Am Sonntag waren wir von Andreas Geuther zu einer Übung der Wasserwachtstation
in Allmannshausen eingeladen worden. Ziel der Übung war die Bergung
eines Fahrzeugs aus dem Starnberger See. Ein Auto sollte im See in eine
Tiefe von 12 Metern versenkt und anschließend wieder gehoben werden.
Zudem besprachen wir, wie man künftig bei evtl. Bootsbergungen mit der Wasserwacht zusammenarbeiten kann.
Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen speziell umgerüsteten Audi
TT. Alle ölhaltigen Teile wie z. B.: Motorblock, Bremsleitungen und
Getriebe waren gegen Metallteile des gleichen Gewichts ersetzt worden um
das "natürliche" Tauch- und Sinkverhalten des Audi nicht zu verändern.
Die Innenausstattung -wzB. die Ledersitze und das Armaturenbrett- war komplett.
Als wir pünktlich um 10.00 Uhr bei der Wasserwacht eintrafen, waren einige
der Wasserwacht-Taucher noch mit Prüfungstauchgängen beschäftigt. Die Bergungsaktion wurde also auf den Mittag verschoben.
Die Wartezeit bis zum Mittag konnten wir (Hubert, Erich, Lino) uns mit
einem schönen Tauchgang an der Steilwand vertreiben. An diesem Tag war bestes Wetter und es herrschten sehr gute Sichtweiten.
Gemütlicher Tauchgang an der Steilwand
Gegen 13.00 Uhr begannen dann die Vorbereitungen zur Übung. Das Heck des
Audi TT wurde mit einem 40m langen Stahlseil gesichert, um ein
Abrutschen über die Kante der Steilwand zu verhindern.
Taucher steigen in das Fahrzeug
Mit dem Motorboot der Wasserwacht wurde das Auto ca. 25 Meter auf den See
hinausgezogen.
Langsam versinkt das Fahrzeug...
Es dauerte ca. 40 Sekunden bis zum Untergang. Zuerst schwamm der Audi waagrecht,
langsam sank der "Bug" (Motorraum) ab, das Heck hob sich noch einmal gegen
den bayerischen Himmel, dann versank der Audi mit drei Tauchern als Besatzung
im Starnberger See.
Aufschlag am Seeboden
Nachdem das Auto den Grund in zwölf Metern Tiefe erreicht hatte und der Fahrzeuginnenraum
komplett geflutet war, konnten die Türen von innen geöffnet werden
und die drei Taucher verließen den Sportwagen.
Beginn der Bergung
Um das Auto zu bergen, wurden zwei Gurte an den Felgen befestigt, die zwei Hebesäcke
mit jeweils 500kg Auftriebsvolumen angebracht und mit Luft aus zusätzlich
mitgeführten Flaschen befüllt.
So erreichte der TT nach ca. 20 Minuten wieder die Oberfläche und konnte
an dem zuvor befestigten Stahlseil auf das Gelände der Wasserwacht
gezogen werden.
Interessant bei dieser Übung war einerseits die relativ lange Zeit
bis zum Untergang des Autos und das schnelle und unkomplizierte Anbringen
der Hebegurte an den Alufelgen.
Hätten sich "normale" Insassen in dem Fahrzeug befunden, wäre
eine Selbstrettung nicht unmöglich gewesen, das Fahrzeug blieb relativ
lange an der Oberfläche, ein Aussteigen über die Fenster wäre
möglich gewesen. Auch nachdem der Audi auf Grund lag, konnten die Türen
problemlos geöffnet werden nachdem das Auto komplett geflutet war. Allerdings
wäre für die Zeit des Wartens bis zur kompletten Flutung ohne Tauchausrüstung
eine gewisse Nervenstärke notwendig.
Die Unterwasserphotos der Bergung und unseres Tauchganges an der Steilwand
zuvor stammen von Hubert Hubal.
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Weihnachtsfest und natürlich einen guten Rutsch in ein
fantastisches und vor allem gesundes Jahr 2012!
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Heute, am 6.Februar 2011, feiern wir ein kleines Zahlenjubiläum.
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