also ein P-Connector für ein Dräger Oxygauge in den Atembeutel eingesetzt - so daß jederzeit eine Überprüfung des PO2 möglich ist. Entscheidet man sich gegen die O2 Messung, sollte man über eine etwas "fettere" Dosierung nachdenken. Das geht aber dann zu Lasten des Gasverbrauchs und der Blasenbildung..

Azimuth im Einsatz


Nach dem ersten Tauchgang änderte ich noch die die Schlauchführung der beiden Finis, die im Original links neben dem Kopf aus dem Gerät kommen und mir subjektiv die Bewegungsfreiheit nahmen. Sie führen jetzt links aus dem Gerät, was viel angenehmer und auch eher wie beim offenen Gerät ist. Somit also vertrauter - ein wichtiger Aspekt. Die Bewegungsfreiheit des Kopfes ist auch besser.

Kommen wir jetzt zum ersten Tauchgang. Hier zeigte sich, dass wie bei jedem neuen Gerät ein bißchen Einstellarbeit und Justierung notwendig ist. Bei den heute vertriebenen Seriengeräten ist dies nicht mehr der Fall!! Der Ausatemwiderstand war kaum zu überwinden und das Gefühl in eine volle Tüte zu atmen war extrem. Also raus aus dem Wasser und den Ansprechdruck des Überdruckventils überprüft. 14 mbar +- 2 mbar Toleranz sagt das Manual des Herstellers. Stellt man das Ventil auf 8 bis 10 mbar ein "Bingo" das Gerät atmet sich toll!! - Im subjektiven Vergleich mit dem Dolphin sogar wesentlich besser! Stellt man hier wieder den Vergleich zum Dolphin her, wo dem Taucher empfohlen wird das Überdruckventil nach eigenem Ermessen einzustellen, scheint dies auch hier die vernünftigere Lösung zu sein, Anschließend spielte ich etwas mit dem Zuschaltmechanismus der zweiten Flasche und hatte den Eindruck, daß sich der Flow stark veränderte - also Überprüfung auf dem Trockenen:

Flasche 1 - 7 l /min
Flasche 2 zugeschaltet - 5 l / min
Flasche 2 abgeschaltet - 9 l /min

?? - wie kann das sein - ?? bei der Überprüfung der Mitteldrücke der ersten Stufen kam für die erste ein Druck von 10,2 Bar heraus, bei der zweiten von 8 Bar. Nachdem beide Stufen auf 9,0 Bar eingestellt wurden sah die Messung wie folgt aus:

Flasche 1 - 7,0 l /min
Flasche 2 zugeschaltet - 7,1 l / min
Flasche 2 abgeschaltet - 6,9 l /min

Damit kann man leben. Diese Erfahrung zeigt wiederum deutlich, wie wichtig die O2-Überwachung ist!

Beim Tauchen fällt wie bei allen Rebreathern mit der Gegenlunge am Rücken auf, daß es ein bißchen schwerer einzuatmen geht wie auszuatmen. Dreht man sich auf den Rücken, verhält es sich andersherum. Verursacht wird dieses Phänomen durch den Druckunterschied zwischen der Lunge des Tauchers und der Gegenlunge im Rebreather. Am angenehmsten atmen sich demzufolge Kreisläufer mit einer Gegenlunge über die Schultern (wie z.B. Buddy Inspiration) da hier keine Druckdifferenz besteht. Dennoch atmet sich das Gerät ohne Mühe und sehr angenehm. Neulinge beim Rebreathertauchen empfinden die Geräte oft als schwergängig weil sie den Gasstrom eines Lungenautomaten gewohnt sind, der hier ausbleibt. Aber wie schon gesagt: Gewöhnung ist alles.
Bedingt durch das in die Griffe an der Oberseite des Gerätes eingebaute Gewicht und das Gewicht des Edelstahl-Kalkbehälters unterstützt das Gerät eine horizontale und somit ideale Wasserlage.
Das Gerät ist nicht ganz so geräuschlos wie das FGT (bedingt durch den perfekten Diffusor des FGT) - dennoch kein Vergleich zum offenen Gerät! Die Stille im Wasser ist fast perfekt. Nur das ganz leise Säuseln des Überdruckventils ist wahrnehmbar.

FGT Diffusor
Der Diffusor des FGT

Da das FGT ein militärisches Gerät ist, hat es einen sehr effektiven Diffusor bekommen, wohingegen beim Azimuth nur eine Schaumstoffscheibe eingelegt wurde. Dieser "zerlegt" die Gasblasen aus dem Überdruckventil in feinste Bläschen, die dann optisch fast nicht mehr wahrnehmbar sind.

Nachdem diese ersten Schwierigkeiten (die bei den neuen Serienmodellen nicht mehr vorhanden sind!) ausgeräumt waren - bin ich mir sicher - Das Azimuth ist einer der besten Sporttauch-Rebreather die es gibt!

Weitere Informationen findet Ihr auf der Rebreather Seite von Achim

© Achim R. Schlöffel (Text u. Bilder Azimuth)
Bilder Freiwasser © Florian Demleitner

Disclaimer:
Dieser Artikel stellt keine Anleitung zum Rebreathertauchen - egal mit welchem Gerät dar. Er ersetzt keine Ausbildung. Tauchen und Rebreathertauchen im Besonderen ist eine Aktivität mit Risiken, die zu Verletzung und Tod führen können. Eine fundierte Ausbildung ist unerläßlich. Der Autor lehnt jede Haftung für Schäden egal welcher Art ab.
Der Text wurde nach besten Wissen und Gewissen auf Fehler überprüft. Irrtümer vorbehalten.


Kurze Begriffserläuterung:

Konstantdosierung:

Über eine Düse oder ein Nadelventil konstant in die Gegenlunge des Rebreathers zugeführtes Gas.

Bypass:

Automatische Nachdosierung von Gas in die Gegenlunge wenn die Konstantdosierung nicht ausreicht um diese ausreichend zu füllen (z.B. beim schnellen Abtauchen)

Flow / Flussrate

wird durch ein Nadelventil gesteuert. Nadelventile sind Reduzierventile, wobei ein Nadelventil nur die Ausströmgeschwindigkeit reduzieren kann.
Nadelventil

Diffusor:

Zerstäubt, bzw. zerlegt die Blasen des Überdruckventils um diese, vor allem für einen Beobachter an der Oberfläche unsichtbar zu machen.

Atemkalk

Eine Chemikalie aus NaOH und (Ca(OH)2 die in einer exothermen Reaktion das CO2 der Ausatemluft bindet und diese so "reinigt". Da für die Reaktion ein Minimum an Temperatur nötig ist, sollte der Rebreather beim Einsatz im kalten Wasser einige Minuten warmgeatmet werden um eine einwandfreie Absorption während des Tauchens zu gewährleisten.



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