Ein Reisebericht über eine Tauchsafari in der Musandam
Peninsula, Vereinigte Arabische Emirate, Oman im November 2003
von Claudia
Die Reiseplanung für diese neue unberührte Tauchdestination
führte uns über Dubai, die pulsierende Metropole in der
Wüste. Dubai wird von mehreren Fluggesellschaften angeboten, der
Flug dauert ca. 6,5 Stunden. Mit dem gebuchten Transfer (organisiert
über die Tauchbasis) kamen wir nach knapp
2-stündiger Fahrt
in dem kleinen beschaulichen Hafenort Dibba an der Ostküste der
Vereinigten Arabischen Emirate und dem Oman an. Dort im Hafen liegen
die beiden einzigartigen Schiffe, moderne Yachten, gebaut im Stil der
alten arabischen Dhows. Es gibt die blaue und die rote Dhow. Unser zu
Hause für die folgenden 7 Tage war die rote Dhow, „Al Marsa 1“.
Wir checkten noch in der Nacht ein, nahmen eine Erfrischung zu uns und
dann, während wir uns in unseren Kabinen von der Anreise erholten
und ein paar Stunden schliefen, ging die Dhow auf große Fahrt.
Unsere "Al Marsa 1"
Tauchbasis
Die Firma Al Marsa wurde im Jahr 2000
gegründet. Das kompetente
und zuverlässige Team organisiert Tauchsafaris mit den 2
firmeneigenen Schiffen entlang der nordöstlichen Spitze der
arabischen Halbinsel im omanischen Golf.
Die 25m Schiffe bieten Klimaanlage, modernste Navigationstechnik, einen
vollständig ausgestatteten Tauchraum inklusive Kompressor,
komplette Leihausrüstung und Tauchplattform. Es werden 11l
Aluminium-Flaschen in internationalem Anschluss verwendet. Weiterhin
großzügige Decks mit Sonnendeck, Innen- und
Außenküche, Salon mit TV, Video- und CD-Spieler,
Wasserentsalzungsanlage. Die Schiffe unterscheiden sich nur in der
Aufteilung der Kabinen. Die blaue Dhow verfügt über 4
Standarddoppelkabinen, 2 Kabinen teilen sich Dusch/WC. Außerdem
gibt es eine Eignerdoppelkabine mit 4 Betten und separatem Bad/WC.
Maximal finden hier 12 Gäste plus Crew für einen liveaboard
Trip Platz.
Die blaue Dhow
Die rote Dhow biete 14 Gästen plus Crew Platz. Hier gibt es 6
Standarddoppelkabinen, jeweils 2 Kabinen teilen ein Bad mit Dusche/WC.
Weiterhin kann man auf dieser Dhow 2 ensuite Doppelkabinen buchen.
Diese bieten ein eigenes Bad mit Dusche/WC. Eine willkommene
Abwechslung waren die Kajaks, mit denen wir zwischen den
Tauchgängen viel Spaß hatten. Wir besuchten auch kleine
einsame Strände mit dem begleitenden Speedboat.
Umgebung
Die mystisch anmutende Musandam Halbinsel präsentiert Ihre
schroffen Felsen und atemberaubenden Landschaften. „Das, was nach dem
Nichts kam“, so nennen die Araber dieses bizarre Stück Erde. Das
glitzernde Meer und als Kontrast die kargen, senkrecht ins Wasser
eintauchenden Felswände beeindrucken uns immer wieder.
Das Wetter war die ganze Woche sehr angenehm. Die Tagestemperaturen
lagen bei ca. 29 Grad Celsius bis 24 Grad Celsius, beste
Vorraussetzungen für eine Tauchsafari.
Landschaftsimpressionen
Verpflegung
Die Crew hat sich scheinbar viele Gedanken um unser Wohlergehen
gemacht, denn alle Mahlzeiten waren einfach köstlich. Salate,
Fisch, Geflügel, Fleisch, Gemüse, arabische
Spezialitäten, wir waren rundherum zufrieden. Trinkwasser aus dem
Spender, Kaffe und Tee ist inklusive. Und ein Gläschen Wein zum
Abendessen war ebenfalls inklusive. Für Softdrinks und
Wasserflasche, Wein und Bier gab es eine Bordkasse. Die Crew hat aber
auch nichts dagegen, wenn man seinen Wein mitbringt, nur das Bier
sollte man wirklich an der Bar kaufen, die Preise sind moderat, wir
sind in Arabien und da ist Alkohol ja bekanntlich recht teuer. Am
besten hat uns das stimmungsvolle Abendessen gefallen. In einer ruhigen
Bucht, umgeben von den mächtigen Schatten des Gebirges, der klare
Sternenhimmel über uns.
Tauchplätze
Die Vielfalt des Meereslebens rund um Musandam ist wirklich
beeindruckend. Nirgends zuvor haben wir so viele verschiedene Arten von
Fischen zusammen an einem Platz gesehen. An der nördlichen Spitze
der Musandam Halbinsel, am Eingang der Strasse von Hormuz ist
anspruchsvolles Tauchen aufgrund teilweise starker Strömungen
angesagt. Während der Tour haben wir jedoch Tauchplätze
für alle Ansprüche kannengelernt. Die Palette reicht vom
Tauchen entlang der Korallenriffe, Strömungstauchen, Kanaltauchen
und Steilwandtauchen. Nun einige detaillierte Beschreibungen unserer
Tauchgänge.
Farbenpracht Unterwasser
Am ersten Tag erreichten wir nach einer längeren Fahrt Sheesah Bay
inmitten der arabischen Fjorde. Wir tauchten am Red Island mit einer
Tiefe von 5m bis 20m. Der Tauchplatz für unseren ersten Tauchgang
heißt Red Rock und blieb für die nächsten 3 Tage unser
„Hausriff“. Dieser wunderbare Korallengarten verwöhnte uns mit
einer Vielfalt an Korallenarten, bunten Fischen und anderen
Meereslebewesen. Wir sagen u.a. prächtige Seeschildkröten,
Lobster und gelegentlich besuchten uns auch Delphine und ein Walhai!
Der 2. Tauchgang wurde Mushroom mit einer Tiefe von 10m bis zu 25m
geplant. Die eindrucksvollen Tischkorallen und ein weiter Teppich an
gelb fluoreszierenden „whip“ Korallen bieten
Rückzugsmöglichkeiten für weitere Arten wie den black
Lionfish, Muränen und Red Snapper. Immer wieder fiel uns auf, wie
viele verschiedene Fische wir entdeckten und welche Größe
die Exemplare hatten. Das ist so charakteristisch für dieses
Tauchziel. Die tiefen Steilwänden und der Auftrieb des kühlen
Tiefenwassers sorgen für reichlich Plankton und bilden somit eine
ideale Nahrungsquelle für alle Meereskreaturen.
Am Ende des 2.Tages fuhren wir weiter in Richtung Norden nach Jazirat
Munsandam, um von hier aus die „wirklichen“ Geheimnisse
(Ankündigung unseres Divemasters Rico..) dieser Safari zu
entdecken. Wir waren nun wirklich neugierig. Tauchgang Nr. 1 war am
Kachalu rock mit einer Tiefe von 5 bis 25m. Nach dem 25m Vorsprung
folgt eine Steilwand bis auf 50m. Dieser imposante Felsen erhebt sich
30m aus dem Wasser und ist ständig starken Strömungen aus
allen Richtungen ausgesetzt. Die südliche Seite wird gerne auch
„Waschmaschine“ genannt, Strömungen aus verschiedenen Richtungen
lassen das Wasser auch wirklich blubbern. Wir tauchten schnell auf 25m
ab. Schwärme von Jacks umgaben uns, angelockt wurden auch einige
Haie, die uns neugierig betrachteten, bevor sie wieder in der
Dunkelheit verschwanden. Dann, nach dieser überraschenden
Begegnung tauchten wir langsam auf, entlang der velvet corals und
entdeckten dabei so viele Fische und anderes Getier in den
Überhängen, das wir schwer ins Schwärmen gerieten und
während des gesamten Mittagessens über unsere tollen
Eindrücke reden.
Der 2.Tauchgang fand am Munsandam East Head mit einer Tiefe von 5m bis
18m statt. Hier erwartete uns ein großer farbenfroher
Korallengarten mit der schon so oft beschriebenen Artenvielfalt. Kleine
Polypen, größere Riffhaie, Nudibranch, Sergeant Major,
Sweeper, Dascyllus, Squirrelfish, Anemonenfisch, Unicorn, Surgeonfish,
Tang Grouper, etc. einfach unglaublich – wie im Aquarium, wirklich.
Dies sind einige Auszüge aus unserem Logbuch, so ging es weiter
und am Ende der Reise, zurück im Hafen von Dibba, waren wir
glückliche und erholte Taucher, voll von wunderbaren
Eindrücken. Wir checkten am Vormittag gemütlich aus und dann
ging es zurück nach Dubai, in das quirlige Stadtleben. Wir blieben
noch eine Nacht, um uns diese faszinierende Stadt kurz anzusehen. Wer
mehr Zeit hat, sollte ruhig noch einige Tage in Dubai verbringen.
Resümee
Vor der Reise wussten wir ja gar nicht, welche Erwartungen wir haben
sollten. Nun, nach der Woche auf „unserer“ Dhow träumten wir
weiter von unseren Tauchgängen und allen zauberhaften
Unterwasserwesen, die wir getroffen haben. Natürlich ist die Sicht
nicht so gut wie auf den Malediven oder im roten Meer, aber 18 bis 20m
sind zu erwarten und wir waren glücklich damit.
Die Safari war
sehr gut organisiert, die Crew an Bord inklusive Divemaster war
professionell und immer freundlich. Das Essen war köstlich und die
Abende sehr stimmungsvoll, weitab vom Alltag. Das Leben an Bord war
komfortabel, wir schliefen gut und hatten genug Platz. Das Winterklima
mit den warmen sonnigen Tagen hat uns sehr gut getan. Hier gibt es wohl
auch mal Wolken, wir hatten jedoch die ganze Woche einen klaren blauen
Himmel. Alles in Allem haben wir eine unvergessliche Woche in dieser
versteckten Ecke der Welt verbracht und unseren Taucherhorizont sehr
erweitert. Die Safari können wir auf alle Fälle
weiterempfehlen und werden sicher auch wiederkommen. Al Marsa plant ja
gerade zusätzlich zur Nordtour eine Safari in den Süden.
TIPP:
Welche Sprache spricht man an Deinem nächsten Tauchziel? Vokabeln gelernt? Wenn nicht - hier reinschauen!
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Mäggys Redsea-Divers-Hurghada (30.09.2008) Dieser Bericht ist besonders empfehlenswert für Taucher mit einem Handycap und für Tauchpaare mit kleinen Kindern. Mäggy hat mich im Oktober 2007 überhaupt zum Tauchen gebracht. Wegen meiner (mehr) Exploration Sous-Marine, Fli.. (29.09.2008) Hallo, hier sind wir wieder. In der Zwischenzeit war ich natürlich einige Male auf Mauritius und natürlich auch wieder bei Pierre zum Tauchen. Es gibt dort ein neues Boot und einen neuen Skipper - (mehr) Wahoo-Diving, Santa Maria, A.. (29.09.2008) Jetzt sind wir (TL 750 TG + AOWD 130 TG) seit 2 Wochen schon (leider) wieder zurück von den Azoren, Santa Maria, erinnern uns aber täglich gerne wieder an diesen Urlaub (30.08.-13.09.2008). Also (mehr)
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Wie viele schon vermuteten handelte es sich bei dieser Meldung natürlich um einen Aprilscherz. Viele Anrufe erreichten Barakuda, SSI und unsere Hotline, viele Mails trudelten zu diesem Thema (mehr)
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