Als echten Wiederholungstäter führte mich auch dieses
Jahr Ende Juni mein Kurzurlaub zur Tauchbasis „Petra“ von Ivica Stanic
in Rovinj, um einerseits schöne Tauchgänge zu machen und andererseits
mal wieder richtig zu regenerieren.
Die Altstadt von Rovinj
Anfahrt:
(Fast) alle Wege in Istrien führen nach Rovinj! Ist man einmal
dort angelangt und nähert sich der Stadt von Norden her (und das
werden 99 % von uns so tun) folgt man der Beschilderung zum Hotel Valdaliso
bzw. dem Tauchersymbol der Tauchbasis/ Pension „Petra“ (d.h. man biegt vor
dem Hafen erstmal rechts und dann noch mal links ab).
Die Pension mit dem neuen Touristenbüro befindet sich nach
wenigen hundert Metern auf der linken Straßenseite.
Quirliger Betrieb in der Tauchbasis
Die Tauchbasis befindet sich 1-2 km weiter nördlich am Gelände
des Hotels/Camping „Valdaliso“ direkt am Meer.
Abendstimmung
Tauchen:
Die Hausbucht direkt vor der Basis fällt nur sehr langsam
ab, eignet sich aber trotzdem sehr gut für Checktauchgänge
(Passt die Bleimenge?) zur Ausbildung, für Nachttauchgänge
oder einfach für eine ausgedehnte Fotopirsch.
Zu sehen gibt es Seegraswiesen, sehr viele, inzwischen seltene
Steckmuscheln, Krabben, Sepien, Knurrhähne usw.
Stachelige Steckmuschel
Highlights in diesem Gebiet sind aber sicherlich die vielen Wracks.
Zwei davon haben wir besucht:
„Maona“
Ein Schleppkahn oder anderen Quellen zufolge ein kleinerer Küstenschlepper,
der gegen Ende des zweiten Weltkrieges versenkt wurde.
Das Wrack liegt mit dem Kiel auf 36 Metern Tiefe, die Wrackoberkante
befindet sich etwa auf 32 Metern.
Das Wrack ist mit 35 Metern Länge und 5 Metern Breite recht
übersichtlich- zwischen den beiden offenen Laderäumen, in
denen Sand transportiert wurde, befindet sich eine Rundlafette, auf der
sich einmal eine Machinenkanone befunden haben soll. Diese ist jedoch
längst verschwunden…
Nach einem Blick zum Querstehendem Ruder (die Schraube wurde wohl
im Zuge der Buntmetallbeschaffung irgendwann abmontiert) kommen wir zum
Ruderhaus, das mir zum betauchen aber zu eng ist. Einem großen Hummer
bietet es aber ein komfortables Zuhause.
Ein netter und einfacher Wracktauchgang zum Einstieg!
Wrackimpressionen
HMS „Coriolanus“
Wohl die Nummer Zwei in der Beliebtheitsskala der Tauchurlauber
in Istrien ist nach der „Baron Gautsch“ -
Nachlese hier
das Wrack der „Coriolanus“, die
weit draußen im offenen Meer etwa vor Novigrad liegt.
Das etwa 60 Meter lange englische Spionageschiff lief 1945 auf
eine Mine auf und liegt seither auf dem 30 Meter tiefen Meeresgrund.
Die englische „ Coriolanus“ gilt (warum auch immer?) als kroatisches (sic!) Kulturdenkmal,
was soviel bedeutet, dass eine Extra-Gebühr zu berappen ist!
Die Sicht am Wrack ist diesmal unerwartet gut- nur einige der allgegenwärtigen
Algenfetzen treiben gespenstisch umher. Auf der Steuerbordseite findet
sich das große Leck, das durch die Minenexplosion hervorgerufen
wurde, und zum Untergang des Schiffs führte.
Unter dem Wrackrumpf befinden sich auch einige Hummer von imposanter
Größe und am Heck ist das Ruder und die dreiblättrige
Schiffsschraube interessant zu betrachten!
Am Deck des Wracks sind die drei Maschinenkanonen und der umgestürzte
Funkmast noch deutlich erkennbar. Die Galerie des Schiffes ist leicht
zu betauchen- auf die vielen herunterhängenden Fischernetze ist jedoch
zu achten!
Machinenkanone am Deck
Die Deckaufbauten sind schon etwas eng zum betauchen, aber gut erhalten.
Aber sogar für die (Binnen)Landratte ist das WC sofort als solches zu erkennen!
Ein schönes Wrack (über das es demnächst hier im
Taucher.Net Online Magazin mehr zu lesen geben wird) und ich bin mit der
Fotoausbeute sehr zufrieden!
Zu den beiden Wracks bringt uns das neue Boot der Basis, die „Polaris“,
die mit über 23 Knoten förmlich übers Wasser „fliegt“
und die Anfahrtszeit zur „Coriolanus“ auf eine knappe Stunde reduziert!
Nicht Wrack-Plätze:
Insel Banjole:
Das Inselchen Banjole gilt als taucherisches Highlight um Rovinj,
ist es doch von Grotten und Höhlen durchzogen wie ein Schweizer Käse!
Die erste Grotte beginnt auf 4 m und endet nach einer Strecke von
etwa 40 m in einen offenen Raum über Wasser, in den durch eine Öffnung
in der Höhlendecke Licht dringt. Weitere Höhlen befinden sich
auf 12 und 15 Metern.
Farbenfroher Bewuchs der Überhänge
„Saline“
Neben dem Segelbootwrack „125ML“ das in der Bucht versenkt wurde,
lockt hier etwas nördlich eine stufenweise bis auf 25m abfallende
Steilwand.
Stellenweise war die Wand komplett mit angeschwemmten (Schleim)algen bedeckt,
was ihr ein bizarres Aussehen gab.
Rotmaulgrundel auf abgesetzten Algenschleim
Wohnen & Essen:
In der Pension „Petra“ gibt es Zimmer zu mieten, bei Bedarf gibt
es noch jede Menge privater Partnerunterkünfte, an die Ilona Stanic
gerne vermittelt.
Empfehlenswert ist auch die wirklich leckere Küche in der
Pension und die überdachte Terrasse lädt zu einem gemütlichen
Taucherplausch bei mildem Rotwein nur so ein!
Garnelenlarven vor Wachsrose
Preise:
1 Euro= etwa 7 Kuna
Tauchgenehmigung für Kroatien: 100 Kuna (1 Jahr gültig
und obligat)
Tauchausfahrt zu "Riff": 20 Euro
Tauchausfahrt zu Wrack: 28 Euro
"Baron Gautsch" und "Coreolanus": 38 Euro
(Preise für Ausfahrt und Luft)
Die aktuellen €-Preise sind auf der Homepage der Basis bzw. der
Pension zu ersehen!
Danke an Eva von Scubaboard in Linz
für die erstklassige Organisation dieser Tauchfahrt!
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Forum Tauchmedizin
Auszug aus diesem Forum:
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ich habe eine allgemeine Frage zum Tiefenrausch. Die Ursache dafür sei ein hoher pN2 und die individuelle ... [mehr] Apnoe mit PFO vom 07.05.2012 : Hallo zusammen,
ich bin Apnoetaucher und habe ein PFO.
Hat hier jemand Erfahrung mit Decotabellen für Apnoe bzw.
taucht ... [mehr] Nasenbluten nach dem Tauchen vom 04.05.2012 : Ich bin etwas verunsichert.
Ich bin gestern blöderweise mit etwas Schnupfen tauchen gewesen und wie es so ist hab ich natürlich ... [mehr]
Nur rund vier Stunden Flugzeit, ein subtropisches Meer, viele Wracks und die große Artenvielfalt: Ägypten ist das beliebteste Tauchreiseziel der Deutschen. Ob Hausriff, Tagestouren oder Tauchsafaris, Tauchausbildung oder Tec-Tauchen – die vorhandene Infrastruktur [mehr]