A Red Sea First-Timers Guide

 Geschrieben von Harry & Uli

A Red Sea "First-Timers" Guide


Von Harald Mathä und Uli Mösslang

Das Rote Meer ist das nächste für uns Europäer erreichbare tropische Meer. Es ist noch mehr als nur das: Auch weitgereiste Taucher können bestätigen, dass diese Kombination an Vielfalt und Schönheit der Weich- und Hartkorallen, sowie von spektakulären Drop-Offs und interessanten Wracks weltweit ziemlich einzigartig ist.
Wegen dieser Attraktivität reisen immer mehr Taucher ans Rote Meer. Und weil für jeden irgendwann einmal das erste Mal Tauchen dort angesagt ist möchten wir hier dem "First –Timer" einige der dabei oft auftauchenden Fragen beantworten.



ALLGEMEINES:

Einreise/Visum?
Das Visum kostet 15 US$ und ist direkt im Flughafengebäude am Bankschalter zu kaufen. Es kommt vor, dass der Erste in der langen Schlange den Beamten in seinem kleinen Glaskasten erst wecken muss. Die beiden Stempelmarken klebt man in eine freie Seite im Pass und geht weiter zum Einreiseschalter, wo sich der Rest der Gruppe schon in die neue Schlange eingereiht hat um die Zollformalitäten über sich ergehen zu lassen. Aufpassen! Bei manchen Reiseveranstaltern ist das Visum bereits im Reisepreis inklusive. Also Katalog genau lesen, da dies auch die Reisebüroangestellten oft selbst nicht wissen!

Spätestens hier solltet Ihr die europäische Hektik abgelegt haben um gut über die Runden zu kommen. Bis das Gepäck auf dem Förderband ist, dauert es sowieso seine Zeit. Die schönsten Koffer werden sofort von rührigen Geistern zur Seite gestellt um ein Trinkgeld von einem L.E. pro Stück zu erhalten. Um dem zu entgehen, sollte man bis zur letzten Sekunde Desinteresse heucheln, um dann überfallartig sein Gepäckstück zu ergattern. Sinnvoll ist für mehrere Gepäckstücke ein Gepäckwagen, der für 2 L.E. erstanden werden kann. Die geforderten Beträge sind oft jenseits von gut und böse und sollten mit lautem Lachen und wilden Handbewegungen abgeschlagen werde.

Für ein Taxi (3 Personen und Gepäck) beträgt der Preis in die Naama Bay ca 40 L.E. Für die näheren Ziele unwesentlich weniger. Als erste Forderung stehen oft 50$ zur Diskussion, um den überhöhten Forderungen entgegenzuwirken sollte man das schon inzwischen aufgeladene Gepäck wieder abladen.


Für einen zollfreien Einkauf hat man die nächsten 24 Stunden nach der Ankunft Zeit. Entweder direkt am Flughafen oder in einem örtlichen Duty-free Shop. Mitzubringen sind Flugticket und der Reisepass, bei den der berühmte Säuferbalken eingestempelt wird, um einem übertriebenem Einkauf vorzubeugen. Es ist die einzige Möglichkeit, um an alkoholische Getränke, auch Bier, außer an einer Hotelbar oder einem Restaurant zu kommen.

Hinweis: Der Reisepass muss noch 6 Monate Gültigkeit haben!

Wann ist die beste Reisezeit?
Grundsätzlich kann man das ganze Jahr über im Roten Meer tauchen- im Winter ist es halt kühler und im Sommer sehr heiß. Im Winter bläst auch oft ein kalter und mehr oder minder starker Nordwind, der schon mal beachtlichen Seegang hervorrufen kann und manche Tauchspots nicht angefahren werden (können). Meiner Ansicht nach ist die beste Reisezeit um April/Mai und Oktober/November!

Wie sind die Wassertemperaturen?
Warm:-) zwischen 20 und 29°C- Eine Übersicht haben wir in unseren FAQ als .pdf zusammengestellt: Wassertemperaturen

Wie sind die Lufttemperaturen?
Im Sommer sehr heiß mit Tagestemperaturen bis 40°C , im Dezember zwischen 20 bis 26 Grad- aber - es kann da in der Nacht bis auf 7°C abkühlen! Warme, winddichte Jacken sind auch auf den Booten der Tagesausflüge angebracht.


Blick auf die Na´ama Bay

Hurghada oder Sharm el-Sheikh?
Keine einfache Frage! An Land finde ich die Na´ama Bay mit ihrer Flaniermeile und den roten Berge im Hintergrund landschaftlich reizvoller und mit mehr Flair als die endlosen Hotelanlagen und die Geröllwüste dahinter von Hurghada.
Unter Wasser haben beide Destinationen viel zu bieten: Hurghada mehr an schönen Riffen, Sharm el-Sheikh mehr an spektakulären Drop-Offs und dem Wrack der SS Thistlegorm.
Der einst berühmteste Tauchplatz der Welt, Ras Mohammed, ist gleichzeitig die Südspitze der Sinaihalbinsel.

Geldangelegenheiten?
Währung ist das ägyptische Pfund (Livre Egyptienne)
1 L.E. entspricht 13 €-Cent
1 € entspricht 7,6 L.E.
(Stand März 2004)

Der Euro hat sich in touristischen Zentren inzwischen aber längst zur zweiten Währung entwickelt. Zum Wechsel empfehlen sind die Bankfilialen in den großen Hotels, aber auch die Wechselstuben der ägyptischen Banken (Bank of Alexandria, Bank of Cairo,...) bieten aktuelle, gute Kurse. Vor privaten Wechselaktionen möchten wir ausdrücklich warnen!


Relax, Slow down… so macht Urlaub Spaß!

Geldautomaten, bei denen man mit Maestro, VISA oder Mastercard Geld und der passenden Geheimzahl, abheben kann, gibt es in den größeren Tourismuszentren.
Traveller Cheques sind ein sicheres Zahlungsmittel, werden aber oft nur an den Banken angenommen.

Zahlen mit Kreditkarte setzt sich in Hotels und Tauchbasen immer weiter durch, ist aber keinesfalls flächendeckend verbreitet. Also vorher (!) informieren, ob Kreditkartenzahlung möglich ist - und wenn ja - extra Gebühren anfallen, oder ob bei Barzahlung ein zusätzlicher Rabatt eingeräumt wird.

Kann ich mit meinem Handy in Ägypten telefonieren und was kostet das?
JA! Ist aber kein billiges Vergnügen und kostet je nach Roaming-Partner so zwischen 1,50 und 3 Euro/Minute nach Hause! Die Verbindung ist gut und funktioniert auch auf den Tagesbooten.

Wie ist das Essen?
SUPERLECKER! Fisch, Huhn, Rind, viel Gemüse mit orientalischen Gewürzen- und - auch Liebhaber von Süßspeisen werden glauben, im Paradies zu sein!



Pharaos Rache?!
Muss nicht sein! Neben dem bewährten „Peel it, boil it, cook it, or forget it!“ empfiehlt es sich, auf Eis und einheimisches Speiseeis zu verzichten und nur Trinkwasser aus Flaschen zu trinken. In den großen bekannten Hotels wird feinstes importiertes Speiseeis angeboten, das problemlos gegessen werden kann.
Das Leitungswasser ist nicht zum Genuss geeignet!

Dass so mancher Reisende auf seinen Schluck Whisky oder anderwärtig hochprozentigem - mancher schon vor dem Frühstück, anderer erst am Abend - schwört, das sei hier nicht verschwiegen!
Wenn es einen trotz aller Vorsicht doch erwischt hilft die hoffentlich mitgenommene Reiseapotheke oder (besser) ein einheimisches Mittel, das auf die starken Erreger abgestimmt ist und meist sofort hilft. Den Beipackzettel mit den Nebenwirkungen sollte man entweder sehr genau, oder gar nicht lesen.

Die ägyptischen Ärzte und Zahnärzte sind sehr gut und haben ihre Ausbildung oft in Europa gemacht.

Stromspannung?
Wie bei uns 230 V 50 Hz, normalerweise kein Adapter notwendig.

Welche Impfungen brauche ich?
Zu den Standardimpfungen, die jeder auch bei uns besitzen sollte, sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Hepatitis A und B sowie Wundstarrkrampf sind (wie auch bei uns) empfehlenswert.
Eine gute Übersicht findet sich hier: Impf-Plan

Ist das ägyptische (Deko)-Bier genießbar?
Eindeutiges JA! Das einheimische (Local) Stella und das Sakkara sind unserer Meinungen nach vollwertige Biere und entsprechen der IOUA-Norm 14307 für dekompressionspflichtige Getränke. Durch die neuen Brauereien wurde ein gleich bleibender Geschmack, auch innerhalb eines Bierträgers erreicht. Trotzdem sollte nicht aus der Flasche getrunken werden, um die Erreger am Flaschenhals zu vermeiden und eine Sicht- und Schaumprüfung im klaren Glas vornehmen zu können. Die importierten Biersorten sind gut, aber teurer.


Endlich - ein Deko-Bier!

Souvenirs?
T-Shirts, Sweater, etc. aus ägyptischer Baumwolle sind meist von allerbester Qualität und sind mit unzähligen Motiven (auch Fakes!) um wenig Geld erhältlich. Goldschmuck und Ketten aus verschiedenen Steinen können durch geschicktes Verhandeln sehr günstig sein. Von Muscheln und Korallen sollte man, sofern sie überhaupt noch angeboten werden, schon aus Gründen des Artenschutzes, die Finger lassen. Der Zoll in der Heimat ist in der Verfolgung der Täter gnadenlos.

Hab ich einen Internet-Entzug zu befürchten?
Kaum! In vielen Touristenorten und internationalen Hotels gibt es Internetcafes, allerdings meist mit einem langsamen Modemanschluss.

Bakschisch!
Gang und gäbe sowie allgegenwärtig und fester Einkommensbestandteil bei den sonst sehr niedrigen Löhnen! Gepäckträgern etc. gibt man ein Trinkgeld zwischen 50 Piaster und 1 Pfund pro Gepäckstück.
Bakschisch ohne Leistung oder Bettlerei? Dagegen hilft nur ein freundliches, aber bestimmtes „LA!“ (=NEIN!)

Nachtleben?

In den touristischen Zentren wie Hurghada, Dahab oder Sharm el-Sheikh findet sich für Nachtschwärmer aller Couleur einiges an Auswahl. Im Gegensatz dazu kann es in der Pampas irgendwo im tiefen Süden bei Hotelbar oder Wasserpfeife und Kakadeh bleiben.


Preisübersicht an Papa´s Beach Bar


In welchem Hotel sind keine Russen, Franzosen, Italiener, Deutsche, Wiener, Engländer, Österreicher, Bayern, Einheimische?
Wenn das Deine primäre Fragestellung ist, dann bleib bitte bitte zuhause!

Wie ist das Hotel XYZ?
Eine empfehlenswerte, deutschsprachige Seite für Hotelbewertungen ist holidaycheck.de

Ein-Tagesausflüge nach Luxor oder nach Kairo- lohnt das?
Meiner Ansicht nach nein! Wer allerdings mitten in der Nacht gerne ein paar hundert Kilometer mit dem Bus fährt, um dann im Eilzugtempo durch ein Paar Sehenswürdigkeiten gelotst zu werden, nur um die Fotos der Pyramiden oder vom Luxor-Tempel mit nach Haus zu nehmen und beweisen zu können in Ägypten gewesen zu sein - und um dann wieder mitten in der Nacht im Hotel anzukommen- ja dann, bitte sehr!
Von Sharm aus fährt jetzt ein Schnellboot nach Jordanien, für einen Abstecher nach Petra. Auch hier sind zwei Tage voll ausgeplant, aber sicherlich der vernünftigste Ausflug.

Welche Tagesausflüge lohnen am tauchfreien Tag?

Hurghada:

Nett sind die Ausflüge in die Wüste mit Kamelritt und BBQ- speziell nach Einbruch der Dunkelheit. Unter dem unendlichen Sternenhimmel ist das ein tolles Erlebnis, das man zumindest ein Mal erleben sollte!
Wenn man mit Kindern (NUR Kindern?) unterwegs ist, bietet das orientalische Märchenland Alf Leila Waleila Geschichten aus 1001 Nacht!

Sharm el-Sheikh:
Colored Canyon; das schöne, aber total überlaufene Katharinenkloster, der Mount Sinai oder ein Taxiausflug nach Dahab. Natürlich sind Motorradausflüge oder mit den vierrädrigen Ablegern, den Quads, in die Wüste ein Erlebnis. Empfehlenswert sind die frühen Morgenstunden oder der späte Nachmittag. Als Bekleidung sollte man bereits angeschmutzte Hosen und Hemden wählen. Ein Helm ist optimal, aber nicht jedermanns Sache. Dagegen ist eine Mütze oder eine Kappe wegen der Sonneneinstrahlung Pflicht. Etwas Kleingeld ist während der Fahrt notwendig, um den in der Pause gereichten Tee in einem Beduinenzelt zu entgelten, oder ein kleines Souvenir zu erstehen. Die Zusammenstellung der Gruppe bestimmt das Reisetempo, also, vorher informieren und gegebenenfalls die Gruppe wechseln.

Südlich von Hurghada wird’s dann aber schon ziemlich Mau mit Abwechslung…


Gebirgswüste zwischen Nil und Rotem Meer



TAUCHEN:

Welchen Anzug fürs Rote Meer?
Individuell verschieden! Kälteempfindliche Personen werden wohl auch im Sommer mit einen 7 mm Semi-dry glücklich sein! Ich hab aber auch im Dezember schon Taucherinnen (!!) im Shorty tauchen gesehen, wenn g´standene Mannsbilder wie unser Redakteur Uli aus München inzwischen bei seinem 2. und 3. Tauchgang im Dezember auf ihren GNT-Neoprentrocki schwören! Weniger das Tauchen ist das kalte, sondern dann das Ausziehen auf dem windigen Boot.

Also: Lieber einen etwas zu warmen Anzug – bei dem kann man die Kopfhaube abnehmen oder die Reißverschlüsse etwas öffnen, wenn’s zu warm wird. Besser als eine Woche zu frieren!

Was ist die beste Tauchbasis?
Auf diese Frage EINE Antwort zu geben, hieße sich unglaubwürdig zu machen!
Generell kann man sagen, dass bei den alteingesessenen, internationalen Tauchschulen wie James&Mac oder Jasmin in Hurghada oder Camel Dive Club, Sinai Dive Club oder Sinai Divers in Sharm el-Sheikh (Diese beispielhafte Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit!) ein konstant hohes Niveau geboten und in verschiedenen Sprachen gebrieft und unterrichtet wird.

Links zu praktisch jeder Tauchbasis findet man hier: Links Rotes Meer
Meinungen und Erfahrungen zu den Tauchbasen: Basendatenbank Ägypten


Weltberühmt: Die Wracks im Rotem Meer- hier die „Numidia“

Ist Hurghada übertaucht?
Ja und Nein! Wer nach Hurghada kommt und glaubt eine Woche lang jungfräuliche Riffe alleine betauchen zu können, ist ein Träumer! Bei starkem Wind sammeln sich die Tauchboote notgedrungen im Lee bzw. dem Windschatten der vorgelagerten Inseln und Riffen- dies kann dann wirklich zu Rudeltauchen führen.

Gibt es da Gefährliche Meeresbewohner?
JA! Und zwar gleich eine ganze Menge! Haie, Muränen, Rotfeuerfische, Steinfische, Feuerkorallen, Kegelschnecken um nur wenige zu nennen! Aber trotzdem kein Grund zur Panik! Wenn trotzdem mal was passieren sollte: Siehe folgenden Artikel aus unserer Redaktionsausgabe 2: Verletzungen durch gefährliche Meerestiere .

In der Dämmerung sollte ein Schwimmen in Uferbereich mit Vorsicht geschehen. Die Rotfeuerfische kommen zur Jagd aus ihren Löchern und halten sich im seichten Bereich und an der Oberfläche zur Jagd auf. Zumindest sollte ein Schwimmen nur mit Tauchbrille und Schnorchel geschehen, um diese Gefahrenquellen zu umgehen.


Blick von Little- auf Big Brother Island


Gibt´s da (gefährliche) Haie?
JA! Wo ein Meer ist, gibt es auch Haie! Heute sind Haibegegnungen eine seltene Sache. Ich persönlich hatte genau zu meinem 100. Rot-Meer-Tauchgang meinen ersten einheimischen Hai (einen Grauen Riffhai am Abu Kafan 2000). Erst auf den Brothers 2002 hatte ich dann wirklich Hai-satt!

An den Tiran Riffen (Sinai) sind sehr oft Weisspitzenriffhaie in sehr großen Rudeln an den nicht so oft betauchten Steilhängen vorhanden und verschwinden nach 5 bis 10 Minuten genauso plötzlich wie sie gekommen sind. In den Sommermonaten sind 10 bis 30 Hammerhaie keine Seltenheit, die meist längere Zeit die Tauchgruppe umkreisen.

Gefährlich? Hmmm, eine gute, aber schwierige Frage: Ich würde die „normalen“ Riffhaie als ungefährlich bezeichnen. Dass aber ein „großer Weißer“ oder ein Tigerhai keine Streicheltiere sind, sollte sich von selbst verstehen! Angst oder Panik sind sicherlich vor Haien fehl am Platz, ein gesunder Respekt sollte vor diesen faszinierenden Raubfischen jedoch vorhanden sein!

Einen sehr interessanten Beitrag zu diesem Thema findet Ihr im Forum Biologie. Unser Kollege Bio-Uli hat die grundlegenden Verhaltensweisen für Taucher bei Haibegegnungen zusammengefasst. Näheres hier.

Wo hat man die besten Chancen auf Großfischbegnungen?
Generell an exponierten Außenriffen, in den frühen Morgenstunden, bei starker Strömung, wenig Tauchbetrieb und in der Nähe von Putzerstationen.
Als Grundregel gilt aber:
Zur richtigen Zeit-
an der richtigen Stelle-
in der richtigen Tiefe sein UND
in die richtige Richtung schauen!
Theoretisch sind Großfischbegegnungen ÜBERALL möglich!
Ein gelegentlicher Blick ins 'Blaue' ist also immer lohnenswert!

Einschränkungen beim Tauchen?
Es gibt keine gesetzliche Regelung, welche die maximale Tauchtiefe auf 30 Meter beschränkt- dies ist lediglich eine Empfehlung der Red Sea Assoziation! Diese wird von Tauchbasis zu Tauchbasis und von Tauchguide zu Tauchguide unterschiedlich streng gelebt. Also: Vorher informieren, kann aber trotzdem vor Ort unterschiedlich ausfallen


Vorbereitungen zum nächsten Tauchgang


Tauchunfall! Gibt es Deko-Kammern?
JA! Es gibt in Hurghada, Safaga, Marsa Alam, Sharm el-Sheikh und El Gouna Deko-Kammern!
Siehe auch unsere Übersicht: Dekokammern Ägypten

Tauchunfälle passieren am Roten Meer übrigens mehr als genug- die Infos darüber gelangen aber nur selten bis zu uns – wie in jedem Tauchtourismusziel ist man auch am Roten Meer um einen guten Ruf und „Fun-Diving is Safe“ bemüht…

Eine Druckkammerbehandlung ist übrigens eine teure Angelegenheit- also rechtzeitig prüfen, wie weit sie durch Versicherungen abgedeckt ist. Bei einer Behandlung ist vor Ort zu bezahlen!

Safariboot oder Tagestouren?
Ein unendliches Thema! Erfahrenen Tauchern, die Tauchen und Meer pur! lieben, sind auf einer Tauchsafari bestens aufgehoben! Wer jedoch die Annehmlichkeiten eines Hotels und Auslauf nicht missen will, der bleibt wohl besser an Land und macht Tagestouren!


Vom Safarischiff geht´s oft mit dem Zodiak zum Tauchplatz

Wie viel kostet das Tauchen am Roten Meer?
Für einen Tag Tauchen à zwei Tauchgänge mit Flasche, Blei und Boot sind zwischen 25 und 45 € zu rechnen (abhängig von der Anzahl von Tauchtagen im Tauchpaket)
Ein Vorabbuchung eines Tauchpakets via Internet oder bei einem Reiseveranstalter kann einen schönen Rabatt einbringen!

Tauchen von Land aus?
Üblich und sinnvoll am nördlichen Sinai und an der südlichen Festlandküste ab El Quesir. Im Großraum Hurghada und Sharm el-Sheikh nicht mehr üblich und auch meist wenig sinnvoll.

Wie kann ich Seekrankheit vorbeugen?
Niemand ist vor Seekrankheit 100 % gefeit- auch alte Seebären reihern mal über die Reling… bei bekannter Empfindlichkeit gibt’s aber auch Möglichkeiten der Linderung, die Jessica in unserer Redaktionsausgabe 40 beschrieben hat:

Schnorcheln?
Prinzipiell überall möglich und toll! Besonders interessant ist es aber bei Hotels mit Hausriff. Schnorcheltouren werden auch von Tauchbasen angeboten oder Schnorchler mit zu lohnenden Riffen mitgenommen! Im Zweifelsfall bei der Reiseleitung/ Hotelrezeption oder Tauchschule erkundigen!


Delfine begleiten gerne fahrende(!) Boote


Literaturempfehlung?
Der beste Führer über Fauna und Flora des Roten Meeres ist meiner Ansicht nach der „Riff-Führer Rotes Meer“ von Helmut Debelius. Für den Sinai schätze ich den „Red Sea Diver´s Guide“ von Shlomo Cohen und für Hurghada/Safaga den HEPCA Guide.

Diese- und noch mehr Bücher sind bei unseren Buchkritiken einseh- und teilweise via Amazon.de bestellbar!

Was ist das interessanteste Wrack?
In internationalen Taucherkreisen wird die SS Thistlegorm in einem Atemzug mit den Wracks in Truuk-Lagoon genannt! Das Wrack ist auch wirklich absolut faszinierend und dementsprechend beliebt und be/übertaucht…

Olis Thistlegorm-Führer
Ulis Thistlegorm Bilder

Auf Ulis Seite ist eine detailgetreue Zeichnung mit Links zu den dazugehörigen Bildern vorhanden.

Auf der Küstenseite Nähe Hurghada ist das Riff Shaáb Abu Nuhas wärmstens zu empfehlen. Liegen doch vier Wracks im betauchbaren Bereich. Das sind die Kimon M., die Chrisula K., die Carnatic und die Ghiannis D. Diese Wracks sind auch auf Ulis Seite gut beschrieben und mit vielen Fotos unterlegt.


Geschütz auf der SS Thistlegorm


Welches sind die besten Tauchplätze?
Die Geschmäcker sind verschieden- hier die Top 10 einer Umfrage unter den Besuchern auf Taucher.Net:

-Elphinstone Reef, Marsa Alam
-Brother Islands
-Abu Kafan, Safaga
-St. John´s Reefs
-Panorma Reef, Safaga
-Ras Mohammed, Sharm el-Sheikh
-Thomas Reef, Tiran Islands
-Abu Ramada (Erg), Hurghada
-SS „Thistlegorm“ Sha´ab Ali
-Sha´ab Abu Nuhas Wracks

Infos zu den vorgenannten Plätzen findet Ihr in unserer Tauchplatzdatenbank Ägypten .


Taucherin am faszinierenden Drop-Off von Ras Mohammed


Weitere nützliche Links:
GoRedSea.com
Hurghada online
Tauchfotodatenbank Ägypten

Schönen Tauchurlaub wünscht Euch das Team von Taucher.Net!

Sämtliche Informationen stellen die persönliche Meinung der Autoren dar- jegliche Gewährleistung ausgeschlossen!

Text © 2004 by Harald Mathä und Uli Mösslang
Bilder © by Harald Mathä



Infos

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(12.05.2012) War vom 04.05.2012 bis 11.05.2012 in Marsa Alam. Den Flug habe ich über Luxair gebucht. Die Fluglinie transportiert das Tauchgepäck immer noch kostenlos. Das Gepäck musste vorher angemeldet werden (mehr)

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