Die kalte Jahreszeit ist da - der Trocki aus dem Schrank - und los
geht's ins kalte Wasser. Ein behaglicher Unterzieher und etwas Argon im
Trocki geben mir ein wohlig warmes Gefühl. Die mit dem Anzug
verbundenen Handschuhe sind ein wenig mit Luft gefüllt - auch hier
fühlen sich die Finger wohl. Doch Halt! - nach einer halben Stunde
Tauchzeit fangen meine Zehen (trotz dicker Socken) an langsam kalt zu
werden. Gibt es hier für den Komfort-Taucher nicht eine
Lösung?
Genau für solche Weich-Eier wie mich (und auch für diejenigen
die etwas länger im kalten Wasser sind) hat die Firma Kallweit die
Footwarmer Basix entwickelt. Zu kaufen gibts diese Fußwärmer
für 99 EUR in jedem gut sortierten Tauchshop.
In der Box befinden sich 2 Einlegesohlen mit Anschlußkabel, zwei
Regler und eine knappe Anleitung in deutsch und englisch.
Die beiden spritzwassergeschützten Regler sind kompakt - und
einfach in der Bedienung. Ein verpolungssicherer Anschluss für die
Sohlenkabel, ein Schieberegler mit 3 Temperaturstufen und ein Clip auf
der Rückseite. Das war's.
Das Gehäuse geht bei gestecktem Kabel nicht auf, so dass beim
Anziehen auch bei dem schusseligsten Taucher die Batterien nicht
rausplumpsen können. Eingesetzt werden pro Regler 4 AA Batterien
oder Akkus. Die Temperatur der Sohle hängt von den eingelegten
Batterietypen ab - genau wie die Heizdauer für einen Satz
Batterien.
Tabellen für die einstellbaren Temperaturwerte der verschiedenen
Akkusysteme befinden sich in der Anleitung. Hier kann von 35 bis 75
Grad die Temperatur in 3 Stufen gewählt werden. Ziel des Systems
ist es nicht die Füße aufzuheizen, sondern den
Kälteeinfluss an der Sohle zu minimieren. Hier sollte man
erst mal in den niedrigen Stufen ausprobieren, bevor man die
höheren Temperaturen benutzt. Ist das Gerät einmal
eingestellt und unter dem Trocki verstaut, und der Tauchgang hat
begonnen, kann man die Temperatur (leider) nicht mehr beeinflussen. Zum
Befestigen am Unterzieher befinden sich Clips auf der Rückseite
der Regler, es empfiehlt sich eine Positionierung im
Oberschenkelbereich.
Bevor der Spaß losgeht muss die Sohle auf die richtige
Schuhgröße zugeschnitten werden. Von Schuhgröße
36 bis 48 ist alles möglich. Da die Heizfläche nur unterhalb
des Fußballens sitzt kann man an der hinteren Seite beliebig
rumschnippeln.
An der Sohlenspitze befindet sich das Heizpad, aus welchem auch das
Anschlusskabel herausführt. Hier sollte man logischerweise
nicht reinschneiden.
Sind die Füßlinge richtig
zugeschnitten, werden Sie mit dem Kabelanschluss nach unten in den
Trocki eingelegt. Das Anschlusskabel sollte dann hinter der Ferse
nach oben verlaufen. Rein in den Anzug, hochziehen bis zur Hüfte -
Regler anschließen und einstellen, richtig Positionieren und das
war es dann auch schon.
Die Kabel sind relativ steif und sollten auch nicht beliebig geknickt
werden. Hier ist etwas Vorsicht angesagt. Die Sohlen sind wasserfest
und können nach einem Wassereintritt einfach getrocknet werden.
Gelangt Wasser an den (spritzwassergeschützten) Regler, so ist
dieser unverzüglich von den Batterien zu befreien,
auszuschütteln und zu Trocknen. Danach sollte (laut Hersteller)
der Regler wieder funktionieren - ich wollte es nicht ausprobieren.
Hat man einmal die für sich angenehme Temperatur gefunden, so ist
das Tauchen mit diesem System angenehm. Die empfindlichen
Füße fühlen sich sichtlich wohler - gerade weil das
wärmende Luftpolster normalerweise in den Füßlingen
nicht gegeben ist.
Fazit: Eine Investition die sich für die kalte Jahreszeit lohnt.
99 EUR für warme Füße - ich denke das ist ein
lohnenswerter Deal. Einfach in der Handhabung - schnell im Anzug - was
will man mehr.
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