Donegal - Diving one of Irelands finest places

 Geschrieben von Jan

Burtonport/Donegal

Diving one of Irelands finest places


"Burtonport, wo ist denn das ?" In Donegal an der Nordwestspitze von Irland, aha. Ist das da nicht saukalt? Gibt's da überhaupt was zu sehen? Da regnet es doch ohnehin dauernd, oder ?? Das sind die häufigsten Fragen, wenn es ums Tauchen in dieser wunderbaren Gegend geht.

Die Antworten sind einfach: Es gibt etwas zu sehen, und ob! Und so kalt ist es auch nicht, im Sommer wurden schon Wassertemperaturen von 18°C im Nordatlantik gemessen. Und der Regen, na ja, regnen kann's schon mal...

The Rosses
The Rosses vom Bloody Foreland aus gesehen




Aranmore
Aranmore



Der Nordatlantik versorgt die Nordwestküste Irlands mit einem konstanten Strom klaren Seewassers, was zuweilen zu Sichtweiten von über 50m führt, und das auch kurz vor der Küste. Aber er bringt auch eine konstante Dünung und vor allem einen ernormen Tidenhub von bis zu 5m und dementsprechend viel Strömung. Drifttauchgänge bei einer Strömung von sechs Knoten sind durchaus drin. Damit bleibt das Tauchen aufgrund des relativ kühlen Wassers und der schwierigen Seebedingungen eher erfahrenen Tauchern im Trockenanzug vorbehalten. Diese bekommen in allen Tiefenbereichen unglaublich viel geboten: neben faszinierenden Steilwänden, Unterwasserhöhlen, Kanälen und Felsnadeln findet sich eine riesige Fülle von Leben. Seehunde, Haie und sogar Delphine und Walhaie werden hier gesichtet.

Auch mit schönen Wracks kann die Gegend um Burtonport aufwarten, z.B. mit einem vor ca. 15 Jahren gesunkenen Trawler direkt vor der Mündung des Hafenkanals in den Atlantik. Der Trawler liegt dort in ca. 30m Tiefe auf ebenem Sand und Kiesgrund und ist sehr gut erhalten. Die abenteuerlustigen können dort noch heute die Toilette benutzen!

Seestern
Seestern


Begleiter
Begleiter 2
neugierige Begleiter



Mast
Schiffsmast
(leider war die Sicht an dem Tag, als die Aufnahmen vom
Wrack gemacht wurden ganz besonders schlecht)



Schraube
Schiffsschraube


Weichkoralle
Weichkoralle




Eine weitere Insel mit sehr schönen Tauchplätzen ist Owey Island.

Owey
Owey Island


Aranmore
Aranmore


Die Felsen um die Insel weisen einen wunderschönen, purpurfarbenen Bewuchs auf und die Unterwasserlandschaft ist geprägt von riesigen Felsen, Canyons und Kelp. In der Bildmitte (dort wo es so schäumt) beginnt eine betauchbare Unterwasserhöhle. Oben zeigt das Bild einen kleinen Canyon auf Aranmore, ebenfalls betauchbar.

Having fun
Having Fun !!!


Fischfabrik
alte Fischfabrik




Auch Überwasser hat die Gegend um Burtonport und Dungloe, auch "The Rosses" genannt, viel zu bieten. Die Küstenlinie ist spektakulär, mal geprägt von schroffen Granitklippen, mal durchsetzt von kleinen und großen, aber durchweg sehr schönen Sandstränden. Sollte die See einmal zu rauh sein zum Tauchen lohnt sich ein Tagesausflug zur größten Insel des Gegend, Aranmore. Hier bietet sich eine Wanderung quer über die Insel zum Leuchtturm auf der Nordseite an. Die Aussicht auf den Atlantik von dort ist wirklich spektakulär.

Auf dem Rückweg kann man die Wartezeit bis zur Ankunft der Fähre zurück in einem der netten Pubs verbringen, die laut Hörensagen wirklich immer geöffnet sind. Entlang des Rückweges nach Burtonport kann man die Überbleibsel des einst florierenden Fischereihafens von Burtonport besichtigen. Die alte Fischfabrik liegt übrigens an einem Kanal, in dem geniale Drifttauchgänge durchgeführt werden können.

In Burtonport selbst lohnt sich ein Besuch bei Jimmy Johnny's, Kelly's Arran Bar, Skipper's Tavern oder der Harbour Bar immer.

Rock
The Rock of Aranmore



Mt. Errigal
Mount Errigal


Sonnenuntergang
Sonnenuntergang in Burtonport



Direkt an der Küste befindet sich ein wildes und wirklich verlassenes Bergland, das zu ausgedehnten Wandertouren einlädt. Allerdings sollte man sich vorher genau erkundigen, welche Wege gangbar sind, die Berge sind mit einem je nach Regenfall extrem morastigen Hochmoor bedeckt. Der Mount Errigal ist mit etwas über 750m Höhe die höchste Erhebung in der Gegend. Durch seine vereinzelte Lage hat man von seinem Gipfel eine fantastische Rundumsicht.

Aufgrund des Sommerregenklimas sind die beste Reisezeiten April und Mai sowie August, September und Oktober. Die Anreise in der Nordwesten kann problemlos mit dem Flugzeug erfolgen, die nächsten Regionalflughäfen sind Donegal International Airport, Sligo oder Derry bzw. Londonderry oder auch Belfast.

Oder man nimmt das eigene Fahrzeug per Autofähre mit. Zu empfehlen ist hier die Route mit der Nachtfähre von DFDS Seaways von Ijmuiden/Amsterdam nach Newcastle und dann weiter mit der Stena Line von Stranraer nach Belfast (http://www.dfds.de). Die Gesamtreisezeit beträgt hier ca. zwei Tage pro Strecke.

Ein eigenes Fortbewegungsmittel ist in Irland dringend zu empfehlen, da die Ausstattung mit öffentlichen Verkehrsmitteln speziell in den westlichen Counties erheblich zu wünschen übrig lässt.


Photos Copyright by Patrick Kyles, Burtonport, Ireland.

I would again like to express my thanks to Patrick Kyles for making the excellent photographs available to me.


Infos

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