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Tauchen und Kultur in Yucatan
Mexico 2003 von Norbert Roller
Mexiko, genauer
gesagt die Halbinsel Yucatan, war das Ziel für
diesen Sommer. Das Land wo wir eine alte Kultur entdecken und
erstklassiges Tauchen und vor allem sehr viel Sonne erleben wollten. Ob
alle unsere Wünsche erfüllt wurden?
Nach so vielen Langstreckenreisen waren wir doch überrascht, dass
das Einchecken bei Thomas Cook / Condor so problemlos war. 90kg
Gepäck, Tauchgepäck und Fotoausrüstung werden
normalerweise nicht so leicht an Bord geschmuggelt. Ein problemloser
und komfortabler Flug waren danach auch keine Überraschung mehr.
Nach einer stolzen Flugzeit von knapp 11 Stunden konnten wir dann
die Konservendose endlich wieder verlassen und uns in Richtung Hotel
verfrachten lassen.
Das Caracol
Village, ein 4-Sterne Haus, sollte uns dank einer eigenen
Tauchbasis als Ausgangspunkt dienen. Über das Caracol hatten wir
im Internet nur Gutes gelesen und alle diese Berichte hatten nicht zu
viel versprochen. Das All-Inclusive-Hotel ist harmonisch in die
Umgebung integriert und offeriert fast einen 5-Sterne Komfort. Die
weitläufige Anlage, die am Nordrand von Playa del Carmen, am Rand
des Dschungels erbaut wurde, glänzt mit allem, was man sich so von
einem Karibik-Hotel wünscht. Es liegt direkt an einem
weitläufigen und feinsandigen Sandstrand, und das nächste
Hotel liegt in weiter Entfernung. Wer es einsamer liebt, also ohne die
übliche Animation eines auf europäische Besucher optimierten
360 Betten Hotels, der kann sich links und rechts vom Hotelstrand
sehr schnell in einsame und nicht minder schöne Buchten
flüchten. Animation gab es nahezu ganztägig am Strand und dem
großen Pool. Der kleine Pool, schon in Dschungelnähe, war da
schon eher was für die Ruhesuchenden. Essen und Trinken gab es in
den zahlreichen Restaurants, Bars und Cafes eigentlich fast rund um die
Uhr. Hungern oder gar Abnehmen war unmöglich.
Dass im September die Regenzeit zu Ende geht, haben wir dann auch
gleich noch gelernt. Wir hatten uns auch schon gewundert, warum alles
so saftig grün war. ;-( Naja, nach 3-4 Tagen war es dann endlich
dauerhaft schwülwarm warm (35°C).
Die PADI Tauchbasis
SCUBA LIBRE ist eine mehrsprachige Tauchbasis unter
italienischer Leitung und hat zusätzlich eine kleine Basis im
Caracol Village Resort. Der Hauptsitz ist jedoch in Playa del Carmen
zwischen der 5ten Straße und dem Strand. Neben dem
Schnuppertauchen und der Ausbildung bietet die Basis zwei Mal
täglich einen Bootstauchgang nach dem amerikanischen Double Dive
Prinzip an. In Playa ist die Infrastruktur nicht so
überwältigend. Es fehlt eine gute Möglichkeit zum
Auswaschen der Ausrüstung; auch das Einlagern des Materials ist
eher suboptimal. Die Basis am Caracol Village besteht nur aus einer
kleinen Hütte am Strand wo man auch Material ausleihen und
natürlich die Tauchgänge buchen kann. Eine Möglichkeit
zum Auswaschen der Ausrüstung gibt es genauso wie Bügel und
den "Hineinhängservice" nach dem Trocknen.
Da
alle Tauchgänge mit der Basis in der Stadt abgestimmt wurden,
und zusätzlich der Startpunkt der Boote zwischen dem Caracol und
der Basis in Playa wechselte, wußte man nie wann man an der Basis
sein mußte. Was besonders am Morgen lästig war, da man zur
Sicherheit immer schon um 8 an der Basis war um dann zu erfahren wie es
weiterging. In der Folge gehörte Aufstehen mit dem Wecker und um
spätestens 7 Uhr mit auf den täglichen Tauchplan. Die
Nachmittagstauchgänge konnte man aber entsprechend einfacher
abstimmen.
Insgesamt fährt die Basis zehn
verschiedene Tauchspots in
längstens 30 Minuten an. Für Tauchgänge
an den Cenoten arbeitet Scuba Libre mit einem
darauf spezialisierten Tauchguide zusammen. Auch wenn acht
Cenoten im Angebot sind, werden nur zwei regelmäßig besucht.
Es empfiehlt sich die Tauchgänge schon über das Internet zu
buchen, da es vor Ort bei Scuba Libre um $20 je Doppeltauchgang teurer
ist.
Die Tauchbasis hat freundliche Guides, die alle Tauchgänge in
kleinen Gruppen (4-5) begleiten. Alle Tauchgänge sind auf
einfaches Tauchen mit viel Spaß ausgelegt. Es sind schon fast
Unterwasserführung.
Playa del Carmen,
circa 45km südlich von Cancun, war noch vor
wenigen Jahren ein Fischerdorf und ist nun mit zahlreichen Hotels in
Innenstadt- und Strandlage gesegnet. In dem "noblen" aber steril
wirkenden Stadtteil Playa Car haben viele Ausländer ihre Villen.
Die großen Ressorts befinden sich nördlich und südlich
der Stadt in direkter Strandlage. Der helle und feinsandige Strand von
Playa del Carmen liegt nur wenige Meter südlich der Shopping-Meile
(5th Street). Wie viele mexikanische Städte ist auch Playa
schachbrettartig angeordnet. Dies macht die Orientierung sehr einfach.
Je größer die Straßenzahlen werden, desto
mexikanischer wird das Ambiente. Die Stadt bietet alles Wesentliche,
was der Tourist braucht. In der 5ten Straße sind die Preise
jedoch sehr hoch und das Angebot ist nur auf den Tourismus
ausgerichtet. Ab der 15ten Straße fallen die Preise rapide, den
zwischen dieser und der 30ten Straße kaufen die Mexikaner ein. In
diesem Bereich kann man Medikamente (rezeptfrei), Schuhe und einfache
Kleidung (Jeans, Shirts, Kleider), deutlich günstiger als in
Europa einkaufen.

Im Hafen legen die Fähren nach Cozumel in regelmäßigem
Pendelverkehr ab. Einen Tauchtrip auf diese Insel haben wir dann
zeitlich leider nicht mehr geschafft.
Überall in der Nähe der 5ten gibt es nette Restaurants und
Bars. Direkt am Strand liegt die bekannteste Disco der Stadt, und hier
kann man am Abend bei "Cafe del Mar" Musik, die direkt aus Ibiza
importiert ist, seinen ersten "chillout" Drink einnehmen. Leider
dröhnt in den angrenzenden Bars die Schunkelmusik, und so will
sich das Ibiza-Feeling einfach nicht wirklich einstellen. ;-(
Unsere
Taucherlebnisse und Besuche von Kulturstätten:
Tauchplätze in Playa del Carmen
Tauchen in den Cenoten
Pyramiden in Tulum & Coba
Merida, Hauptstadt von Yucatan
© 2003 Norbert Roller von www.kacr.de
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01.12.2008 17:33 Taucher Online : 200 Heute 12605, ges. 30281765 Besucher
 
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