Lage:
Die vier Badeseen (und zwei Schottergruben, in denen noch gearbeitet
wird) liegen bei Feldkirchen an der Donau, etwa 20 km von Linz und etwa
50 km von Passau entfernt. Homepage der Gemeinde Feldkirchen: http://www.tiscover.com/...1.html
Generelles:
Diese Badeseen sind ehemalige Schottergruben, die vom Land Oberösterreich
zu Badeseen gewidmet wurden. Alle Seen weisen eine maximale Tiefe von 7-8
m auf und sind reich mit Wasserpflanzen bewachsen. Durch Besatz weisen
sie eine hohe Dichte von Hechten, Barschen und verschiedenen Karpfenarten
auf. Bei Nachttauchgängen sind vereinzelt Aale und Welse zu sehen.
Die Sichtweiten schwanken im Jahresschnitt zwischen 2 und 7 m. Wie bereits
erwähnt, handelt es sich um Badeseen. Als Taucher sollte man in den
Sommermonaten die Wochenenden (an denen ferner eine Parkgebühr von
30 öS erhoben wird) mit hohem Besucheranstrom meiden.
See 1:
Ältester See mit wenigen Wasserpflanzen, Schlammboden und schlechter
Sicht. Eignet sich hervorragend zum Lernen und Üben von Kompassorientierung.
In diesem See soll sich ein legendärer Wels (Waller) mit einer Länge
von drei Metern aufhalten… So erzählen jedenfalls seit vielen Jahren
die ansässigen Fischer - aber die lügen bekanntlich alle!
See 2:
Größter See mit Gebäude der Wasserrettung und Ambulanzraum
des Roten Kreuzes (nur bei Badebetrieb besetzt). Am Südteil ein "Unterwasserberg",
der bis etwa 0,5 m unter die Wasseroberfläche reicht. An seinen Abhängen
schöner Bewuchs und viele Hechte. An der Nordostecke des Sees befindet
sich in 3 m Tiefe ein riesiger Baumstamm mit einem Durchmesser von fast
einem Meter und einer Länge von mehr als 10 m, der waagrecht aus einem
Schotterriedel ragt und schön zu untertauchen ist. Angeblich handelt
es sich um eine Eiszeitliche Mooreiche. Dieser See besticht vor allem durch
seine hohe Dichte an Hechten (vom wenige Zentimeter großen Babyhecht
bis zum kapitalen Meterhecht) und seinen schönen Unterwasserwäldern.
Hier kann man auch schöne Eistauchgänge durchführen - am
besten dann, wenn das Eis schon schmilzt und man vom Ufer aus einsteigen
kann (entsprechende Ausrüstung und Sicherung natürlich vorausgesetzt!).
Apropos Eistauchen: In diesem See wurde für den ORF-Film über
das Eistauchen von Erwin Pröll/Klaus Huber/Thomas Hackl gedreht.
See 3 (Wasserskiliftsee):
Im vorderen Teil befindet sich die Wasserskiliftanlage. Eine günstige
Gelegenheit also, sich von einem Wasserskifahrer einen Scheitel ziehen
zu lassen. Ich empfehle deshalb den hinteren Teil des Sees mit einer Insel
aus Wasserpflanzen.
See 4 (Surfersee):
"Der" Karpfensee. Im hinteren Teil beim Buffet befindet sich
ein Ponton, von dem man gut einsteigen kann. In manchen Sommern wuchern
die Wasserpflanzen jedoch so stark, dass im vorderen Teil des Sees kaum
eine Tauchtiefe von 2 m erreicht werden kann. Mir wurde von einem riesigen
Karpfen berichtet, der bei einem Nachttauchgang gesichtet wurde ("Bruno,
der Killerkarpfen").
Das gibt es zu sehen:
Armleuchteralgen, Hornblatt, Tausendblatt, Wasserschlauch, Laichkraut,
Nixenkraut; in den Sommermonaten oft massenhaft Süßwasserquallen
(Hydra), gallertartige Moostierchen; Wandermuscheln; Rotaugen, Rotfedern,
Brachsen, Karpfen, Schleien, Gründlinge, Ukeleien, Flussbarsche, Stichlinge,
Hechte, Aale, Welse und natürlich allerlei Frösche.
Infrastrukturelles:
Ausreichend Parkplätze befinden sich an den und um die Seen. An
jedem See ist bei Badebetrieb ein Buffet geöffnet, wo man Eis, Erfrischungen
und Snacks kaufen kann. Ein Restaurant befindet sich beim angrenzenden
Golfplatz sowie im Schloss Mühldorf, ein Grill mit leckeren "Steckerlfischen"
gleich in der Nähe des Golfplatzrestaurants. Uriger sind natürlich
die drei in der Nähe befindlichen "Mostbauern": Hier kann
man bei einem Glas Most (Obstwein, die oberösterreichische "Landessäure",
etwas herber als Äpplewoi oder Cidre und sehr erfrischend) und einer
zünftigen Jause (Fleischbrot, Topfenkäsbrot, Speckbrot, Schmalzbrot,
Erdapfelkäsbrot, hausgemachter Sulz oder kaltem Leberschädel
- nein, ich werde nicht versuchen, diese Spezialitäten ins Hochdeutsche
zu übersetzten!) wieder Kraft tanken. Vielleicht ein Schnapserl hintennach?
Meine persönliche Empfehlung ist der Mostbauer Gruber beim gleichnamigen
Campingplatz in Weidet (an der Straße nach Goldwörth, etwa 0,5
km nördlich der Seen).
Nächste Füllstation:
Die Tauchsportgeschäfte in Linz (Kroh, Hamedinger, Delphin…) Nächste
Rettungsdienststellen: Samariterbund in Feldkirchen und Rotes Kreuz in
Walding (Notruf 144).
Hier noch ein paar Über- und Unterwasseraufnahmen der Feldkirchner Seen: