Eine wichtige Information für jeden Sporttaucher
Mit freundlicher Genehmigung des DRF in Filderstadt
Eine Informationsbroschüre von:
Martin Rubner e.K.
Tauchen in Deutschland Versicherungen und Tauchsport
von Martin Rubner e.K. 07.2001
Einleitung, Lebensversicherung, Haftpflichtversicherung,
Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung Rentenreform 2001, Unfallversicherung,
Reisekrankenversicherung, DRF Luftrettung, DAN Europe, VDST, ambulante
Dekokammer, Behandlung, Vor- und Nachteile der verschiedenen Anbieter,
Tipps und Trend
Der folgende Text stammt von Jürgen Langenberger, www.buceos-sub.com
Tauchen und Versicherungsschutz... Einleitung in
die Thematik
Versicherung? Was ist das? Wozu brauche ich das?
Dazu eine kurze Geschichte
Ägypten um 2500 v. Chr. Tausende sind auf der
neuen Baustelle für die neue Pyramide im Tal der Könige beschäftigt.
Sklaven, Angestellte des Pharaos, Handwerker, Zulieferer u.s.w. Darunter
auch Ahmed, der Steinmetz. Mit sich und den Göttern zufrieden pfeift
er bei seiner Arbeit den neusten Hit aus Theben. Die Melodie gefällt
ihm, die Arbeit gefällt ihm und er ist glücklich darüber,
genügend zu verdienen, um in der Freizeit auch seinen Hobbys nachgehen
zu können. Seit er den Job hier angenommen hat, geht es ihm und seiner
Fatima richtig gut. Bei Isis, für die nächsten Jahre hatte er
ausgesorgt.
Hey du" - Ahmed schreckt hoch. Er war wohl etwas eingenickt.
Vor ihm steht ein Nubier, ein Bulle von einem Mann. Sieht wie eingeölt
aus, aber vermutlich ist es nur der Schweiß, denkt sich Ahmed. "Ja,
was ist los" murmelt Ahmed. "Mir sind einige Sklaven ausgefallen" sagt
der Nubier, "kannst du mir kurz helfen?" "O.K." murmelt Ahmed und trottet
hinter dem tiefschwarzen Nubier her. "Vorsicht ihr Idioten" schreit der
Nubier. Doch zu spät. Der Stein stürzt vom Wagen und begräbt
Ahmed und den Nubier unter sich.
Fatima ringt die Hände. Ahmed ist tot. Sie ist
verzweifelt. Warum hatte sich Ahmed auf Dinge eingelassen, die ihn nichts
angehen. Das kommt dabei heraus, wenn man sich mit einem Nubier einläßt.
Oder hätte das auch bei seiner täglichen Arbeit, oder seinen
Hobbys passieren können?
Egal, er soll dennoch ein ordentliches Begräbnis
bekommen. Ein Begräbnis mit allen Beigaben die man für die Reise
und ein weiteres Leben so braucht. Es soll ihm an nichts mangeln, egal
was das Ganze kostet. Seufzend holt sie sich Schreibzeug und Papyrus, taucht
das Bambusstäbchen in die Flüssigkeit und malt die Hieroglyphen.
An den pharaonischen Begräbnisverein für
Steinmetze 27 Juli 2503 v.Chr.
Betr. Todesfall Ahmed Versicherungsnummer 007/1394
Mein Mann (königlicher Steinmetz) ist auf der
Baustelle zur neuen Pyramide ums Leben gekommen. Als Mitglied des Begräbnisvereins
hat er immer pünktlich seine Beiträge bezahlt. Ich bitte sie
um Übernahme der Bestattungskosten.
Hochachtungsvoll
Fatima, Witwe Ahmeds
Natürlich wurde dieser Papyrus nie gefunden -
und wohl auch nie geschrieben. Ein Detail der Geschichte stimmt allerdings.
Bereits 2500 v. Chr., also vor rund 4500 Jahren hatten die Steinmetze des
alten Ägyptens ihren eigenen Begräbnisverein in Form einer altertümlichen
Lebensversicherung. Die weitere geschichtliche Darstellung würde den
Rahmen sprengen.
Der wichtige- und richtige Gedanke ist das Gesetz
der großen Zahl. Das heißt, viele Menschen mit gleichen Risiken
helfen sich gegenseitig, so wird ein Schaden für den Einzelnen erträglich.
Soviel zur Vergangenheit.
In der heutigen Zeit haben wir andere Risiken, andere
Ansprüche und andere Absicherungswünsche. Eines hat sich aber
nicht verändert. Wir benötigen bei großen Schicksalsschlägen
die Unterstützung der Gemeinschaft.
Um den für uns persönlich passenden Versicherungsschutz
zu finden, müssen wir uns die Zeit nehmen, unser Umfeld
a. auf Risiken zu prüfen,
b. zu entscheiden welche
Risiken wir selbst tragen können und für welche Bereiche wir
die Hilfe der Gemeinschaft brauchen.
Wir müssen
a. unsere Wünsche
zusammenstellen und dafür geeignete Partner finden,
b. das Preis-Leistungsverhältnis
unserer Partner prüfen,
c. unseren persönlichen
Versicherungsschutz sicherstellen.
Haben wir einmal die Zeit investiert, uns sorgfältig
damit beschäftigt und die richtigen Entscheidungen getroffen, haben
wir für lange Zeit Ruhe. Wir sollten dann lediglich von Zeit zu Zeit
(alle 3-4 Jahre) die Aktualität unserer Verträge prüfen.
Der obige Text stammt von Jürgen Langenberger, www.buceos-sub.com
Als Hilfestellung dazu sollen die nachstehenden Artikel
verstanden werden. Bei der Ausarbeitung wurde ein besonderes Augenmerk
auf die Belange der Sporttaucher gelegt.
Zur Beachtung:
Die nachstehenden Texte enthalten die wichtigsten
Informationen zum Thema Tauchen und Versicherung, denn für Sporttaucher
gelten einige versicherungstechnische Besonderheiten, die hier dargestellt
werden. Das persönliche Umfeld einzelner Personen (z.B. Singles, Familie,
Beruf u.s.w.) wurde nicht berücksichtigt, denn diese Ausführungen
sind nicht dazu gedacht, eine persönliche, fachliche Beratung zu ersetzen
und sollen lediglich als Übersicht bei Beratungsgesprächen und
Verhandlungen mit den Versicherern dienen, um individuellen, optimalen
Versicherungsschutz zu erhalten.
Spezielle Fragen zum eigenen Risikoaufkommen
und/oder individuellen Absicherungsmöglichkeiten beantworten wir prompt
und detailliert – gerne auch per eMail!
Haftpflichtversicherung:
BGB §823,.. Wer vorsätzlich oder fahrlässig,
Leben, Körper, Gesundheit, Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges
Recht verletzt, ist dem anderen zum Schadenersatz verpflichtet. (Die Haftung
tritt immer nur im Falle eines Verschuldens ein. Die Haftungspflicht besteht
ohne Einschränkung in voller Höhe)
Was im Verkehrsbereich zum eigenen und zum Schutze
Dritter Pflicht ist, sollte uns im Privatbereich aus dem selben Grund ein
Muß sein.
Selbstverständlich sind auch wir Sporttaucher
nicht von Haftung ausgeschlossen und zum Teil müssen wir Besonderheiten
zu berücksichtigen. So sind z.B. geliehene und gemietete Sachen generell
vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.
Jeder kann einmal in die Situation kommen, daß
er eine Leihausrüstung oder ein gemietetes Ausrüstungsteil benötigt,
sich im Urlaub ein Hotelzimmer oder ein Boot mietet. Hier sollten wir den
„kleinen Ausschlüssen“ besondere Aufmerksamkeit schenken.
Der Versicherungsmarkt bietet eine Vielzahl von
Absicherungsmöglichkeiten im privaten Bereich. Nicht jede Variante
ist für jeden das Richtige. Pauschal gehaltene Altverträge gehören
der Antike an. Wer einen über 3 Jahre alten Vertrag hat, sollte diesen
auf Aktualität prüfen lassen. Neuere Verträge sind in der
Regel preisgünstiger und bieten mehrere Bausteine zur optimalen Zusammensetzung
an. Nachstehend einige Anregungen dazu:
Die Grundabsicherung sollte enthalten:
Personenschäden
- Versicherungssumme mindestens 5 Mio.Euro, besser 7,5 Mio. Euro
Sachschäden
- 5 Mio.Euro, besser 7,5 Mio.Euro
Vermögensschäden
– mindestens 50.000 Euro, besser 100.000 Euro (Vermögensschäden
sind in älteren Verträgen oft nicht enthalten)
Zusätzlich sollten sie einschließen:
Mitversicherung
von Mietsachschäden in einer Höhe von mindestens Euro 100.000,-
besser Euro 500.000,-DM (bei geringerem Mehrbeitrag von ca. Euro 20,- pro
Jahr, bei einigen Gesellschaften beitragsfrei)
Einschluß
einer WHG-Deckung (= Haftung nach dem Wasserhaushaltsgesetz) für Kleingebinde
mit mind. 20 Liter/kg. (Bei den meisten Gesellschaften beitragsfrei möglich)
Schlüsselverlustschäden
bei gemieteten Objekten in einer Höhe von Euro 10.000,- besser Euro
20.000,- (auch dies ist auf Antrag oft beitragsfrei möglich).
Darauf sollten Sie besonders achten:
In
der Regel hat der Versicherungsschutz weltweite Gültigkeit. Die Aufenthaltsdauer
im Ausland ist aber in der Regel begrenzt. Lassen Sie sich auf jeden Fall
(wenn nicht in den Bedingungen geregelt) Versicherungsschutz bis zu einem
Jahr zusichern. Noch besser ist ein pauschaler Zeitraum bzw. unbegrenzte
Aufenthaltsdauer im Ausland. Denn durch ungeplante Begebenheiten kann sich
auch ein kurzer Tauchtrip ungewollt verlängern.
Achten
Sie darauf, daß in den allgemeinen Bedingungen unter dem Punkt "Versicherte
Risiken" ausdrücklich auch die Ausübung von Sport in den Vertrag
eingeschlossen ist. Ein besonderer Hinweis auf den Tauchsport ist dann
nicht notwendig.
Sollten
Sie selbst Besitzer eines Sportbootes sein, ist dieses mit einer separaten
Haftpflichtversicherung für Wassersportfahrzeuge abzusichern.
Handelt
es sich jedoch um ein übliches Ruder,- Paddel,- und/oder Schlauchboot
ohne Motor, so können Sie das Boot gegen einen geringen Aufpreis (DM
20,- bis DM 50,- im Jahr) in Ihre Privathaftpflichtversicherung einschließen.
Bei einigen Gesellschaften ist dies ebenfalls beitragsfrei.
Tipp:
Nicht jeder benötigt einen eigenen Vertrag.
Beim Versicherungsnehmer ist die ganze Familie mitversichert. Auch bei
eheähnlichen Gemeinschaften wird der Partner auf Antrag beitragsfrei
in den Vertrag eingeschlossen.
Prüfen Sie auch die Möglichkeit einer
geringen Selbstbeteiligung für kleinere Schäden. Schon eine SB
von ca. Euro 150,- birgt erhebliche Beitragskürzunge:
Bei einem Anbietervergleich sollten Preis, Leistung
und
Betreuung eine Rolle spielen. Im Schadensfall entscheidet oft ein kleiner
Satz in der Schadensformulierung über Ersatzleistung oder nicht. In
einem solchen Fall kann ein kompetenter Ansprechpartner und Berater hilfreich
sein und damit mehr wiegen als ein paar Euro Beitragsersparnis.
Tauchsportrisikoversicherung in Verbindung
mit Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung:
Generell ist das Tauchsportrisiko mitversichert, wenn
alle Risikofragen im Versicherungsantrag wahrheitsgemäß beantwortet
wurden.
“ Seit dem 01.01.2001 entfällt bei allen
unter 40 Jährigen der Anspruch auf die gesetzliche Berufsunfägkeitsversicherung.“
Die
erste Stufe der Rentenreform 2000 wurde zum 01.01.2001 realisiert. Damit
steht fest: Für alle 1961 oder später Geborenen wird die bisherige
gesetzliche Berufsunfähigkeitsleistung gestrichen und durch die sogenannte
Erwerbsminderungsrente, deren Leistung von der Restarbeitsfähigkeit
abhängig ist ersetzt. Starke Einbußen bis zu 25 % müssen
all jene hinnehmen, die am 01.01.1961 oder früher geboren sind.
Eine
private Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung ist deshalb der einzig
wirksame Schutz gegen den sozialen Abstieg durch Verlust der Arbeitskraft.
Eine Unfallversicherung reicht als Absicherung nicht aus, denn die Hauptursache
für Invalidität sind Krankheiten ,während Unfälle dabei
mit nur 12% eine untergeordnete Rolle spielen. Volle Leistungen schon ab
50% Berufsunfähigkeit:
Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit
1.Erkrankungen
des Skeletts und des Bewegungsapparates (31,1%)
2.Erkrankungen
des Herzens und des Gefäßsystems (20,8%)
3.Sonstige
Erkrankungen (19,2%)
4Unfälle
(12%)
5.Nervenkrankheiten
(11,1%)
6.Bösartige
Geschwülste (5,8%)
Ohne
Wenn und Aber:
-
Volle Leistungen schon ab 50% Berufsunfähigkeit
-
Individuelle Vorsorgemöglichkeit durch hohe Flexibilität
-
Freie Wahl aus drei Überschussverwendungsformen
-
Rückwirkende Leistungen auch bei verspäteter Anzeige Prognosezeitraum
von nur 6 Monaten
-
Genereller Verzicht auf abstrakte Verweisung ab dem 50.Lebensjahr
-
Beitragsreduzierung durch Vereinbarung einer Karenzzeit möglich
Auf
folgende Punkte sollten Sie besonders achten:
- Prognosezeitraum von nur 6 Monaten
-
Genereller Verzicht auf abstrakte Verweisung ab dem 50.Lebensjahr
-
Beitragsreduzierung durch Vereinbarung einer Karenzzeit möglich
1.
Zu beachten gilt:
Lassen Sie sich nicht auf Risikozuschläge für
den Sportbereich ein. Viele Gesellschaften decken dieses Risiko ohne Aufpreis.
Wenn eine Mehrprämie verlangt wird, lehnen Sie den Vertrag als ganzes
ab und suchen Sie sich einen anderen Versicherer. Oft genügt jedoch
die Ablehnung, damit sich der Versicherer doch dazu bereit erklärt,
das Risiko beitragsfrei einzuschließen. In der Regel wird eine schriftliche
Zusatzvereinbarung notwendig, dazu nachstehend mehr.
Ist eine Berufsunfähigkeitsrente in den Vertrag
eingeschlossen, sind geringe Zuschläge für diesen Bereich (und
nur für den Bereich der BU) angemessen. Der geringe Mehrbetrag ist
akzeptabel. Sie sollten sich auf keinen Fall auf einen Risikoausschluß
einlassen. Zu beachten gilt, daß die eingeschlossene Berufsunfähigkeitsrente
bereits ab 50% Berufsunfähigkeit leistet, da nicht jeder Unfall oder
Krankheit zu einer 100%igen BU führt.
Achtung: Selbst gute Zusatzabsicherungen
wie DAN Europe haben für den Fall einer Berufsunfähigkeit keine
Leistungen vorgesehen. Prüfen Sie genau, ob für den Fall der
Fälle ausreichend Versicherungsschutz besteht. Prüfen Sie aber
ebenso genau auf Doppelversicherung. Schnell ist zuviel Geld ausgegeben.
Sinnvolle Absicherung muß nicht teuer sein.
Wird eine schriftliche Zusatzvereinbarung zur Risikobeurteilung
vom Versicherer verlangt, sollten Sie nachstehendes beachten:
Geben Sie nicht nur den Verband an dem Sie angehören.
Im Urlaub werden Basen eventl. nach anderen Regeln geführt. Legen
Sie sich in Ihren Aussagen nicht eindeutig fest, denn Ausnahmen sind schnell
möglich und könnten dann zu Leistungseinschränkungen führen.
In einer Zusatzvereinbarung sollten Sie sich wie
nachstehend äußern: "Ich tauche als Sporttaucher nach den Regeln
der großen Verbände wie z.B. PADI,VDST,CMAS u.s.w. In der Regel
tauche ich in der Nullzeit und beachte die Grundlagen der Verbände."
Sollten Sie Angaben zur Zahl Ihrer Tauchgänge
machen müssen, formulieren Sie wie folgt: "In der Vergangenheit habe
ich durchschnittlich xxx mal im Jahr getaucht. Je nach der mir zur Verfügung
stehenden Zeit kann es aber auch mehr oder weniger sein.“
Den mir bekannten Gesellschaften reichen diese
Angaben zur Risikobeurteilung vollkommen aus.
Anmerkung:
Immer dann, wenn es um Ausnahmen (hier besondere Risiko-Einschlüsse)
geht, tauchen spezielle Fragen und Probleme auf, die sich nicht verallgemeinern
lassen. In diesem Fall bin ich gerne dazu bereit Auskünfte zu geben
und Fragen nach meinen Möglichkeiten zu beantworten.
Unfallversicherung:
Alle vier Sekunden passiert in Deutschland ein
Unfall. Das sind pro Tag 23.500 Unfälle.
Eine beunruhigende Zahl. Davon sind ca. 1% Tauchunfälle
von Ohrensausen bis zu DCS.
Die gesetzliche Versicherungen bieten jedoch
nur eine Grundversorgung. Eine private Unfallversicherung dagegen schützt
Sie und Ihren Lebensstandart im Ernstfall
Laut den allgemeinen Bedingungen der Unfallversicherung
ist ein Unfall "ein plötzlich von außen auf den Körper
einwirkendes Ereignis". Nach dieser Definition liegt also bei einem sogenannten
Tauchunfall kein Unfallereignis nach den Bedingungen vor, wenn nicht ein
Unfallereignis vorangegangen ist. Mit dieser Begründung lehnen die
Gesellschaften eine Entschädigung mit Recht ab.
Nach Verhandlung mit Versicherungsunternehmen
wurde nun nachstehende Lösung gefunden, die sich alle Sporttaucher
zu Nutze machen sollten. Durch eine besondere Vereinbarung kann von den
allgemeinen Unfallbedingungen abgewichen werden. Die Formulierung sollte
wie nachstehend lauten.
"In Abänderung der allgemeinen Unfall-Versicherungsbedingungen
gilt in den Versicherungsschutz eingeschlossen: Ertrinken, Ersticken, Caissonkrankheit
und tauchtypische Erkrankungen wie z.B. Trommelfellverletzungen, auch wenn
kein Unfallereignis (d.h. ein plötzlich von außen auf den Körper
wirkendes Ereignis) festgestellt werden kann."
Achtung: Die Zusatzvereinbarung muß in schriftlicher
Form von der Gesellschaft bestätigt werden. Eine abweichende Formulierung
ist sehr zweifelhaft und nicht ratsam. Mündliche Zusagen haben keine
Gültigkeit.
Eine zusätzliche Vereinbarung ist auch nachträglich
möglich. Nicht alle Gesellschaften sind bereit, von Ihren Bedingungen
abzuweichen. Niemand sollte sich scheuen dann die Gesellschaft zu wechseln.
Der kleine Aufwand und die kleine Prämienerhöhung (Risikozuschlag)
rechnen sich, nach einem Unfall ist es zu spät, wenn von der Versicherung
keine Leistung erbracht wird.
Auslands- bzw. Reisekrankenversicherung:
mit freundlicher Genehmigung des DRF in Filderstadt
Krankenkassen gewähren nur in einigen Ländern
Versicherungsschutz. Besteht mit Ihrem Reiseziel kein Sozialversicherungsabkommen
mit der BRD, leistet Ihre Krankenversicherung nichts. Aber auch in Ländern,
mit denen ein solches Abkommen besteht, ist Vorsicht geboten. Viele Ärzte
und Krankenhäuser behandeln nur auf Privatrechnung, die in der Regel
dann nicht von den Kassen übernommen wird.
Eine Auslandkrankenversicherung ist für jeden
Reisenden unumgänglich. Da eine entsprechende Jahrespolice bereits
unter 10,- Euro zu haben ist, dürfte sie bei den heutigen Reisepreisen
nicht ins Gewicht fallen und sollte für alle ein Muß sein. Die
Vielzahl der Anbieter macht vor Vertragsabschluß eine genaue Leistungsprüfung
erforderlich.
Darauf sollten Sie achten: Auch die Behandlungskosten
für eventuell bestehende Erkrankungen und Unfallfolgen sollten mitversichert
sein.
Dies sollte der Versicherungsschutz beinhalten:
100%
Leistung für ambulante Heilbehandlung als Privatpatient ärztlich
verordnete Medikamente
100%
Leistung für Krankenhausbehandlungen einschließlich Op. als
Privatpatient
Kostenerstattung
für die Unterbringung sollte ebenfalls zu 100% eingeschlossen sein
100
% Leistung für schmerzstillende Zahnbehandlung einschliesslich Füllungen
Behandlung
in der Dekokammer nach einem Tauchunfall
Wichtig:
Der Rücktransport im Flugzeug muß
eingeschlossen sein und sollte mindestens die nachstehenden Versicherungssummen
beinhalten: Innerhalb Europas Euro 10.000,- bei anderen Kontinenten Euro
20.000,- für einen Transport im Sanitätsflugzeug sollte keine
Einschränkung in der Versicherungssumme bestehen.
Auch hier gilt: versichert ist nur, was in den Bedingungen
anerkannt ist. Mündliche Vereinbarungen haben keine Gültigkeit.
Lassen Sie sich ggf. von Ihrem Versicherer eine schriftliche Bestätigung
geben.
TIPP:
Kommt
es zu einer Behandlung im Ausland, dann lassen Sie sich eine Rechnung aushändigen,
die nicht nur die Behandlungskosten, sondern auch das Datum und die genaue
ärztliche Diagnose enthält. Nur so kann ein Versicherer schnell
und ohne lange Rückfragen entschädigen.
Für
die Kunden von privaten Versicherungsgesellschaften gilt die Krankenversicherungspolice
in aller Regel weltweit. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung
ist also nicht nötig. Aber dazu eine kleine Anregung:
Privat-Krankenversicherte
haben in der Regel eine Selbstbeteiligung, die sich je nach gewähltem
Tarif von Euro 100 bis Euro 5.000,- erstrecken kann.
Haben
Sie Euro 9 bis Euro 20,- in eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung
investiert, sind Sie diese Selbstbeteiligung auf Reisen los. Eine Überlegung
wert?
DRF Luftrettung und Ambulanzflüge
Was heute als selbstverständlich
hingenommen wird, hat in Wirklichkeit erst eine recht kurze Geschichte:
Vor 27 Jahren wurde als Initiative der Björn-Steiger-Stiftung e. V.
die DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e. V.) gegründet und damit eine
Basis für die zivile Luftrettung in der Bundesrepublik Deutschland
geschaffen.
23.426 Luftrettungs-
und Intensivtransport-Einsätze im vergangenen Jahr
geflogen.
Die gemeinnützige
Björn-Steiger-Stiftung, seit 1969 um den Aufbau und die kontinuierliche
Optimierung des Rettungsdienstes in der Bundesrepublik bemüht,
erkannte schnell die Notwendigkeit, den bodengebundenen
Rettungsdienst durch Unterstützung aus der Luft sinnvoll zu ergänzen.
Mit Spendenmitteln finanzierte die Björn-Steiger-Stiftung im
August 1972 einen Hubschrauber für die zivile Luftrettung des Bundesinnenministers.
Am 6. September 1972 wurde mit der DRF die erste zivile Luftrettungsorganisation
Deutschlands gegründet, mit dem Ziel Luftrettung auf eigenes
Risiko dauerhaft zu betreiben. Sechs Monate später, am 19. März
1973, nahm die DRF mit dem ersten privaten Luftrettungszentrum
in Stuttgart und einem Rettungshubschrauber ihren Betrieb auf. Parallel
dazu sorgte die DRF mit ihrer Alarmzentrale in Stuttgart
für eine überregionale Koordinierung von Rettungseinsätzen
aus der Luft und für eine zentrale Anlaufstelle zur Vermittlung weltweiter
Ambulanzflüge.
Darüber hinaus
war die DRF im In- und Ausland bei Katastrophen im Einsatz und leistete
Unterstützung beim Aufbau der Luftrettung unter anderem in Luxemburg,
Ungarn und Estland. Nach der Maueröffnung im November 1989 konzentrierte
sich die DRF auf die Luftrettung in den neuen Bundesländern.
Am 1. August 1991 weihte DRF-Präsident Siegfried Steiger das erste
ostdeutsche Luftrettungszentrum in Zwickau ein. Bald darauf eröffnete
die DRF drei weitere Luftrettungszentren in den neuen Bundesländern.
Über die regionale
Luftrettung hinaus betreibt die DRF weltweite Luftrettung mit zwei Ambulanzjets
vom Typ Lear 35 A sowie mit Linien- und Sondermaschinen. Betreut werden
die Patienten während des Transportes von einer erfahrenen medizinischen
Crew, bestehend aus einem Arzt und einem Rettungsassistenten. Koordiniert
werden die Flüge von der DRF-eigenen Alarmzentrale in Filderstadt-Bonlanden,
die in der Nähe des Flughafens Stuttgart liegt. Unter der Telefonnummer
0711-701070 sind die Mitarbeiter der DRF-Alarmzentrale rund um die
Uhr erreichbar, um Patiententransporte aus aller Welt zu koordinieren.
Dies ist besonders in der Urlaubszeit häufig erforderlich.
Einsätze
der weltweiten Rückholungen finden vom neu erbauten DRF-Operation-Center
auf dem Baden-Airpark bei Baden-Baden statt. Das Operation-Center umfaßt
ein Verwaltungsgebäude, einen Flugzeughangar und eine Werfthalle,
in der alle Rettungs- und Intensivtransport-Hubschrauber sowie
die beiden Ambulanzjets der DRF repariert und gewartet werden.
Die DRF weist darauf hin,
daß bei Notfällen in Deutschland jeder Betroffene
Anspruch auf den Einsatz eines Rettungshubschraubers hat, wenn dies medizinisch
erforderlich ist. Die Kosten der Luftrettung werden bundesweit allerdings
nicht im vollen Umfang durch die gesetzlichen Krankenkassen getragen. Für
einen nicht unerheblichen Prozentteil der Kosten muß die DRF selbst
aufkommen. Das ist der gemeinnützigen Organisation nur durch
die Unterstützung von Fördermitgliedern und Spendern möglich.
Auslandsreisenden
bietet eine DRF-Fördermitgliedschaft die Sicherheit,
im Falle eines Unfalls oder einer Erkrankung im Ausland und bei entsprechender
medizinischer Indikation kostenlos durch die DRF in eine deutsche Klinik
transportiert zu werden. Die Kosten für solche Ambulanzflüge
aus dem Ausland nach Deutschland dürfen von den gesetzlichen Krankenkassen
nicht übernommen werden. Ohne private Vorsorge müssen die Patienten
die oft sehr hohen Kosten selbst tragen.
Die
Fördermitgliedschaft in der DRF kostet jährlich 30 Euro für
Einzelpersonen und 60 Euro für Familien. Für Schüler, Studenten
und Auszubildende bis zum 26. Lebensjahr ist der Betrag auf 15 Euro
pro Jahr herabgesetzt. Fragen zur Fördermitgliedschaft beantwortet
das DRF-Service-Team montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr unter
folgender Telefonnummer: 0711-70072211.
Für Rückfragen steht Ihnen die Pressestelle
der DRF jederzeit sehr gerne zur Verfügung.
QuellePressestelle des DRF mit freundlicher Genehmigung
zur Veröffentlichung
DAN Europe: eine sinnvolle Ergänzung?
Divers Alert Network ist eine von Tauchmedizinern
geleitete Organisation für Tauchmedizinische Hilfe, Forschung und
Tauchsicherheit. Nach Eigenangabe ist DAN nicht kommerziell.
Das Angebot von DAN:
1.
Internationales Netzwerk in den Muttersprachen der Mitglieder
2.
Organisation von Notfalltransporten, hyperbare Sauerstoffterapie und betreuten
Rücktransport in die Heimat, allgemeine Hilfeleistungen
3.
Mitglieder erhalten Reiseinfos, Kredite im Notfall, deutschsprachige Rechtshilfe
im Ausland
4.
Versicherungsschutz: Das Versicherungspaket kann je nach Beitrag variiert
werden. Ein mittleres Beispiel nachstehend.(ohne Gewähr, Änderungen
sind möglich):
Hier ein Auszug aus der Preisleistungsgestaltung
von DAN:
|
DAN Europe
BASIC Membership (Spanish)
|
DAN Europe
MASTER Membership
|
Versicherungsleistung
alle in Euro
|
|
Notfalltransport
Krankenhausunterbringung
Hyperbare Sauerstofftherapie bei Tauchunfall
|
31.000 |
62.000 |
Euro |
|
Zusatzkosten für Hinzuziehung tauchmedizinischerExperten
im Rahmen der Notfallbehandlung
|
1.600 |
3.200 |
Euro |
|
Zusatzkosten für medizinisch betreuten Rücktransport
ins Heimatland und/oder für Hotel und Flüge, die durch einen
längeren Aufenthalt verursacht werden, der durch den Versicherungsfall
bedingt ist.
Hinweis:
Repatriierungskosten sind durch
DAN Travel Assist abgedeckt
|
2.100 |
4.200 |
Euro |
|
Verlust von am Unfallort zurückgelassener Tauchausrüstung
infolge eines Nottfalltransportes wegen Tauchunfall
|
1.000 |
1.600 |
Euro |
|
Haftpflichtversicherung für Unterwasseraktivitäten
|
(6.700*) |
155.000 |
Euro |
| Rechtsschutz
Internationale Rechtsberatung bei Tauchzwischenfällen
|
---------- |
-------- |
|
|
Tagessatz im Falle der Einlieferung ins Krankenhaus
aufgrund des Versicherungsfalles
|
---------- |
-------- |
|
|
Ständige Invalidität
|
5.500 |
62.000 |
Euro |
| Lebensversicherung ( im Todesfall) |
5.500 |
36.500 |
Euro |
|
JÄHRLICHE VERSICHERUNGSPRÄMIE
|
61 (66*) |
129 |
Euro |
Die
DAN Europe Basic Membership Spanish enthält zusätzlich zu den
Leistungen der normalen Basic Membership eine Haftpflichtversicherung.
Das Vorhandensein dieser Haftpflichtversicherung ist in Frankreich und
Spanien u.a. Voraussetzung für die staatliche Taucherlaubnis.
Die
Garantieleistungen werden erbracht von: ASSITALIA, PROTEXIA FRANCE S.A.,
AIG EUROPE S.A.Die Garantien gelten weltweit!
Die
Laufzeit der DAN Mitgliedschaft beträgt 12 Monate. Danach ist
aktive Verlängerung erforderlich.
In allen individuellen DAN Mitgliedschaften
enthalten: Der exklusive DAN Travel Assist Service - weltweit 24
Stunden Hilfsleistungen bei unerwarteter Erkrankung oder Verletzung während
einer Reise.
|
VERSICHERUNGSLEISTUNG
|
MAXIMALE DECKUNGSSUMME
|
|
DECKUNG NICHT TAUCHBEDINGTER BEHANDLUNGSKOSTEN
BEI AUSLANDSREISEN
|
|
|
Kosten für stationäre Behandlung
|
8.000 Euro |
| Kosten für ambulante Behandlung |
2.600 Euro |
| Medizinische Unterstützung |
|
|
Transport zu einem Krankenhaus
Medizinisch betreuter Rücktransport ins Heimatland
Überführung eines Verstorbenen ins Heimatland
|
100.000 Euro |
|
Beschaffung dringend erforderlicher Medikamente
Nur organisatorische Hilfe.
oder einer Brille.
|
Kosten müssen vom Mitglied selbst getragen
werden.
|
|
Vorlage von Behandlungskosten
|
5.000 Euro |
| Überwachung der Behandlung |
ja |
| Weltweit medizinische Beratung und Betreuung |
ja |
|
DAN TRAVEL ASSIST HILFSLEITUNGEN BEI ERKRANKUNG
ODER VERLETZUNG DES MITGLIEDS
|
|
|
Erstattung der Rückreisekosten für Familienangehörige
bei Krankenhausaufenthalt von mehr als 5 Tagen
|
anfallende Kosten |
|
Kosten für begleitete Rückreise minderjähriger
Kinder
|
anfallende Kosten
|
|
Rückreisekosten für Reisebegleiter
|
anfallende Kosten
|
|
Rücktransport eines Fahrzeugs an den Heimatort
bzw. zur Leihwagenagentur
|
1.000 Euro |
Kritische Betrachtung:
Das weit ausschweifende Versicherungspacket führt
in sehr vielen Bereichen zu Doppelversicherungen, da sich das Paket nicht
nur ( bzw. vorbildlicherweise) auf den tauchmedizinischen Unfall beschränkt
(z.B. Reise, Haftpflicht, Rechtsschutzversicherung). Den wichtigen Bereich
der Folgeschäden (Berufsunfähigkeit) läßt DAN völlig
außer acht. Hier fehlt Versicherungsschutz.Bestehen für dasselbe
Risiko Versicherungen, müssen diese DAN mitgeteilt werden. Die logische
Folge im Schadenfall sind dann wohl Leistungskürzungen oder eventuell
sogar gar keine Leistung!!
Fazit:
Nach meiner Auffassung sollte man sich vor dem Glauben
hüten, mit DAN rundum abgesichert zu sein. Dennoch sehe ich Divers
Alert Network als eine durchaus sinnvolle Ergänzung für Sporttaucher.
Auch
ist zu bedenken, daß die für alle Taucher wichtigen Forschungsarbeiten
von DAN durch die Beiträge unterstützt werden.
Möglicherweise
retten diese Forschungsergebnisse irgendwann einmal unser Leben.
Versicherungsumfang des VDST
Der VDST gewährt für Mitglieder im Alter
von 16 bis 65 nachstehenden Unfallversicherungsschutz:
Invaliditätssumme
DM 50.000,-
Todesfallsumme
(bei Unfalltod) DM 10.000,- (DM 15.000,- für Verheiratete)
Unfall-Krankenhaustagegeld
je Tag DM 20,-
Heilkosten
DM 3.000,-
Bergungskosten
DM 30.000,-
Die Invaliditätssumme wird gezahlt nach
unten stehender Gliedertaxe (Auszug):
Verlust von:
einem
Finger 5 %
einem
Daumen 20 %
eines
Armes unter dem Ellenbogen 60 %
eines
Fußes im Fußgelenk 40%
eines
Fußes über Mitte Oberschenkel 70%
beider
Augen 100%
eines
Auges 30%
Gehörverlust
eines Ohres 15%
Verlust
des Geschmacks 5%
u.s.w.
Bei Verlust eines Auges bspw. erhält man
30% aus DM 50.000,-. Die Entschädigung beträgt in diesem Fall
DM 15.000,-. Die Erweiterungsklausel (siehe Tauchen und Unfallversicherung)
ist eingeschlossen. Der Versicherungsschutz ist begrenzt auf den Tauchsport
und wird sichergestellt durch den Gerling Konzern. Weiterhin ist auch eine
Haftpflichtversicherung (gleiche Begrenzung) vorhanden.
Zu beachten:
Der Versicherungsschutz beginnt unmittelbar vor Beginn des Tauchgangs
und endet bereits mit dem Verlassen des Gewässers. Der Versicherungsschutz
beträgt 2 Mio. DM für Personen- und Sachschäden. Vermögensschäden
sind nach meiner Information nicht enthalten.
Informationen Zur VDST-Einzelmitgliedschaft
Die VDST Hotline
zum 01.01.2000 für alle VDST, -Vereins –und Einzelmitglieder. Das
umfassende Sicherheitspaket für Taucher:
-
Eine Hotline-Telefonnummer
- 24 Stunden tauchmedizinischer Notfallservice bei Tauchunfällen
- Absicherung bei Unfällen und Krankheiten im Auslandsurlaub
- Medizinisch notwendiger Rücktransport aus dem Ausland
- Kostenübernahmeerklärung
Beitragsregelung für VDST-Einzelmitglieder
Einmalige
Aufnahmegebühr DM 50,-- ,Jahresbeitrag DM 78,--
Einzelmitglieder
haben Anspruch auf kostenlosen Bezug der VDST-Verbandszeitschrift (‘Sporttaucher’)
sowie die jeweils für natürliche Vereinsmitglieder gültigen
Tauchsportversicherungsleistungen des VDST. Im Aufnahmejahr wird der Jahresbeitrag
zum 1. des Folgemonats erhoben, und zwar mit je DM 6,50 je Monat. Im Folgejahr
wird der Jahresbeitrag zum 31.03. mit DM 78,-- abgebucht Der Austritt ist
jeweils mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines jeden Kalenderjahres
durch eingeschriebenen Brief an die VDST-Geschäftsstelle möglich.
Der Hauptvorteil vom VDST liegt in der Druckkammer
Behandlung:
Diei n der Verbindung mit einer VDST-Mitgliedschaft,
die gegeben ist, wenn man in einem Verein Mitglied ist, welcher dem Verband
angehört, hat man zusätzlich zur oben beschriebenen Unfallversicherung
über den Gerling Konzern, eine der besten Auslandsreise-Krankenversicherungen,
die es in Deutschland gibt, die der Globale Krankenversicherungs AG.
Beispiel:
Ein Taucher verunfallt im Tauchurlaub an einer
Dekompressionserkrankung, die Globale übernimmt dann in Verbindung
mit dem VDST die Behandlung in der Dekokammer und gibt erst dann Flugerlaubnis,
wenn die Krankheit vollständig ausgeheilt ist. Wenn der Tauchunfall
in Deutschland eintritt und es wäre eine ambulante Behandlung in der
Dekokammer erforderlich, haben alle in der gesetzlichen Krankenversicherung
Versicherten folgendes Problem: Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt
die Dekokammer-Behandlung nur noch im stationären Bereich, im ambulanten
Bereich haben sie diese Leistung aus ihrem Leistungskatalog gestrichen.
Dies hat zur Folge, dass die ambulante Behandlung selbst getragen werden
müßte. Nicht so als Privatversicherter oder als Mitglied des
VDST!
Der Gerling Konzern übernimmt die ambulante
Behandlung in der Dekokammer in Deutschland, egal ob der Tauchunfall in
300 km oder 10 km Entfernung vom Heimatort eintritt. Einzige Einschränkung:
der Unfall und die Behandlung müssen in einem direkten Zusammenhang
stehen und die Behandlung muß umgehend begonnen werden. Reha-Maßnahmen
für Tauchunfälle, die in einem anderen Land eingetreten sind,
werden nicht übernommen.
Kritische Betrachtung:
Für den vom VDST verlangten Mitgliedsbeitrag
(Im ersten Jahr, da Aufnahmegebühr) von DM 110,- durchaus keine schlechte
Absicherung, da unter bestimmten Voraussetzungen auch im Rechtschutzbereich
Schutz gewährt wird. Ausreichend können diese Leistungen aber
nicht sein, dazu bestehen zu viele Leistungseinschränkungen. Auch
sind die Versicherungssummen nicht hoch genug, um alle Krankheits- und
Folgekosten zu decken.
Fazit:
Eine Mitgliedschaft aus alleiniger Sicht des Versicherungsschutzes
ist nicht zu empfehlen. Hier gibt es bedeutend bessere Möglichkeiten.
Es gibt aber durchaus viele Gründe, die für eine VDST-Mitgliedschaft
(gilt auch für andere Verbände) sprechen können. Wer sich
dazu entschließt, sollte die Versicherungsleistungen als willkommenes
Zubrot betrachten.
Vor- und Nachteile der Anbieter:
Im Wesentlichen haben wir drei Ansprechpartner,
die uns bei der Risikoabsicherung im Tauchsport helfen:
1.
Freie Versicherungsgesellschaften
2.
DAN Europe (Divers Alert Network)
3.
Vereins-/Verbandsversicherungen (z.B. VDST)
Jede Münze hat zwei Seiten. So auch die Form
der Versicherung, für die wir uns entscheiden. Nun eine kurze Darstellung
der wichtigsten Vor- und Nachteile der drei Anbieter.
Versicherungsgesellschaften:
Vorteile
+
Weltweite Gültigkeit 24 Stunden rund um die Uhr
+
Privat-, Beruf-, Freizeit- und Sportbereich sind abgesichert
+
Sinnvolle auf Person und Umfeld abgestimmte Versicherungssummen
+
Risikoselektion ist möglich
+
Individuelle Wünsche können berücksichtigt werden
+
Familien können in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden.
Nachteile
-
Schwierige Wahl der Gesellschaften (man muß die Richtige finden)
-
Zusatzleistungen und Prämien sind oft Verhandlungssache.
-
Um den Versicherungsschutz sicherzustellen, muß mehr Zeit aufgewendet
werden als bei Pauschalangeboten
DAN:
Vorteile
+
Geringer Beitrag
+
Viele zusätzliche Leistungseinschlüsse
+
Verbands- und vereinsunabhängig
+
Weltweite Notrufnummer und Rettungsorganisation
+
Ambulante Dekokammer-Behandlung in Deutschland auch vor der Haustür
+
Zusätzliches Ausbildungsangebot
Nachteile
- Wichtige Absicherungsbestandteile fehlen (z.B. BU/EU Rente)
- Unfallmeldung muß innerhalb von 3 Tagen vorliegen, üblich
ist allgemein unverzüglich (ohne Nennung einer Zeit)
- Sonstige Versicherungen können bei der Entschädigung angerechnet
werden.
Verbandsversicherungen:
Vorteile
+
Sehr geringer monatlicher oder jährlicher Beitrag
+
Deckung genau auf den Tauchsport zugeschnitten
+ Neben dem Versicherungsschutz bestehen weitere vereinsinterne
Möglichkeiten zur Nutzung
+
Ambulante Dekokammer-Behandlung in Deutschland auch vor der Haustür
+
Weltweite Notrufnummer und Rettungsorganisation über Gerling/Globale
Nachteile
-
Sehr geringe Versicherungssummen, die im Schadenfalle alleine nicht ausreichen
-
Einige Risikobereiche sind nicht abgedeckt
-
Sehr viele Leistungseinschränkungen: es besteht kein Versicherungsschutz
vor und nach den Tauchen, im privaten Bereich, für die Familie, wenn
Verbandsrichtlinien nicht eingehalten werden.
Nachgedanken
Wie die guten Kräuter in einem Essen, so macht
auch bei unserem Versicherungsschutz die richtige Mischung das optimale
Menue. Sicher ist, daß der auf den Tauchsport begrenzte Versicherungsumfang
nicht ausreichend ist. Ich bin daher der Meinung, daß eine freie
Versicherungsgesellschaft (die richtigen Verträge vorausgesetzt) das
optimale Preis-Leistungsverhältnis bieten kann.
Mein Tip dazu:
1.Stellen
Sie sich das Paket bei einer Versicherungsgesellschaft nach Ihren individuellen
Wünschen und Bedürfnissen zusammen. Als ersten Anhaltspunkt haben
wir eine Risiko-Checkliste zusammengestellt, mit deren Hilfe
Sie leicht herausfinden können, welche Arten der Vorsorge und der
Absicherung für Sie persönlich überhaupt in Frage kommen
könnten.
2.
Ergänzen Sie dieses Absicherungspaket mit dem geringen Beitrag Ihres
entsprechenden Verbandes. Sind Sie keinem Verband angeschlossen, ist das
Angebot von DAN nicht zu verachten bzw. als zusätzliche Absicherung
sehr empfehlenswert.
Nehmen Sie sich die Zeit und greifen Sie dieses
Thema an. Der Aufwand lohnt spätestens wenn der Fall der Fälle
tatsächlich kommen sollte.
Eine Bitte zum Schluß ...
Auch wir lernen ständig dazu und sind bemüht
unsere Erfahrungen an interessierte Sporttaucher weiterzugeben. Dazu benötigen
wir Informationen, die wir praktisch umsetzen können.
·
Wie haben Sie Ihre Tauchsportrisiken abgesichert?
·
Haben Sie Verhandlungen in Bezug auf das Tauchsportrisiko mit Ihrer Versicherungsgesellschaft
geführt? Mit welchem Ergebnis?
·
Haben Sie durch die hier enthaltenen Informationen nun einen Informationsvorteil?
·
Konnten Sie bereits Erfahrungen mit der Schadensregulierung nach Tauchunfällen
sammeln?
·
Ist der Informationsgehalt unserer Erläuterungen verständlich?
Was können wir verbessern?
Für kurze Tips, Hinweise, Informationen per
Email
sind wir dankbar. Zum Vorteil aller Sporttaucher besteht so die Möglichkeit
unsere für alle zugänglichen Informationen zu aktualisieren und
zu verbessern. Wir veranstalten für interessierte, nicht kommerzielle
Tauchclubs u und Vereine entsprechende Informationsabende, die zur Zeit
auch regen Zuspruch finden. |