Lange Zeit war der Abyss das Topmodell der Mares Produktlinie. Kaltwassertauglich,
robust und mit einem guten Atemkomfort ausgestattet leistete er zusammen mit
der ersten Stufe MR 22 unzähligen Tauchern seinen Dienst. Mares hat
sich jedoch nicht auf diesen Lorbeeren ausgeruht. Als Weiterentwicklung des
Abyss wurde der Mares Proton Ice mit der ersten Stufe V32 konzipiert.
Die technischen Eigenschaften der V32 wie Membransteuerung und DFC-System
entsprechen denen des legendären MR22. Das Gehäuse besteht aus einem
geschmiedeten Messingblock mit verchromten und vernickeltem Finish. Zusätzlich
wurde zum Schutz vor Kratzern und Schlägen eine Polymer-Schicht aufgebracht.
Das geringe Gewicht und das unverwechselbare Design heben die V32 von anderen
ersten Stufen ab. Leider ist die V32 ab Werk nur für 200 bar gerüstet,
was bei dem immer stärkeren aufkommen der 300 bar Technik eigentlich
unverständlich ist. Optional ist jedoch die Umrüstung auf 300bar
möglich.
Beim Proton Ice handelt es sich um eine komplette Neuentwicklung und glänzt
mit einem Voll-Metall-Körper und einem integrierten VAD-System. Das Mesh-Grid
System soll bei starker Strömung das abblasen verhindern.
Also ran an die Flasche und ab ins Wasser mit dem Teil. Den Atemregler konnte
ich während 10 Tauchgängen in unterschiedlichen Tiefen bis in zu
38 m testen. Als Vergleich diente mir mein geliebter Apeks CTX 100 mit Jax
Mundstück.
Nach den ersten Minuten aus denen ich immer aus meinem Apeks atmete stieg
ich auf den Proton Ice um. Den musste ich mir allerdings beim ersten mal erst
hinter dem Rücken hervorkramen. Der Proton Ice lag dabei griffig in
der Hand. Also ab in den Mund damit.
Das Mundstück lag während der Tauchgänge immer angenehm an
meinem "Jax verwöhnten" Gaumen. Auch nach 40 Minuten war kein drücken
oder ermüden der Kiefermuskulatur zu spüren. Die Luftdusche lässt
sich Unterwasser auch mit dicken Handschuhen sehr feinfühlig bedienen.
Der Blasenabweiser tut seine Pflicht hervorragend und leitet die aufsteigenden
Blasen zuverlässig am Gesicht vorbei.
Der Atemkomfort ist wirklich sehr gut. Luft gibt es in jeder gewünschten
Menge und das ohne Kraftaufwand. Der Luftstrom war für mein empfinden
ein wenig schärfer als bei meinem Apeks CTX 100.
Einziger Kritikpunkt war der etwas zu kurze Schlauch. Bei einer 12l Flasche
in kurzer Bauform zieht es manchmal ein wenig im rechten Mundwinkel wenn man
den Kopf stark nach links dreht.
Fazit:
Ein Spitzenregler zu einem leider auch Spitzenpreis. Wenn nun der Schlauch
noch ein paar Zentimeter länger wird, bleiben eigentlich kaum noch Wünsche
offen.
Die technischen Daten im Überblick:
Arbeitsweise:
1. Stufe: Membrangesteuert, DFC. 2.Stufe: VAD System
Glossar:
V.A.D.-System:
Abkürzung für 'Vortex Assisted Design-System'; von Mares patentiertes
System, welches das Ansprechverhalten des Lungenautomaten deutlich verbessert.
Das VAD-System führt die aus dem Mitteldruckschlauch strömende Luft
durch ein Bypass-Rohr direkt in das Mundstück. Dadurch entsteht im Luftstrom
eine deutliche Verwirbelung (engl. vortex). Der im Zentrum des verwirbelten
Luftstroms entstandene Unterdruck unterstützt die Membranbewegung während
der Einatemphase, wodurch das Ansprechverhalten des Lungenautomaten deutlich
verbessert wird.
DFC System:
von Mares entwickeltes Dynamic Flow Control System in den -> Ersten Stufen
der Atemregler Ruby sowie den -> Druckminderern MR22, MR16 und MR12. Das
DFC System minimiert den Mitteldruckabfall während der Einatemphase.
Damit wird unabhängig von der -> Atemarbeitsleistung ein gleichbleibend
hoher Atemkomfort gewährleistet, während in herkömmlichen Ersten
Stufen ein Mitteldruckabfall zu verzeichnen ist.
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Forum Tauchgebiete
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